Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1996
Originaltitel:Quest, The
Länge:94:23 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jean-Claude Van Damme
Buch:Frank Dux, Jean-Claude Van Damme, Paul Mones, Steve Klein
Kamera:David Gribble
Musik:Randy Edelman
SFX:Louis Craig
Darsteller:Jean-Claude Van Damme, Roger Moore, James Remar, Janet Gunn, Jack McGee, Aki Aleong, Abdel Qissi, Louis Mandylor, Chang Ching Peng Chaplin, Ryan Cutrona, Shane Meier, Matt Lyon
Vertrieb:DigiDreams
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:17.12.2013 (Kauf)



Inhalt
Die Zeiten sind verdammt hart im New York des Jahres 1923 - besonders für Chris DuBois, einen jungen Straßenartisten. Chris wird gejagt. Er hat mit seinen Schützlingen, pfiffigen und verwaisten Straßenkindern, einen Alkoholschmuggler um eine beträchtliche Summe erleichtert. Auf seiner halsbrecherischen Flucht landet Chris im Laderaum eines Hochseefrachters und verliert das Bewusstsein. Damit beginnt eine abenteuerliche Fahrt ins südchinesische Meer, gesteuert vom windigen, aber charmanten Piraten "Lord" Dobbs. Der "verkauft" Chris an eine Kickbox-Schule auf der Insel Muay Thai. Dort erfährt er von einem geheimen, jahrtausendealten Kampfsport-Turnier, das von tibetanischen Mönchen ausgerichtet wird. Der Preis für den Sieger: eine Drachenstatue aus purem Gold - für Chris vielleicht das Ticket in die Heimat. Aber auch der Halunke Dobbs ist an der Statue interessiert. Gemeinsam reisen sie nach Tibet. Chris steht vor der größten Herausforderung seines Lebens. Er muss gegen die besten und härtesten Kämpfer der Welt antreten.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der in MPEG-4 kodierte HD-Transfer im Originalformat von 2,35:1 bietet eine überraschend gute Bildqualität. Die Schärfe befindet sich auf einem angenehm hohen Niveau und offenbart viele Details. Die teilweise etwas weicheren Sequenzen lassen sich der Produktion zuschreiben. Konturen wurde zudem sauber gezeichnet, und es zeigen sich keine Anzeichen einer übermäßigen Nachschärfung des HD-Materials. Der ausgewogene Kontrast sowie der gute Schwarzwert sorgen für ein angenehm plastisches Bild, ohne in den vielen dunklen Szenen nötige Bildinformationen zu verschlucken. Die Farben sind sehr kräftig und satt, bleiben dabei aber stets natürlich. Lediglich der Bildstand könnte etwas ruhiger ausfallen. Gleiches gilt für die Kompression, welche in dunklen Bildbereichen öfter Unruhen und Blockbildung zeigt. Dafür sind weder Schmutz noch Defekte auszumachen. In der Hinsicht darf man sehr zufrieden mit dem Bild sein, doch leider wurde das Bild unnötigerweise leicht gefiltert, was im direkten Vergleich mit der US-BD sehr gut zu sehen ist. Beide sind ansonsten absolut identisch, was darauf schließen lässt, dass dasselbe Master zur Verfügung stand. Der Einsatz von DNR wird im Betrieb nicht so auffallen wie bei den Screenshots. Dennoch wird dem Bild dadurch etwas an Schärfe und Details geraubt, was bei einem nahezu perfekten Bild nicht nötig gewesen wäre.






(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche 5.1-Mix klingt zu jeder Zeit gut verständlich, wirkt jedoch etwas zu dominant im Frontbereich. Die gute deutsche Synchronisation wird sauber ausbalanciert wiedergegeben, und der Score verteilt sich angenehm über sämtliche Kanäle. In den Actionszenen werden die Rears für Nebengeräusche, wie z. B. das Jubeln des Publikums genutzt, wobei eine solide Räumlichkeit entsteht. Allerdings ist der Dynamikumfang etwas gering, der Mix klingt etwas dünn und lässt einen druckvollen Bass vermissen. Direktionale Effekte sind nicht auszumachen. Hinzu kommt ein kleiner Tonfehler in der 11. Minuten, in der Van Damme plötzlich zweimal "richtig" hintereinander sagt.
Der englische 5.1-Mix klingt homogener und etwas räumlicher als die deutsche Synchronfassung. Der Effektbereich wird effektiver genutzt und klingt natürlicher. Der Dynamikumfang könnte auch hier besser sein, selbst der Subwoofer wird nicht sonderlich ausgeprägt genutzt. Dafür verirren sich keine Schlaggeräusche in die Rears, und die Balance zwischen Nebengeräuschen, Musik und Sprache wirkt noch ausgewogener. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 ++++--

Extras
MediumBD-50
Extras
  • 8-seitiges Booklet
  • PCE-Sammelkarte
  • Making of (17:56 Min., 576i)
  • RTL-Explosiv (2:11 Min., 576i)
  • Behind the Scenes (2:46 Min., 576i)
  • Kanadisches Making Of (3:04 Min., 576i)
  • Interview mit Jean-Claude van Damme (1:33 Min., 576i)
  • Interview mit Roger Moore (1:43 Min., 576i)
  • Slideshow (67 Bilder, 576i)
  • Artwork-Galerie (12 Bilder, 576i)
  • Behind-The-Scenes-Galerie (15 Bilder, 576i)
  • Programmheft (0:52 Min., 576i)
  • Werberatschlag (1:37 Min., 576i)
  • Presseheft (9:47 Min., 576i)
  • Aushangfotos (9 Bilder, 576i)
  • Trailer
    • Deutscher DVD-Trailer (0:46 Min., 576i)
    • Trailer USA (1:47 Min., 576i)
    • Trailer Kanada (2:01 Min., 576i)
    • Trailer Frankreich (1:53 Min., 576i)
    • US DVD-Trailer (1:16 Min., 576i)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover und Prägschuber
 Das Bonusmaterial beinhaltet neben zahlreichen Bildergalerien (Setfotos, Artworks, Promofotos, Werberatschläge, Programm-Presseheft) auch diverse internationale Trailer zum Film. Des Weiteren wurden viele alte Featurettes zusammengesucht, weshalb die Disc ein altes, deutsches Making of beinhaltet, welches damals zum Kinostart im TV ausgestrahlt wurde. Neben Ausschnitten aus dem Film lässt man die Macher und Darsteller zu Wort kommen, und eine deutsche Off-Sprecherin darf dem Publikum noch reichlich zum Film und dessen Produktion erzählen. Der kurze TV-Bericht von "RTL-Explosiv" entstand ebenfalls zum Kinostart von "The Quest" und will den Action-Star ein wenig privater darstellen. Die beiden Interviews mit Jean-Claude van Damme und Roger Moore laufen jeweils nicht länger als eine Zigarettenlänge und fallen ebenfalls sehr PR-lastig aus.
Hinzu kommt ein 3-minütiges kanadisches Making of sowie ein 2-minütiger Blick hinter die Kulissen. Auch hier steht der Werbezeck im Vordergrund. Hinzu kommt, dass die Clips allesamt eine sehr schlechte Qualität aufweisen und lediglich in SD vorliegen. Eigentlich sehr schade, aber ein neues Interview mit Van Damme oder gar ein Audiokommentar wäre sicherlich im Rahmen des Möglichen gewesen. Das 8-seitige Booklet ist sehr interessant geschrieben und es wurde darauf geachtet, dass die Schrift leserlich ausfällt. Geht doch!
 ++/---

Fazit
Mit Genrespezis wie Moshe Diamant und Peter MacDonald als Produzenten versuchte sich Jean-Claude Van Damme mit "The Quest" als Hauptdarsteller, Regisseur und Co-Autor gleichzeitig. Etwas überzogen wirken die Versuche, sich selbst in besonders gutes Licht zu rücken, denn der Held der Geschichte, der Straßenclown Christopher Dubois (Jean-Claude Van Damme), ist im Jahr 1925 trotz Armut ein Ausbund an Edelmut und kümmert sich um Waisenkinder, da er selbst eines war. Das sind alles Plotelemente, die jedoch kaum weiterverfolgt werden und nur von Van Dammes Versuchen zeugen, diesem Kloppspektakel etwas mehr humane Seiten abzugewinnen, aber wirklich weiter bringt es den Film nicht. In der verlorenen Stadt bereitet irgendein Mönchsorden mal wieder ein Turnier für die besten Fighter der Welt ein und verschickt Einladungen. Von Dubois wissen sie noch nichts, aber es ist nur eine Frage der Zeit, ehe auch er bei der Chose mitmischen wird ...

So hält sich Van Damme hier brav an das Konzept seines "Bloodsport"-Erfolgs. Zusammen mit Frank Dux, dessen Leben die Vorlage zu "Bloodsport" war, erdachte er eine Story, die kaum vom Original abweicht. Wieder mischt eine Reporterin als Love Interest für den Helden mit, wieder ist der Endgegner eine fiese Sau, die auch gerne mal im Ring tötet, wieder gibt es ein paar Comedic Sidekicks, hier vor allem Lord Egdar Dobbs (Roger Moore), einen Gauner, der Dubois hilft, sich aber gleichzeitig stets bereichern will. Im Gegensatz zu "Bloodsport" dauert es bei "The Quest" aber zu lange ehe es dann mal richtig rundgehen kann. Dubois anfängliche Odyssee bevor es dann endlich zum großen Turniergekloppe kommt, ist herzlich uninteressant und zeigt kaum Action. Die exotischen Locations bieten zwar etwas fürs Auge, es wird rudimentär erklärt, warum er so ein töfte Fighter wird, doch man hätte hier deutlich kürzen können. Sobald dann aber das Kumite ähh das Turnier in der verlorenen Stadt losgeht, bietet "The Quest" dann doch wieder das Maß an Exotik, welches "Bloodsport" so interessant machte. Höchst unterschiedliche Kämpfer aus allen Teilen der Welt treten an, neben dem obligatorischen Sumo-Ringer noch Capoeirafighter, Kämpfer mit schlangenartigen Bewegungen oder ein brutaler Riese aus der Mongolei. Teilweise übertreibt "The Quest" es mit den Klischees, z. B. wenn der deutsche Kandidat als Militarist par exellence auftritt, doch immerhin ist die Riege der Prügelknaben nie eintönig.

Die Fights in Hälfte zwei sehen dann auch schick aus, sowohl was Choreographie und Inszenierung angeht. Jean-Claude Van Damme zeigt mal wieder spektakuläre Moves wie den eingesprungenen Drehkick und auch als Regisseur leistet er nichts überragendes, arbeitet jedoch handwerklich solide. Leider ist die Actionmenge insgesamt jedoch etwas gering, um hieraus einen wirklich tollen Turnierfilm zu stricken. Auch schauspielerisch gibt sich Jean-Claude Van Damme einige Mühe und hat nach Jahren im Filmgeschäft auch etwas schauspielerische Begabung angesammelt, sodass er doch ordentlich spielt. Roger Moore gibt das Schlitzohr mit sichtlicher Freude, James Remar als amerikanischer Champ hingen ist bloß mittelmäßig, der Rest der Darsteller bleibt kaum in Gedächtnis.

Unterm Strich ist "The Quest" ein solide inszenierter Turnierfilm, dessen Story allerdings kaum Überraschungen bietet und mit einer actionarmen ersten Halbzeit aufwartet. Dank der Fights in der zweiten Hälfte und der exotischen Schauplätze reicht es aber noch zum Durchschnitt. Die Erstauflage erscheint in einem Prägeschuber, und das FSK-Logo befindet sich auf der Verpackungsfolie. Das Cover selbst ist ein FSK-Wendecover mit einem alternativen Artwork, welches leider unmöglich aussieht. Zudem liegt der Disc noch eine PCE-Sammelkarte bei: Beim Sammeln von 10 Filmen aus der Reihe ist der 11. gratis. Bis dato die beste Veröffentlichung der "Platinum Cult"-Reihe, auch wenn das Bild ein wenig und vor allm unnötig gefiltert wurde, eine klare Kaufempfehlung.



Screenshots




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.