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USA 1986
Originaltitel:Crawlspace
Alternativtitel:Killerhaus - Horror der grausamsten Art
aka. Killer House
aka. Killerhaus
Länge:80:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:David Schmoeller
Buch:David Schmoeller
Kamera:Sergio Salvati
Musik:Pino Donaggio
SFX:John Carl Buechler
Darsteller:Klaus Kinski, Talia Balsam, Barbara Whinnery, Carole Francis, Sally Brown, Jack Hiller, David Abbott, Kenneth Robert Shippy, Jack Heller, Tane McClure, Joyce Van Patten
Vertrieb:Ascot Elite
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:09.04.2013 (Kauf)



Inhalt
Nach außen hin scheint Dr. Karl Gunther ein relativ normaler Vermieter zu sein. Doch hinter der etwas schüchternen Fassade des einstigen Mediziners verbirgt sich Grausames: Der Sohn eines exekutierten NS-Arztes ist süchtig danach zu töten. Denn nur wenn er mordet, fühlt er sich lebendig. Durch die Luftschächte seines Appartement-Hauses beobachtet er seine ahnungslosen Mieterinnen, studiert ihre Gewohnheiten und wartet auf den richtigen Zeitpunkt, eine nach der Anderen zu töten. Als die hübsche Studentin Lori ihre neue Wohnung im Haus des Wahnsinnigen bezieht, ahnt sie nichts von dessen Blutgier.

Bild
Format1, 85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Das vorliegende HD-Master ist in einem sehr guten Zustand und frei von digitaler Nachbearbeitung seitens Ascot Elite. Das Bild zeigt eine gute bis sehr gute Schärfe, offenbart in Nahaufnahmen viele feine Details und zeigt zudem einen ausgewogenen Kontrast und natürliche Farben. Das leicht sichtbare Filmkorn trübt den Sehgenuss nicht, obwohl die dezente Kornstruktur dem Bild ein wenig Feinzeichnung nimmt, was oft an Aufnahmen von Gesichtern erkennbar wird. Dafür überzeugt der Schwarzwert und garantiert eine gute Durchzeichnung und Plastizität. Die wenigen weichen Einstellungen stören nicht, und in den vielen dunklen Sequenzen bietet der Transfer immer noch ein sehr knackiges, scharfes Bild. Die Kompression arbeitet sauber und ruhig im Hintergrund, und die kleineren, durch das Bild huschenden Schmutzpartikel stören nicht weiter.




(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
Formate DTS-HD Master Audio 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Zwar wird eine sehr gute Stereofront mit einer kräftigen Musikwiedergabe geboten, aber leider ist der Rauschpegel sehr hoch, und insgesamt klingt der Mix deutlich zu dumpf. Dafür verzerren Dialoge nicht, und Nebengeräusche werden sauber herausgearbeitet. Der englische Stereo-Mix klingt offener und weniger dumpf, dafür deutlich kratziger und offenbart ein paar Tonfehler in Form von Knacksern. Deutsche Untertitel sind optional.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Maniac (2:02 Min., 1080p)
    • A Little Bit Zombie (2:18 Min., 1080p)
    • The Invisible Man (1:01 Min., 1080p)
  • Originaltrailer (1:17 Min., 576i)
  • Featurette (3:45 Min., 480i)
  • Please Kill, Mr. Kinski (9:05 Min., 576i)
  • TV-Spot 1 (0:33 Min., 480i)
  • TV-Spot 2 (0:32 Min., 480i)
  • Making Of + Interview (45:14 Min., 576i)
  • Trailershow:
    • Alexandre Ajas Maniac (2:02 Min., 1080p)
    • A Little Bit Zombie (2:18 Min., 1080p)
    • The Invisible Man (1:01 Min. 1080p)
    • Maniac - Das Original (3:00 Min., 576i)
    • 11-11-11 - Das Tor zur Hölle (1:45 Min., 1080p)
    • Der Kreuzmörder (2:06 Min., 576i)
    • Shrooms (1:59 Min., 576i)
    • Splinter (1:39 Min., 576i)
    • The Pact (1:56 Min., 1080p)
    • When The Lights Went Out (2:28 Min., 1080p)
    • Timber Falls (2:10 Min., 576i)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das vorhandene Bonusmaterial ist äußerst interessant und beinhaltet ein 45minütiges "Making of" inklusive Teile eines alten Interviews mit Jay Miracle und Klaus Kinski, welches während der Dreharbeiten zu "Crawlspace" geführt wurde. In diesem darf man einen Kinski in Höchstform erleben: Er tobt und wütet am Set herum, lässt sich über Regisseure und das Filmemachen aus und spricht darüber, was einen Schauspieler ausmacht. Dabei vergisst er jegliche Punkte und Kommas - ein Original-Kinski eben.
Im 9minütigen "Please Kill, Mr. Kinski" erzählt Regisseur David Schmoeller über die schwierige Zusammenarbeit mit Klaus Kinski. Der cholerische Schauspieler verbat ihm während der Dreharbeiten "Action" und "Cut" zu rufen. Zudem erzählt Schmoeller von seinem Plan, Kinski zu töten, um die Versicherungssumme kassieren zu können. Nett, klingt insgesamt aber etwas verbittert. Des Weiteren gibt es noch zwei TV-Spots, einen Trailer zum Hauptfilm sowie ein 4minütiges Featurette, welches einen werbelastigen Einblick in den Film gewährt. Eine handvoll Trailer weiterer Titel aus dem Ascot Elite-Programm darf natürlich nicht fehlen. Die filmspezifischen Extras wurden deutsch untertitelt, liegen aber bis auf die Trailer nur in Standard Defintion vor.
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Fazit
Mit dem Enfant terrible Klaus Kinski wollte am Ende kaum mehr ein Regisseur arbeiten, denn der Knabe war für seine regelmäßigen Wutausfälle und Beschimpfungen bekannt, weshalb einem Regisseur David Schmoeller auch im Nachhinein noch leidtun kann. Doch immerhin wertet Kinski den Trash mit seiner Präsenz ein wenig auf, da die dünne Story zu keiner Zeit überzeugen kann. Eigentlich sollte Kinski nach drei Tagen vom Set verschwinden, doch die Produktionsfirma beharrte auf die Besetzung, was letztlich dazu führte, dass der Streifen nicht gänzlich in der Versenkung verschwunden ist. Als schlichte Kulisse dienen lediglich Flure, Apartments und einige Luftschächte. Sämtliche Mimen, außer Kinski, performen nahezu grottenschlecht, und auch einige Dialoge lassen zuweilen ein ungläubiges Kopfschütteln entstehen.

Kinski mimt zwar mal wieder den Psychopathen, doch allzu viel Tiefe schwingt seiner Figur nicht mit, wobei er auch deutlich auf Sparflamme agiert und erst im letzten Drittel ein wenig mehr abliefert. Die dünne Story tritt hingegen oft auf der Stelle und wird von zahlreichen unnötigen Einlagen begleitet, wie dem Rollenspiel einer Mieterin oder dem Besuch eines älteren Snobs bei einer jungen Dame. Der Part des Bruders eines Getöteten durch Gunther liefert in Ansätzen ein wenig Suspense, doch das Kapitel wird rasch und oberflächlich abgehandelt wie der Rest der einfallslosen Geschichte.

Zwar gibt es noch ein paar Todesfallen, die ein wenig an die späteren Mordwerkzeuge der Interner Link"Saw"-Reihe erinnern, doch allzu viel Blut fließt insgesamt nicht, auch wenn es eine Durchbohrung und die kurze Sicht auf einige in Stellung gebrachte Leichen gibt. Das Make-up ist indes okay, nur eine abgetrennte Zunge und zwei Augäpfel im Reagenzglas sehen extrem künstlich aus. Ab und an gerät die Chose ein wenig unfreiwillig komisch, spätestens als Kinski auf dem Bauch liegend auf einer Art Skateboard durch den Luftschacht schliddert, nachdem er sich bereits auf skurrile Art und Weise schminkte. Über die typischen 80er Frisuren muss eigentlich nichts mehr gesagt werden, nur dass der Score von Pino Donaggio mal wieder grandios durchkomponiert ist.

Aber das rettet den Gesamteindruck nur geringfügig, und selbst die solide Kamera kann nicht mehr viel bewirken, da der sichtlich günstig produzierte Streifen kaum Kreativität ins Spiel bringt, innerhalb der Story keine Abwechslung bietet und auch auf atmosphärischer Ebene eher schwach bleibt. Dank Kinski noch einigermaßen unterhaltsam, ansonsten eher ein Schnarcher. Die ungekürzte Blu-ray von Ascot Elite bietet eine technisch gute Umsetzung und wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.



Screenshots




Druckbare Version
News"Crawlspace" - mit Klaus Kinski im April vom Ascot Elite
Killerhaus
IMDb.com OFDb.de



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