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USA 1984
Originaltitel:Gremlins
Alternativtitel:Gremlins - Die Außergewöhnlichen
Länge:106:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Joe Dante
Buch:Chris Columbus
Kamera:John Hora
Musik:Jerry Goldsmith, Noel Regney
SFX:Bob MacDonald Jr., Robert MacDonald
Darsteller:Zach Galligan, Hoyt Axton, John Louie, Keye Luke, Don Steele, Susan Burgess, Scott Brady, Arnie Moore, Corey Feldman, Harry Carey Jr., Dick Miller, Phoebe Cates, Polly Holliday, Donald Elson, Belinda Balaski
Vertrieb:Warner
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:23.10.2009 (Kauf)



Inhalt
Billy Peltzer bekommt von seinem Vater ein seltsames Geschenk zu Weihnachten: ein kleines pelziges Wesen, der sogenannte Mogwai. Allerdings sind 3 Regeln für dieses Wesen enorm wichtig: Es darf nicht nass werden, es darf nicht nach Mitternacht gefüttert werden und es darf nicht der Sonne ausgesetzt werden. Aber wie das mit Regeln so ist. Billy verletzt die Regel Nummer eins. Sodann bekommt der Mogwai dutzendweise Nachwuchs. Der zu diesem Zeitpunkt noch süße Nachwuchs bricht prompt die Regel Nummer zwei und verwandelt sich in kleine Monster - die Gremlins. Die Gremlins vermehren sich sehr schnell und terrorisieren bald die Stadt. Nur mit dem Bruch der dritten Regel kann man sie aufhalten: Sie müssen der Sonne ausgesetzt werden. Doch die Gremlins sind nicht dumm...

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / VC-1
 Einen neuen HD-Transfer ließ Warner zwar offenbar nicht anfertigen, doch im Vergleich zur alten DVD zeigt sich der Vorteil der höheren Auflösung in jeder Szene. Die Schärfe erzielt meist nur solide Werte, doch umso heller die Aufnahmen, desto schärfer und detaillierter das Bild. Allerdings spielt "Gremlins" überwiegend im Dunkeln bzw. unter diffusen Lichtverhältnissen. Das hat zur Folge, dass der Transfer oftmals sehr weich und undetailliert wirkt. Es gibt viele unscharfe Einstellungen und ein HD-Gefühl will sich nur selten einstellen. Es muss betont werden, dass der Transfer nie auf DVD-Niveau absinkt und in hellen Szenen sogar richtig gut aussehen kann. Auch in Close-Ups steigert sich die Detailwiedergabe und zeigt die Vorteile zur DVD mehr als deutlich. Die Farbdarstellung fällt sehr kräftig aus, und der Kontrast arbeitet sehr ordentlich. Allerdings gehen in dunklen Bildbereichen viele Details verloren. Das Filmkorn wurde nicht gefiltert, zeigt sich aber nicht sonderlich ausgeprägt. Schmutzpartikel huschen ab und an durch das Bild, was aber nicht weiter stört. Potenzial nach oben ist auf jeden Fall vorhanden. Die Kompression arbeitet ruhig im Hintergrund.






(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (dt., franz., ital., span.), Dolby TrueHD 5.1 (engl.), Dolby Digital 2. Stereo (engl., span.), Dolby Digital 1.0 Mono (port.)
SpracheEnglisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Italienisch für Hörgeschädigte, Lateinamerik, Portugiesisch (Brasilien)
 Der Ton hebt sich ebenfalls von der DVD-Version ab, bleibt insgesamt aber in beiden Sprachfassungen kraftlos und kränkelt vor allem im Dynamikbereich. Da klingt selbst der englischsprachige Dolby TrueHD-Mix nicht wesentlich besser. Die Effektlautsprecher werden in beiden Fassungen nur dezent für den Score und einige Umgebungsgeräusche genutzt - aber niemals so, dass eine wirkliche Räumlichkeit entsteht. Die Höhen klingen in der englischen Fassung etwas dumpfer, und in der deutschen Fassung verzerren die ansonsten sehr gut verständlichen Dialoge. Dafür ist die Basswiedergabe etwas kraftvoller. Trotz einer geringeren Bitrate klingt die Feindynamik in der Synchronfassung besser als im Original. Untertitel lassen sich optional anwählen.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Audiokommentar von Regisseur Joe Dante, Produzent Michael Finnell und Special Effects Grafiker Chris Walas
  • Audiokommentar von Regisseur Joe Dante und den Schauspielern Zach Galligan, Phoebe Cates, Dick Miller und Howie Mandel
  • Making of (6:21 Min., 480i)
  • Zusätzliches Filmmaterial mit/ohne Kommentar (10:26 Min., 480i)
  • Fotogalerie (31 Bilder, 1080p)
  • US-Kinotrailer (2:08 Min., 480i)
  • US-Kinotrailer #2 (1:04 Min., 480i)
  • US-Kinotrailer "Gremlins II - Die Rückkehr der kleinen Monster" (1:30 Min., 480i)
VerpackungSeastoneCase
 Die alte deutsche DVD-Fassung bot keine Extras, was sich bei dieser Edition zum 25-jährigen Jubiläum ändert. Den Anfang machen zwei Audiokommentare, die einen ausführlichen Einblick in die Entstehung des Klassikers gewähren. Im ersten kommen Regisseur Joe Dante, Produzent Michael Finnell sowie Make-Up-Künstler Chris Walas zu Wort. Alle drei sprechen ausführlich über die Entstehung und vor allem den technischen Teil des Films, während der zweite Kommentar mehr Anekdoten von den Dreharbeiten zu bieten hat. Auch hier kommt Joe Dante zu Wort und wird dabei von den Darstellern Zach Galligan, Phoebe Cates, Dick Miller und Howie Mandel unterstützt. Leider wurden die Kommentare nicht deutsch untertitelt. Die Disc enthält noch eine 6-minütige Vintage-Dokumentation (deutsche Untertitel vorhanden), die während der Dreharbeiten entstand und u. a. Ausschnitte aus dem "Bugs Bunny"-Cartoon zeigt, in dem die Gremlins das erste Mal in Erscheinung traten. Des Weiteren bekommt der Zuschauer einen kleinen Einblick in die Dreharbeiten mit Kommentaren von den Machern (darunter auch Co-Produzent Steven Spielberg) und Darstellern. Weiter geht es mit acht zusätzlichen Szenen, die knapp 10 Minuten ausmachen und mit einem optionalen, nicht untertitelten Kommentar von Joe Dante ausgestattet wurden. Die Fotogalerie ist das einzige HD-Extra auf der Disc. Zum Schluss gibt es noch zwei Trailer zum Hauptfilm sowie einen zur Interner LinkFortsetzung aus dem Jahre 1990.
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Fazit
Unter den rabiaten Weihnachtsfilmen eine Art Klassiker: "Gremlins", geschrieben von Chris Columbus, der das Fest später noch mit den Interner Link"Kevin"-Filmen torpedierte. Komplexe Plottwists sollte man hiervon nicht erwarten. "Gremlins" wartet an sich nur auf den Ausbruch der titelgebenden Biester, die mit schmatzenden "Mnam-Mnam"-Lauten und garstiger Lache ihren Lieblingshobbys nachgehen: Fressen und Sachen kaputtmachen. Komplexität sieht anders aus, stattdessen regiert hier der Spaß, wobei ein, zwei Szenen überraschend deftig und horror-affin sind – trotzdem ist "Gremlins" auch für jüngere Zuschauer geeignet, denn die komischen Momente (z. B. ein Gremlin-Chor oder das "Schneewittchen"-Gucken) überwiegen doch.
Doch in die Orgie aus komischem Krawall und Effektkunst (Gremlins, Gremlin-Metamorphosen und kreative Gremlin-Tode) mischt Regisseur Joe Dante mal wieder seine Kritik am American Way of Life, und die ist mal wieder beißend: Garstige Nachbarinnen, schmierige Bank-Karrieristen und Huldigungen des schnöden Konsumguts (z. B. Plastikschneemänner) flankieren da das Geschehen und werden zur Zielscheibe beißenden Spotts. Dante rebelliert gegen Spießigkeit und die Kommerzialisierung von Weihnachten, denn gelegentlich möchte man fast mit den Gremlins sympathisieren.

Im Herzen ist "Gremlins" allerdings doch ein warmer Weihnachtsfilm, denn die Gremlins sind schon recht garstig (z. B. ihre Behandlung Gizmos) und durchtrieben (z. B. das durchgenagte Weckerkabel). Dem stellt man dann Billy entgegen, ebenso seine Familie, Gizmo und die Kellnerin Kate Berringer (Phoebe Cates). Mit ersteren gönnt sich "Gremlins" dann mal eine warmherzige Auszeit Zuhause, Kate hingegen darf als Love Interest dienen, ohne dass Dante diesen Plotstrang kitschig aufladen würde. Stattdessen erzählt er auch hier zwar etwas märchenhaft, aber nie ganz von der Realität entrückt. So kommen sich Billy und Kate zum ersten Mal näher, als sie den betrunkenen Schneepflugfahrer nach Hause bringen, damit er sich nicht hinters Steuer klemmt. Zach Galligan als heldenhafter Jungspund mit Herz am rechten Fleck liefert eine gute Vorstellung, ähnlich wie Phoebe Cates, die allerdings deutlich passiver als unser Held ist. In den Nebenrollen fallen Hoyt Axton und France Lee McCain als Elternpaar auf, der Rest vom Fest erbringt ebenfalls gute Leistungen.

"Gremlins" mag zwar keine komplexe Geschichte erzählen, doch Joe Dantes Kritik am American Way of Christmas ist gleichzeitig Weihnachtsmärchen wie dessen Dekonstruktion – und über die anarchistischen Gremlins kann man eh immer wieder gut lachen. Für eine Jubiläumsedition ist die Disc doch etwas enttäuschend, aber deutlich besser als alles, was zuvor auf DVD erhältlich war. Allerdings wäre hier ein neuer HD-Transfer dringend nötig sowie mehr Bonusmaterial. Das Cover-Artwork stellt sich als großer Reinfall heraus, sieht zwar cool aus, doch zeigt es ein Gizmo-Design aus dem Interner Linkzweiten Teil. Ein FSK-Wendecover ist nicht vorhanden. Ausländische Veröffentlichungen haben ebenfalls einen deutschen Ton. Zudem ist die Disc nochmal im Double-Feature mit Interner Link"Gremlins 2 - A New Bach" erschienen.



Screenshots




Druckbare Version
Gremlins - Kleine Monster
Gremlins 2 - Die Rückkehr der kleinen Monster
NewsWarner Deutschland kündigt Blu-ray Backprogramm Titel im Oktober an.
IMDb.com OFDb.de



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