Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1963
Originaltitel:Haunting, The
Alternativtitel:Schreckenshaus, Das
aka. Vor Schreck gebannt
Länge:111:54 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Robert Wise
Buch:Nelson Gidding
Kamera:Humphrey Searle
Musik:Davis Boulton
SFX:Tom Howard
Darsteller:Julie Harris, Claire Bloom, Richard Johnson, Russ Tamblyn, Fay Compton, Rosalie Crutchley, Lois Maxwell, Valentine Dyall, Diane Clare, Ronald Adam, Pamela Buckley, Amy Dalby
Vertrieb:Warner
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:25.10.2013 (Kauf)



Inhalt
Der Parapsychologe Dr. Markway lädt drei Menschen ein, mit ihm zu wissenschaftlichen Zwecken ein Spukhaus zu bewohnen. Eleanor, Thea und Luke finden sich sobald ein und können zunächst nicht ungewöhnliches feststellen, die Warnungen der Hausmeisterin finden sie eher amüsant. Doch als die erste Dunkelheit hereinbricht, beginnt der Horror. Die Wände knarren, Türen fallen von alleine zu und Schreie sind zu hören. Das Haus lebt und fliehen lassen will es keinen ...

Bild
Format2,40:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Robert Wise' Klassiker sieht auf Blu-ray durchaus beeindruckend aus und kann trotz der schwankenden Bildqualität, die auf diverse Produktionsumstände zurückzuführen ist, nahezu permanent überzeugen. Trotz des hohen Alters zeigt sich das HD-Bild nahezu frei von altersbedingten Defekten und Schmutzpartikeln und trumpft mit einer weitgehend sehr guten Bildschärfe auf. Der Detailbereich überrascht in den meisten Szenen und zeigt vor allem in Nahaufnahmen feine Details. Selbst in Totalen ist das Ergebnis unglaublich. Besonders wenn man sich das "Geisterhaus" genauer betrachtet, wird man feststellen, wie hoch der Detailgrad für solch einen "alten" Film ist. Da ist die nicht permanent gleichbleibende Qualität durchaus zu verschmerzen. Das Abfallen der Schärfe oder zunehmende Filmkorn sind nicht auf eine mangelnde Restauration zurückzuführen, sondern lagen an der Verwendung verschiedener Techniken für den Film. Die Körnung des Filmmaterials ist überwiegend homogen und natürlich. Eine nachträgliche Verfälschung durch Filter kann ausgeschlossen werden. Der Gesamteindruck des Bildes ist also überwiegend positiver Natur, und der Zuschauer darf sich über einen ausgewogenen Kontrast und einen sehr guten Schwarzwert freuen. Helle und dunkle Bildbereiche werden sauber ausgearbeitet, und das Bild zeigt schöne und saubere Graustufen. So macht der Film noch mehr Spaß ...




(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 1.0 Mono (dt., port. span.), DTS-HD Master Audio 1.0 Mono (engl.)
SpracheDeutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Portugiesisch, Spanisch
 Der deutsche Monoton klingt betagt und scheint seine beste Zeit lange hinter sich gelassen zu haben. Zudem ist die alte Synchronisation leider wenig gelungen, und es wurden wichtige Soundelemente im Hintergrund "vernichtet". Die deutsche Fassung klingt des weiteren dumpf, rauschig und verzerrt im Hochtonbereich leicht. Dabei ist die Sprachverständlichkeit gut ausgefallen, wobei das Zischen der Stimmen schon etwas störend ist. Der englische Mono-Mix kann sich von den Verzerrungen im Hochtonbereich nicht freisprechen, klingt aber deutlich frischer und gibt die gruselige Atmosphäre des Film deutlich besser wieder. Die Balance zwischen Nebengeräuschen und Dialogen klingt sehr homogen und lässt selbst feine Details heraushören. Die Natürlichkeit der Original-Tonspur sorgt dafür, dass diese die erste Wahl beim Betrachten des Filmes sein sollte. Deutsche Untertitel lassen sich hinzuschalten.
 ++----

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Original-Trailer (2:30 Min., 480i)
  • Audiokommentar mit Darsteller Julie Harris, Claire Bloom, Russ Tamblyn, Regisseur Robert Wise und Drehbuchautor Nelson Gidding
VerpackungSeastoneCase
 Das Bonusmaterial enthält den US-Kinotrailer in Standard Definition sowie einen leider nicht deutsch untertitelten Audiokommentar mit Regisseur Robert Wise, Drehbuchautor Nelson Gidding sowie den Darstellern Julie Harris, Claire Bloom, Richard Johnson und Russ Tamblyn. Die Kommentare wurde allerdings einzeln eingesprochen, weshalb die Sprecher nicht miteinander interagieren. Dennoch werden besonders durch den Regisseur und den Drehbuchautor viele interessante Hintergrundinformationen und Gedanken zu "Bis das Blut gefriert" preisgegeben. Interessant ist auch, dass der technische Aspekt der Produktion angesprochen wird, und man erklärt, dass aufgrund diverser Produktionsumstände das Bild in vielen Szenen enormen Qualitätsschwankungen unterliegt, die man selbst mit einer aufwendigen Restauration nicht mehr in den Griff bekommen konnte.
 +/----

Fazit
Wer immer noch denkt, alte Horrorfilme jagen den heutigen, abgestumpften Jugendlichen keinen Schrecken ein, der hat "Bis das Blut gefriert" noch nicht gesehen. Der deutsche Titel wirkt etwas dümmlich, deshalb wird er wohl auch so häufig übersehen. Doch in Wirklichkeit hat dieser Grusel aus den 60ern noch heute genug Wirkung, um eine schlaflose Nacht zu garantieren.

Dabei ist alles anders als bei modernen Horrorstreifen. Die Vorgeschichte geht sehr lang, alle Charaktere werden ausführlichst vorgestellt. Vor allem der vom Leben gebeutelten Eleanor hat man viel Platz eingeräumt. Einerseits sicher erfreulich, denn jede Einzelheit über die Figuren stellt sich im Nachhinein als wichtig heraus, andererseits dauert es dadurch einfach zu lange, bis der wirkliche Horror kommt. Wer aber die erste Stunde übersteht, sollte sich auf was gefasst machen. Was dann kommt, ist bis heute nur ganz selten erreicht worden. Obwohl man keinen einzigen Geist sieht, ist die Angst schier grenzenlos. Die alte Kindergruselgeschichte vom spukenden Prachtschloss entfaltet eine unglaubliche Wirkung. Wenn das ferne Klopfen immer lauter wird und näher kommt, es an den Wänden kratzt oder ein Kind ruft, krallt man sich als Zuschauer regelrecht an den Sessel. Ein Gänsehautschocker vom Feinsten, bei dem kein einziger Schreckmoment gleich nachlässt, sondern die Angst gnadenlos bis zum verstörenden Ende bleibt. Zwei Schocks aus der Schlussviertelstunde werden mir auf ewig in Erinnerung bleiben, so erschrocken bin ich wirklich selten. Umso erstaunlicher, dass Robert Wise dafür so gut wie keine Spezialeffekte benötigte. Der Horror kommt auf leisen Sohlen, alles spielt sich in der Phantasie des Zuschauers ab. Man sieht keinen einzigen Geist, dafür erscheinen alleine merkwürdige Wandverzierungen, bei denen man glaubt, ein Gesicht zu erkennen oder die endlos langen Korridore geheimnisvoll. Seltsamerweise nimmt der Grusel genau dann ab, wenn Wise etwas zeigt, etwa die gewölbte Tür.

Für diejenigen, die immer noch glauben, dass Filme in s/w keine Wirkung haben, denen sei "Bis das Blut gefriert" empfohlen. Und natürlich allen anderen Filmfans auch, denn hinsichtlich der Fähigkeit, Angst zu machen, haben das bei mir bisher nur Interner Link"The Sixth Sense" und Interner Link"Shining" überboten. Außer den Schocks bekommt man noch eine Art Charakterstudie geboten. Mich persönlich haben die ruhigen Szenen aber eher gelangweilt. Ich rate, sich das ganze nachts anzutun, bitte ohne andere Mitbetrachter und ohne Licht, und euch wird das Fürchten gelehrt!

Warner verzichtet leider auf ein FSK-Wendecover, liefert den Grusel-Klassiker aber in einer prächtigen Qualität, wobei der deutsche Ton nicht sonderlich gelungen ist. Dies liegt aber weniger an Warner als an der alten Synchronisation, die nicht sonderlich gut ausgefallen ist. Die Disc selbst ist jedem "Haunted-House"-Fan wärmstens zu empfehlen.



Screenshots




Druckbare Version
News"Bis das Blut gefriert" - Ab Ende Oktober auf Blu-ray
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.