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USA 1982
Originaltitel:Basket Case
Alternativtitel:Basket Case - Der unheimliche Zwilling
aka. Basket Case 1 - Der Blutrausch
Länge:90:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Juristisch geprüft: Strafrechtlich unbedenklich
Regie:Frank Henenlotter
Buch:Frank Henenlotter
Kamera:Bruce Torbet
Musik:Gus Russo
SFX:John Caglione Jr., Kevin Haney, Ugis Nigals
Darsteller:Kevin Van Hentenryck, Terri Susan Smith, Beverly Bonner, Robert Vogel, Diana Browne, Lloyd Pace, Bill Freeman, Joe Clarke, Ruth Neuman, Richard Pierce, Sean McCabe, Dorothy Strongin, Ilze Balodis, Kerry Buff, Frank Henenlotter
Vertrieb:CMV-Laservision
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:15.11.2013 (Kauf)



Inhalt
Die siamesischen Zwillinge Duane und Belial Bradley werden als Kinder gegen ihren Willen operativ getrennt. Belial, der ursprünglich als unförmiges Geschöpf mit Gesicht und Armen an Duanes Seite festgewachsen war, wird nach der Operation einfach wie ein totes Tier entsorgt. Doch Duane rettet heimlich seinen Bruder, und so wachsen beide zusammen auf. Jahre später kommen sie nach New York, um Rache an den damals behandelnden Ärzten zu nehmen. Der missgebildete Belial lebt inzwischen in einem Weidenkorb an der Seite seines Bruders. Seine Rache- und Blutgelüste sind gewaltig, und es kommt zu einer Reihe von bestialischen Morden. Doch die eigentliche Gefahr kommt von innen, als Duane sich in die junge Sharon verliebt ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 In der Einleitung von Regisseur Frank Henenlotter erfährt der Zuschauer mehr über den neuen HD-Transfer von "Basket Case" und wieso das Bild so ist, wie es ist. Auf 16mm für kleines Geld gedreht, war dem Regisseur wichtig, dass sein Kultfilm so aussieht, wie er damals gedreht wurde, weshalb das Bild in 1,33:1 im Vollbildformat vorliegt und nicht auf 16:9 aufgeblasen wurde. Auch der Farbraum wird diesmal korrekt dargestellt und hat nicht mehr jenen blauen Farbstich der Kinokopien. Jedem sollte klar sein, dass "Basket Case" selbst mit dem teuersten Restaurationswerkzeugen nicht wie eine Großproduktion aussehen kann, doch es gelang, den Film in einer würdigen Qualität auf Blu-ray zu bringen.
Der Farbraum wird, wie bereits erwähnt, endlich richtig dargestellt und zeigt eine kräftige und dennoch natürliche Farbpräsentation. In puncto Schärfe sollte man produktionsbedingt nicht allzu viel erwarten. Das Bild zeigt eine solide Schärfe und lässt sich aufgrund der sauberen Konturen und einem ausgewogenen Kontrastverhältnisses eindeutig als hochauflösender Transfer identifizieren. Eine hohe Detailzeichnung wird nicht geboten, dafür ein sehr grobes Korn, was dem Regisseur wichtig war, um das Bild so originalgetreu wie möglich zu präsentieren. Auffällig ist, dass das Filmkorn stellenweise nicht intakt scheint und man scheinbar nachbearbeitet hat. Die US-Disc hatte dieses Problem allerdings nicht und wirkt auch weniger hell als diese Version, die auf dem Master der Second Sight basiert. Wieso man hier nicht die Finger von den Reglern gelassen hat, ist fraglich, zumal die US-Disc exakt den Wünschen des Regisseurs entspricht.

Abgesehen davon, sehen wir "Basket Case" erstmals in einer unglaublichen Bildqualität, von der man vor Jahren noch geträumt hätte. Defekte und Verschmutzungen huschen immer wieder durchs Bild, unterstreichen damit aber den Nostalgiefaktor und auch der Bildstand wurde nicht stabilisiert, wodurch das Bild ab und an etwas unruhig wirkt. Die Kompression hinterlässt keine Patzer und arbeitet ruhig im Hintergrund. Schade, dass hier nicht die US-Disc Pate stand.

Basket Case
Basket Case
BasketCase

(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Stereoton klingt nicht sonderlich ansprechend und lässt Alter und Herkunft nicht verheimlichen. Dialoge werden durchweg sehr dumpf und gefiltert wiedergegeben, wodurch der ohnehin sehr basslastige Ton unnötig verzehrt und klirrt. Das möchte man sich nicht lange anhören, zumal es auf der DVD-Version deutlich weniger ausgeprägt war. Musik und Nebengeräusche werden ebenfalls dumpf und beschnitten dargestellt, weshalb es keine Rettung mehr für die schlechte deutsche Tonspur gibt. Beim Umschalten auf den englischen Mix fällt auf, dass der Zustand des Originaltons erheblich besser ist. Stimmen verzerren nicht merklich, die gesamte Geräuschkulisse klingt aufgeräumt und in Anbetracht des Alters frisch und kommt ohne nennenswerte Störgeräusche aus. Besonders was die Harmonie zwischen den einzelnen Klangelementen angeht, hat der Originalton die Nase vorn. Leider wurde mal wieder auf deutsche Untertitel verzichtet.
 ++----

Extras
MediumBD-25
Extras
Disc 1: Hauptfilm
  • Einleitung von Frank Henenlotter (2:26 Min., 1080p)
  • Audiokommentar Regisseur Frank Henenlotter, Produzent Edgar Ievins, Darstellerin Beverly und Bonner Scooter McRae
  • Trailer & TV-Spots (2:55 Min.) [Englisch, keine UT, 1,33:1]
  • Spanischer Trailer (1:02 Min., 1080p)
  • "In Search of the Hotel Broslin" (15:30 Min., 1080p)
  • "Beverly Bonner's Laugh Track" (7:20 Min., 1080p)
  • Bildergalerie (12:31 Min., 1080p)
  • Outtakes (6:13 Min., 1080p)
  • Featurette: What's in the Basket (78:35 Min., 1080p)
  • Ein Blick hinter die SFX-Kulissen (6:34 Min., 1080p)
  • Radio-Spots (1:49 Min., 1080p)
  • Radiointerviews (8:55 Min., 1080p)
  • Besonderheiten der deutschen Fassung (2:29 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Alien - Die Saat des Grauens kehrt zurück (3:20 Min., 1080p)
    • Bloodnight (1:18 Min., 1080p)
    • The Boogey Man (1:02 Min., 1080p)
    • Puppet Master (1:38 Min., 1080p)
Disc 2: DVD-Überraschungsfilm
  • Überraschungs-DVD (variiert bei den Exemplaren)
VerpackungMediabook
 Bei den Extras ließ man sich nicht lumpen und liefert dem Käufer gleich eine ganze Ladung an interessantem Bonusmaterial ab. Dieses wurde komplett in HD aufgespielt, wobei die Qualität des Materials deutlich schwankt. Deutsche Untertitel sind leider nur zu zwei Features vorhanden, wobei gerade beim Audiokommentar Untertitel eine gute Sache gewesen wären. Der Kommentar wird von Regisseur Frank Henenlotter mit Casey-Darstellerin Beverly Bonner, Produzent Edgar Levins und Scooter McRae (Darsteller und Regisseur in/von Interner Link"Shatter Dead") eingesprochen. Henenlotter entpuppt sich als Wortführer und wechselt immer zwischen einem hohen Informationsgehalt und spaßigen Anekdoten hin und her.

Neben einer Einleitung des Regisseurs zum HD-Transfer, bekommt der Käufer noch Originaltrailer, TV-Spots sowie Radio-Spots zu sehen bzw. zu hören. Letzteres ist besonders skurril, da von speziell angefertigten Masken die Rede ist, die man während der Kinovorstellungen tragen sollte, um sich vor dem sprudelnden Blut zu schützen. "In Search Of The Hotel Broslin" ist ein 15-minütiger Rundgang durch die ehemaligen Drehorte, bei denen Frank Henenlotter durch verschiedene Stationen führt, dabei vom Rapper R.A. the Rugged Man begleitet wird und auf den Darsteller Joe Clarke trifft. "Beverly Bonner's Laugh Track" zeigt Darstellerin Beverly Bonner in ein paar Szenen aus ihrer Show. Das ist leider nur wenig amüsant, wer es also braucht ...

Die zwei Radio-Interviews mit Darstellerin Terri Susan Smith sind ziemlich kurios, da sie nur wenig sagen kann oder will, bis sie im zweiten Interview vom Moderator aufgefordert wird, doch bitte wieder zurück ins Bett zu gehen. Die Outtakes zeigen ein paar Späße der Darsteller bzw. der Crew, bieten aber auch ein unkommentierte Einblicke hinter die Kulissen des damaligen Drehs. "Aus der deutschen Fassung" zeigt lediglich einen Vorspann der Videofassung, wird aber um einen Vergleich einer Szene erweitert, die in der deutschen Fassung spiegelverkehrt zu sehen ist, um einen Anschlussfehler zu verbergen. Zudem gibt es noch eine umfangreiche Bildergalerie mit Werbematerial und eine Trailershow mit weiteren Ausschnitten aus dem Programm von CMV.

Das waren allesamt die bekannten Extras, die bereits auf der alten DVD vorhanden waren und komplett ohne Untertitel auskommen müssen. Exklusiv für diese Blu-ray gibt es noch zwei aktuelle Dokumentationen, die von Second Sight produziert wurden und bereits auf der UK-Trilogie vorhanden sind. Den Anfang macht "What's in the basket?", eine fast 80-minütige Retrospektive über die "Basket Case"-Trilogie und über das Schaffenswerk Henenlotters. Die Macher sowie Darsteller sprechen über die Probleme mit der Zensur, über die Effekte und die Entstehung der Kultreihe. Dabei erfährt man auch, dass alle gerne einen vierten "Basket Case" drehen wollen. Ideen sind da, und Kevin Van Hentenryck versucht derzeit Henenlotter weichzuklopfen, der schon ein erstes Skript geschrieben hat. Die Dokumentation wurde komplett untertitelt und ist nicht nur für Fans der Trash-Reihe einen Blick wert. Auch die 6-minütige Tour durch Gabe Bartalos SFX-Firma "Atlantic West Effects" wurde untertitelt und zeigt einen kleinen Einblick in die Archive der Firma mit ihren ganzen Kreaturen und Masken, u. a. ein früher Entwurf von Interner Link"Gremlins 2", der ziemlich "creepy" ausgefallen ist.
 ++++/-

Fazit
1981 drehte Frank Henenlotter den ersten Teil seiner "Basket Case"-Reihe über die ungleichen Zwillinge. Mutantenhorror mit derben Trasheinschlag, Isolation und Rache als Grundthema, etwas einseitig und doch atmosphärisch. Ein kleiner Leckerbissen für Horrorfreunde, die mit den Low-Budget-Produktionen der 80er etwas anfangen können.

Stimmungsschwankungen durchziehen diesen Streifen und lassen den Zuschauer ab und an laut losprusten, um ihn anschließend mit der isolierten Situation und der "menschlichen" Tragödie des Belial zu konfrontieren. Entsprechend dreckig und von der Außenwelt isoliert wirken die Kulissen des Hotels, in dem gescheiterte Existenzen untergebracht sind. Und wenn Belial aus seinem Korb kommt, um vor Liebeskummer und Selbstmitleid laut loszubrüllen, zuckt man schon mal zusammen. Jedoch ist der Streifen nicht so ernst aufgezogen, was größtenteils an der unterschiedlichen Präsentation des Mutanten liegt. Wenn er als Gummikonstrukt in Stop-Motion durch das Zimmer kriecht, fühlt man sich unweigerlich an "Hallo Spencer" erinnert, während man in der ersten halben Stunde nur seinen Arm zu Gesicht bekommt, der für ein paar solide Splatter-FX sorgt. Witzig auch, dass der Korb unterschiedliches Gewicht aufweist: Mal hebt Duane ihn behände mit einer Hand, mal hat er mit beiden Armen schwer zu schleppen. Mag daran liegen, dass Belial recht langsam verdaut, wenn er ein Dutzend Hamburger mit Verpackung verdrückt.
Überhaupt besitzt dieser Klump mit Armen interessante Eigenschaften: Er mag Fernsehen, kann lesen und ist vor allem maßgeblich an der Planung der Morde beteiligt…

Brüllen und laut schnaufen kann er auch, dafür aber nicht sprechen - nur Bruder Duane unterhält sich mit ihm per Gedankenübertragung. Henenlotter räumt der Charakterisierung der beiden Hauptfiguren genügend Platz ein, ohne dabei zu langweilen, und auch die Vorgeschichte wird in einem ansprechenden Flashback erläutert. Atmosphärisch und unterhaltsam ist der erste Teil über die Brüder Bradley ausgefallen. Ein paar ansehnliche Bluteffekte, ein tragische Liebesgeschichte und größtenteils witzige Maskeneffekte. Vielleicht nicht unbedingt ein Klassiker des Genres, aber ein typischer Beitrag des Mutantenhorrors der 80er.

CMV-Laservision veröffentlicht die "Basket Case"-Reihe auf Blu-ray im limitierten Mediabook, einmal als Black Edition, als White Edition und einmal in einer auf 199 Stück limitierten Retro-Edition im Jewel Case. Den Mediabooks liegt zum 15-jährigen Jubiläum jeweils eine DVD aus dem Backprogramm von CMV bei. Bei uns war es "Dead Fury", was aber von Exemplar zu Exemplar variiert. Bild- und tontechnisch enttäuscht die deutsche Veröffentlichung etwas. Obgleich der Transfer von Henenlotter überwacht wurde, wirkt das Bild aufgehellt und leicht gefiltert. Wer auf eine deutsche Tonspur angewiesen ist, wird sich zudem über die klirrende und dumpfe Qualität ärgern, schließlich hörte sich die alte DVD-Auflage von CMV besser an. Somit fällt das Fazit schwer. Wem der Originalton reicht, greift zur US-Auflage. Diese ist allerdings Regionalcode A geblockt. Die UK-Box von Second Sight scheint vom Bild identisch, ist dafür aber deutlich günstiger zu bekommen und enthält fast das gleiche Bonusmaterial.



Screenshots




Druckbare Version
Basket Case (Uncut Cult Classic)
Basket Case (Trash Collection #54)
Basket Case 2 (Trash Collection #55)
Basket Case 3 - Die Brut (Trash Collection #56)
Basket Case 3 - Die Brut (Limited Edition)
NewsCMV-Neuheiten im Oktober / November '07
"Basket Case" - Ab Ende September auf Blu-ray von CMV
Basket Case - Der unheimliche Zwilling
Basket Case - Der unheimliche Zwilling
Basket Case - Der unheimliche Zwilling
Basket Case
Basket Case - Der unheimliche Zwilling
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