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USA 2013
Originaltitel:Savaged
Länge:94:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:SPIO/JK: keine schwere Jugendgefährdung
Regie:Michael S. Ojeda
Buch:Michael S. Ojeda
Kamera:Michael S. Ojeda
Musik:César Benito
SFX:Hugo Villasenor
Darsteller:Rodney Rowland, Marc Anthony Samuel, Rick Mora, Ronnie Gene Blevins, Kyle Morris, Natalie Sutherland, Willow Hale, John Charles Meyer, Peter Sherayko, Brionne Davis, Bobby Field, Joseph Runningfox
Vertrieb:Ascot Elite
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:07.04.2014 (Verleih) / 15.04.2014 (Kauf)



Inhalt
Die gehörlose Zoe (Amanda Adrienne) befindet sich auf dem Highway in New Mexico, als sie an eine Horde von rassistischen Rednecks gerät, welche sie quälen, vergewaltigen und schließlich erstechen. Doch dann fährt der Geist eines Apachenhäuptlings in ihren Körper und treibt sie zur blutrünstigen Rache an, während sich ihr Freund beunruhigt auf die Suche begibt ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 "Savaged" wurde für weit weniger als eine Million US-Dollar produziert und visuell stark den Geschehnissen angepasst. Dass sich dies qualitativ auf den Film auswirken würde, war klar, und dennoch sieht Michael S. Ojedas Horror-Thriller teurer aus als er eigentlich war. Die eingesetzten Stilmittel unterstreichen die hoffnungslose Atmosphäre des Films und zeigen meist sehr erdige und warme Bilder. Passend zum Verwesungsstatus der Hauptdarstellerin wurde "Savaged" sehr schmutzig und düster gehalten. Dabei hinterlässt die Schärfe einen immer noch guten, wenngleich nicht aufpolierten Eindruck. Die Grundstimmung ist morbide und von Blut getränkt, was in dieser HD-Präsentation sehr gut zur Geltung kommt. Trotz eines stets sichtbaren, digitalen Rauschens können selbst während der vielen diffusen Lichtverhältnisse ausreichend Details generiert werden. In den schnellen Schnittfolgen und hektischen Kameraschwenks kommt die Schärfe allerdings immer etwas ins Schleudern. Kontrast und Schwarzwert haben oftmals mit den verwendeten Stilmitteln zu kämpfen und lassen das Bild immer wieder etwas flach und wenig plastisch erscheinen, zumindest in den dunklen Szenen. Die Kompression hingegen arbeitet ruhig im Hintergrund.

Savaged
Savaged
Savaged
Savaged

(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide Sprachfassungen klingen sehr ähnlich und wurden in HD-Master 5.1 abgemischt. Die Stimmen werden sauber und gut ausbalanciert wiedergegeben, wobei die deutsche Synchronisation nicht immer hundertprozentig überzeugen kann und einige Sprecher zu gestelzt wirken. Leider spielt sich auch ein Großteil der Soundkulisse im Frontbereich ab, wodurch es beiden Abmischungen an Räumlichkeit und Direktionalität mangelt. Meist ist es nur der Score, der sich auf die hinteren Kanäle legt und den Mix etwas breiter, aber wenig dynamisch und druckvoll klingen lässt. Optional sind Untertitel hinzuschaltbar.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Rigor Mortis - Leichenstarre (1:34 Min., 1080p)
    • Wer (2:17 Min., 1080p)
    • The Quiet Ones (2:11 Min., 1080p)
  • Making-of (10:16 Min., 720p)
  • Ausschnitte aus dem animierten Storyboard:
    • Cody flieht (0:50 Min., 576i)
    • Kampfvorbereitungen (1:47 Min., 576i)
    • Kampf in der Bar 1 (2:16 Min., 576i)
    • Kampf in der Bar 2 (1:35 Min., 576i)
  • Deleted Scenes: (englisch)
    • Alternative Bar-Szene (5:25 Min., 720p)
    • Zoe in der Wüste gefunden (1:20 Min., 720p)
    • Geschnittene Eröffnungsszene (3:31 Min., 720p)
  • Deutscher Trailer (2:20 Min., 1080p)
  • Original Trailer (2:15 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Rigor Mortis - Leichenstarre (1:34 Min., 1080p)
    • Wer (2:17 Min., 1080p)
    • The Quiet Ones (2:11 Min., 1080p)
    • Alexandre Ajas Maniac (2:03 Min., 1080i)
    • Frankenstein's Army (1:56 Min., 1080p)
    • Devil's Pass (2:05 Min., 1080p)
    • Gallowwalkers (2:18 Min., 1080p)
    • The Pact (1:57 Min., 1080p)
    • John Dies at the End (2:28 Min., 1080p)
    • Odd Thomas (2:41 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase im Schuber
 Neben einem Haufen Trailer weiterer Ascot-Titel sowie einem deutschen und englischen Trailer zum Hauptfilm, enthält die Disc noch ein paar Storyboard-Zeichnungen und interessante Deleted Scenes, bei denen besonders die alternative Barszene sehenswert ist. Das 10-minütige Making-Of lässt den Regisseur und den Produzenten zu Wort kommen. Beide erzählen über die langwierige Entstehungsphase von "Savaged" und dass es mehr als 3 Jahre gedauert hat, bis man einen Produzenten für den Film gewinnen konnte. Die Extras wurden deutsch untertitelt und liegen teilweise in HD vor.
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Fazit
In einer Mixtur aus "I Spit On Your Grave" und Interner Link"The Crow" liest sich das Regiedebüt eines gewissen Michael S. Ojeda zunächst recht interessant, doch für den großen Wurf mangelt es letztlich an einigen wesentlichen Aspekten, wie das augenscheinlich oberflächlich erdachte Drehbuch zusehends offenbart. Zum späteren Mitfiebern ist es natürlich hilfreich, die Hauptfigur möglichst sympathisch einzubringen, so dass diese auch ohne Mitleidsbonus Interesse erwecken kann. Zoe punktet innerhalb der Exposition durch ihre Lebenslust, welche sie ihrem Freund per Smartphone und Zwischenstationen ihrer Reise sendet. Die ausgeblichenen Farben und einige Farbfilter tauchen die Landschaften in ein leicht unwirklich erscheinendes Licht und als die junge Frau auf einen verletzten Indianer stößt, wird man auch gleich mit den Hinterwäldlern vertraut gemacht, welche von sämtlichen Klischees umgeben sind, die das Hinterland in New Mexico eben hergeben. Bis zum vermeintlichen Ableben von Zoe und einigen fiesen Szenen gestaltet sich die Chose durchaus spannend, auch wenn die dummen Dialoge der Rednecks nah an der Grenze des Erträglichen liegen. Doch nach dem Ritual eines alten Indianers und dem einsetzenden Rachefeldzug macht sich auch leichte Ernüchterung breit, da sich sämtliche Abläufe erahnbar gestalten und spannende Konfrontationen zusehends weniger werden, zumal die Reihenfolge der Kills genauso absehbar ist wie das letztendliche Schicksal von Zoe.

Immerhin wird Splatterfans einiges geboten, denn von einer herausgezogenen Darmschlinge über Stacheldraht in der Haut, einem Stock im Auge, diversen Pfeilschüssen, Hammerschlägen am Hals und einem abgetrennten Arm ist durchaus einiges Gemetzel auszumachen, was größtenteils ohne CGI, jedoch mit grundsolidem Make-up daherkommt. Auch die verwandelte Zoe mit ihrem wilden Blick macht einiges her. Nur die bösen Jungs bleiben deutlich zu blass, um ihnen noch mehr als ein qualvolles Ende zu wünschen.
Neben diversen Klischees und Oberflächlichkeiten ist es primär die Spannung, welche ab Mitte der Erzählung oftmals auf der Strecke bleibt. Bei den Schnitten fehlt das Gespür fürs Timing, die Kamera ist zeitweise suboptimal positioniert und auch die eigentlich treffend besetzten Mimen performen bis auf Hauptdarstellerin Amanda Adrienne ein wenig hölzern. Die Gewalteinlagen kaschieren natürlich einige Mankos, doch darauf verlässt sich Autor, Kameramann und Regisseur Ojeda ein wenig zu sehr.

Deswegen ist "Savaged" ein Streifen, der im Vorfeld mehr verspricht als im Endeffekt zu halten, denn er nimmt sich obgleich zahlreicher Klischees viel zu ernst und versteht es nicht, innerhalb des Genres kleine kreative Spitzen zu setzen, da er im Gesamtbild zu mutlos bleibt und trotz einiger provokanter Szenen lediglich Verlaufsmuster abgrast. Für ein Debüt in Ordnung, doch vom schwitzigen Mitfiebern relativ weit entfernt. Die Blu-ray aus der "Cinema Extreme" läuft etwas über eine Minute länger als die herkömmliche FSK 18-Version und zeigt ein paar Gewaltspitzen mehr. Technisch präsentiert sich "Savaged" solide und über dem Durchschnitt. Ascot Elite liefert die Uncut-Edition in einem schwarzen Case mit O-Card-Schuber aus. Die Verleihfassung ist ebenfalls unzensiert, bekam aber ein anderes Cover-Design spendiert.



Screenshots




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