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ID 2012
Originaltitel:Modus Anomali
Länge:86:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Joko Anwar
Buch:Joko Anwar
Kamera:Gunnar Nimpuno
Musik:Bembi Gusti, Aghi Narottama, Gascaro Ramondo
Darsteller:Rio Dewanto, Hannah Al Rashid, Aridh Tritama, Izzi Isman, Sadha Triyudha, Jose Gamo, Marsha Timothy, Surya Saputra
Vertrieb:Mad Dimension / Al!ve AG
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:05.04.2013 (Kauf)



Inhalt
Ein Mann wacht in einem Wald auf, halb in der Erde begraben. Er kann sich an nichts mehr erinnern – er weiß weder, wer er ist, noch wie er in diese Situation gekommen ist. Auf der Suche nach Antworten stößt er auf ein verlassenes Haus, dem Schauplatz eines brutalen Verbrechens. Plötzlich sieht er sich einem mysteriösen Killer gegenüber, der mit Machete und Pfeilbogen bewaffnet Jagd auf ihn macht. Die Frage nach seiner eigenen Identität wird für den Mann zu einem Wettlauf auf Leben und Tod – an dessen Ende eine grausame Antwort steht.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Sehr guter HD-Transfer, der von der ersten Minuten an mit einer sehr guten Schärfe und enormer Detaildarstellung aufwartet. In Nahaufnahmen sieht man jede Pore und selbst in Totalen ist der Detailbereich immer noch auf einem konstant hohen Level. Konturen werden sauber gezeichnet und lassen keine Anzeichen zur Nachschärfung aufkommen. Der Kontrast arbeitet ebenfalls ausgewogen und balanciert helle und dunkle Bildbereiche gekonnt aus. Der Schwarzwert ist so gut, dass das Bild besonders in Tageslichtaufnahmen bzw. gut ausgeleuchteten Szenen sehr plastisch wirkt und mit einer guten Durchzeichnung überzeugt. Der natürliche Farbton mit den frischen und realistischen Farben rundet das positive Gesamtbild ab.
Dass der Transfer natürlich auch seine Schattenseiten hat, sollte nicht vergessen werden: In Nachtaufnahmen fällt die Schärfe etwas ab, das ansonsten nur sehr dezent wahrnehmbare Rauschen zeigt sich deutlich penetranter und lässt das Bild in diesen Momenten sehr körnig und stellenweise etwas digital erscheinen. Die Kompression macht hier zum Glück aber keine Probleme und arbeitet unauffällig im Hintergrund. Defekte und Verschmutzungen treten auch nicht auf, weshalb man von einer sehr guten HD-Präsentation sprechen kann.





(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Mad Dimension

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Beide Tonspuren liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und unterscheiden sich nicht sonderlich voneinander. "Modus Anomali" ist ein ruhiger Gernefilm, der ohne großartige Actionsequenzen auskommen muss. Dafür ist das Sounddesign aber sehr gut gelungen und wird überwiegend von den Umgebungsgeräuschen und dem Score getragen.
Während ein Großteil der Szenen sich im Frontbereich abspielen und dort mit brauchbaren Links-Rechts-Effekten überzeugen kann, werden die Rears dezent für Nebengeräusche genutzt. Der Score darf für etwas Räumlichkeit sorgen und kümmert sich um den Spannungsaufbau. Der Dynamikumfang ist dabei solide und der Subwoofer kann im nötigen Moment mit einem kräftigen Tiefenbass auftrumpfen. Die wenigen Dialoge werden in beiden Sprachfassungen perfekt ausbalanciert, wobei die englische Fassung etwas harmonischer klingt. Insgesamt ein stimmiger, atmosphärischer HD-Mix ohne Untertitel.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Trailer (1:25 Min., 1080p)
  • Exklusiv-Interview mit Regisseur Joko Anwar (17:20 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Neben dem Originaltrailer zum Film befindet sich ein 17minütiges Interview mit dem Regisseur auf der Disc. Das ist zwar sehenswert und wurde deutsch untertitelt, doch teilweilse scheint Regisseur Joko Anwar ein wenig gelangweilt von den Fragen und seine Späßchen kommen bei der Gesprächspartnerin nicht gut an.
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Fazit
Mit einem vergleichsweise geringen Budget von 200.000 Dollar ist es ein leichtes, lediglich eine Figur durch den Wald latschen zu lassen, ohne dass etwas Einschneidendes passiert: Keine Monster, keine Zombies, kein Redneck oder Vermummter mit Axt, keine mutierten Viecher und auch keine Aliens. Bis es im letzten Akt mal wieder heißt, die Trommel für den großen Twist zu rühren, der den kargen Vorlauf zumindest in Ansätzen rechtfertigt.

Halb eingebuddelt in der Erde erwacht John Evans ohne jegliche Erinnerung im Wald. Er irrt umher und gelangt an eine Waldhütte, in der er beunruhigendes Material vorfindet: Die dokumentierte Ermordung einer Schwangeren und eine Leiche. Kurz darauf befindet sich John selbst in der Schusslinie des Killers ...

Wenn man wie Autor und Regisseur Joko Anwar in Indonesien lebt, weiß man eigentlich um die besonders sehenswerten Landstriche Bescheid, doch als Kulisse dient ein recht austauschbarer Wald ohne markante Einzelheiten. Das ist insofern fundamental, als dass der Großteil der Handlung an eben jenem Schauplatz stattfindet und John, mal gehetzt, mal verwirrt, meistens ziellos durchs Grüne latscht, während zu wenige Einflüsse sein Handeln lenken. Erst als John unter Beschuss steht, nimmt die Geschichte Form an - bis dahin sind allerdings bereits dreißig Minuten vergangen.
Etwas aufgelockert wird das Geduldsspiel, als einige Indizien geliefert werden, welche zwar zunächst noch mehr Fragen aufwerfen als ohnehin schon vorhanden, doch man erhält zumindest etwas Greifbares wie einen Wecker, eine Truhe oder eine Botschaft auf dem Bauch einer Leiche. Allerdings dämmert zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wohin die Chose am Ende tatsächlich führt. Der letzte Akt hat es ein wenig in sich, denn es wird nicht nur etwas Blut vergossen, sondern der Titel erhält in diesem Zusammenhang seine ganz eigene zynische Bedeutung. Da lässt sich beim Beginn des Abspanns nur sagen: Vor dem Film ist nach dem Film oder umgekehrt. Aufgrund der geringen Produktionskosten wirkt die Inszenierung nicht immer professionell, die Ausleuchtung fällt zuweilen zu schwach aus und auch die Kamera liefert nicht allzu variable Einstellungen. Demgegenüber ist der ruhige Score mit einigen Soundkollagen recht treffend gewählt und auch Hauptdarsteller Rio Dewanto vermag mit der variablen Darstellung seines ambivalenten Charakters zu überzeugen.

Auf atmosphärischer Ebene punktet "Modus Anomali" primär während des finalen Aktes, als die Erwartungshaltung des Zuschauers ziemlich gegen die Wand gefahren wird und stattdessen eine latent beklemmende Spannung herrscht. Auch wenn der ausufernde Vorlauf teilweise notwendig war, so dürfte er manchen Betrachter dazu verleiten, die Konzentration weichen zu lassen oder die Sichtung vorzeitig zu beenden. Ob der gelungene Twist letztlich den zähen ersten Teil rechtfertigt sei dahingestellt, denn verraten werden soll an dieser Stelle nichts. Ein interessanter Streifen mit unübersehbaren Schwächen und Stärken, was definitiv einer vorsichtigen Sichtung bedarf. Die deutsche Blu-ray ist ungekürzt und wird mit einem FSK-Wendecover und im schwarzen SeastoneCase ausgeliefert. Die Bildqualität ist sehr gut und der Ton unterstreicht zumindest die Atmosphäre des Films.



Screenshots




Druckbare Version
News"Modus Anomali " - Horror aus Indonesien im April bei AL!VE
IMDb.com OFDb.de



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