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UK 2013
Originaltitel:World's End, The
Länge:109:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Edgar Wright
Buch:Simon Pegg, Edgar Wright
Kamera:Bill Pope
Musik:Steven Price
SFX:Chris Reynolds
Darsteller:Simon Pegg, Nick Frost, Martin Freeman, Paddy Considine, Eddie Marsan, Rosamund Pike, Thomas Law, Zachary Bailess, Jasper Levine, James Tarpey, Luke Bromley, Sophie Evans
Vertrieb:Universal
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:16.01.2014 (Kauf)



Inhalt
12 Kneipen pflasterten ihren Weg – das hatten sich die fünf Jugendfreunde vorgenommen, als sie vor 20 Jahren eine legendäre Sauftour starteten. Nun will der damalige Rädelsführer Gary King, der auch nach seinem 40. Geburtstag ein großes Kind geblieben ist, diese Tour wiederholen: Er treibt seine Kumpel zurück in ihren Heimatort, um sich dort Runde für Runde bis zum berühmten Pub "The World's End" durchzubechern und damit den Kreis aus Vergangenheit und Gegenwart zu schließen. Bald stellen sie jedoch fest, dass es viel eher um die Zukunft geht: nicht nur um die eigene, sondern um die der gesamten Menschheit. Eine unbekannte Bedrohung aus einer anderen Galaxie hat ein Auge auf ihr Städtchen geworfen und die Kneipe auf der Zielgeraden ist dabei ihr geringstes Problem ...

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der in MPEG-4 kodierte HD-Transfer überzeugt auf ganzer Linie. Das Bild zeigt sich meist sehr scharf und offenbart selbst in Totalen viele Feinheiten. Insgesamt könnte das Bild vielleicht eine Spur detaillierter ausfallen, doch selbst Sequenzen mit vielen CGI-Elementen wirken niemals zu weich oder gar unscharf. Der Kontrast unterlag diversen Stilmitteln, wodurch er etwas hart ausfällt. Helle Bildbereiche wirken etwas steil, überstrahlen aber nicht, und lediglich der tiefe Schwarzwert neigt dazu, ein paar Details in dunklen Bildbereichen zu verschlucken. Ansonsten zeigt sich das Bild angenehm plastisch, und Konturen werden sauber und knackig gezeichnet. Das Farbspektrum unterlagen wie so oft einem Teal-/Orange-Granding, also einer Orange-Blaugrün-Verfärbung, und wirkt kräftig und warm. Im Hintergrund zeigt sich eine feine und ungefilterte Kornstruktur. Spuren von Banding-Artefakten oder einer fehlerhaften Kompression sind nicht zu erkennen.






(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (nur engl.), DTS 5.1 (dt., ital., franz., span.)
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Finnisch, Dänisch, Isländisch, Norwegisch, Hebräisch, Schwedisch, Hindi
 Auch der Ton hinterlässt einen sehr guten Eindruck, auch wenn der englische HD-Mehrkanalton noch um einiges wuchtiger und detaillierter ausfällt als der deutsche Mix, der unverständlicherweise nur im komprimierten DTS 5.1-Ton vorhanden ist. Dieser bietet eine hervorragende Sprachverständlichkeit und dank eines sehr guten Einsatzes der Effektlautsprecher, eine ausgezeichnete Räumlichkeit, zumindest für ein Komödienformat. Der Score und einzelne Effekte wandern über sämtliche Kanäle, und besonders in den Actionszenen nimmt der Dynamikumfang zu, und der Bass bekommt einiges zu tun. Dass die Front trotz aller Räumlichkeit etwas dominiert, liegt u. a. an der guten, aber etwas zu sterilen Synchronisation. Diese passt sich nicht so ins Gesamtbild ein wie beim englischsprachigen Mix, der um einiges homogener und organischer klingt als dessen deutsches Pendant. Die Originalfassung unterliegt kaum den "Problemen" einer Komödie, denn sie klingt von der ersten Minute an räumlich und wartet mit einer Vielzahl direktionaler Effekte auf. Der Dynamikbereich ist ausgezeichnet, und der Subwoofer wird nicht nur in den Actionszenen gefordert, sondern unterstützt die teilweise brachialen 360-Grad-Effekte mit der nötigen Tiefe, ohne dass dabei die Detailzeichnung zu leiden hätte.
Wer also viel Wert auf subtile, gut ortbare Effekte legt, ohne dass dabei Nebengeräusche bzw. Feinheiten oder aber die Sprachwiedergabe zu leiden haben, schaltet zur englischsprachigen Version. Diese bietet zudem den besseren Wortwitz als die deutsche Synchronisation. Soundtechnisch muss sich letztere zwar ebenfalls nicht verstecken, kann insgesamt gesehen aber nicht mit der englischsprachigen HD-Abmischung mithalten, auch wenn diese für eine Komödie eine überraschende Räumlichkeit zu bieten hat. Optional gibt es diverse Untertitel.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Kinotrailer bei Disc-Start: 47 Ronin (2:24 Min., 480i)
  • Heimkino-Trailer bei Disc-Start (6:20 Min., 480i):
    • Oblivion
    • R.I.P.D
    • Kick-Ass 2
  • Unveröffentlichte Szenen (0:54 Min., 1080p)
  • Die Goldene Meile beenden: Das Making Of von "The World's End":
    • Kapitel 1 (26:44 Min., 1080p)
    • Kapitel 2 (21:27 Min., 1080p)
  • Audiokommentar mit den Autoren Edgar Wright & Simon Pegg
  • Hi-Def exklusiv: Digital Ultraviolet Code (Digitale Kopie)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Universal veröffentlicht "The World's End" auf DVD und Blu-ray mit einem FSK-Wendecover, doch leider ohne die Fülle an Bonusmaterial der ausländischen Veröffentlichungen. Der Audiokommentar mit Edgar Wright & Simon Pegg wurde deutsch untertitelt und erweist sich als äußerst informativ und witzig zugleich. Beide sind u. a. für das Drehbuch verantwortlich und gehen somit auch auf die Entstehung der Geschichte ein. Man spricht über diverse Aspekte der Produktion und geizt nicht mit witzigen Anekdoten zu den Dreharbeiten. Neben einer unveröffentlichten Szene enthält die Disc noch die 50-minütige Dokumentation "Die Goldene Meile beenden". Aufgeteilt in 2 Kapitel, bekommt der Zuschauer einen sehr umfangreichen Einblick in die Produktion des Films, bei dem Darsteller und Macher ausführlich zu Wort kommen und auf diverse Aspekte der Entstehung des Films eingehen. Hinzu kommen Aufnahmen vom Set und den Dreharbeiten sowie Ausschnitte aus dem Film. Ansonsten enthält die Disc nur ein paar Trailer, die nach dem Einlegen der Disc starten und lediglich in Standard Definition vorliegen, während das eigentliche Bonusmaterial in HD aufgespielt wurde. Deutsche Untertitel lassen sich auch hier hinzuschalten. Zudem liegt der Disc ein Code für eine digitale Kopie des Films bei.
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Fazit
Da ist das britische Dreamteam endlich wieder beisammen, um die so genannte "Cornetto"-Trilogie zu besiegeln. Denn was bei Interner Link"Shaun of the Dead" mit Zombies begann, mutiert nun zu außerirdischen Robotern, die ein paar alte Freunde im Stil von "Die Dämonischen" tyrannisieren.
Es ist nahezu unmöglich, innerhalb der ersten Minuten nicht mindestens einen Lacher auf seiner Seite zu haben, denn die Geschichte steigt direkt und ohne lange Umschweife mit frechem Dialogwitz ein und etabliert Garry als enthusiastischen Kampftrinker, der es mit der Wahrheit nicht immer so genau nimmt, da seine alte Rostlaube bereits seit 1989 auf Peter angemeldet ist. Natürlich kommt es auch zu kleinen Zankereien zwischen den Herren um die Vierzig, doch wenn selbige eine Klingeljagd veranstalten und dabei bedeutend jüngere Hausbewohner verärgert die Tür öffnen, kommt neben all der guten Laune auch ein Flair von Nostalgie auf. Als schließlich die Blaublütler in Form der menschlich aussehenden Roboter ins Spiel kommen, gesellt sich eine Handvoll Action in Form grotesk ablaufender Auseinandersetzungen hinzu, denn obgleich einige blaue Tinte versprüht wird, fließt demgegenüber fast kein Blut. Und auch wenn zahlreiche Köpfe und andere Gliedmaßen herausgeschraubt werden, hält sich der Gewaltfaktor eher in Grenzen, schon allein, weil den Fights grundlegend viel Situationskomik anhaftet.

So soll das Vorzeigen von Narben als Indiz für die echten Freunde herhalten, "The World's End" erhält aufgrund des Namens einer Kneipe eine doppelte Bedeutung, aus Tür und Fenster wird "Win-Door" und ein Marmeladensandwich wird neu definiert. Das Tempo ist latent flott, die Dialoge sind sauber geschliffen und der Soundtrack, unter anderem bestehend aus "Alabamasong" von den Doors oder "This Corrosion" von The Sisters of Mercy machen schlichtweg Laune, was im Übrigen auf sämtliche Mimen zutrifft, die mit sichtlicher Freude stets nah am Overacting performen.

Diese Kneipentour macht Lust auf eben selbige, und fast hätte man es auch dabei belassen können, da die Geschichte mit den Robotern recht dünn gestrickt ist und innerhalb der letzten Minuten keine dramaturgische Steigerung erfährt. Dennoch überzeugen die wenigen Effekte, die Settings, einige ausgetüftelte Szenenübergänge und die Nahaufnahmen vom einschenkenden Bier. Zwar lässt die zweite Hälfte trotz bizarrer Einfälle deutlich nach, doch der trockene Humor und das tolle Zusammenspiel der Figuren bügeln diesbezüglich einige Mankos aus. Wer die Vorgänger von Edgar Wright und seinen Humorgaranten mochte, kann mit "The World's End" rein gar nichts falsch machen.

Bis auf den deutschen DTS 5.1-Mix ist die Blu-ray technisch eine rundum gelungene Sache. Allerdings ist es mehr als enttäuschend, dass der deutsche Zuschauer auf das umfangreiche Bonusmaterial der ausländischen Discs verzichten muss.



Screenshots




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News"The World's End" - Alles Infos zum neuen Pegg / Frost-Film
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