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USA 2012
Originaltitel:House at the End of the Street
Länge:101:22 Min. (Kinofassung), 102:22 Min. (Extended Cut)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Mark Tonderai
Buch:David Loucka, Jonathan Mostow
Kamera:Miroslaw Baszak
Musik:Theo Green
SFX:Marcus Rait
Darsteller:Jennifer Lawrence, Elisabeth Shue, Max Thieriot, Gil Bellows, Nolan Gerard Funk, James Thomas, Jon McLaren, Jonathan Malen, Jordan Hayes, Allie MacDonald, Will Bowes, Kate Drummond
Vertrieb:Universum Film
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:28.06.2013 (Kauf)



Inhalt
Elissa und ihre frisch geschiedene Mutter Sarah sind gerade in ein Traumhaus in einer beschaulichen Kleinstadt gezogen und freuen sich über den Neuanfang. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass der Ort ein düsteres Geheimnis birgt. Jahre zuvor hat im Nachbarhaus ein Mädchen seine Eltern getötet und verschwand anschließend spurlos. Zurück blieb nur der Bruder, Ryan. Gegen den Willen Sarahs beginnt Elissa eine Beziehung zu dem zurückgezogen lebenden Ryan und je näher sie sich kommen, desto mehr mysteriöse Details offenbaren sich. Tiefer und tiefer geraten alle Beteiligten in ein abgründiges Geheimnis, das sich als weitaus gefährlicher entpuppt, als sie sich jemals vorgestellt hätten ...

Bild
Format2,40:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Universum Film spendiert dem Zuschauer ein angenehm scharfes und detailliertes HD-Bild mit einem sichtbaren, aber natürlichen Filmkorn, welches dem Bild etwas Schärfe raubt. Der Transfer wirkt weder überschärft noch gefiltert und die Konturen werden sauber und knackig wiedergegeben. Insgesamt könnte das Bild etwas detaillierter ausfallen und viele, etwas unscharf wirkende Sequenzen sind der Produktion geschuldet. Der Kontrast arbeitet weitgehend ausgewogen und der Schwarzwert fällt satt und kräftig aus. Leichte Überstrahlungen in hellen Bildbereichen dürfen als Stilmittel gesehen werden und die kräftigen und satten Farben tendieren ins Erdige. In den dunklen Sequenzen mischen sich Blau und Grün ins Geschehen und erzeugt eine morbide und düstere Optik. Die Kompression arbeitet, bis auf geringfügige Unruhen, auf homogenen Flächen sehr ausgewogen. Defekte und Verschmutzungen sind ebenfalls nicht auszumachen.




(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 ++++/-

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
 Die deutsche und englische Tonspur liegen jeweils in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und überzeugen mit einer sehr klaren und gut ausbalancierten Sprachwiedergabe. Schocksequenzen werden sehr brachial und druckvoll wiedergeben und sorgen für einige äußerst atmosphärische Momente. Auch der Score erstreckt sich kraftvoll und klar über sämtliche Kanäle und erzeugt somit ein sehr weiträumiges Klangbild mit gut platzierten Effekten und einem kräftigen und tiefen Basseinsatz. Insgesamt könnte die Abmischung etwas räumlicher klingen, denn in ruhigen Momenten wirkt das Geschehen eher frontlastig. Doch für einen Horrror-Thriller bietet "House at the End of the Street" viele schöne Momente und lässt den Zuschauer nicht nur einmal aus dem Sessel aufspringen. Hörbare Unterschiede zwischen der deutschen und englischen Tonspur gibt es nicht. Deutsche Untertitel sind optional.
 +++++-

Extras
MediumBD-50
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • The Call - Leg nicht auf! (1:36 Min., 1080p)
    • Olympus Has Fallen (1:58 Min., 1080p)
  • Making of (21:55 Min., 576i)
  • Musikvideo: Jennifer Lawrence "Fall in Love" (1:02 Min., 1080p)
  • Featurette:
    • "Journey Into Terror" (9:54 Min., 576i)
    • "House At The End Of The Street" (1:50 Min., 576i)
  • Cast Featurettes:
    • Jennifer Lawrence über:
      • House at the End of the Street (0:40 Min., 576i)
      • Vertrauen in den eigenen Instinkt (1:01 Min., 576i)
      • Die Filmstory (0:48 Min., 576i)
    • Max Thieriot über:
      • Jennifer Lawrence (1:01 Min., 576i)
      • Ryan Jacobson (0:51 Min., 576i)
      • House at the End of the Street (0:40 Min., 576i)
  • Kinotrailer (2:06 Min., 1080p)
  • Original Trailer (2:25 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live
  • Trailershow:
    • Bait 3D - Haie im Supermarkt (1:45 Min., 1080p)
    • Hit & Run (2:19 Min., 1080i)
    • Lovely Molly (2:02 Min., 1080i)
    • The Crime (1:35 Min., 1080p)
    • The Awakening (2:26 Min., 1080i)
    • The Tall Man (1:51 Min., 1080p)
    • The Call - Leg nicht auf! (1:36 Min., 1080p)
    • Olympus Has Fallen (1:58 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 "House at the End of the Street" liegt neben der Kinofassung auch in der knapp einminütig längeren und kaum spektakuläreren Extended Version auf Blu-ray vor. Das 21minütige Making of versucht, den Zuschauern anhand von Interviews und kleineren Einblicken in die Dreharbeiten den Film näher zu bringen, während das 10minütige "Journey Into The Terror" tiefer in die Geschichte des Films eintaucht, dabei wieder Darsteller und Macher zu Wort kommen lässt und viele Set-Aufnahmen zeigt. Die darauffolgenden zwei Minuten sind uninteressant und hätten auch in eine der vorangegangenen Dokumentationen aufgenommen werden können.
Die Cast-Featurettes enthalten zwei kurze Interview-Fragmente mit Jennifer Lawrence und Regisseur Max Thieriot, die wenig informativ sind und nur der Promotion des Films dienen. Des Weiteren gibt es eine Universum Film-Trailershow und eine BD-Live-Anbindung ohne filmspezifischen Inhalt. Der als Musik-Video angekündigte Clip entpuppt sich als Werbebclip zum Film. Insgesamt nette, aber nicht sonderlich sehenswerte Extras, welche deutsch untertitelt wurden und nur teilweise in HD vorliegen.
 ++/---

Fazit
Derzeit scheint Jennifer Lawrence ein wahrer Publikumsmagnet zu sein, denn ansonsten wäre der Streifen nicht mit einem so hohen Einspielergebnis am Eröffnungswochenende belohnt worden. Ist schon bezeichnend, wenn ein Projekt bereits 2003 in Angriff genommen werden sollte und verschiedene Umstände dazu führten, dass er erst jetzt auf das wohl eher jüngere Zielpublikum losgelassen wird.

Sarah (Elisabeth Shue) und ihre Tochter Elissa (Jennifer Lawrence) beziehen das titelgebende Haus nahe am Wald. Erst später erfährt Elissa, dass es im Nachbarhaus der Familie Jacobson einen Doppelmord gab als Tochter Carrie Ann ihre Eltern tötete. Ihr älterer Bruder Ryan (Max Thieriot) wohnt noch dort, um das Haus zu renovieren, doch als sich eine Freundschaft zwischen Elissa und Ryan anbahnt, ist noch nicht abzusehen, welch dunkle Vergangenheit in dem Haus schlummert ...

Zuweilen macht ein packender Einstieg Lust auf mehr und deutet auf passablen Thrill und spannende Szenerien hin, doch in diesem Fall schwinden die Hoffnungen rasch. Die Geschichte steigt direkt mit dem Doppelmord ein und lässt das Mädchen Carrie Ann beinahe wie ein schlafwandelndes Monster wirken, was recht stimmungsvoll und gleichermaßen spannend zu verfolgen ist. Nach dem Intro folgt die obligatorische Einführung der wesentlichen Figuren beim Umzug, während eine kurz darauf stattfindende Gartenfeier mit einigen Nachbarn die Gerüchteküche um das Haus einheizt.
Leider schleichen sich im Verlauf unnötige Nebenhandlungsstränge ins Geschehen, denn der anstehende Gesangswettbewerb ist nahezu ohne Bedeutung, Elissas Freundin wirkt beinahe wie ein notwendiges Übel und auch die Problemchen zwischen Mutter und Tochter nehmen zuviel Zeit in Anspruch. Indes begeht die Erzählung gleich mehrere Fehler, da sie anstehende Twists zu überdeutlich anvisiert, gewisse Tatsachen zu früh preisgibt und anderweitig zu selten auf die Begebenheiten im Jacobson-Haus eingeht. Lediglich zwei kleine Flashbacks geben ein wenig Aufschluss über den Hintergrund der Tragödie. Dabei wirkt Jennifer Lawrence maßlos unterfordert, nur beim Singen mit Gitarre hätte sie etwas mehr Gas geben können. Elisabeth Shue performt ebenfalls unter ihren Möglichkeiten, Max Thieriot spielt hingegen solide, indem er sich angemessen zurückhält und erst zum Finale etwas mehr aufdreht. In einer Nebenrolle als Cop kann hingegen Gil Bellows überzeugen.
Was phasenweise zu dialoglastig gerät und spannende Momente vermissen lässt, dümpelt vor allem im Mittelteil ein wenig fade vor sich hin. Auf einer Fete wird ein anderer Nachbar zudringlich, Sarah muss als Ärztin im Hospital dauernd Spätschicht schieben und zum Finale spielen Kontaktlinsen, eine Begebenheit auf einer Schaukel und der Instinkt einiger Figuren eine Rolle. Doch auch der Showdown untermauert, dass aus dem Drehbuch wesentlich mehr hätte herausgeholt werden können. So kann sich Regisseur Mark Tonderai vor allem bei Jennifer Lawrence bedanken, ohne die es wahrscheinlich erst gar nicht zu einer Kinoauswertung gekommen wäre. Denn sein Psychothriller bietet kaum Horror, nur wenige Schockeinlagen und nach einer stimmungsvollen Einleitung nur selten atmosphärische Momente. Die Twists sind hingegen erahnbar und somit ist der Streifen allenfalls Einsteigern des Genres zu empfehlen - alle anderen werden beim Abspann leicht ermüdet abwinken.

Gut produzierte Blu-ray mit kleinen, stilmittelbedingten Schwächen im Bild. Dafür überzeugt der HD-Master-Mix in beiden Sprachfassungen und Universum veröffentlicht "House at the End of the Street" in beiden Fassungen und mit einem FSK-Wendecover.



Screenshots




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News"House at the End of the Street": Extended Cut im Juni von Universum Film
Düsteres Geheimnis im "House at the End of the Street"
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