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USA 1973
Originaltitel:Robin Hood
Länge:83:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Regie:Wolfgang Reitherman
Buch:Larry Clemmons
Musik:George Bruns
Darsteller:Roger Miller, Peter Ustinov, Terry-Thomas, Brian Bedford, Monica Evans, Phil Harris, Andy Devine, Carole Shelley, Pat Buttram, George Lindsey, Ken Curtis
Vertrieb:Disney
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:15.09.2013 (Kauf)



Inhalt
Im Sherwood Forest hilft der schlaue Fuchs Robin Hood mit seiner Räuberbande den Armen. Mit vielen Tricks gelingt es ihnen immer wieder, dem raffgierigen Prinz John das Gold aus der Tasche zu ziehen. Dieser treibt gemeinsam mit seinem Handlanger, dem Sheriff von Nottingham, ungerechtfertigte Steuern für das Königreich ein. Doch Prinz John missfällt die ständige Einmischung Robin Hoods gewaltig und heckt somit einen besonders hinterhältigen Plan gegen ihn aus. Mit einem Bogenturnier will er Robin eine Falle stellen, um ihm ein für alle Mal das Handwerk zu legen. Wird es Robin Hood trotzdem gelingen, für Gerechtigkeit im Sherwood Forest zu sorgen?

Bild
Format1,66:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Wäre das Bild bei "Robin Hood" nicht von Veröffentlichung zu Veröffentlichung immer mehr verändert worden, sondern einfach nur restauriert, könnte man mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sein. Schließlich zeigt sich der mittlerweile 40 Jahre alte Klassiker im neuen Glanz, und die Schärfe kann bis auf den sehr weich wirkenden Anfang ebenfalls überzeugen. Trotz einer konstanten Filterung gibt es immer noch ein paar Details zu bewundern, und das Bild zeigt sich noch sehr filmisch. Dennoch war die Filterung einfach zu stark, wodurch die dynamische Optik und somit der Vorteil des damals genutzten Xerox-Verfahrens verloren gehen. Hinzu kommt, dass viele Szenen so stark bearbeitet wurden, dass das Gefühl entsteht, man schaue auf eine Aquarellmalerei. Der farbprächtige HD-Transfer zeigt einen natürlichen und guten Kontrast. Die leichten Bildunruhen und Farbschwankungen stören ebenso wenig, wie die geringen Schmutzpartikel. Dafür ist nur noch geringfügig ein homogenes Filmkorn zu sehen.
Wenn man in anderen Reviews liest, dass immer noch zu viel störendes "Rauschen" und "Filmkorn" zu sehen seien, kann man Disneys Filterwahnsinn fast schon nachvollziehen. Statt den Kunden zu erklären, dass Filmkorn zum Film gehört, suggeriert man potenziellen Käufern wie störend dies doch sei. Hinzu kommt, dass "Robin Hood" von 1,33:1 auf 1,66:1 beschnitten wurde. Wer den Film noch in seiner ursprünglichen Version kennt, wird diese Änderung durchaus als störend empfinden. "Pinocchio" wurde damals auch im Originalformat auf Blu-ray gepresst, weshalb diese Entscheidung bei "Robin Hood" nur wenig nachvollziehbar ist.





(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (engl.), DTS-HD 5.1 (dt., franz.) Dolby Digital 5.1 (ital., nieder., span.), Dolby Digital 2.0 Surround (poln.), Dolby Digital 2.0 Stereo (katal.)
SpracheEnglisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch, Polnisch, Katalanisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Spanisch
 Der ursprüngliche Mono-Mix wurde auf 5.1 hochgemischt, klingt aufgrund des ursprünglichen Materials überwiegend frontlastig und dominiert den Centerbereich. Stereoeffekte sind kaum vorhanden, und von Räumlichkeit braucht man erst gar nicht sprechen. Zudem klingen die Dialoge äußerst dumpf. Zusammen mit den Nebengeräuschen entsteht ein sehr gedrungener Eindruck. Hier hätte auch die Original-Monospur gereicht. Auch die englische Sprachfassung klingt sehr frontlastig, bietet aber zumindest beim Score ein paar räumliche Momente, und die breite und klare Stereofront lässt die Tonspur stimmiger und kraftvoller klingen. Optional gibt es diverse Untertitel.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Trailer beim Start der Disc:
    • Arielle die Meerjungfrau (1:22 Min., 1080p)
    • Das Dschungelbuch (1:08 Min., 1080p)
    • Disneyland Paris (0:32 Min., 1080p)
    • Infinity (0:28 Min., 1080p)
  • Zusätzliche Scene "Love Letters" (7:33 Min., 1080p)
  • Alternatives Ende (4:34 Min., 480i)
  • Disney Songauswahl:
    • "OO-de-lally" (1:10 Min., 1080p)
    • "Liebe dauert an" (1:51 Min., 1080p)
    • "Der Königsclown von England" (2:48 Min., 1080p)
    • "Nicht in Nottingham" (1:52 Min., 1080p)
  • Robin Hoods virtuelle Galerie (8:50 Min., 480i)
  • Sing' mit beim Film (Film mit Karaoke-Funktion)
  • Kurzfilm: "Prinzessin Minnie" (8:18 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Arielle die Meerjungfrau (1:22 Min., 1080p)
    • Das Dschungelbuch (1:08 Min., 1080p)
    • Disneyland Paris (0:32 Min., 1080p)
    • Infinity (0:28 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase
 Für eine "Jubiläumsedition" ist das Bonusmaterial etwas schwach auf der Brust. Den Anfang macht eine bisher unveröffentlichte zusätzliche Szene in Form einer Storyboard-Sequenz. Diese wird in knapp 8 Minuten komplett in HD präsentiert. Das 5minütige alternative Ende ist ebenfalls als Storyboard-Sequenz, allerdings nur in SD, vorhanden. Unter "Disney Songauswahl", einer direkten Anwahl der Songs aus dem Film, enthält die Disc noch einblendbare Untertitel für den Karaoke-Spaß unter "Sing mit beim Film. Abschließend enthält die Disc eine 9minütige und in HD vorliegende virtuelle Bildergalerie sowie den Disney-Cartoon-Kurzfilm "Prinzessin Minnie", aus dem Jahre 1933. Dieser liegt ebenfalls in High Definition vor. Beim Disc-Start laufen ein paar Trailer weiterer Disney-Titel ab, allesamt in HD. Auf ein FSK-Wendecover muss der Disney-Fan mal wieder verzichten.
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Fazit
Oo-de-lally, oo-de-lally, der schlaue, schlaue Fuchs geht um! Und das, obwohl wir uns eigentlich in einer Verfilmung eines steinalten Heldenmythos von der britischen Insel befinden. Aber wenn Walt Disney sich dem Ganzen annimmt, wird aus Robin Hood schon einmal Herr Reineke. Auch den Rest der allseits bekannten Nebenfiguren (die Bösen: Sheriff von Nottingham, Prinz John – die Guten: Little John, Lady Marian, Bruder Tuck) steckte man in Tierkörper, und Wolfgang Reithermann (verantwortlich für u. a. "Das Dschungelbuch") machte einen der sympathischsten Disney-Trickfilme überhaupt aus dem Stoff.

Natürlich reißt die uralte Geschichte vom gutherzigen Robin Hood, der in schwierigen Zeiten den Reichen nimmt und es den Armen gibt, eigentlich keinen mehr mit. So darf man auch kaum auf überraschende Storywendungen oder großartige Spannungsmomente hoffen. Aber "Robin Hood" setzt das um, was man von so einem Film erwarten darf: Der Charme, der von den animierten Figuren ausgeht, lässt nahezu alle Spannungslöcher vergessen, dazu sind einige wirklich originelle Sequenzen (Auftaktszene, Bogenschießen) längst zu Klassikern avanciert. Da stört es auch nur marginal, dass der Film zum Schluss hinaus ein wenig an Einfallsreichtum einbüßt, um dann recht abrupt zu enden.

Das Gut-Böse-Schema ist, Disney-typisch, zum wiederholten Male dermaßen offensichtlich, dass auch jedes Kleinkind merkt, wer hier Helden und Schurken sind. Alle Figuren sind streng auf eine Rolle fixiert, ambivalente Charakterzeichnung und Entwicklung sind hier natürlich Fremdwörter. Doch auch dieser Punkt fällt nicht unbedingt negativ ins Gewicht, da das beinahe absichtlich überspitzt wirkt und so an manchen Stellen durchaus zum Lachen reizt. Die deutsche Synchronisation ist überdies ausgezeichnet. Bei namhaften Sprechern wie Edgar Ott und Peter Ustinov ist das auch nicht anders zu erwarten. Natürlich hält "Robin Hood" in reiferem Alter jetzt nicht mehr die Qualitäten bereit, welche die Erinnerung ans Kindesalter vermuten lassen. Da war der Film wirklich einer meiner Disney-Favoriten. Aber selbst heute kann man sich dem Charme dieses Trickklassikers nicht wirklich entziehen und ertappt sich bereits im Titelvorspann beim Mitpfeifen. Immer noch ein prima Gute-Laune-Macher für nostalgische Sonntagnachmittage!

Wer sich im Bonusmaterial das "alternativen Ende" in SD anschaut, sieht, wie stark der Unterschied zur HD-Version ist, doch leider sehen die paar Minuten in Standard Definition filmischer aus als die restaurierte HD-Fassung. Weniger wäre mal wieder deutlich mehr gewesen, und nach Interner Link"Die Hexe und der Zauberer" ist dies nun schon die zweite Veröffentlichung eines Disney-Klassikers, bei dem der Einsatz von Filtern ordentlich danebengegangen ist. Dem Otto-Normal-Verbraucher wird dies kaum störend auffallen. Für den Fan fällt das Ergebnis äußerst ernüchternd aus.



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