Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1995
Originaltitel:Castle Freak
Alternativtitel:Stuart Gordon's Castle Freak
Länge:94:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Juristisch geprüft: Strafrechtlich unbedenklich
Regie:Stuart Gordon's Castle Freak
Buch:Stuart Gordon, H.P. Lovecraft, Dennis Paoli
Kamera:Mario Vulpiani
Musik:Richard Band
SFX:Davide Trani
Darsteller:Jeffrey Combs, Barbara Crampton, Jonathan Fuller, Jessica Dollarhide, Massimo Sarchielli, Elisabeth Kaza, Luca Zingaretti, Helen Stirling, Alessandro Sebastian Satta, Raffaella Offidani, Marco Stefanelli, Tunny Piras, Rolando Cortegiani
Vertrieb:CMV-Laservision
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:08.11.2013 (Kauf)



Inhalt
John Reilly, seine Frau Susan und ihre blinde Tochter Rebecca treten ihre scheinbar schöne Erbschaft an: eine uralte Burg in Italien. Schon bald spürt Rebecca die Anwesenheit von etwas Bösen in dem Gemäuer. Ist vielleicht doch etwas an den Gerüchten dran, dass tief unten im Kerker der Burg ein grauenhaftes Monstrum lauert? Schon bald stößt man auf ein bitteres Geheimnis!

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-2
 Die HD-Präsentation von "Castle Freak" darf als Steigerung zur DVD gewertet werden, bleibt meist aber nur im durchschnittlichen Bereich, was Schärfe, Plastizität und Detaildarstellung angeht. Immer wieder neigt das Bild zu sehr unscharfen und schwammigen Einstellungen, während der Detailbereich sich auf eine oberflächliche Darstellung von Feinheiten beschränkt. Konturen werden dafür gut gezeichnet und hinterlassen keinen Eindruck einer Nachschärfung. Welches Master zugrunde lag, kann nur gemutmaßt werden. Wir gehen von einer 35mm-Kopie aus, zumindest würde dies die vielen Schmutzpartikel und kleineren Defekte erklären. Zudem zeigt das Bild eine etwas unsaubere Kornstruktur und unschöne Rauschmuster, bis hin zu Pixelbildung (siehe Screenshots #3). Auf einfarbigen Hintergründen sieht man die nicht immer optimal arbeitende Kompression sehr deutlich, die für zusätzliche Unruhen im Bild sorgt. Besser als das mäßige Vollbild der alten DVDs ist die Blu-ray auf jeden Fall, doch weit von einem wirklichen HD-Erlebnis entfernt.

Castle Freak
Castle Freak
Castle Freak
Castle Freak

(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo, Dolby Digital 5.1 (dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Solide deutsche Stereospur, gut aufgeräumt und weitgehend frei von Rauschen oder Störgeräuschen. Dialoge klingen etwas dominant, neigen dazu, immer wieder zu übersteuern und zischen leicht bis stark. Der Score wird kraftvoll wiedergegeben und passt sich überraschend gut dem restlichen Klangbild an. Dadurch kommen sich Nebengeräusche und Score nicht in die Quere und werden mit einer guten Trennung wiedergegeben. Lediglich die deutsche Synchronisation ist nicht unbedingt die beste aus der Zeit, als "Castle Freak" in Deutschland veröffentlicht wurde. Vor allem die typischen Synchronstimme von Jeffrey Combs vermisst man schmerzhaft.
Der englische Mix klingt weniger steril und nicht nach Studio, allerdings wirken die hohen Töne sehr unsauber und neigen zu einem unschönen Zischen. Der englischsprachige 5.1-Mix hat eine etwas breitere Front, wodurch der Mix räumlicher klingt, was u. a. daran liegt, dass die Rears aktiv für Nebengeräusche und den Score genutzt werden. Allerdings wurden die vorderen Kanäle nur auf die Rears gelegt, wodurch die Dialoge ebenfalls aus dem Effektbereichen hallen. Das klingt in musiklastigen Sequenzen kaum störend, aber in den ruhigeren Dialogszenen wirkt es weder natürlich, noch homogen, dass der Mix mit einem ständigen Hall aus den Rears begleitet wird. Sämtliche Tonspuren offenbaren ein leichtes Hintergrundrauschen. Deutsche Untertitel gibt es nicht.
 +++---

Extras
MediumBD-25
Extras
Disc 1: Hauptfilm
  • Original Trailer (2:14 Min., 1080p)
  • Behind the Scenes (9:28 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Basket Case (2:55 Min., 1080p)
    • Bloodnight (1:18 Min., 1080p)
    • The Boogey Man (1:02 Min., 1080p)
    • Puppet Master (1:38 Min., 1080p)
Disc 2: DVD-Überraschungsfilm
  • Überraschungs-DVD (kann bei jedem Exemplar variieren)
VerpackungMediabook
 Zu einem Trailer zum Hauptfilm sowie einer Trailershow mit weiteren Ausschnitten aus dem CMV-Programm wurde der Disc noch ein 9-minütiges Making of aufgespielt, bei dem der Zuschauer neben werbelastigen Promomaterial auch einen kleinen Einblick in die Dreharbeiten bekommt. Deutsche Untertitel gibt es leider nicht. Diese waren allerdings bei der alten X-Rated-DVD vorhanden. Alle Extras liegen in hochskaliertem HD vor.
 +/----

Fazit
Das ist also Stuart Gordon und sein "Castle Freak" nach einer Vorlage von H.P. Lovecraft. Die Sache ist relativ belanglos ausgefallen, und für Gorehounds fast gänzlich ungeeignet, dennoch gestaltet er das Treiben um die missgestaltete Kreatur recht unterhaltsam.

Die Story gibt nicht viel her, doch um der Sache etwas mehr Tiefe zu verleihen, fügte man noch eben ein Familienschicksal hinzu: Vater verursachte vor neun Monaten im Suff einen Unfall, bei dem der Sohn starb, die Tochter erblindete, und Mutter Susan ist daraufhin verständlicherweise knistig. Damit man versteht, wie schlimm es dem Castlefreak in seinem Leben erging, bekommt man zu Beginn eine Szene serviert, in der eine olle Wurzelhexe dem Unhold täglich Brot und Peitsche gibt, um kurz darauf selbst den Löffel abzugeben. Nachdem der Freak eine Katze verspeist hat, fällt ihm nach all den Jahren in Ketten ein, seinen Daumen abzubeißen, um so dem Kerker zu entkommen.
Die blinde Tochter geistert durch die gut gewählten Burgkulissen, ebenso wie der glitschige Tunichtgut, der zunächst die Dorfnutte entstellt, um sich dann an die weiblichen Familienmitglieder heranzuwagen. Doch Papa, der tragische Held, der mittlerweile von der Dorfpolizei verdächtig wird, naht zur Rettung.

Richtig spannend ist das alles aber kaum. Der Castlefreak wurde zwar ganz ansehnlich gestaltet, doch der Bodycount bleibt recht gering, ebenso wie die wenigen, aber gut gemachten Splattereffekte. Atmosphärisch hätte man aus den ollen Burgkulissen noch etwas mehr herausholen können, was auch durch den mittelmäßigen Score und der zu simplen Kameraarbeit ein wenig auf der Strecke bleibt. Zudem stören ein paar zu lang geratene Szenen innerhalb der Familientragödie den Fluss. Somit ist "Castle Freak" zwar recht unterhaltsam, aber insgesamt zu harmlos, um zu Gordons besten Streifen zu zählen.

CMV-Laservision veröffentlicht auch "Castle Freak" in Deutschland erstmals auf Blu-ray im Mediabook oder als auf 199 Stück limitiertes Jewel-Case in ihrer "Retro Edition". Dem Film liegt zum 15-jährigen Jubiläum jeweils eine DVD aus dem Backprogramm von CMV bei. Bei uns war es Interner Link"Haunting Fear", was aber von Exemplar zu Exemplar variieren kann. Für einen B-Movie ist die Qualität okay, man macht also beim Kauf sicherlich nichts falsch. Schade, dass es immer noch kein richtiges Blu-ray-Menü bei den CMV-Titeln gibt, über welches man während des Filmes auch die Tonspuren wechseln kann. Auch das Fehlen von Untertiteln ist ärgerlich.



Screenshots




Druckbare Version
Castle Freak (Spezial Edition)
NewsNeues von Laser Paradise
Castle Freak
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.