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USA 1997
Originaltitel:Crash Dive
Länge:90:23 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Andrew Stevens
Buch:William C. Martell
Kamera:Michael Slovis
Musik:Claude Gaudette, David Wurst, Eric Wurst
SFX:Dale Newkirk
Darsteller:Michael Dudikoff, Frederic Forrest, Jay Acovone, Clay Greenbush, Catherine Bell, Michael Cavanaugh, Reiner Schöne, Cyrus Farmer, Time Winters, Elena DeBurdo, Pasha D. Lychnikoff, Mio R. Jakula
Vertrieb:DigiDreams
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:17.12.2013 (Kauf)



Inhalt
Die SSN Ulysses, ein atomares U-Boot, patrouilliert im südlichen Atlantik. Obwohl der Commander strengste Anweisung hat, keine Passagiere an Bord zu nehmen, rettet er fünf Schiffbrüchige. Aber das Wrack war eine Finte - die "Überlebenden" sind Terroristen. Ihr Anführer, Jan Richter, lässt sofort den Commander erschießen und übernimmt das Kommando und die Kontrolle über die Atom-Raketen. Die Offiziere zwingt man zur Kursänderung auf Washington D.C. Richter fordert eine Billion Dollar in Goldbarren oder Washington wird atomar in die Luft gesprengt. In Regierungskreisen herrscht höchste Alarmstufe. Nur einer kann die brisante Situation in den Griff bekommen: der Navy-Daten- und U-Boot-Spezialist James Carter. Es gelingt ihm, mit einem Anti-Terror-Team an Bord zu kommen. Er beginnt ein tödliches Katz- und Mausspiel mit den Terroristen. Carter muss um jeden Preis die schreckliche Katastrophe verhindern. Er muss einen aussichtslosen, brutalen Kampf gegen diesen Wahnsinnigen gewinnen ...

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Solide HD-Präsentation mit einer annehmbaren Schärfe, die das Bild eindeutig als HD-Material erkennen lässt. Der Detailgrad fällt nicht übermäßig hoch aus, wirkt aber niemals übermäßig gefiltert, weshalb es zum Glück auch keine speckigen und wächsernen Gesichter gibt. Dennoch geht einiges an Details verloren. Gesichter wirken zu glattgebügelt, und stehende Rauschmuster sorgen für Unruhen. Für eine C-Gurke wie "Crash Dive" ist das Schärfeverhalten zwar durchaus akzeptabel, doch wäre deutlich mehr möglich gewesen. Hinzu kommt eine schlecht arbeitende Kompression, die auf homogenen Flächen mit sichtbaren Artefakten aufwartet. Besonders in den Außenaufnahmen des U-Bootes zeigen sich enorme Artefakte- und Blockbildungen, die selbst auf kleineren Betrachtungsflächen auffallen.
Der Kontrast arbeitet helle und dunkle Bereiche solide aus, ohne dabei nötige Details zu verschlucken. Auch der Schwarzwert ist überdurchschnittlich gut, und die Farbgebung zeigt weitgehend kräftige Farben, die im U-Boot, aufgrund diverser diffuser Lichtquellen, ins Rötliche bzw. Grünliche abdriften. Die Plastizität des Bildes ist im durchschnittlichen Bereich anzusiedeln, und man scheint auf eine übermäßige Nachschärfung verzichtet zu haben. Insgesamt betrachtet ist das Bild für eine derartige Knallcharge von Film gut, doch die unnötigen Kompressionsartefakte machen das Ganze weniger erfreulich. Bleibt zu erwähnen, dass immer wieder kleinere Schmutzpartikel und Defekte durch das Bild huschen.






(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Bei beiden 5.1-Abmischungen wurde der Stereo-Mix auf sämtliche Kanäle gelegt, wodurch auch die Dialoge aus allen Boxen wiedergeben werden. Dies hat zur Folge, dass der gesamte Mix steril und hallig klingt. Vordergründige Räumlichkeit mit leichten Rechts-Links-Aktivitäten im Frontbereich sind zwar wahrzunehmen, doch in keiner Minute wird der englische oder deutsche Mix natürlich wiedergegeben. Aufgrund der mäßigen Synchronisation trifft dieser "splitted" Upmix die deutschsprachige Fassung um einiges härter, und man kommt nicht darum herum, auf die Stereo-Variante umzuschalten.
Diese klingt klar und kräftig, bietet eine gute Stereo-Separation mit vielen Links-Rechts-Spielereien sowie eine ordentliche Sprachwiedergabe. Dialoge werden verständlich wiedergegeben, wobei diese im Hochtonbereich leicht kratzig klingen. Der englische Stereo-Mix fällt voluminöser aus und bietet besonders in den Unterwasseraufnahmen einen sehr guten Tiefton. Es gibt hervorragende Stereo-Effekte, die sich gerade beim Score ausgezeichnet anhören. Nebengeräusche werden klar und detailliert wiedergeben. Lediglich die gut verständlichen Dialoge neigen zu leichter Dumpfheit und kratzen etwas im Hochtonbereich. Trotzdem stellt der Originalton die bessere Wahl dar, allein deshalb, weil die Effekte und der Score detaillierter und kraftvoller abgemischt wurden und nicht wie bei der deutschen Fassung von der Synchronfassung überlagert werden. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 +++/--

Extras
MediumBD-50
Extras
  • 8-seitiges Bookelt
  • PCE-Sammelkarte
  • Interview mit Michael Dudikoff - Teil 3 (4:47 Min., 576i)
  • Trailer 1 (1:51 Min., 480i)
  • Trailer 2 (2:08 Min.,576i)
  • Slideshow (1:49 Min., 576i)
  • Artwork-Galerie (9 Bilder, 576i)
  • Filmographien (1:31 Min., 576i)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover und Prägschuber
 Neben zwei Trailern, diversen Filmografien (welche schlecht abfotografiert wurden) und Bildergalerien enthält die Disc den dritten Teil des Michael Dudikoff-Interviews, welches von Leinwandreporter.de geführt wurde. Auch hier wurden keine gezielten Fragen gestellt, die man vielleicht für den vorliegen Film gebraucht hätte, sondern wir bekommen wie immer knapp 5 Minuten lang einen netten Dudikoff mit einer mäßigen Moderatorin geboten. Interessant ist daran, dass Dudikoff kurz erzählt, warum er seit Ewigkeiten keinen Film mehr gemacht hat. Beißt sich ein wenig mit dem ersten Teil des Interviews, als er noch sagte, dass er so viel drehe. Er scheint sich aber bereits auf ein Combeback vorzubereiten. Wir dürfen also gespannt sein. Auffällig ist, dass die Bild- und vor allem Tonqualität diesmal deutlich schlechter ausfallen. Das Interview wurde deutsch untertitelt.
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Fazit
Das Entführen von U-Booten ist ein allseits beliebtes B-Action-Thema, aus dem einige Rohrkrepierer hervor gegangen sind. Vergleicht man "Crash Dive" mit der "Pseudo"-Fortsetzung oder aktuelleren "Beiträgen" (siehe "Submarines"), muss man feststellen, dass Michael Dudikoff sich ausnahmsweise in einem relativ brauchbaren Film herumtreibt, der von Andrew Stevens (besser bekannt als Produzent diverser Mainstreamfilme) ordentlich inszeniert wurde. Das Skript bietet natürlich nichts Neues, stellt Dudikoff kurz als Schöpfer eines Atom-U-Boots vor und lässt selbiges auch umgehend vom Stapel laufen, damit es in der nächstmöglichen Gelegenheit Schiffbrüchige an Bord nimmt, die mal wieder Amerika nicht sonderlich freundlich gesinnt sind und den Blechsarg okkupieren. Gut, die Logik kippt der Film schon zu Beginn über Bord, denn weder kann eine Handvoll Terroristen mal eben so einen Kahn übernehmen, noch würde man sie unbeaufsichtigt lassen und erst recht nicht würde der nächst beste Matrose mit einer der Geretteten wild rumvögeln.

Da es aber nun mal gekommen ist, wie es kommen musste, wird Dudikoff zu Hilfe gerufen, der sich die Taucherbrille aufsetzt, zum Boot taucht, einsteigt und den Kampf aufnimmt. Warum Dudikoff einmal mehr ein Allroundgenie ist, der auf dem Boot erst einmal eifrig Fallen zu Recht bastelt und ob eine Seal-Einheit nicht etwas effektiver gewesen wäre, hinterfragt man hier lieber nicht.
Während der Subplot um Dudikoffs Sohn eher fehl am Platze ist, bleibt die Action an Board jedoch ansehnlich, während der Plot sogar so etwas wie Dramaturgie vermittelt. Obwohl genug Action von Prügeleien bis Schießereien geboten wird, wirken sich Stevens Defizite doch massiv auf das Gebotene aus. Testosteron liegt zwar stets in der Luft, nur sind die Kämpfe schlecht choreographiert und die Shootouts lahm geschnitten. Einzig und allein das, zugegeben veraltete, aber über weite Strecken recht authentische Setdesign, das dem in der Fortsetzung um Lichtjahre voraus ist, kann hier überzeugen, während Außenaufnahmen der Boote und Torpedos ausnahmslos und leider viel zu häufig Zweitverwertungen bekannter "Crimson Tide"-Szenen sind. Es werden sogar Konflikte dieses, in einer anderen Liga spielenden Vorbilds 1:1 übernommen.
Schauspielerisch bewegt man sich auf genau dem Niveau, das man erwartet. Dudikoff schlägt sich brauchbar, hat aber hierzulande mit einer ungewohnten Synchronstimme zu kämpfen. "J.A.G."-Agentin Catherine Bell darf sich als seine Freundin versuchen, während der Rest nur eine größtenteils sehr verhalten aufspielende B-Garde ist, die keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Abgerundet gibt das ein unterdurchschnittliches U-Boot-Hijacker-Movie der B-Kategorie, das sich recht gekonnt, nicht zuletzt dank des massiven Szenenklaus, im unteren Mittelfeld platziert. Dudikoff-Fans können hier zugreifen, während B-Action-Fans wohl allein schon von dem ausgelutschten Szenario abgeschreckt werden. Immerhin ist hier fast ständig was los, auch wenn die Ungereimtheiten zum Schreien und die Inszenierung recht einsilbig sind.

Die Erstauflage ist auf 2000 Stück limitiert und erscheint in einem Prägeschuber. Das FSK-Logo befindet sich auf der Verpackungsfolie, während das Cover selbst ein FSK-Wendecover mit einem alternativen Artwork beinhaltet. Zudem liegt der Disc eine PCE-Sammelkarte bei: Beim Sammeln von 10 Filmen aus der Reihe ist der 11. gratis. Leider kränkelt die Veröffentlichung wieder an einem durchschnittlichen HD-Transfer. Für eine Action-Gurke wie "Crash Dive" ist das Ergebnis zwar ausreichend und um einiges besser als die alte DVD, doch die mangelhafte Kompression trübt den Sehgenuss doch ungemein.



Screenshots




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