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AUS 2010
Originaltitel:Primal
Länge:84:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Josh Reed
Buch:Nigel Christensen, Josh Reed
Kamera:John Biggins
Musik:Rob Gibson
SFX:Meg Ashforth
Darsteller:Krew Boylan, Ch'aska Cuba de Reed, Santiago Cuba de Reed, Lindsay Farris, Rebekah Foord, Damien Freeleagus, Stephen Shanahan, Wil Traval, Zoe Tuckwell-Smith
Vertrieb:Anolis
Regionalcode:B / 2
Blu-ray-Start:19.04.2013 (Kauf)



Inhalt
Der Anthropologie-Student Dace fährt mit 5 Freunden in den australischen Dschungel, um dort eine 12.000 Jahre alte Felsmalerei der Aborigines zu untersuchen, die erst vor kurzem entdeckt wurde. Nach einem beschwerlichen Fußmarsch findet die Gruppe einen wunderschönen Platz zum Campen an einem kleinen See. Als die blonde Mel am Abend Nacktbaden geht, um die Aufmerksamkeit von Dace zu erwecken, nimmt das Unheil seinen Lauf: Blutegel saugen sich an ihrem ganzen Körper fest und infizieren sie mit einem Virus, der im Laufe der Nacht dazu führt, dass sie sich körperlich wie auch geistig in einen Urmenschen zurückverwandelt, der nur noch die beiden Instinkte "Fressen" und "Territorium verteidigen" im Sinn hat. Womit ihre früheren Freunde gleichzeitig zu Gegnern wie auch Futter für sie werden. Panisch vor Angst versuchen die restlichen Studenten sich durch die Höhle zurück zum Auto zu flüchten. Nichts ahnend, dass Mel sich genau dort eingenistet hat. Und mit ihr befindet sich noch etwas Uraltes und unglaublich Böses in der Höhle ...

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 An der HD-Präsentation gibt es nichts auszusetzen. Selten konnte man bei einer Independet-Produktion ein dermaßen detailliertes Bild erleben. Egal, ob Close-Ups von Gesichtern, Gegenstände, die nahezu jede Pore und Faser zeigen, oder aber in Totalen - das Bild wirkt permanent scharf und brillant. Tageslichtaufnahmen bieten einer herausragende Plastizität und enorme Tiefenwirkung. Weichere Sequenzen lassen sich an einer Hand abzählen und gehen auf die Inszenierung zurück. Der Kontrast wird ebenfalls perfekt ausbalanciert und leistet eine ausgewogene Arbeit, überzeugt mit einem satten Schwarzwert und kann in den vielen dunklen Aufnahmen noch Hochstwerte abliefern ohne Details abfallen zu lassen. Es gibt keine Bildunruhen, kein Rauschen und keinen Defekte. Die stärkere Körnung bei den Flashbacks ist ein Stilmittel und vom Regisseur so gewollt. Ansonsten kann man von einem Referenz-Transfer sprechen, bei dem alles stimmt. Natürliche, satte Farben mit einem leichten Hang zu warmen, erdigen Tönungen sorgen zusätzlich für eine sehr gute Durchzeichung. Das Encoding erweist sich als perfekt, kein DNR, keine Artefakte oder Bandings. So muss eine Blu-ray aussehen. Da vergeben wir auch gern die volle Punktzahl.





(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 ++++++

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Audiokommentar
 Der englische HD-Mehrkanalton erzeugt allein aufgrund des Scores eine angenehme, dichte Räumlichkeit. Ein satter und effektvoller Tiefenbass untermauert zudem die Schockmomente. Auch wenn "Primal" kein Effektgewitter darstellt, erzeugt man eine gute Räumlichkeit. Diese zielt primär auf das Nutzen der Umgebungsgeräusche und gut platzierte Effekte. Dialoge sind gut zu verstehen, klingen aber etwas dumpf und unsauber im Hochtonbereich, was zu leichten Tonspitzen führt.
Die Dialoge der deutschen Fassung klingen klarer und besser ausbalanciert, die Synchronisation könnte jedoch etwas motvierter klingen. Die Offenheit der Originaltonspur erzielt der deutsche Mix allerdings nicht, bietet aber ebenfalls eine kräftige Musikansteuerung und platziert die Schocksequenzen ebenfalls sehr präzise. Insgesamt gibt es zwischen beiden Tonspuren gar nicht so massive Unterschiede, doch die Offenheit der englischsprachigen Fassung geht in der Synchronisation etwas verloren. Deutschen Untertitel sind optional.
 ++++/-

Extras
MediumBD-25 / DVD-9
Extras
  • 20seitiges Booklet
Disc 1 (Blu-ray): Hauptfilm
  • Audiokommentar mit Regisseur Josh Reed und den Produzenten Nigel Christensen, Rob Gibson und John Cordukes
  • Trailer dt. (1:54 Min., 1080p)
  • Trailer engl. (1:54 Min., 1080p)
  • Primal Genesis: "In the Beginning (5:02 Min., 1080i)
  • Primal SFX: "Bring Out the Blood (8:42 Min., 1080i)
  • Primal Stunts: "Making the Leap" (8:38 Min., 1080i)
  • Bildergalerie (3:59 Min., 1080p)
Disc 2 (DVD): Hauptfilm
  • Laufzeit: 80:45 Minuten (ungekürzt)
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • Untertitel: Deutsch
  • Audiokommentar mit Regisseur Josh Reed und den Produzenten Nigel Christensen, Rob Gibson und John Cordukes
  • Trailer dt. (1:49 Min.)
  • Trailer engl. (1:49 Min.)
  • Primal Genesis: "In the Beginning (5:02 Min.)
  • Primal SFX: "Bring Out the Blood (8:43 Min.)
  • Primal Stunts: "Making the Leap" (8:39 Min.)
  • Bildergalerie (4:57 Min.)
VerpackungMediabook
 Das hochwertige Mediabook bietet nicht nur Platz für eine DVD-Version des Films, sondern enthält zudem ein 20seitiges Booklet mit interessanten Hintergrundinformationen zum Film. Das Herzstück der Veröffentlichung ist allerdings der deutsch untertitelte Audiokommentar mit Regisseur Josh Reed und den Produzenten Nigel Christensen, Rob Gibson und John Cordukes. Die vier Australier reden wild durcheinander, weshalb man die deutsche Untertitlung von Anolis sehr hoch anrechnen muss. Der Kommentare bietet massig Informationen rund um die Entstehungsgeschichte von "Primal", der Produktion im Allgemeinen, die Effekte, die Darsteller etc. Zudem wird es bei den nicht langweilig, weshalb man sich den Kommentar nicht entgehen lassen sollte. Desweiteren beinhaltet das Bonusmaterial drei kleinere Featurettes, welche sich mit der Idee des Films auseinander setzen, mit den Stunts sowie den blutigen Effekten. Trotz einer jeweiligen Laufzeit von unter 10 Minuten sind die Beiträge sehr sehenswert ausgefallen. Abschließend gibt es noch eine Bildergalerie und den englischsprachigen und deutschsprachigen Trailer. Neben dem Kommentar wurden die Featurettes ebenfalls deutsch untertitelt und das Bonusmaterial liegt in HD vor. Die Extras sind auf der DVD-Version ebenfalls enthalten.
 +++/--

Fazit
Urzeitlich geht es in diesem australischen Monsterfilmchen lediglich beim Intro zu, denn offensichtlich hatte Autor und Regisseur Josh Reed nur ein paar vage Ideen, welche er ohne sichtlichen Zusammenhang dazu nutzte, um zombieähnliche Kreaturen auf eine Gruppe junger Leute loszulassen. Felsmalereien wollten die sechsköpfige Gruppe um Anja im australischen Dschungel erforschen, doch nachdem eine im angrenzenden See baden geht, mutiert sie zu einer primitiven Bestie und eröffnet die Jagd auf ihre ehemaligen Freunde…

Nach rund zwanzig Minuten kommt einem der Vorlauf schon ein wenig gedehnt vor, denn die Zeit wird nicht dazu genutzt, interessante Figuren einzuführen. Anja ist als potentielle Heldin mit dem Trauma der Klaustrophobie ausgestattet und muss final natürlich durch eine Höhle juchtern. Dazu gibt es einen Witzbold, einen Poser und das obligatorische namenlose Kanonenfutter.
Es sind die üblichen unterbelichteten Studenten, die sich mit Obszönitäten, schlechtem Gesang am Lagerfeuer und seichtem Befummeln abgeben. Als die Mutierte laut kreischend die Flucht antritt, weil die Angst vor Fackeln zu groß ist, wird endlich Fahrt aufgenommen und trotz eher eindimensionalen Ablaufs bis zuletzt gehalten. Leider ergeben die meisten Zutaten wenig Sinn oder werden unzureichend durchleuchtet, denn die kleinen Insektenschwärme, die sich durch Metall und Plastik fressen, stehen in keinem Zusammenhang mit dem vergifteten See oder den unheilsschwangeren Felsmalereien, die ebenfalls nicht hinterfragt werden. So wehrt man sich ein ums andere Mal mit Fackeln, lost aus, wer den frisch Infizierten niederstrecken muss, sucht eine Machete im Auto und baut eine Falle, welche zumindest in Ansätzen Sinn ergibt.
Die Mutationen lösen allerdings kaum Beunruhigung aus, sondern sorgen eher für unfreiwillige Komik, denn die Piranha-ähnlichen langen Zähne und das ständige Schreien und Grunzen stehen in keiner Relation zu der körperlichen Agilität und Stärke der infizierten Menschenfresser. Die Darsteller erledigen ihren Job ordentlich und zuweilen sogar nuanciert, dagegen wirkt die Kamera im Zusammenhang mit dem hektischen Schnitt oftmals ein wenig desorientiert, besonders bei Actionszenen, welche zusätzlich ein wenig verdunkelt wurden, um die Unzulänglichkeit der Effekte zu kaschieren. Gleichwohl kommt es immerhin zu einigen wenigen expliziten Gewaltszenen wie einen kräftigen Biss in den Hals, einen Genickbruch und einen großen Stein auf dem Gesicht.

Spannung auf Sparflamme gibt es bei "Primal", denn trotz ordentlichen Tempos und einiger körperlicher Auseinandersetzungen mangelt es an markanten Schauwerten. Vor allem bleibt die schwach gestrickte Story auf der Strecke, die final endgültig ins Lächerliche abdriftet. Dank weniger Hänger fällt die Darbietung zwar eher kurzweilig aus, doch sonderlichen Nährwert oder gar frische Ideen bietet der Streifen beileibe nicht.

Nachdem Anolis im Vertrieb von Sony den Film bereits 2011 veröffentlichte und bei der FSK-Prüfung scheiterte, weshalb die FSK18-Fassung um knapp 45 Sekunden gekürzt werden musste, veröffentlicht man jüngst eine ungeprüfte und unzensierte Version des Films. Das limitierte Mediabook beinhaltet die DVD und die Blu-ray-Version des Films sowie interessantes Bonusmaterial. Die Bildqualität ist absolut topp und auf Referenz-Niveau. Egal, ob man "Primal" mag oder nicht, aber ignorieren sollte man diese liebevoll produzierte Veröffentlichung auf keinen Fall.



Screenshots




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Primal
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