Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
UK 2012
Originaltitel:Strippers vs Werewolves
Länge:92:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jonathan Glendening
Buch:Pat Higgins, Phillip Barron
Kamera:David Meadows
Musik:Neil Chaney
SFX:Matthew Strange
Darsteller:Steven Berkoff, Robert Englund, Lysette Anthony, Billy Murray, Barbara Nedeljakova, Alan Ford, Sarah Douglas, Martin Compston, Martin Kemp, Alex Esmail, Lucy Pinder, Simon Phillips
Vertrieb:LFG / Sunfilm
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:01.08.2013 (Kauf)



Inhalt
Die Stripperin Justine führt dem Kunden Mickey nichtsahnend einen privaten Lapdance vor. Als sich dieser urplötzlich als Werwolf entpuppt und versucht, sie zu verspeisen, tötet sie ihn mit einem silbernen Füller. Schon beim nächsten Vollmond befinden sich sämtliche Stripper der Kneipe in Lebensgefahr, denn ein blutrünstiges Werwolfspack ist auf Vergeltung aus.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 "Strippers vs Werewolfs" ist ein kostengünstig produziertes Filmchen, das mit einigen produktionstechnischen Mängeln zu kämpfen hat, doch dafür eine gelungene Bildpräsentation abliefert. Wir sprechen von einer sehr guten Detailzeichnung und einer überzeugenden Schärfe, die nur selten minimal abfällt. Der Kontrast bietet eine gute Balance zwischen hellen und dunklen Bildbereichen, ohne in den dunklen Szenen Details zu verschlucken. Der Schwarzwert könnte stellenweise etwas satter sein, ist aber für einen digital gedrehten Film absolut ausreichend. Bildrauschen fällt nicht sonderlich prägnant auf, selbst in den dunklen Bildbereichen wirkt das Bild sehr ruhig und homogen. Man merkt, dass die Macher sehr viel Wert auf eine gute Ausleuchtung gelegt haben. Ganz ohne visuelle Verfremdungen kommt man selbstverständlich nicht aus, was für eine kräftige und weitgehend natürliche Farbgebung sorgt, die stilbedingt etwas angepasst wurde. Größte Mankos des MPEG-4 kodierten Bildes sind die starken Banding-Artefakte auf einfarbigen Flächen und die nicht immer optimal arbeitende Kompression, die leichte Unruhen zeigt. Für einen Low-Budget-Film aber absolut brauchbar.






(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 ++++/-

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Soundtechnisch erreicht "Strippers vs Werewolfs" lediglich solide Werte. Beide Tonspuren liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und unterscheiden sich nur im Dialogbereich voneinander, wobei beide eine natürliche Sprachwiedergabe besitzen. Die deutsche Synchronisation darf als gelungen bezeichnet werden, klingt aber zu sehr nach Studio und lässt das Klangbild etwas steril wirken. Wer es feiner und natürlicher bevorzugt, schaltet zur Originalfassung. Die Räumlichkeit wird meist durch den Score erzeugt, während sich Effekte und Nebengeräusche nur selten ortbar aus der Front lösen. Direktionale Effekte sind kaum vorhanden, und der Dynamikumfang sowie der Subwoofer könnten etwas präziser und vor allem präsenter arbeiten. Aber auch hier gilt: Für einen Low-Budget-Film ist die Soundkulisse sogar sehr ansprechend. Dialoge sind gut zu verstehen und werden nicht vom restlichen Soundmix verschluckt. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 ++++--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Behind The Scenes (11:58 Min., 1080i)
  • Bildergalerie (37 Bilder, 720p)
  • Deutscher Trailer (1:40 Min., 1080p)
  • Deutscher Trailer zu "Cold Sweat" (1:39 Min., 480i)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Der 12-minütige Behind The Scenes-Clip hat einen äußerst werbelastigen Charakter, bietet dennoch einen netten Einblick in die Dreharbeiten. Ansonsten enthält die Disc den deutschen Trailer und eine Bildergalerie. Zudem darf man sich über einen deutschen Trailer zum Horror-Schocker "Cold Sweat" freuen, den wir bereits ausführlich besprochen haben.
 +-----

Fazit
Aktuell scheinen sie alle gegeneinander anzutreten: Vampire, Stripper, Werwölfe, Aliens, Django, Lincoln und Zombies. Bei so viel Trash verliert man rasch die Übersicht. Wer da ein größeres Publikum erreichen möchte, sollte sich schon etwas mehr einfallen lassen als Werwölfe mit spitzen Latexohren, die bei jeder Bewegung hin und her wackeln. Immerhin scheint Regisseur Jonathan Glendening ein Faible für Elektrosongs der Achtziger zu haben, da er gleich mit einer 1:1-Kopie von Duran Durans "Hungry like a wolf" einsteigt und im Verlauf noch einige andere Liedchen einbindet, welche eine leicht nostalgische Stimmung aufkommen lassen. Jene kann allerdings nie lange gute Laune verbreiten, denn allenfalls eine Handvoll Gags zündet, da die meisten Witze ziemlich flach sind.

Auch die Figuren erhalten nicht allzu viel Tiefe, obwohl die Tänzerinnen einige private Anliegen haben und sich eine Liaison zu einem Türsteher anbahnt, während eine andere etwas mit einem Geisterjäger namens Sinclair (!) anfängt und zumindest der anberaumte Twist zu Beginn des letzten Drittels okay ist, als es um Zugehörigkeiten und Mischzuständen innerhalb der verfeindeten Lager kommt. Leider nehmen einige Nebenhandlungsstränge immer wieder Drive aus dem Geschehen, was noch stärker für die Unsitte des überstrapazierten Split Screens gilt, welcher die simple Handlung phasenweise unübersichtlich gestaltet. Zuweilen wird schlicht zu viel gequatscht, in einigen Fällen unnötig getanzt, auch wenn etwas nackte Haut selbstverständlich dazu gehört. Fast so obligatorisch wie der Griff in die Eier aufdringlicher Kunden.

So bilden die dahin geklatschten Latexmasken beileibe nicht das einzige Manko des Treibens im Strip Club. Die Darstellerinnen performen durch die Bank schwach bis peinlich schwach, in Sachen Blutvergießen gibt es, bis auf ein heraus gestochenes Auge, lediglich Andeutungen, und allenfalls der Showdown bringt das "vs" so halbwegs auf den Punkt. Der kurze Gastauftritt von Robert Englund bringt herzlich wenig, die Situationskomik während der Konfrontationen wird kaum ausgespielt, und die Szenen nach dem eigentlichen Finale reichern die Story kaum mehr an. Nicht gänzlich daneben und für hartgesottene Trashfans ab und an unterhaltsam, dürften primär Monsterfans kaum auf ihre Kosten kommen, da dem Treiben stets der notwendige Drive fehlt, während der Humor nur selten zündet. Spannung kommt bei alledem kaum auf, so dass es insgesamt noch nicht einmal zum Mittelmaß langt.

Technisch gute Umsetzung des Low-Budget-Reißers, der in einem pinkfarbenen KeepCase mit FSK-Wendecover ausgeliefert wird.



Screenshots




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.