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UK, IE 2005
Originaltitel:Boy Eats Girl
Alternativtitel:Zombie City
Länge:80:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre (Hauptfilm ab 16 Jahre)
Regie:Stephen Bradley
Buch:Derek Landy
Kamera:Balazs Bolygo
Musik:Hugh Drumm, Stephen Rennicks
SFX:Bob Keen
Darsteller:Samantha Mumba, David Leon, Tadhg Murphy, Lawrence Kinlan, Sara James, Mark Huberman, Sarah Burke, Paul Reid, Jane Valentine, Conor Ryan, Deirdre O'Kane, Doreen Keogh
Vertrieb:3L
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:18.10.2012 (Kauf)



Inhalt
Die Nacht, in der Nathan seiner angebeteten Jessica sagen möchte, dass er sie liebt, wird leider auch schon seine letzte sein. Durch die Hilfe eines alten mysteriösen Voodoo-Buches gelingt es seiner Mutter ihn wieder zu reanimieren, aber er ist nicht mehr derselbe. Er kann nichts mehr fühlen, hat keinen Puls und verspürt einen unstillbaren Hunger nach Menschenfleisch. Als Nathan in einem Streit einen Schulkameraden beißt und infiziert, dauert es nicht mehr lange und in der ganzen Stadt wimmelt es von Zombies.

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Die DVD zeigte schon ein extremes Bildrauschen, welches bei der Blu-ray nochmal stärker zur Geltung kommt und in dunklen Sequenzen für eine deutlich eingeschränktere Schärfe und nicht sehr gefällige Detaildarstellung sorgt. In gut ausgeleuchteten Sequenzen ist das Schärfeverhalten in Ordnung und teilweise sogar angenehm, jedoch kommt niemals ein richtiges HD-Gefühl auch. Nur im direkten Vergleich mit der DVD ist der in 1080p vorliegende HD-Transfer der eindeutige Sieger. Die Konturen wirken etwas weich und in Totalen ist das Bild nicht sonderlich knackig. Eine Nachschärfung des Bildmaterials scheint aber nicht stattgefunden zu haben, zumindest gibt es keine Doppelkonturen etc. zu bemängeln.
Die Farbgebung ist aber sehr satt und kräftig ausgefallen und auch der Kontrast überzeugt mit einer guten Durchzeichnung und einem kräftigen Schwarz - Details werden nicht verschluckt. Kein überragender HD-Transfer, der aufgrund des extremen Bildrauschens im Detail verliert und dennoch genießbar bleibt. Hin und wieder schleichen sich digitale Artefakte ins Bild. Diese trüben den Sehgenuss aber nicht sonderlich.




(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von 3L

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Es befinden sich zwei DTS-HD Master Audio 5.1-Fassungen auf der Disc, welche sich nicht sonderlich voneinander unterscheiden. Beide warten mit einer hervorragenden Sprachwiedergabe und sauber abgemischten Nebengeräuschen auf. Hinzu kommt ein sehr schöner Einsatz der Musik, welcher auf sämtliche Kanäle verteilt wurde und genauso wie die kleineren, aber gezielt eingesetzten Surroundeffekte für die nötige Räumlichkeit sorgt. Zwar sollten man kein Surroundgewitter erwarten, aber dank einer guten Dynamik und gut eingesetzten Umgebungsgeräuschen übertrifft der Mix die Erwartungen um Längen. Für eine Horror-Komödie mehr als gut. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Making of (8:53 Min., 576i)
  • Deutscher Trailer (1:52 Min., 576i)
  • Englischer Trailer (1:52 Min., 576i)
  • Cast & Crew-Interviews (18:45 Min., 576i)
  • Bildergalerie (4:24 Min., 576i)
  • Trailershow:
    • Bloodsuckers (1:27 Min., 576i)
    • Die Verlassenen - The Abandoned (2:23 Min., 576i)
    • [REC] (1:53 Min., 576i)
    • Carlton Mine (2:11 Min., 576i)
    • Buried Alive (2:29 Min., 576i)
    • Km. 31 (2:00 Min., 576i)
    • Wächter der Apokalypse (1:36 Min., 576i)
    • Day of the Dead (1:39 Min., 576i)
    • Bubba Ho-tep (2:00 Min., 576i)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Making of ist mit knapp 9 Minuten etwas zu kurz geraten und bietet leider nur wenig Informationsgehalt. Da sind die 19 Minuten Interviews mit den Machern und Darstellern bereits deutlich besser, aber immer noch nicht wirklich gut, zumal an deutschen Untertitel gespart wurde. Außerdem gibt es eine kleine Bildergalerie, den deutschen und englischen Trailer, sowie eine obligatorische Trailershow. Alle Extras liegen in Standard Definition vor.
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Fazit
Tendenziell lassen sich zwei Möglichkeiten finden, wie aus harmlosen Mitmenschen Zombies werden: Entweder es sind die Giftgasfässer oder jemand wird per Ritual von den Toten ins Leben zurückgeholt - mit entsprechenden Nebenwirkungen.
Letzteres ist hier der Fall und wird, wie in "My Dead Girlfriend", mit der Thematik einer unglücklich verlaufenden Beziehung verknüpft. Hier ist es eher die Teenie-Romanze auf dem Schulgelände, wie man leider zu Beginn feststellen muss. Denn wo an anderer Stelle bereits nach zwanzig Minuten Blut fließt, wird hier ein Stelldichein oberflächlich gezeichneter Klischeetypen geboten. Nathan liebt Jessica und umgekehrt, doch durch ein Missverständnis findet man nicht zusammen, woraufhin sich Nathan aufknüpft. Seine Mutter wendet daraufhin ein Voodoo-Ritual an und Nathan wacht am nächsten Morgen wieder auf. Doch als es außerhalb einer Schulfeier zum Streit kommt, beißt Nathan einen Widersacher und schon bald werden aus ehemaligen Schülern blutrünstige Untote ...

Wenn man die kurze Splatterorgie im letzten Drittel, in der ein Mähdrescher Körperteile durch die Luft fliegen und Köpfe überrollen lässt, in seinem Goregehalt etwas besser verteilt hätte, könnte man von einem ernsthaften Pendant zu Interner Link"Shaun of the Dead" sprechen. Doch leider macht dies der austauschbare und zähe Einstieg völlig zunichte. Jedes Klischee einer Schüler-Klamotte wird lieblos bedient: Der unglückliche Held mit seinen beiden Schatten, von denen einer null Chance bei Frauen hat, der arrogante Stecher, der sich im Auto oral bedienen lässt, die Schulmatratze, die bis auf den dummen Außenseiter alle durch hat, der eifersüchtiger Schläger, der auch mal grundlos pöbelt bis hin zum strengen Vater des Love-Interests - nicht eine Figur fährt Sympathiepunkte ein und niemand bringt einen Spruch, der in irgendeiner Form einer humorvollen Pointe gleicht.
Erst als bereits einige Untote hinter Flüchtigen her sind, kommt etwas Tempo ins Spiel und man hat den Eindruck, endlich im richtigen Film gelandet zu sein. Die ersten Attacken fallen zwar noch etwas harmloser aus, doch im Verlauf häufen sich explizite Szenen mit Schuhabsatz im Auge, Schere in der Hand und allerlei Gekröse einschließlich Darmschlingen, zerteilten Körpern und Stiefel mit Restbeinen drin. Leider sorgen die üblen Figurenzeichnungen für ein gemindertes Mitfiebern, denn es wird nicht ersichtlich, wie aus einem braven Love-Interest plötzlich eine wendige Kämpferbraut wird, die mit aller Entschlossenheit zur Sache geht.
Indes spielt sich zwar ein flockiges Treiben ab, aber dennoch mangelt es ein wenig an peppigen Szenen und zynischen Einfällen wie der Omi-Lehrerin auf dem Moped oder dem Lehrer, der früher ein "flotter Galan" war.
Zum Schluss versammelt sich eine kleine Gruppe Überlebender zum Verschanzen in einem Haus, Mom scheint ein Gegenmittel für die Zombievizierung gefunden zu haben und selbstverständlich bekommen alle vom Drehbuch als böse abgestempelten Typen noch ihr Fett weg (teilweise wörtlich zu nehmen). So wird man als Genre-Freund letztlich doch noch ein wenig milde gestimmt und bleibt zumindest nicht mit dem Gefühl zurück, während der knapp 80 Minuten nur eine platte Teenie-Romanze gesehen zu haben.

3L veröffentlicht "Boy Eats Girl" unter den neuen und verkaufsträchtigeren Titel "Zombie City" auf Blu-ray. Der ungekürzt ab FSK 16 freigegebene Film liegt in einer soliden HD-Präsentation vor und aufgrund eines Trailers ist die komplette Veröffentlichung nun freigegeben ab 18 Jahren. Solchen Titeländerungen kann man zwiespältig gegenüber stehen. Wer den Titel damals unter "Boy Eats Girl" gekauft hat und jetzt, Jahre später "Zombie City" in den Regalen stehen sieht, wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht an die Veröffentlichung aus dem Jahre 2008 denken.



Screenshots




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Boy Eats Girl
News"Boy Eats Girl" - Zombie-Comedy von e-m-s
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