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CAN 1974
Originaltitel:Black Christmas
Alternativtitel:Jessy - Die Treppe in den Tod
aka. Silent Night, Evil Night
aka. Stranger in the House
Länge:97:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Bob Clark
Buch:Roy Moore
Kamera:Reginald H. Morris
Musik:Carl Zittrer
SFX:Warren Keillor
Darsteller:Olivia Hussey, Keir Dullea, Margot Kidder, John Saxon, Marian Waldman, Andrea Martin, James Edmond, Doug McGrath, Art Hindle, Lynne Griffin, Michael Rapport, Leslie Carlson
Vertrieb:Capelight Pictures
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:15.11.2013 (Kauf)



Inhalt
Eine studentische Schwesternschaft feiert Weihnachten, als bereits ein Psychopath auf ihrem Dachboden umherschleicht. Sie bekommen merkwürdige, obszöne Anrufe mit Morddrohungen und kurz darauf verschwindet eine Kommilitonin. Als der Freund der schönen Jessy ins Visier der Polizei rückt, scheint der Täter gefunden. Doch die blutige Mordserie nimmt weiter ihren Lauf ...

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Nach einer mäßigen DVD-Veröffentlichung vor einigen Jahren, basiert dieser HD-Transfer auf demselben Master, das für die US-Blu-ray verwendet wurde, mit dem großen Unterschied, dass Capelight dem Bild eine deutlich höhere Datenrate spendiert und die unzähligen Drop-Outs und Bildfehler aufwendig kaschierte. Auch wenn sich das Bild deutlich von der DVD abhebt, kommt ein HD-Gefühl eher selten auf. Die Schärfe ist mittelmäßig und zeigt nur wenige Details. Das fällt besonders in den vielen dunklen Szenen auf, wobei gut ausgeleuchtete Sequenzen eine wesentlich bessere Detailzeichnung zu bieten haben. Der Kontrast wirkt leider etwas sumpfig und lässt helle Bildbereiche überstrahlen, während es dem Schwarzwert an einer ausgewogenen Sättigung fehlt und er viele Details verschluckt. Die Farbgebung zeigt sich natürlich, altersbedingt aber etwas untersättigt. Das Resultat ist ein solides Bild für eine Low-Budget-Produktion, bei der weder Plastizität noch eine konstante Durchzeichnung erreicht werden. Schmutz und Defekte wurden, wie bereits erwähnt, so gut wie möglich entfernt, und die Kompression arbeitet ruhig und sauber im Hintergrund. Zudem gibt es noch ein sehr starkes und intensives Bildrauschen bzw. Filmkorn, welches zu Lasten der Schärfe geht. Hier wurde seitens Capelight aber nicht zusätzlich Hand angelegt.





(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


 +++/--

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Es wäre schön gewesen, hätte man "Black Christmas" nicht künstlich aufgeblasen, sondern in Stereo belassen. Die deutsche Tonspur klingt ohnehin sehr frontlastig, wobei der Score sich dezent auf sämtliche Kanäle verteilt. Auch ein paar Umgebungsgeräusche wurden auf die hinteren Lautsprecher gelegt, was für einen Film diesen Alters überraschend gut klingt. Leider gibt es viele unnötige Effekte, wie z. B. Windgeräusche in Räumen, die sehr dominant über sämtliche Kanäle hallen. Die Dialogwiedergabe ist ebenfalls etwas zu dominant und verirrt sich aufgrund des Upmixes auf die hinteren Kanäle, was für einen leichten Halleffekt sorgt. Dafür sind die Stimme gut zu verstehen, und der gesamte Mix klingt weder dumpf noch gedrungen. Da klingt der englische 5.1-Upmix schon harmonischer, wobei auch hier eine reine Stereospur gereicht hätte. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 +++/--

Extras
MediumBD-50
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Revenge for Jolly (2:10 Min., 1080p)
  • Audiokommentar mit Regisseur Bob Clark
  • Audiokommentar mit John Saxon und Keir Dullea
  • Black Christmas: Revisited (36:25 Min., 576i)
  • The 12 Days of Black Christmas (19:49 Min., 1080i)
  • Interviews mit den Darstellern:
    • Olivia Hussey | Jess (17:22 Min., 1080i)
    • Margot Kidder | Barb (22:31 Min., 1080i)
    • Art Hindle | Chris (23:48 Min., 1080i)
  • "Uncovered" Sound Scenes:
    • Trellis Climb (1:07 Min., 576i)
    • Final Pan (1:58 Min., 576i)
  • Black Stories - Ein Gespräch im Kino (20:20 Min., 1080i)
  • TV- und Radio-Spots:
    • TV-Spot [1974] (0:10 Min. / 0:30 Min. / 1:00 Min., 576i)
    • TV-Spot [2001] (0:30 Min., 576i)
    • Radio-Spot [1974] (0:10 Min. / 1:00 Min., 576i)
  • Kinotrailer (4:09 Min., 1080i)
  • Trailershow:
    • Revenge for Jolly (2:10 Min., 1080p)
    • Cottage Country (2:15 Min., 1080p)
    • Violet & Daisy (1:57 Min., 1080p)
    • Society (2:07 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial fällt sehr üppig aus und bietet zwei Audiokommentare, die leider nicht deutsch untertitelt wurden. Den ersten Kommentar spricht Regisseur Bob Clark ein, während der zweite Kommentar von John Saxon und Keir Dulles geführt wird. Letztere interagieren nicht miteinander, weshalb man davon ausgehen darf, dass die Kommentare getrennt voneinander eingesprochen wurden. Insgesamt fallen die Kommentare sehr trocken aus und beinhalten viel Leerlauf. Es wäre besser gewesen, hätten alle drei einen ordentlichen Kommentar eingesprochen. So wird es leider sehr schnell langweilig. Die Dokumentationen und Interviews hingegen sind nicht langweilig und bieten einen ausführlichen, weil informativen Einblick in die Entstehung des Films. Beispielsweise bei der 30-minütigen Doku "Black Christmas: Revisited", bei der die Macher zu Wort kommen und den Slasher-Klassiker noch einmal Revue passieren lassen. "12 Days of Black Christmas" ist ein 20 Minuten langer Dokumentarfilm von Dan Duffin, seines Zeichens "Black Christmas"-Historiker und Betreiber der Tribute-Seite ItMeBilly.com. Der Zuschauer bekommt einen Zusammenschnitt aus Archivmaterial und Interviews geboten, der sich ebenfalls sehen lassen kann. Weiter geht es mit drei Interviews mit einer Gesamtlaufzeit von mehr als 60 Minuten, in welchen Olivia Hussey, Margot Kidder und Art Hindle über ihre Karriere sprechen und sich an die Dreharbeiten von "Black Christmas" zurückerinnern. "'Uncovered' Sound Scenes" sind zwei kurze, alternative Soundelementen, die beim Erstellen der englischsprachigen 5.1-Spur entdeckt wurden, aber nicht im fertigen Film zu hören sind. Zudem gibt es den Originaltrailer und diverse TV- und Radiospots. Abgeschlossen wird das Zusatzmaterial mit "Black Stories - Ein Gespräch im Kino", einem 20-minütigen Feature, welches 2004 bei einem Screening vor Fans aufgenommen wurde. In dieser Frage-und-Antwort-Runde kommen Regisseur Bob Clark, Komponist Carl Zittrer und Darsteller John Saxon zu Wort. Bis auf die Audiokommentare und Trailer wurde das Bonusmaterial deutsch untertitelt. Capelight-Eigenwerbung in Form von einer Trailershow darf natürlich nicht fehlen.
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Fazit
In Fankreisen gilt "Black Christmas" als Klassiker des Old-School-Slashers, doch es fehlt ihm deutlich an Tempo und Mut zur Darstellung von blutigen Szenen. Zwar besticht er durch eine dichte Atmosphäre und seine Vorreiterposition, einer der ersten Slasherfilme noch vor John Carpenters Interner Link"Halloween" zu sein, doch bereits nach 30 Minuten weiß man eigentlich schon, wer der Killer ist, und am Ende ist er es natürlich nicht! Da wurde der Zuschauer ganz schön reingelegt. Leider gibt es aber keine zufriedenstellende Auflösung des Täters und auch die Beweggründe liegen komplett im Dunkeln. Die angsteinflößenden Anrufe, bei denen man Begriffe wie "Agnes", "Billy", "Baby" verstehen kann, finden ebenfalls keine Erklärung, und so präsentiert sich das Ende zwar recht düster, bietet aber alles andere als einen erwarteten A-ha-Effekt.
Erfreulich ist hingegen die stimmige und dichte Atmosphäre, die auf saubere Kameraarbeit und gut gewählte Locations zurückzuführen ist. Auch die Darsteller überzeugen – anders als in diversen nachfolgenden Streifen des Genres – und auch der Score (der leider selten zum Einsatz kommt), ist gelungen.

Bei den Morden ist man nicht gerade Einfallsreich vorgegangen. Zudem bleibt "Black Christmas" auch recht harmlos und blutarm. Da hätte man ruhig etwas mehr Härte mit ins Spiel bringen können, denn so hat das Ganze eher Krimi-Niveau. Für Humor ist zwischendurch auch gesorgt: Sei es durch die Heimmutter Mrs. Mac, die ewig zur Flasche greift oder Sergeant Nash, der den Begriff "Fellatio" offenbar nicht kennt. Ein ansehnliches Frühwerk des Genres, aber in der Mitte mit einigen Längen behaftet und trotz solider Spannung bei Weitem kein Reißer.

Die Blu-ray von Capelight bietet eine deutlich bessere Bildqualität als die alte DVD und sieht sogar besser aus als die US-Disc, doch ist man weit davon entfernt, ein richtiges HD-Gefühl zu erzeugen. Für einen Klassiker aus den 1970er Jahren ist das auch nicht weiter schlimm, zumal der Rest der Veröffentlichung positiv ins Auge fällt. Ausgeliefert wird die Disc mit einem FSK-Wendecover.



Screenshots




Druckbare Version
Jessy - Die Treppe in den Tod
News"Black Christmas" SE von Capelight
"Black Christmas" - Special bei Wicked-Vision
IMDb.com OFDb.de



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