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USA 1987
Originaltitel:RoboCop
Alternativtitel:Robotzsaru
Länge:103:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahren
Regie:Paul Verhoeven
Buch:Michael Miner, Edward Neumeier
Kamera:Sol Negrin, Jost Vacano
Musik:Basil Poledouris
SFX:Praxis Film Works, Visual Concept Engineering
Darsteller:Peter Weller, Ronny Cox, Kurtwood Smith, Nancy Allen, Dan O'Herlihy, Miguel Ferrer, Robert DoQui, Ray Wise, Felton Perry, Paul McCrane, Jesse D. Goins, Del Zamora, Calvin Jung, Rick Lieberman, Lee de Broux, Mark Carlton, Edward Edwards
Vertrieb:20th Century Fox
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:31.01.2014 (Kauf)



Inhalt
Detroit in der nahen Zukunft - Terror und Gewalt beherrschen die Stadt, die Polizei ist machtlos. Dennoch gibt der Cop Murphy sein Bestes, mit der Unterwelt aufzuräumen. Eines Tages wird ihm das zum Verhängnis: Fünf skrupellose Gangster ermorden und zerstümmeln Murphy auf grauenhafte Weise. Klinisch tot, benutzt ein dubioser Multikonzern die noch intakten Teile von Murphys Schädel als Datenbank und montiert den Kopf auf eine perfekte, mechanische Kampfmaschine - "Robocop" ist geboren. Zuerst läuft alles bestens, der künstliche Bulle säubert die Straßen vom Abschaum. Doch irgendwann erfährt er mehr, als er erfahren sollte - eine blutige Abrechnung beginnt.

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Für die vorliegende Neuauflage von Verhoevens Klassiker wurde ein neuer 4k-Transfer erstellt und im Originalformat von 1,85:1 auf Blu-ray runter gerechnet. Das Ergebnis ist zwar besser als alle zuvor erschienenen HD-Versionen, doch immer noch ausbaufähig. Besonders die Bildschärfe erreicht nur befriedigende Werte, und der Detailbereich wird ebenfalls nur in durchschnittlicher Qualität dargestellt. Meist wirkt das Bild flach und weich. Dabei ist die Konturenschärfe nicht schlecht, wirklich plastisch wird das Bild aber nie. Hinzu kommen die ehemals gekürzten Unrated-Szenen, die nochmal deutlich in der Qualität abfallen und etwas aufgezoomt wirken. Schade, aber nicht wirklich störend.
Der Kontrast arbeitet helle und dunkle Bildbereiche ordentlich aus, ohne helle Bereich überstrahlen zu lassen. Auch der Schwarzwert wird bis auf wenige Ausnahmen gut dargestellt und verschluckt in dunklen Szenen keine Details. Die Durchzeichnung könnte aber deutlich besser ausfallen. Die Farbgebung wurde angepasst und zeigt eine sehr kräftige und satte Farbpalette. Ansonsten gibt sich das Bild sehr sauber, und nur selten huschen ein paar Schmutzpartikel oder Störungen durch das Bild. Das Filmkorn wurde nicht gefiltert und gewinnt besonders in dunklen Szenen an Stärke. Störend erscheint das nicht, sondern lässt das Bild stets filmisch wirken. Die Kompression könnte jedoch ruhiger arbeiten, und es tauchen vereinzelt sichtbare Artefaktebildungen auf.






(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateDTS 5.1 (dt., franz., ital., ru.) DTS-HD Master Audio 5.1 (engl.), Dolby Digital 5.1 (pol., port., thai., span.), Dolby Digital 2.0 Surround (tha., ung.)
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Thailändisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch
UntertitelDeutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Chinesisch (traditionell), Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Kroatisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch, Slowenisch, Spanisch Thailändisch, Tschechisch, Ungarisch
 Beim deutschen Ton wurde nicht nachgebessert. Somit liegt der Disc wieder derselbe 5.1-Upmix vor wie bereits 2002. Zwar sind die Dialoge der DTS-Spur gut zu verstehen, und die Tonhöhe ist korrekt, doch klingt der Mix sehr blechern und centerlastig. Der Mix fokussiert sich nahezu permanent auf die Frontkanäle und öffnet sich nur selten. Dadurch entsteht keine Räumlichkeit, und auf direktionale Effekte muss der Zuschauer nahezu komplett verzichten. Der englische HD-Mehrkanal-Mix stellt die bessere Wahl dar. Auch wenn der Dynamikumfang nicht sonderlich hoch ist und der Subwoofer etwas zurückhaltend arbeitet, klingt der Mix offener und bietet kleine direktionale Effekte und aufgrund des Scores eine angenehme Räumlichkeit. Dialoge sind gut zu verstehen, und die Stereo-Separation darf ebenfalls als gelungen bezeichnet werden. Von einem dumpfen bzw. blechern klingenden Mix kann hier nicht die Rede sein. Ein Vergleich mit aktuellen Produktionen darf man hier natürlich nicht aufstellen. Untertitel sind optional.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Audiokommentar von Regisseur Paul Verhoeven, Autor Ed Neumeier und dem geschäftsführenden Produzenten Jon Davison
  • Diskussion mit den Machern des Films (42:36 Min., 1080p)
  • Fleisch und Stahl - Die Entstehung von Robocop (36:55 Min., 1080p)
  • Featurettes: Die Dreharbeiten [1987] (7:59 Min., 480i)
  • Featurettes: Making of [1987] (8:01 Min., 480i)
  • Storyboards mit Kommentar von Animator Phil Tippett (6:02 Min., 480i)
  • Entfallene Szenen:
    • OCP - Pressekonferenz (1:17 Min., 480i)
    • Interview mit einer Nonne (0:16 Min., 480i)
    • Oben-ohne-Pizza (0:27 Min., 480i)
    • Nachrichtensendung (0:51 Min., 480i)
  • Die Schurken des alten Detroits (16:59 Min., 480i)
  • Spezialeffekte damals und heute (18:22 Min., 480i)
  • Robocop - Die Entstehung einer Legende (21:09 Min., 480i)
  • Paul Verhoevens Cameo-Auftritt (0:38 Min., 480i)
  • Original Trailer (1:38 Min., 1080p)
  • TV-Spot (0:31 Min., 480i)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial fällt umfangreich aus und bietet bisher unbekannte Featurettes, welche auch in HD vorliegen. In der 43-minütigen Diskussionsrunde sprechen Regisseur, Hauptdarsteller und Crew-Mitglieder über die Entstehung des Films und lassen die Dreharbeiten Revue passieren. In "Fleisch und Stahl" bekommt der Zuschauer einen ausführlichen Einblick in die Entstehung und die Schwierigkeiten beim Dreh des Films. Die beiden Vintage-Dokumentationen aus dem Jahre 1987 gewähren ebenfalls einen informativen Blick hinter die Kulissen und fallen weitaus weniger werbelastig aus als erwartet. Unter Storyboards spricht Animator Phil Tippett über die erste Szene mit ED-209, und man zeigt einen direkten Vergleich zwischen der fertigen Szenen und dem Storyboards. Neben knapp 3 Minuten an entfernten Szenen enthält die Disc jeweils noch ein Featurette über die Schurken sowie die Spezialeffekte. Auch wird der Cameo-Auftritt des Regisseurs wird thematisiert. In "Robocop - Die Entstehung einer Legende" wird Hauptdarsteller Peter Weller in den Mittelpunkt gerückt und die Entwicklung des Millionen teuren Anzuges, bei dem Weller während des Tragens physisch wie psychisch gefordert wurde, geschildret. Des Weiteren gibt es einen TV-Spot und einen Trailer zum Hauptfilm. Nicht zu vergessen ist der deutsch untertitelte Audiokommentar von Regisseur Paul Verhoeven, Autor Ed Neumeier und dem geschäftsführenden Produzenten Jon Davison. Auch hier geht es sehr interessant zu. Alle drei geizen nicht mit Anekdoten zu den Dreharbeiten und sprechen über diverse Aspekte der Produktion.
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Fazit
Bei Paul Verhoevens "RoboCop" klingt die Inhaltsangabe wie eine Interner Link"Terminator"-Kopie, aber wer ihn sieht, wird anders denken. Verhoeven legte mit diesem Sci-Fi-Thriller den Grundstein für spätere Werke wie Interner Link"Starship Troopers" und Interner Link"Total Recall", da er brutale Action, eine hintergründige Story und zynische Kritik an der Gesellschaft zu einem atemberaubenden Ganzen vermischt.

Legendär wurde "RoboCop" durch einige hammerharte Szenen, wie die Erschießung Murphys, die zweifellos zu den schockierendsten der Filmgeschichte gehört, oder auch das Zersieben eines Menschen während einer Konferenz, wo man als Zuschauer am wenigsten damit rechnet. Brutalität ist aber niemals Selbstzweck, sondern dient nur dazu, sämtliche Schattenseiten der fiktiven Zukunft aufzudecken. Anders als die etwas angegrauten Spezialeffekte haben die Gewaltausbrüche noch heute einen kaum erreichten Stellenwert, wenn es darum geht, den Zuschauer zu schocken. Doch der Film spart auch nicht an nachdenklichen Szenen, die ebenso eindrucksvoll sind; etwa wenn sich Polizistin Anne um den in einen Cyborg umfunktionierten Murphy kümmert.
Fraglich, welchen Status "RoboCop" heute ohne die Brutalitäten hätte. Möglicherweise würde er "nur" als tolle Fiktion eine Randerscheinung im Genre darstellen, was sämtlichen TV-Ausstrahlungen und gekürzten Fassungen ein wenig den Kultfaktor raubt. Doch dank der vorliegenden Unrated-Disc dürfen sich Fans harter und gleichzeitig intelligenter Reißer auch heute noch die Finger lecken, denn diese Gesellschaftskritik Verhoevens ist mit Abstand seine kompromissloseste.

Nachdem dieser Kultfilm über zwei Jahrzehnte indiziert war, wurde er im letzten Jahr rehabilitiert und liegt in seiner unzensierten Fassung mit einer 18er Freigabe vor. Die Disc ist trotz 4k-Master noch deutlich verbesserungswürdig, und auch der deutsche Ton lässt zu wünschen übrig. Dafür ist das Bonusmaterial über jeden Zweifel erhaben, und die Blu-ray erscheint mit einem FSK-Wendecover, dessen zweites Motiv das klassische Artwork des Films zeigt. Trotz deutlicher Mängel bisher die beste Veröffentlichung von "RoboCop".



Screenshots




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RoboCop
Robocop: Prime Directives - Dark Justice
RoboCop 2
RoboCop 3
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RoboCop
Robocop
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