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USA 2012
Originaltitel:Rise of the Zombies
Alternativtitel:Dead Walking
Länge:89:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Nick Lyon
Buch:Keith Allan, Delondra Williams
Kamera:Alexander Yellen
Musik:Chris Ridenhour
SFX:Joseph Cornell
Darsteller:Mariel Hemingway, Danny Trejo, Ethan Suplee, LeVar Burton, Chad Lindberg, Heather Hemmens, Hector Luis Bustamante, Angelique Cinelu, Andy Clemence, Frank Forbes, Hayden Forbes, Kerisse Hutchinson
Vertrieb:'84 Entertainment
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:16.10.2013 (Kauf)



Inhalt
Nach einer weltweiten, rätselhaften Virusinfektion wird auch San Francisco von einer riesigen Horde Zombies überrannt. Einer kleinen Gruppe Überlebender gelingt jedoch die Flucht. Sie wollen nach Alcatraz, da sie hoffen, in dem Hochsicherheitsgefängnis geschützt zu sein. Doch nur eine schwangere Frau erreicht letztendlich das Gefängnis. Dort trifft sie auf eine weitere Gruppe Überlebender. Zu ihrem Unglück stellen sie alsbald fest, dass die Zombies sogar schwimmen können und nun das Gefängnis belagern. Währenddessen verbreitet sich die Nachricht, dass ein Wissenschaftler ein Heilmittel für die Infizierten in einer nahegelegenen Universität gefunden hätte. Da dies ihre letzte Überlebenschance zu sein scheint, macht sich die Gruppe auf den gefährlichen Weg dorthin ...

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MVC (3D-Version), 1080p / MPEG-4 AVC (2D-Version)
 The Asylum: Kennst du einen, kennst du alle. Zumindest was Optik und Bildqualität angeht. Wenn man sich auf die produktionsbedingten Mängel und die teilweise unsäglichen CGI-Effekte einlassen kann, ist das HD-Bild ganz ansehnlich geworden. Der Zuschauer bekommt eine weitgehend sehr gute Schärfe mit einer soliden bis guten Detailzeichnung geboten. Optisch wurde der Film, wie bei The Asylum üblich, sehr stark nachbearbeitet, um eine filmische Optik zu erzielen. Dadurch wirkt das Bild selbst in den Tageslichtaufnahmen etwas düster und leicht sumpfig. Der Kontrast kann besonders in dunklen Szenen nicht unbedingt mit einer guten Durchzeichnung glänzen, und der Schwarzwert tendiert mehr ins Gräuliche, wobei diffuse Lichtquellen von einem leichten Schleier umgeben sind. Helle Bildbereiche wirken sehr steil und überstrahlen immer wieder. Die Farben wurden ebenfalls angepasst und werden sehr kühl und mit einem leichten Grünstich wiedergegeben. Bildrauschen ist bei der digital gedrehten Produktion nicht auszumachen. Das Bild wirkt trotz aller optischen Anpassungen noch sehr steril und kann seine Low-Budget-Herkunft nicht leugnen. Zudem zeigt sich auf homogenen Flächen immer wieder ein wenig Banding.

Die 3D-Version ist kaum der Rede wert. Im Grunde bietet die konvertierte Fassung dieselben Attribute der 2D-Fassung, wirkt nur etwas plastischer und tiefer. 3D-Effekte sucht man dafür vergebens. Zudem zeigt das Bild viele Ghosting- und Bandingartefakte. Da sollte man lieber bei der 2D-Version bleiben. Die Kompression beider Fassungen könnte etwas besser arbeiten. Bleibt noch anzumerken, dass man nicht zwischen der 2D- und 3D-Fassung wählen kann. Legt man die Disc in einen 2D-Player ein, startet nur diese und bei einem 3D-Player nur die konvertierte Fassung. Hier muss man den TV dann manuell auf 2D schalten.





(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 ++++/-Wertung der 2D-Fassung
++/---Wertung der 2D-Fassung

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide Tonspuren wurden in DTS-HD Master Audio 5.1 abgemischt, wobei der deutsche Mix lauter, aber auch steriler klingt. Während sich die Räumlichkeit der deutschen Tonspur weitgehend auf Musik und dezente Nebengeräusche beschränkt, wandern im Originalton die Stimmen immer wieder in den Effektbereich, was nur bedingt gut, weil wie ein Upmix klingt. Insgesamt spielt sich bei beiden Tonspuren der Klang sehr im Frontbereich ab. Dialoge sind gut zu verstehen, die Stereo-Separation ist solide und Mitten und Höhen werden gut wiedergegeben. Der Subwoofer könnten etwas präsenter sein und die Effekte stimmiger und präziser eingesetzt. Direktional passiert in beiden Abmischungen nichts, wie es von einem Low-Budget-Film nicht anders zu erwarten war. Die deutsche Synchronisation ist ganz gut, aber nicht gut genug, um die Originalfassung auszustechen. Leider gibt es keine deutschen Untertitel.
 ++++--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • 12-seitiges Booklet
Disc 1: Blu-ray
  • Original-Trailer (1:24 Min., 1080p)
  • Making-of (5:01 Min., 1080p)
  • Gag Reel (1:03 Min., 1080p)
Disc 2: DVD
  • Original-Trailer (1:22 Min.)
  • Making-of (4:49 Min.)
  • Gag Reel (1:02 Min.)
VerpackungMediabook
 Das Zusatzmaterial bleibt überschaubar. Neben der DVD-Version mit der identischen Ausstattung, nur ohne 3D-Fassung, bekommt der Käufer noch den Original-Trailer, ein paar Patzer vom Dreh sowie ein Making-of geboten. Letzteres kann mit knapp 5 Minuten keinen wirklichen Einblick in die Entstehung des Films gewähren. Das limitierte Mediabook enthält zudem ein 12-seitiges Booklet mit einem Text zum Film von Christoph N. Kellerbach.
 +-----

Fazit
Das Murmeltier der Zombies scheint mittlerweile wöchentlich zu grüßen, denn immer häufiger trifft man auf Streifen, in denen es um die letzten Überlebenden innerhalb einer Epidemie geht. Problem ist: Je mehr dieser Art wie Pilze aus den Boden schießen, umso schwieriger wird es, die Handlung so markant zu gestalten, dass sich die Geschichte von der breiten Masse abhebt.

The Asylum sind nicht gerade für eine umfangreiche Ausstattung bekannt, doch im vorliegenden Fall kann sich die Aufmachung sehen lassen: Die Sets sehen zwar nicht apokalyptisch zerstört, jedoch immerhin menschenleer aus, die Zombies, welche nicht lange auf sich warten lassen, kommen mit einigen Gänsehautexemplaren daher, das Make-up stimmt, der Score treibt gut voran und die grundlegenden Voraussetzungen für einen actionreichen Zombiestreifen sind erfüllt.
Jedoch auch nur diese. Denn an tief greifenden Figurenzeichnungen mangelt es komplett, da die meisten eh als namenloses Futter dienen, während die Hauptfiguren zwar für sich stehend halbwegs sympathisch rüberkommen, im Zusammenspiel jedoch kaum die notwendige Chemie entwickeln. Ein ausgesprochener Held ist zumindest nicht auszumachen, und so hält sich das allgemeine Mitfiebern in Grenzen, obgleich es zu zahlreichen Aufeinandertreffen zwischen den Überlebenden und den bissigen Infizierten kommt.

Gorefreunde erhalten zumindest solide Kost in Form einiger Kopfschüsse, einem fiesen Armbruch, diverser angedeuteter Fressszenen, einer Axt im Schädel, überfahrener Körper und eines abgetrennten Armes. Die Effekte sehen überwiegend ordentlich aus, nur selten schimmern CGI als solche durch. Die Action hält sich anderweitig jedoch mit Schauwerten zurück, denn da gibt es allenfalls eine Explosion aus weiter Ferne und ein sich überschlagendes Fahrzeug zu bewundern, was beides nicht sonderlich überzeugend in Szene gesetzt ist. Storytechnisch bildet das größte Manko die austauschbaren Abläufe und die mangelnden Wendungen. Hinzu gesellen sich unzählige irrationale Verhaltensweisen der eigentlich erprobten Kämpfer, welche selbst gegen Ende oftmals merkwürdige Prioritäten setzen, anstatt sich aufs pure Überleben zu konzentrieren. Denn wer einen Zombie studieren will, sollte sich dessen Gefängnis nicht zu sehr nähern, ein Kaiserschnitt sollte vielleicht nicht unbedingt mit einem Kampfmesser erfolgen und wenn man schon der eigenen Existenz überdrüssig ist, muss es ja nicht gleich der Crash mit einem Bus sein.

So pendelt sich der Unterhaltungswert im Mittelmaß ein, ab und an kommt es zu spannenden Auseinandersetzungen, zuweilen punktet die Atmosphäre der Einsamkeit und auch einige Infizierte sehen überzeugend "creepy" aus. Das alles reicht im Gesamtpaket jedoch nicht aus, um aus der breiten Masse hervorzustechen, da dem Ganzen das Markante fehlt, die eigene Note, die überraschenden Momente. Ein passabler Streifen von der Stange, der für Komplettisten okayes Futter liefert, eingefleischte Fans erhalten jedoch nichts Außergewöhnliches.

Nachdem der Zombie-Streifen bereits stark zensiert bei Great Movies erschien, sorgt '84 Entertainment für eine ungekürzte Abhilfe und veröffentlicht ein gewohnt hochwertiges Mediabook, welches auf insgesamt 999 Stück limitiert wurde. Für einen Low-Budget-Film ist die technische Umsetzung absolut brauchbar, auch wenn man die 3D-konvertierte Fassung nicht unbedingt haben muss. Das Cover ist gut geworden, doch man sollte noch erwähnen, dass Danny Trejo (Interner Link"Machete") zwar gerne als Zugpferd für den Film genommen wird, insgesamt aber nur eine relativ kurze Nebenrolle hat.



Screenshots




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News"Zombie Invasion War" - ´84 bringt Limited Edition Mediabook
Zombie Invasion War
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