Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1995
Originaltitel:Virtuosity
Länge:105:54 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Brett Leonard
Buch:Eric Bernt
Kamera:Gale Tattersall
Musik:Peter Gabriel, Christopher Young
SFX:Sony Pictures Imageworks, L² Visual Effects, Chris Walas u. a.
Darsteller:Denzel Washington, Kelly Lynch, Russell Crowe, Stephen Spinella, William Forsythe, Louise Fletcher, William Fichtner, Costas Mandylor, Kevin J. O'Connor, Kaley Cuoco, Christopher Murray, Heidi Schanz
Vertrieb:Paramount
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:04.10.2013 (Kauf)



Inhalt
Los Angeles 1999. Sid 6.7 ist sadistisch, intelligent, gefährlich - er ist der Prototyp des neuesten und leistungsfähigsten Verbrecher-Simulationsprogrammes, entwickelt, um Polizeioffiziere im Cyberspace zu schulen. Seine Persönlichkeit setzt sich aus 200 Charakteren zusammen, jeder davon ein berüchtigter Killer. Das ausgetüftelte Katz- und Mausspiel wird tödlicher Ernst, als es Sid 6.7 gelingt, aus dem Cyberspace in die Realität zu entkommen. Ex-Cop Parker Barnes ist der einzige, der Sid 6.7 stoppen kann ...

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Die HD-Präsentation zeigt zwar eine deutliche Steigerung zur alten DVD-Auswertung, jedoch scheint ein altes Master zugrunde gelegen zu haben, welches im Nachhinein bearbeitet wurde. Das Bild wurde etwas gefiltert und sichtbar nachgeschärft. Dadurch entstehen ein paar äußerst unschöne Rauschmuster sowie Doppelkonturen. Die Schärfe zeigt sich solide und lässt immer noch genügend Details erkennen, um als HD-Transfer durchzugehen. Der Kontrast arbeitet helle und dunkle Bildbereiche souverän aus, wobei der Schwarzwert nicht übertrieben kräftig ausfällt. Hinzu kommen knallige Farben, die bis auf einen stilbedingten Rotstich sehr natürlich wirken. Alles in allem ein ordentlicher HD-Transfer, der aufgrund der Filterung aber keine Offenbarung darstellt.




(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


 ++++--

Ton
Formate DTS-HD Master Audio 5.1 (engl.), Dolby Digital 5.1 (dt., span., franz., ital.), Dolby Digital 2.0 Stereo (jap.), Dolby Digital 2.0 Mono (port.)
SpracheDeutsch, Englisch, Spanisch, Spanisch (Lateinamerika), Französisch, Italienisch, Japanisch, Portugiesisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Chinesisch (vereinfacht), Chinesisch (traditionell), Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Kroatisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Thailändisch
 Die deutsche 5.1-Abmischung basiert auf der DVD-Auswertung und überzeugt mit einem kraftvollen und durchaus räumlich wirkenden Klangbild. Gut platzierte Effekte sorgen für etwas Abwechslung, und der Score verteilt sich stimmig und sauber über sämtliche Kanäle. Die Kanaltrennung könnte etwas präziser sein, doch für einen Film aus den späten 1990ern ist die Ansteuerung der Effektkanäle und die daraus resultierende Räumlichkeit mehr als solide. Dialoge werden sehr gut wiedergegeben, und lediglich der Subwoofer könnte stellenweise etwas mehr ins Geschehen eingreifen. Der englische Ton liegt nur in Stereo vor und bietet eine kraftvolle, klare Front. Im direkten Vergleich mit der deutschen Fassung kann er allerdings nur den Kürzeren ziehen. Diverse Untertitel sind optional.
 ++++--

Extras
MediumBD-50
Extras-
VerpackungSeastoneCase mit Wendecover
 Das Bonusmaterial der DVD wurde leider nicht übernommen.
 ------

Fazit
Zwischen seinen oscarverdächtigen und prämierten Rollen muss und musste Denzel Washington immer zwischendurch mal wieder Genre-Rollen annehmen, einerseits mangels anderer Angebote, andererseits der Abwechslung wegen. Denn als "Everyman" ist Washington prädestiniert, in beinahe jedem Film spielen zu können, vom sensiblen Drama bis zum Horrorthriller.
Seine früheren Genre-Versuche reichten von passabel ("Der Knochenjäger") bis fade ("Dämon") und "Virtuosity" liegt irgendwo in der Mitte. Im Nachhinein gestaltet sich das so: recht hohes Budget, aktuelles SF-Thema mit Serienkillerbezug, aber wenig Box-Office-Performance. Liegt's an Washington, der hier den vielgebeutelten Ex-Cop (inzwischen wegen Mordes im Knast) gibt? Wohl kaum, denn auch ein vielfarbiges Drehbuch kann schwach ausfallen. Ein Blick in den Film und man ahnt, woran es liegt. Das hier ist B-Film-Ware, wie sie im Buche steht, eigentlich thematisch eine Videopremiere, inhaltlich mehrere Vorbilder und Genre-Schemata verkochend, nur ins Kino gekommen, weil die Cyberspace-Thematik gerade so aktuell war.

Derlei hat Regisseur Brett Leonard schon mit "Hideaway" verbraten und damit nur fröhliches Schnarchen produziert. Hier hat er ein wenig mehr Glück. Trotzdem ist die Story platt und voller Klischees: Washington gibt das Versuchskaninchen, damit er mal was Anderes sieht als graue Wände und ist in der virtuellen Realität der Einzige, der es ein wenig mit Sid 6.7, einem virtuellen Killer, der über 100 verschiedene Verbrecherpersönlichkeiten vereinigt, aufnehmen kann. Den gibt wiederum Russell Crowe in einem seiner ersten Hollywood-Auftritte, und er bringt eine feine Bösartigkeit in den Film ein. Natürlich wechselt der Cyber-Killer in die Realität und ab geht die Post.

Leider jedoch erlangt der Film auch danach kein höheres Level als durch so manchen schön FX-Effekt zu glänzen (wenn auch nicht zu überzeugen). Alles bleibt vorhersehbar, und was noch schlimmer ist, der Film explodiert nicht. Crowe ist zwar von einprägsamer Bösartigkeit, doch die Disko-Nummer, in der er die Angstschreie seiner Geiseln sampelt und zusammenkomponiert, interessiert uns nicht die Bohne. Gewiss, er ist gewissenslos, aber ein wahrlich einprägsames Beispiel fällt dem Drehbuch nicht ein. Washington hechelt in seinem persönlichen Drama und Konflikt (Frau und Kind tot, er verantwortlich, selbst den Killer hingerichtet) den Ereignissen bis zum Showdown hinterher und erleidet Rückschläge, um schließlich doch zu triumphieren. Vorher muss sich sein Konflikt allerdings in der Realität noch einmal wiederholen und die VR muss auch noch mal zum Einsatz kommen.
Die ist übrigens recht formelhaft dargestellt, auch wenn die ersten Szenen in der VR (in der alle unwichtigen Personen sich ähneln und in den gleichen Anzügen rumlaufen, was eine unwirkliche reelle Atmo zur Folge hat) die besten des ganzen Films sind. Es geht zwar zeitweise recht hart zu im Ländle "Near Future", doch wenn schon jede Skriptwendung weithin sichtbar wird, so bleibt nur ein netter Film für einen langweiligen Abend, aber kein Blockbuster. Standard halt. Erkennen sie die Vorbilder?

Solide HD-Variante des Science-Fiction-Thrillers, der endlich nicht mehr indiziert und sogar ungekürzt mit einer Freigabe ab 16 Jahren erhältlich ist. Ausgeliefert wird die Disc mit einem FSK-Wendecover.



Screenshots




Druckbare Version
Virtuosity (Widescreen Collection)
News"Virtuosity" ab Oktober unzensiert auf Blu-ray
Virtuosity
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.