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NZ 2012
Originaltitel:Fresh Meat
Länge:89:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Danny Mulheron
Buch:Brad Abraham, Joseph O'Brien, Briar Grace Smith
Kamera:Simon Baumfield
Musik:David Donaldson, Plan 9
SFX:Sven Harens, John Strang
Darsteller:Temuera Morrison, Nicola Kawana, Hannah Tevita, Kate Elliott, Jack Sergent-Shadbolt, Leand Macadaan, Will Robertson, Phil Grieve, Thomas Rimmer, Flo Wilson, Brendan Casey
Vertrieb:Capelight / Alive
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:29.11.2013 (Verleih) / 28.03.2014 (Kauf)



Inhalt
Seine Familie kann man sich bekanntlich nicht aussuchen, Rina hat aber ein ganz schlechtes Los gezogen. Als sie eine Hand in einer Auflaufform im Kühlschrank findet, staunt sie nicht schlecht: Ihre Maori-Eltern sind Kannibalen und so stehen schon mal Finger oder Menschenfleischbällchen auf der Speisekarte. Als eine Gruppe flüchtender Krimineller die Familie als Geiseln nimmt, merken diese schnell, dass sie sich mit den Falschen angelegt haben. Fortan haben sie alle Hände voll zu tun, nicht selbst im nächsten Auflauf zu landen. Guten Appetit!

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der HD-Transfer liegt im Originalformat von 2,35:1 vor und wurde in MPEG-4 kodiert. Das Bild zeigt sich scharf und stets detailliert. Selbst in Totalen überzeugt der Transfer, zeigt knackige Konturen und wirkt permanent plastisch und tief. Der Kontrast arbeitet ausgewogen, offenbart einen satten Schwarzwert, der dank einer hervorragenden Ausleuchtung der Kulissen keine Details verschlucken lässt. Die kraftvollen und satten Farben unterstützen die knackige Optik von "Fresh Meat", und einzig ein paar wenige digitale Rauschmuster sind negativ anzumerken. Diese sind aber lediglich auf homogenen Flächen bzw. in den kaum vorhandenen dunklen Szenen wahrzunehmen und fallen nur dann auf, wenn man explizit darauf achtet. Die Kompression arbeitet unauffällig im Hintergrund. Insgesamt ein hervorragender HD-Präsentation.





(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


 +++++/

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide Tonspuren wurden im HD-Mehrkanalton abgemischt und bieten eine sehr gute und klare Sprachverständlichkeit. Selbst die deutsche Synchronisation ist sehr gut geworden und kann jedem empfohlen werden. Allerdings ist die Räumlichkeit beim deutschen Mix nicht sonderlich ausgeprägt, und die Rears kommen nur sehr selten zum Einsatz. Da helfen auch die zwei zusätzlichen Effektkanäle der deutschen Sprachfassung nichts. Der Dynamikumfang fällt gering aus, und weder in Action- noch in Dialogsequenzen klingt der deutsche Soundmix kraftvoll, meist sogar sehr dünn und bietet nur eine solide Detailwiedergabe. Dass es besser geht, zeigt der Originalton. Dieser erweist sich als raumfüllend, dynamisch und bietet zudem effektivere direktionale Effekte und eine präsente Surroundkulisse. Wer möchte, kann deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Revenge for Jolly (2:10 Min., 1080p)
    • Violet & Daisy (1:57 Min., 1080p)
  • Making of (9:53 Min., 1080i)
  • Behind the Scenes:
    • General Behind the Scenes (10:50 Min., 1080i)
    • Die Waffen (1:33 Min., 1080i)
    • Die Musik (13:23 Min., 1080i)
    • Der "Einhandkampf" (1:33 Min., 1080i)
    • Prothetik & Effekte (2:05 Min., 1080i)
    • Die Stunts (2:58 Min., 1080i)
    • Die Familie (5:05 Min., 1080i)
    • Die Gang (4:41 Min., 1080i)
    • Der "Gurtschwung" (2:02 Min., 1080i)
    • Die visuellen Effekte (4:45 Min., 1080i)
  • Interviews mit Cast & Crew:
    • Temuera Morrison "Hemi Crane" (1:57 Min., 1080i)
    • Nicola Kawana "Margaret Crane" (1:29 Min., 1080i)
    • Hanna Tevita "Rina" (1:02 Min., 1080i)
    • Kate Elliot "Gigi" (1:45 Min., 1080i)
    • Danny Mulheron "Regisseur" (2:02 Min., 1080i)
    • Dave Gibson "Produzent" (2:47 Min., 1080i)
  • Musikvideo "Puha und Pakeha" (2:45 Min., 1080i)
  • Trailer "Shaun auf dem Tisch" (0:58 Min., 1080i)
  • Alternativer Trailer (2:05 Min., 1080i)
  • Trailer "Jetzt im Kino" (0:31 Min., 1080i)
  • Kinotrailer (1:43 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Revenge for Jolly (2:10 Min., 1080p)
    • Violet & Daisy (1:57 Min., 1080p)
    • Girls Against Boys (1:50 Min., 1080p)
    • The Seasoning House (2:00 Min., 1080i)
    • Chained (1:31 Min., 1080p)
    • Cottage Country (2:15 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial bietet einen schönen Einblick in die Produktion dieses neuseeländischen Independent-Films. Selbst das 10-minütige Making of ist trotz aller Werbelastigkeit absolut sehenswert und zeigt ein paar Eindrücke von den Arbeiten am Set. Hinzu kommen 50 Minuten an Behind the Scenes-Clips, die allesamt aufschlussreich und sehenswert ausfallen. Dem Zuschauer werden diverse Produktionsbereiche ausführlich erläutert, u. a. im Bereich der Stunts, Effekte, visuellen Effekte und des Scores. Macher und Darsteller kommen dabei zu Wort, und es gibt eine Menge Aufnahmen vom Set. Das Ganze wurde in zehn einzeln anwählbaren Segmente unterteilt. Die sechs Interviews mit Cast & Crew fallen zu kurz aus und gelten ausschließlich der Promotion des Films. Zum Schluss gibt es noch diverse Trailer zum Hauptfilm sowie ein Musikvideo. Wie auch die Trailershow für weitere Titel aus dem Hause Capelight liegen die Extras in HD vor. Deutsche Untertitel sind optional.
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Fazit
Home Invasion muss nicht immer mit Psycho-Spielchen einhergehen, wie das Debüt des Neuseeländers Danny Mulheron untermauert. Besonders in der ersten Viertelstunde ist unerwartet viel Drive im Spiel, nur leider wird das Potential nicht voll ausgeschöpft, so dass die zweite Hälfte wie eine ideenlose Sitcom anmutet: Vier Gauner um Gigi befinden sich nach Befreiung eines Gefangenen auf der Flucht und landen bei der Maori-Familie Crane. Töchterchen Rina ist soeben vom Internat zum Kurzurlaub nach Hause gekommen und weiß ebenso wenig wie die Eindringlinge, dass die Familie ihre Essgewohnheiten umgestellt hat.

Der Einstieg hat es wahrlich in sich und bietet nahezu alles, was der (männliche) Filmfreund begehrt: Nackte Haut nach weniger als zwei Minuten Laufzeit, eine Kollision in Zeitlupe, knackig-kurze Vorstellung der wesentlichen Figuren und eine deftige Splattereinlage in Form eines offenen Bruches. Doch sobald sich die Handlung ausschließlich im Haus der Familie Crane abspielt, schleichen sich ein paar Hänger ein, die primär auf der Ideenlosigkeit des Drehbuchs beruhen.
Aus den zunächst verfeindeten Lagern bilden sich kleine Allianzen, jeder versucht auf seine Weise, einen Vorteil aus der prekären Situation zu ziehen, und als schließlich das Geheimnis der Kannibalen gelüftet wird, wartet man insgeheim auf kleine Wendungen, welche leider komplett ausbleiben. Im Gegenteil: Als der junge Nachbar zum Essen hereinschneit, ist der Fortlauf ebenso absehbar, wie beim Klingeln eines Polizisten, während einer der Gangster unvermittelt aus dem Drehbuch gestrichen wird - zumindest bleibt sein Schicksal ungewiss. Der Spielfreude aller beteiligter Mimen ist es zu verdanken, dass die Chose relativ gutgelaunt vonstatten geht, auch wenn ein ums andere Mal eine Spur Overacting zu viel in die Waagschale geworfen wird. Leider verkommt einige Situationskomik zur plumpen Albernheit, und auch die Gewalteffekte halten sich überraschenderweise zurück, da man über einen abgetrennten Kopf, eine geöffnete Bauchdecke und einen abgeschnittenen Unterarm nicht hinauskommt. Immerhin sehen die meisten Effekte ordentlich aus, CGI sind zwar in geringen Anteilen im Spiel, doch künstliche Momentaufnahmen, wie die Vorstadt aus der Vogelperspektive, verstärken eher den billigen Charme der Produktion.

So gibt es eine Hand in einer Auflaufform, eine Morphiumspritze in den Werkzeugkasten, einen gut abgestimmten Soundtrack und eine recht versierte Kamera, welche ein paar pfiffige Einstellungen liefert. Storytechnisch steigt "Fresh Meat" fulminant ein und scheint sein Pulver bereits in den ersten zwanzig Minuten zu verballern, da im weiteren Verlauf, trotz annehmbaren Unterhaltungswerts, nicht mehr allzu skurrile Einfälle geboten werden. Freunde des makaberen Humors könnten dennoch einmal reinschauen - allein die bizarren Bilder einer Befreiungsaktion könnten eine Sichtung legitimieren ...

Capelight veröffentlicht "Fresh Meat" unzensiert mit einer Freigabe ab 18 Jahren auf DVD und Blu-ray. Die vorliegende Blu-ray überzeugt mit einem hervorragenden Bild sowie ansehnlichen Bonusmaterial. Leider ist der deutsche HD-Ton nicht überzeugend genug, um von einer komplett gelungenen Veröffentlichung zu sprechen. Ausgeliefert wird die Disc in einem schwarzen BD-KeepCase mit FSK-Wechselcover. Zudem ist die Disc noch als limitierte Steelbook-Edition erhältlich. Das FSK-Logo ist dort ablösbar.



Screenshots




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