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USA 1996
Originaltitel:Moving Target
Alternativtitel:Moving Target - Der Kopfgeldjäger
Länge:88:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahren
Regie:Damian Lee
Buch:Kevin McCarthy, Mark Sevi
Kamera:David Pelletier
Musik:David Lawrence
SFX:Michael Kavanagh
Darsteller:Michael Dudikoff, Michelle Johnson, Billy Dee Williams, Patrick Gallagher, Michael Bernardo, Josette Garoufallis, Shannon Klassen, Tom Melissis, Peter Boretski, Ardon Bess, Tom Harvey, Noam Jenkins
Vertrieb:DigiDreams
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:29.10.2013 (Kauf)



Inhalt
Der Kopfgeldjäger Sonny fängt Kautionsflüchtlinge gegen Bezahlung wieder ein. Als er sich von den Eltern eines entflohenen Russen dazu überreden lässt, ihren Sohn ohne offiziellen Auftrag zu suchen läuft alles schief: Der junge Mann wird ermordet und Sonny schwer verletzt. Zu allem Überfluss hatte er Verbindungen zur russischen Mafia, die Sonny für den Täter halten. Sonny bleibt nicht mehr viel Zeit den Fall zu lösen, denn die Mafiosi wollen ihn töten.

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der HD-Transfer erweist sich als solide, und für einen B-Film wie "Moving Target" absolut ausreichend. Allerdings muss man zwischen Leinwand und TV-Gerät unterscheiden: Während sich das Bild auf unseren Test-Geräten (kalibrierte Panasonic Plasma TVs 55" und 65") bei einem Sichtabstand von 2-3,5 Metern wacker schlägt, fällt bei der Nutzung eines Beamers die teilweise enorm unsaubere Kompression auf und es offenbaren sich immer wieder unschöne Artefakte bzw. Blockbildung in dunklen Szenen oder auf einfarbigen Flächen.
Das für diesen Transfer zur Verfügung stehende Negativ befand sich in einem schlechten Zustand und zeigte links und rechts abgedunkelte Bereiche, weshalb der Bildausschnitt angepasst werden musste. Dies ist ganz gut gelungen, denn der Bildstand bleibt überwiegend ruhig. Dafür huschen immer wieder kleinere Defekte durch das Bild, groß verschmutzt war die Vorlage aber nicht. Die Schärfe erreicht ein mittelmäßiges bis gutes Level, doch viele Einstellungen fallen sehr schwammig und unscharf aus. Dies mag überwiegend der Produktion geschuldet sein und ist für diesen Film absolut in Ordnung. Doch stellenweise hinterlässt das Bild einen etwas gefilterten und nachgeschärften Eindruck. Details sind dennoch wahrzunehmen, und immer wieder lassen sich auch feinere Strukturen gut erkennen, ohne sich dabei auf Nahaufnahmen zu beschränken. Aber auch das ist nicht immer der Fall, denn zu viele Szenen wirken etwas glatt und unscharf. Die Farbgebung fällt weitgehend natürlich aus, und der Kontrast hinterlässt ebenfalls ordentliche Werte, neigt aber in hellen Bildbereichen zu einem etwas steilen Kontrast, wodurch helle Bildbereiche überstrahlen. In den dunklen Szenen neigt Schwarz dazu, Details zu verschlucken, wirkt teilweise etwas blass und tendiert ins Bläuliche. Auffällig dabei, dass das Bild vor allem im rechten Bereich qualitativ deutlich abfällt, was sich ebenfalls je nach Szene ändern kann. Es bleibt also ein sehr wechselhafter HD-Transfer, der für einen Film dieses Kalibers absolut brauchbar ist, aber nur wenig HD-Gefühl aufkommen lässt. Die nachgesagten Nachzieheffekte gibt es nicht, zumindest nicht in der Form wie es in den Foren behauptet wird.






(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (splitted Upmix), Dolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche und englische 5.1-Mix erweisen sich leider als "splitted Upmix", bei denen die Stereospur auf sämtliche Kanäle gelegt wurde. Dadurch entsteht ein leichter Hall-Effekt, der je nach Szenen mal mehr und mal weniger stark ausgeprägt ist. In Sequenzen mit Hintergrundmusik sorgt diese für etwas Räumlichkeit, und die Dialoge wurden im Effektbereich, so gut es geht, herunter gesteuert. In den ruhigen Dialogmomenten klingt der Mix aber hallig und lässt die ohnehin mäßige Synchronisation noch billiger und künstlicher erscheinen. Die Stereospur klingt gut verständlich, wobei die Dialoge im Hochton deutlich verzerren. Störende Defekte oder Hintergrundrauschen sind nicht auszumachen. Musik und Nebengeräusche werden zwar nicht sonderlich kraftvoll wiedergegeben, doch im Gegensatz zum dumpfen und leiseren englischen Original klingt die deutsche Tonspur wesentlich besser. Die deutschen Untertitel basieren auf der deutschen Synchronisation und unterscheiden sich oftmals vom englischsprachigen Original. Zudem haben sich da einige Schreibfehler eingeschlichen.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • 8-seitiges Booklet
  • Trailer (1:23 Min., 1080p)
  • Bildergalerie (8 Bilder, 1080p)
  • Vom Negativ zum Master (6:19 Min., 1080p)
  • Artwork-Galerie (10 Bilder, 1080p)
  • Schnittvergleich (1:52 Min., 1080p)
  • Interview Teil 1 (1:23 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover und Schuber
 Als Bonus liegt der Disc u. a. ein deutscher Trailer bei, der scheinbar vom Label selbst erstellt und mit einem grauenhaften Erzähler versehen wurde. Des Weiteren gibt es eine Bildergalerie und Artwork-Galerie mit Bildern und Fotos, die man im Netz gefunden hat - hochauflösende Scans der jeweiligen Motive wären schöner gewesen. "Vom Negativ zum Master" ist ein 6-minütiger Einblick in die Restauration des Bildes und wurde in vier Schritte aufgeteilt. Außerdem enthält die Disc einen 2-minütigen Schnittvergleich der alten deutschen Fassung und der ungekürzten Originalfassung. Die alte deutsche Version wurde um drei Szenen entschärft, die heute unzensiert im Film enthalten sind. Das 5 Minuten lange Interview mit Michael Dudikoff wurde von den Machern des Web-Magazin "Leinwandreporter" geführt und stellt den ersten Teil einer Reihe dar, die in weiteren Dudikoff-Filmen der PCE-Reihe fortgeführt wird. Dudikoff erweist sich als netter Gesprächspartner, doch leider ist seine Interviewerin mehr damit beschäftigt permanent in die Kamera zu lächeln (wer das Magazin kennt, weiß dass dies eigentlich immer passiert), als eine gescheite Konversation zu führen, weshalb sie ihre paar Fragen runter rasselt.
Als sie ihm nach seiner Leidenschaft Häuser zu renovieren fragt, nimmt Michael Dudikoff, der seit 2002 in keinen Film mehr mitgemacht hatte, außer einer aktuell produzierte Zombie-Serie, die "Reporterin" etwas auf den Arm und schwärmt von seinem Hobby oder wohl mehr seinem aktuellen Tätigkeitsfeld und betont, dass er es liebt, Häuser zu renovieren und dekorieren, wenn er nicht gerade dreht, was ja sehr selten vorkommt. Das Bonusmaterial wurde deutsch untertitelt und liegt komplett in HD vor. Der limitierten Erstauflage liegt noch ein mehrseitiges Booklet bei, bei dem Nando Rohner ein Interview mit Drehbuchautor Mark Sevi führt. Leider wurde das interessante Interview in Großbuchstaben abgedruckt, was es wenig leserlich macht.
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Fazit
"Moving Target" ist ein weiterer, uninteressanter B-Actioner mit Michael Dudikoff in der Hauptrolle. Der Kopfgeldjäger Sonny (Michael Dudikoff) fängt gegen Bezahlung Kautionsflüchtlinge ein. Gleich zu Beginn wird der Zuschauer Zeuge eines derartigen Auftrags, was allerdings ziemlich uninteressant abläuft. Pseudo-Komik, wie die Domina als Nachbarin, nervt nur, und das bisschen Geprügel ist armselig und unspektakulär. Zuhause kriegt Sonny Stress mit seiner Frau, die Angst um ihn hat. Trotzdem lässt er sich ohne offiziellen Auftrag auf die Wiederbeschaffung eines jungen Russen ein, als dessen Eltern ihn bitten. Doch der junge Mann wird getötet, kaum dass Sonny ihn eingefangen hat, und auch der Kopfgeldjäger kommt nur knapp mit dem Leben davon. Hier ist "Moving Target" auf jeden Fall überzeugender, denn die Verfolgungsjagd, die dem Mord vorausgeht, kann sich sehen lassen.

Sonny steckt nun bis zum Hals in Schwierigkeiten: Die Polizei glaubt nicht so recht daran, dass er den Mann nicht getötet hat, und die Russenmafia, der er angehörte, noch viel weniger. Unter Zeitdruck muss Sonny den wahren Täter ermitteln, denn andernfalls droht die Exekution durch die Mafiosi. Das verschneite Ambiente von "Moving Target" mag atmosphärisch noch halbwegs überzeugen, der Film tut es jedoch nicht. Vor allem die Tatsache, dass viel zu viel geredet wird, macht den Film langweilig. Denn die Dialoge sind ziemlich schwach und die Handlung uninteressant sowie wenig spannend. Zudem hat man bei vielen Szenen das Gefühl, alles schon mal besser gesehen zu haben. Allenfalls die häusliche Seite des Helden kann noch ein wenig Sympathie aufbringen. Die Action ist nicht sehr zahlreich, kann sich aber ab und zu sehen lassen. Der Kampf in der Schule wurde z. B. recht geschickt gemacht. Meistens bekommt man aber nur das übliche Ballern und Prügeln zu sehen, und der Showdown ist auch enttäuschend. Die wenigen guten Actionszenen können den Gesamteindruck nur minimal verbessern. Michael Dudikoff agiert hölzern, wie so oft, auch wenn er hier nicht allzu nervig ist. Die meisten anderen Darsteller sind ziemliche Knallchargen, die kaum was auf die Reihe kriegen. Und der aussortierte Billy Dee Williams bekommt in einer mehr oder minder wichtigen Rolle das Gnadenbrot, weshalb er wohl so lustlos spielt.

"Moving Target" gehört zu jener Art von unterdurchschnittlichen und lahmen B-Filmen, die auch Genrefans getrost links liegen lassen können. Umso erschreckender, dass DigiDreams gerade diesen Titel als Opener für ihre "Platinum Cult Edition" wählten, zählt dieser Schnarcher zu Dudikoffs schlechtesten Werken. Technisch gesehen ist die Blu-ray im Mittelmaß anzusiedeln: Auch wenn das HD-Bild nicht unbedingt überragend geworden ist, stellt es eine enorme Steigerung zu den bisherigen DVD-Versionen dar. B-Movie-Fans werden damit sicherlich zufrieden sein. Wer den Film auf einer großen Leinwand sehen möchte, sollte sich dies zweimal überlegen und die Sichtung lieber auf einen regulären TV reduzieren. Die Erstauflage erscheint in einem Prägeschuber, und das FSK-Logo befindet sich auf der Verpackungsfolie. Das Cover selbst ist ein FSK-Wendecover mit einem alternativen Artwork. Zudem liegt der Disc noch eine PCE-Sammelkarte bei: Beim Sammeln von 10 Filmen aus der Reihe, ist der 11. gratis.



Screenshots




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Moving Target
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