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AUS 2012
Originaltitel:Bait
Alternativtitel:Bait 3D
Länge:93:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Kimble Rendall
Buch:John Kim, Russell Mulcahy,
Kamera:Ross Emery
Musik:Joe Ng, Alex Oh
SFX:Angelo Sahin
Darsteller:Alex Russell, Phoebe Tonkin, Xavier Samuel, Julian McMahon, Sharni Vinson, Cariba Heine, Alice Parkinson, Lincoln Lewis, Dan Wyllie, Damien Garvey, Richard Brancatisano, Martin Sacks
Vertrieb:Universum Film
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:19.07.2013 (Kauf)



Inhalt
Etwa ein Jahr, nachdem der Surf Rescue Guard Josh seinen besten Freund durch einen Haiangriff sterben sah und in tiefer Trauer die Verlobung mit Tina auflöste, überschwemmt eine Tsunami-Welle genau diesen Strand der australischen Kleinstadt und schließt die beiden in einen Supermarkt ein, der soeben von zwei Gangstern überfallen wird. Nun sitzen die Überlebenden, darunter ein verletzter Polizist und diverse Angestellte, auf den Regalen der überfluteten Mall und stehen auf dem Speiseplan eines von der Riesenwelle eingespülten, hungrigen weißen Hais.

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MVC (3D-Version), 1080p / MPEG-4 AVC (2D-Version)
 "The Bait" wurde im stereoskopischen Verfahren gedreht und hebt sich positiv von der Schwemme der konvertierten 3D-Produktionen ab. Zwar setzt der Transfer mehr auf eine erhöhte Tiefenwirkung und Plastizität als auf reißerische Pop-Out-Effekte, doch gerade das macht das Bild so sehenswert. Die warmen und kräftigen Farben, der ausgewogen arbeitende Kontrast, sowie die ohnehin schon sehr gute Schärfe kommen im 3D-Verfahren noch besser zur Geltung. Die dezent eingesetzten Pop-Out-Effekte sind nett anzusehen, wirken aber niemals aufgesetzt oder gestellt. Die Konturen werden sauber und knackig dargestellt und in vielen Szenen erreicht die Tiefenwirkung Referenzwerte. So macht das Tragen einer 3D-Brille auf jedenfall Spaß. Die Kompression arbeitet tadellos im Hintergrund, leichte Bandingartefakte trüben den Sehgenuss nicht und Bildrauschen ist förmlich nicht vorhanden.

Die 2D-Version wirkt vielleicht nicht mehr so plastisch wie die stereoskopische Version von "The Bait", doch auch diese bietet dem Zuschauer ein durchweg scharfes und detailliertes Bild. Der Kontrast arbeitet helle und dunkle Bildbereiche sehr gut heraus und nur selten wirken helle Flächen etwas zu steil. Dies darf als Stilmittel angesehen werden und stört nicht weiter. Die Farben wirken kräftig und wurden je nach Szenario etwas verfremdet. So wechselt die Farbpalette von natürlichen und kräftigen Farben, über warme und erdige Farben, zu einem stark ins Grünlich tendierenden, aber immer so, dass es der Atmosphäre dienlich ist. Details werden in Nahaufnahmen gut ausgearbeitet, insgesamt könnte das Bild aber ein paar mehr Feinheiten offenbaren, was auch für die 3D-Version gilt. Die Kompression arbeitet ruhig und auch bei der 2D-Fassung ist Bildrauschen kein Thema. Insgesamt sehr gut gelungen.




(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 ++++/-Wertung der 2D-Fassung
++++/-Wertung der 2D-Fassung

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Der Ton liegt in beiden Sprachfassungen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und bietet einige gut platzierte Dynamiksprünge und eine Vielzahl Effekte, die für das nötige Ambiente sorgen. Insgesamt darf man allerdings kein Surroundgewitter erwarten. Dafür ist "The Bait" mit den vielen ruhigen Sequenzen nicht actionlastig genug, denn vieles spielt sich zu sehr im Frontbereich ab. Zwar darf sich der Score immer wieder über sämtliche Kanäle verteilen, doch etwas mehr Kraft und vor allem einen tieferen Basseinsatz hätte beiden Abmischungen gut getan. Die Dialoge klingen natürlich und wurden gut an den restlichen Mix angepasst, wodurch die Balance stimmt und sich weder der Score, noch die Nebengeräusche oder die Dialoge in die Quere kommen. Große Unterschieden zwischen Sprachfassungen gibt es keine. Die deutschen und englische Untertitel lassen sich auf Wunsch hinzuschalten.
 ++++--

Extras
MediumBD-50
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • The Call - Leg nicht auf! (1:36 Min., 1080p)
    • Olympus Has Fallen (1:58 Min., 1080p)
    • The Crime (1:36 Min., 1080p)
  • Making of (45:45 Min., 1080p)
  • Interview mit Cast & Crew:
    • Xavier Samuel (7:13 Min., 576pi)
    • Sharni Vinson (6:38 Min., 576pi)
    • Phoebe Tonkin (4:17 Min., 576pi)
    • Alex Russell (5:36 Min., 576pi)
    • Lincoln Lewis (5:09 Min., 576pi)
    • Cariba Heine (4:18 Min., 576pi)
    • Martin Sacks (4:18 Min., 576pi)
    • Adrian Pang (5:20 Min., 576pi)
    • Alice Parkinson (2:15 Min., 576pi)
    • Qi Yu Wu (3:44 Min., 576pi)
    • Kimble Rendall (7:22 Min., 576pi)
  • Trailer 2D/3D (1:40 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live
  • Trailershow:
    • House At The End Of The Street (1:47 Min., 1080i)
    • Das Haus der Dämonen 2 (1:45 Min., 1080i)
    • Lovely Molly (2:01 Min., 1080i)
    • Hit & Run (2:19 Min., 1080p)
    • The Call - Leg nicht auf! (1:36 Min., 1080p)
    • Olympus Has Fallen (1:58 Min., 1080p)
    • The Crime (1:36 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das 45minütige Making of bietet einen tiefen Einblick in die Entstehung des Films und lässt Macher und auch Darsteller zu Wort kommen. Im Fokus steht das Set-Design und die stereoskopische Umsetzung, die mit viel Aufwand betrieben wurde. Obwohl die Special Effects etwas zu kurz kommen, ist es insgesamt ein sehr informatives Making of geworen, welches deutsch untertitelt wurde und in HD vorliegt. Die Interviews mit Cast & Crew wurden leider nicht untertitelt, bieten aber auch nur wenig bis gar keinen Informationswert. Desweiteren gibt es noch den deutschen Trailer zu "The Bait" der in 2D, sowie in 3D geguckt werden kann. Der BD-Live-Bereich bietet keine filmspezifischen Inhalte und ansonsten liegt der Disc nur noch eine handvoll Trailer weiterer Universum Film-Titel bei.
 +++---

Fazit
Wie sollen denn Haie in einen Supermarkt geraten, wenn nicht tiefgefroren oder in Form von Haifischflossensuppe, die weniger schmackhaft ist als prestigeträchtige Restaurants das gerne anpreisen? Da mag der Titel zwar in jeder Hinsicht Trash im Tierhorrorbereich suggerieren, doch der Streifen gehört im B-Bereich zu den besten Vertretern, die in den letzten Jahren im Hai-Bereich herausgekommen sind.

Die rund 30 Millionen Dollar Budget lassen den Streifen recht professionell wirken, da bereits die Riesenwelle und die darauf folgenden Schäden authentisch inszeniert sind. Die wenigen Computereffekte sehen durch die Bank solide aus, es wurden unglaubliche Mengen an Wasser verwendet, zudem geht einiges zu Bruch und am Rande spielen noch ein paar Haie mit, welche ebenfalls ordentlich in Szene gesetzt sind und keineswegs nach billigen Attrappen aussehen. Die Grundvoraussetzungen für funktionierenden Tierhorror sind also bereits eindeutig erfüllt.
Bei den Charakteren funktioniert dies nicht ganz so optimal, da es neben Josh zwar einige Sympathieträger gibt, jedoch sind die Nebenfiguren zu schwach gezeichnet, zumal aus den beiden Bösewichten, welche kurz vor der Flutung einen Raub begehen wollten, zu wenig Konfliktpotential herausgekitzelt wird. Etwaige Meinungsverschiedenheiten werden allenfalls oberflächlich abgehandelt, Zwischenmenschliches lässt indes einigen Kitsch mitschwingen und auch der Nebenhandlungsstrang im ebenfalls überfluteten Parkhaus mit drei Überlebenden und Hund bringt nicht allzu viel Spannung ins Spiel, obgleich die Szenerie wie auch die im Supermarkt glaubhaft in Szene gesetzt ist.

So muss rasch der Strom abgestellt werden bevor die Kabel ins Wasser geraten, jemand hangelt sich an einem Rohr entlang, Teile von Einkaufswagen dienen als Schutzschild und während jemand durch eine Luke nach oben zu entkommen versucht, offenbart ein bis dato eher Unauffälliger sein wahres Gesicht. Dazwischen fallen diverse Figuren den Haien zum Opfer, was zuweilen recht blutig ausfällt, etwa durch einen abgebissenen Körper ab Ende der Rippen, abgetrennten Beinen, einer Metallspitze in der Haut, einem Ventilrad im Gesicht oder entstellten Leichen, welche regelmäßig an einigen Ecken auftauchen. Die leicht klaustrophobische Atmosphäre lässt nur selten nach, das latent flotte Erzähltempo duldet nur wenige Verschnaufpausen, lediglich zum Showdown gibt es keine deutliche Spannungssteigerung. Darstellerisch ist alles im grünen Bereich, der Score ist zumindest okay und auch handwerklich sind keine Defizite auszumachen.

Somit kann man den Streifen Tierhorrorfreunden durchaus ans Herz legen, denn anders als bei vielen Billigproduktionen wurde hier nicht viel falsch gemacht, die Konzentration aufs Wesentliche schürt einen passablen bis guten Unterhaltungswert, die Produktion muss sich nicht hinter großen Hollywoodstreifen verstecken und ist von der Güte her am ehesten mit Interner Link"Deep Blue Sea" vergleichbar. Genrefreunde können also bedenkenlos zuschlagen. Die deutsche Blu-ray erscheint ungekürzt und mit einem FSK-Wendecover. Technisch gut umgesetzt, kann auch die 3D-Version überzeugen.



Screenshots




Druckbare Version
News"Bait 3D" - Ab Juli heißt es: Haialarm im Supermarkt
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