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USA 1998
Originaltitel:Minion, The
Alternativtitel:Knight of the Apocalypse
aka. Dernier templier, Le
aka. Fallen Knight
aka. Guerrier des ténèbres
aka. Ritter der Apokalypse, Der
Länge:87:25 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Jean-Marc Piché
Buch:Matt Roe, Ripley Highsmith
Kamera:Barry Parrell
Musik:Jean Corriveau, David Wurst, Eric Wurst
SFX:Falkor Enterprises, Intrigue
Darsteller:Dolph Lundgren, Françoise Robertson, Roc LaFortune, David Nerman, Allen Altman, Jean-Marc Bisson, Don Francks, Michael Greyeyes, Andy Bradshaw, Anik Matern, Dennis St John
Vertrieb:Mr. Banker / Lighthouse
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:18.11.2011 (Kauf)



Inhalt
Seit genau eintausend Jahren schlummert er im Boden unter der NewYorker U-Bahn, jetzt bringen ihn Bauarbeiten ans Tageslicht: Den Schlüssel zum Verließ des Antichristen. Sofort machen sich zwei sehr unterschiedliche, in ihrer Entschlossenheit jedoch ebenbürtige Jäger auf die Suche nach dem verlorenen Schatz: Ein aufrechter Tempelmönch und der von Menschenkörper zu Menschenkörper wandernde Höllendämon Minion. Archäologiestudentin Jackie gerät unversehens zwischen die Fronten.

Bild
Format1,50:1
Norm1080i / MPEG-2
 Bereits die DVD sah nur mäßig aus. Die Blu-ray macht es kaum besser, denn für ein HD-Bild ist die Vorlage nicht annähernd gut genug. Das Vollbild im Interlaced-Format scheint ein Resultat eines Upscaling-Prozesses zu sein, wie die geringe Schärfe zeigt. Von der DVD scheinen auch die vormals geringen, nun aber kaum mehr zu übersehenden Heiligenscheine zu stammen, die im Zuge einer Nachschärfung entstanden sein könnten. Genutzt hat es trotzdem nichts, denn weder die Konturen noch der Detailbereich sind einem Film von 1998 entsprechend, geschweige denn hochauflösend. Dafür machen sich in nahezu jeder Szene ganzflächiges, unruhiges Rauschen und auch ein paar Schmutzpartikel bemerkbar. Kontrast und Farben befinden sich kaum über Videoniveau. Als Beispiel dienen taghelle Außenszenen, die nicht nur zu hell, sondern auch zu farbschwach ausfallen. Allerdings sind der Schwarzwert und die Erkennbarkeit in dunklen Szenen unproblematisch. Für eine DVD wäre das Ergebnis noch in Ordnung, für eine Blu-ray bei weitem nicht.

Wer einen Eindruck vom Bild gewinnen möchte, wähle bitte den Bildvergleich zwischen DVD und HD an.
 ++----

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Auch der Tonbereich ist ein wenig Mogelpackung, denn von einem DTS-HD Master-Mix erwartet man wesentlich mehr als hier geboten wird. An den gut verständlichen Dialogen liegt es nicht, allerdings ertönen die auch aus den hinteren Lautsprechern, um den Surround-Anteil aufzufüllen. Leider ist es mit Raumklangmomenten, dynamischen Einschüben oder bassigen Momenten nicht weit her. Weder während der Shootouts noch während der Prügeleien gewinnt der Ton an Fahrt. Der englische Originalton und Untertitel fehlen.
 +++---

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Trailer (2:00 Min., 576i)
  • US-Fassung (91:54 Min., 576i)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Die DVD enthält die englische Originalfassung als SD-Material. Diese Fassung unterscheidet sich von der deutschen in einigen Handlungselementen und einem geänderten Score. Dagegen enthält die deutsche Fassung einen ausführlicheren Vorspann. Leider fehlen der US-Fassung Untertitel und eine Unterteilung in Kapitel, die Qualität ist aber in Ordnung - sogar besser als die HD-Fassung. Weiterhin enthält die mit schlichtem Menü versehene Disc den Trailer. Für eine Special Edition ist das zu wenig.
 +-----

Fazit
Kurz vor der Jahrtausendwende versuchten sich besonders die auf Katastrophenszenarien abonnierten Billigfilmschmieden am bevorstehenden Weltuntergang. Die nicht unübliche Idee, den Teufel auf die Erde zurückkehren zu lassen, verbindet das Drehbuch hier mit Standardsituationen - in die ein Dolph Lundgren wie hineingeboren zu sein scheint. Der blonde Hühne ist hierin allerdings nicht der aufbrausende Rabauke, sondern übt sich im Priestergewand erstmal in Demut, packt aber zeitweise auch ordentlich zu. Zusammen mit Françoise Robertson muss er den Schlüssel zur Teufelspforte vor einem seelenwandernden Ungetüm in Sicherheit bringen, sonst wird die Welt das dritte Jahrtausend nicht mehr erleben.
Mit Lundgrens Martial-Arts-Künsten ist es in "Knight Of The Apocalypse" leider nicht weit her: Die uninspirierte Action-Regie filmt an den Fähigkeiten des Protagonisten vorbei, gibt ihm stattdessen wenig aufregende Waffen wie Schwerter und Maschinenpistolen in die Hand. Deswegen verkommen die gut 80 Minuten zur austauschbaren Hatz mit einem Schlagabtausch hier und da. Die Besetzung reißt ebenso wenig vom Hocker wie die Charakterisierung. Zwar macht Lundgren seine Sache überraschend gut, aber an markanten Nebenfiguren mangelt es und die Schauspielkunst war in so manchem reaktionären 80er Jahre-Actioner schon besser. Deswegen in allen Belangen nur mittelmäßig. Action-Fans greifen vielleicht doch lieber zu klassischen, härteren Action-Nummern und haben den hier irgendwann vergessen.

Die deutsche Blu-ray ist in vielerlei Hinsicht ein Reinfall: Das Bild erweist sich als DVD-Kopie, der Ton definitiv nicht das, was man mit HD-Master-Tracks in Verbindung bringt, und das Bonusmaterial einer "Special Edition" nicht angemessen. Der Film ist als US-Fassung in SD und als deutsche Fassung in HD enthalten, ist allerdings in keiner Version sonderlich ansehlich. Mit anderen Worten: Wer die DVD besitzt, für den ist die Blu-ray rausgeschmissenes Geld. Wer sie nicht besitzt, sollte sich eher nach dieser umschauen.



Screenshots




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Knight of the Apocalypse
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