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USA 2011
Originaltitel:Primitive
Alternativtitel:Primitive: Beware the Evil Within
Länge:85:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Benjamin Cooper
Buch:Kenneth L. Province Jr.
Kamera:Adonis Cruz
Musik:Le'Rue Delashay
SFX:Benjamin Cooper
Darsteller:Matt O'Neill, Jeff Ryan, S. Daxton Balzer, Reggie Bannister, Mayank Bhatter, Bruce Brown, Philip Colaprete, Carl Edge, Susan Fulton, Elliott Kwong, Kristin Lorenz, Rachel Riley
Vertrieb:Anolis / Ascot Elite
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:08.07.2013 (Verleih) / 06.08.2013 (Kauf)



Inhalt
Der Special Effects-Make-Up-Künstler Martin Blaine muss sich einer Aggressionstherapie unterziehen, nachdem es am Set eines Horror-Films zu einer Schlägerei zwischen ihm und dem Regisseur kam. Der Einsatz von Tiefenhypnose scheint zuerst von Erfolg gekrönt. Doch das ändert sich, als Martin erfährt, dass seine Mutter, zu der er schon seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, verstorben ist. Denn kurz nachdem er in seinem früheren Heimatort angekommen ist, kommt es zu mysteriösen Todesfällen. Die Opfer werden alle zerfetzt aufgefunden, so als hätte sie ein großes, wildes Tier angegriffen. Da sämtliche Tote in irgendeiner Beziehung zu Martin stehen, hält ihn nicht nur der Sheriff für den Täter, sondern auch er selbst ist davon immer mehr überzeugt. Denn die Vorfälle weisen beunruhigende Parallelen zu seinen allnächtlichen Alpträumen auf ...

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Für eine Low-Budget-Produktion ist das Bild des digital gedrehten Horrorstreifens ganz ansehnlich, wurde jedoch optisch stark verfremdet. Der Kontrastumfang ist solide, neigt aber dazu, in weißen Flächen künstlich zu überstrahlen. Der Schwarzwert fällt nicht sonderlich ausgeprägt aus und darf nur in wenigen Szenen mit einer überzeugenden Durchzeichnung ein solides HD-Gefühl vermitteln. Die Farbgebung wechselt je nach Szenario, ohne dabei übermäßig natürlich zu wirken. Schärfe und Detailzeichnung fallen ebenfalls etwas unausgegoren aus. Während das Bild in Close-Ups feine Details zeigt, werden andere Szenen weitgehend weich und glattgebügelt dargestellt. Dies wird wahrscheinlich der kostengünstigen Produktion geschuldet sein, denn trotz sämtlicher Versuche, das Bild optisch auf Film zu trimmen, lässt sich die digitale Herkunft nicht verleugnen. Zudem wurde das Encoding etwas verbockt, denn auf homogenen Flächen zeigen sich deutliche Unruhen sowie leichte Artefakte. Das Auftreten von Banding-Artefakten scheint das Resultat des überhöhten Kontrastumfangs zu sein.

Primitive
Primitive
Primitive

(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 ++++--

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide Tonspuren wurden in DTS-HD Master Audio 5.1 abgemischt, wobei die deutsche Synchronisation nicht zu den besten aus dem Hause Anolis gehört, aber auch weit davon entfernt ist, als schlecht bezeichnet zu werden. Die Sprecher klingen allerdings ein wenig unmotiviert. Zudem hinterlässt der deutsche Mix einen sterilen Eindruck. Da hat die englische Tonspur deutlich die Nase vorne und bietet zumindest eine natürlichere Klangdynamik und eine besser Balance zwischen Dialogen und Nebengeräuschen. Räumlich klingen allerdings beide Tonspuren nur bedingt. Es gibt zwar ein paar nette Surroundeffekte, überwiegend spielen sich beide Tonspuren aber im Frontbereich ab und bietet zumindest eine solide Stereo-Separation. Dialoge sind in beiden Versionen sehr gut zu verstehen und werden nicht vom voluminösen Score verschluckt. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 +++/--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Deutscher Trailer deutsch (1:38 Min., 1080p)
  • Englischer Trailer englisch (1:38 Min., 1080p)
  • Englischer Teaser (1:02 Min.)
  • Bildergalerie (1:48 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial beschränkt sich auf eine Trailershow sowie eine Bildergalerie in HD. Man ist sonst mehr von Anolis gewohnt.
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Fazit
Monsterkostüme müssen nicht teuer sein. Das wissen Leute, die sich an Karneval etwa als Yeti oder Bigfoot verkleiden. Dass Regisseur Benjamin Cooper offenbar selbst dafür keine Kohle aufbrachte, spricht nicht gerade für die Qualität des Streifens, der noch nicht einmal als Hommage an Monsterfilme der Fünfziger durchgeht. Tatsächlich fühlt man sich ein wenig in die Achtziger der B-Movies zurückversetzt, was der Filmdreh deutlich untermauert, als ein Tentakelarm aus Latex ins Spiel kommt.

Es dauert auch nicht lange, bis Martins aggressives Hirngespinst auf den Plan tritt, welches sich kurz darauf das erste Opfer krallt. Leider ist die Kreatur weder unfreiwillig komisch noch anderweitig Furcht einflößend ausgefallen. Die Mischung aus Affe und tapsigen Vollidioten innerhalb eines Gummikostüms mit Fellbüscheln wirkt schlicht dilettantisch, so dass selbst eingefleischte Trashfreunde kaum auf ihre Kosten kommen dürften. Zwar sind die Morde halbwegs blutig in Szene gesetzt, so dass Gedärme heraushängen, ein Riss in einer Wange entsteht und ein Körper zerteilt wird. Doch auch hier lässt die Qualität der Effekte arg zu wünschen übrig.
Derweil kommt die Story nicht so recht in Gang, zumal die "Jekyll & Hyde"-Thematik nur äußerst oberflächlich gestreift wird. Die schnörkellose Handlung versucht erst gar nicht, falsche Fährten zu legen, da man nach jeder Interaktion mit Martin sogleich das nächste Opfer kennt und sein Umfeld überdies sehr überschaubar bleibt. Überraschungen gibt es keine, und auch der Showdown weiß nur in kleinen Nuancen zu überzeugen, da das Biest immerhin noch einmal geballt zuschlägt.
Am Ende trifft der Titel leider nur auf den Inhalt des Streifens zu, der weder darstellerisch noch handwerklich positiv hervorzuheben ist. Die Kostümierung ist schlichtweg billig, etwaigen Konfrontationen mangelt es deutlich an Drive, und auch sonst nimmt sich der Stoff viel zu ernst, als dass er eine Deutung hinsichtlich einer Hommage zuließe. Selbst für eingefleischte Monsterfilmfreunde eher eine Beleidigung denn ein kurzweiliges Vergnügen.

Die Blu-ray ist zumindest ungekürzt und wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert. Technisch für einen Low-Budget-Film ausreichend. Wenn man "Primitiv" unbedingt sehen will, sollte man ihn sich erst einmal ausleihen und keinen Blindkauf wagen. Könnte ärgerlich werden.



Screenshots




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