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NZ 2010
Originaltitel:Wound: Beware the Beast
Länge:76:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:David Blyth
Buch:David Blyth
Kamera:Marc Mateo
Musik:Jed Town
SFX:Andrew Beattie
Darsteller:Kate O'Rourke, Te Kaea Beri, Campbell Cooley, Sandy Lowe, Brendan Gregory, Ian Mune, Maggie Tarver, Chrystal Ash, Matt Easterbrook, Omar Al-Sobky, Andy Sophocleous, Christina Cortesi
Vertrieb:Dragon
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:05.04.2013 (Kauf)



Inhalt
Susan ist eine Frau mit einer schrecklichen Vergangenheit, welche durch die sexuellen Misshandlungen durch den eigenen Vater geprägt wurde. Die junge und aufreizende Tanya ist eine verlorene Seele, auf der stetigen Suche nach der Mutter, die sie nie kennenlernen durfte. Die Wege der beiden Frauen sind dazu bestimmt, sich zu kreuzen und zu einem surrealen Albtraum voller Wahnsinn, Inzest, Rache und Tod zu verschmelzen.

Bild
Format1,78:1
Norm1080i / MPEG-4 AVC
 Das Bild der Blu-ray liegt in 1080i vor und befindet sich typischem Low-Budget-Niveau. Die Schärfe ist solide und es zeichnen sich in Nahaufnahmen einige Details ab, die den Transfer von der beiliegenden DVD-Version sichtbar abheben. Dennoch hat das Bild mit Problemen einer kostengünstigen und digital gedrehten Produktion zu kämpfen. Je nach Szene und Ausleuchtung wirkt das Bild besser und schlechter. Der Kontrast arbeitet weitgehend sauber und kann zumindest in gut ausgeleuchteten Sequenzen mit einer guten Durchzeichnung aufwarten. Der Schwarzwert fällt allerdings sehr wechselhaft aus und meist tendiert das Schwarz ins Gräuliche. Die Konturen sind sehr weich gewählt und lassen den Transfer kaum plastisch und knackig wirken. Die Farbpalette wechselt zwischen ausgewaschen, natürlich, übersättigt und verfremdet hin und her, liefert aber durchaus brauchbare Werte ab. In dunklen Szenen beeinträchtigt aber ein enormes digitales Rauschen die Qualität und sorgt für teilweise massive Kompressions- und Bandingartefakte. Besonders auf homogenen Flächen hinterlässt das unschöne Blockbildungen.




(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Dragon

 +++---

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Soundtechnisch erreicht "Wound" ebenfalls nur solide Werte. Beide Tonspuren liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und unterscheiden sich nur im Dialogbereich voneinander, wobei beide eine natürliche Sprachwiedergabe besitzen. Allerdings klingt die deutsche Spur etwas lauter und vorallem steriler, wobei die Originalfassung mit einem etwas feinerem Klangbild aufwartet. Räumlichkeit ist nur bedingt vorhanden, denn der Film spielt sich fast ausschließlich im Frontbereich ab. Viel würde der Film für die Rears zwar nicht hergeben, aber ein wenig Räumlichkeit bei den Nebengeräuschen wäre wünschenswert gewesen. So bleiben zwei solide Tonspuren ohne deutsche Untertitel.
 +++/--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • 21seitiges Booklet
Blu-ray:
  • "Knot Nine" Music Video (4:25 Min., 576i)
  • Trailer (2:25 Min., 576i)
  • Damn Laser Vampire (9:02 Min., 576i)
  • Trailershow:
    • Helldriver (1:55 Min., 576i)
    • Machine Girl (1:32 Min., 576i)
    • Chain Letter (1:59 Min., 576i)
    • Autopsy (1:40 Min., 576i)
    • Autopsy 2 (1:52 Min., 576i)
    • Laid to Rest (1:24 Min., 576i)
    • Chromeskull: Laid to Rest 2 (1:27 Min., 576i)
DVD:
  • Hauptfilm (76:48 Minuten)
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • Untertitel: -
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Revenge (1:16 Min.)
    • Carne de Neón (1:47 Min.)
  • "Knot Nine" Music Video (4:25 Min.)
  • Trailer (2:25 Min.)
  • Damn Laser Vampire (9:02 Min.)
  • Trailershow:
    • Helldriver (1:55 Min.)
    • Machine Girl (1:32 Min.)
    • Chain Letter (1:59 Min.)
    • Autopsy (1:40 Min.)
    • Autopsy 2 (1:52 Min.)
    • Laid to Rest (1:24 Min.)
    • Chromeskull: Laid to Rest 2 (1:27 Min.)
VerpackungMediabook
 Das Mediabook beinhaltet ein 12seitiges Inlay mit Hintergrundinformationen und einem Interview mit Regisseur David Blyth. Zudem gibt es einen Trailer zum Hauptfilm, ein Musikvideo und einen 9minütigen Kurzfilm des Regisseurs mit dem Titel "Damn Laser Vampir". Abschließend kann man noch eine Trailershow anwählen. Das gesamte Bonusmaterial liegt in Standard Defintion vor. Wie in Mediabooks üblich, enthält das Set noch die DVD-Version des Films in der selben Ausstattung.
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Fazit
Hin und wieder versuchen Independent-Filme mit Provokationen und Tabu brechenden Themen in den Mittelpunkt der Filmgemeinde zu geraten, doch häufig ergibt die Geschichte wenig Sinn und entsprechend verliert man schnell das Interesse. Genauso verhält es sich mit diesem Streifen, der zwischen S/M, unverdauten Schuldgefühlen und einer massiven Psychose keinen roten Faden verfolgt.
Susan (Kate O'Rourke) empfängt ihren Vater, den sie nach wenigen Momenten von hinten nieder schlägt. Sie fesselt ihn an einen Stuhl, erdrosselt und entmannt ihn daraufhin, anschließend wird der Körper im Garten vergraben. Als Kind wurde Susan von ihrem Vater missbraucht, doch nun wird sie von ihrer vermeintlichen Tochter Tanja verfolgt, welche sie wie ein Dämon immer mehr in die Enge treibt ...

Bei den meisten Filmen merkt man nach wenigen Szenen, ob einem der Stoff zusagt und bei diesem kommt einem der Gedanke ans Abschalten nach weniger als zehn Minuten. Ein Zugang ist kaum gegeben, es findet sich weder eine Identifikationsfigur, noch ein Sympathieträger und einen Background erhalten die Figuren ebenso wenig, wie ihr Handeln rational erklärbar ist. Denn es leuchtet kaum ein, warum ein Psychologe seine Aufzeichnungen in eine Webcam spricht oder eine Schuldirektorin intime Fragen an eine Schülerin richtet, noch, warum Susan sich von ihrem Master John regelmäßig erniedrigen lässt oder Tochter Tanja das Blut ihrer eigenen Mutter vom Boden leckt.
Gewiss, einige Szenen haben metaphorischen Charakter, wie das Tragen von Masken als Selbstschutz oder der fette Kerl im Schweinekostüm, der stellvertretend für das "menschliche" Schwein in Form eines Vergewaltigers steht. Doch so sehr sich einige Szenen um eine schockierende Wirkung bemühen - der Effekt verpufft entweder aufgrund grottenschlechter FX, wie bei einer Vagina, die überdeutlich aus Latex besteht oder die Sequenz steht völlig ohne Kontext da, wie Kot in Alufolie einzuwickeln, sich für einen Suizid auf Bahnschienen zu legen oder der Besuch in einem Gothic Club. Letztendlich retten selbst kleine Splattereinlagen wie ein abgeschnittener Penis, ein heraushängender Augapfel und ein Kehlenschnitt nichts mehr.

Im Grunde besteht der Inhalt aus einer losen Aneinanderreihung grotesker Szenen, welche einige sexuelle Merkwürdigkeiten beinhalten und versuchen zu veranschaulichen, wie eine einsame Frau an ihrem Jugendtrauma zugrunde geht. Der Sinn dahinter leuchtet rasch ein, doch die dilettantische Umsetzung ist ein lahmarschiger Rohrkrepierer, der noch vor Ablauf der 72 Minuten (ohne Abspann) zum Schlafmittel mutiert. Das entbehrt jeglicher Spannung, verfolgt kein wirkliches Konzept und endet folgerichtig ohne Pointe - schade um Hauptdarstellerin Kate O'Rourke, denn ihre glaubhafte Performance ist das einzig Positive an diesem Schlammassel.

Die alte deutsche FSK18-Fassung von I-On New Media war um knapp 4 Minuten gekürzt und erschien 2011 auf DVD und Blu-ray. Diese auf 1000 Stück limitierte Auflage enthält erstmalig die ungeprüfte und unzensierte Fassung von "Wound" und wird exklusiv von Dragon über Österreich und Schweiz vertrieben. Das Mediabook enthält ein 21seitiges Booklet sowie die DVD- und Blu-ray-Version. Technisch ist die HD-Version für einen Low-Budget-Film solide, aber nicht gerade umwerfend. Auch die Extras fallen spärlich aus. Eine normale Edition mit nur einem Medium zum günstigere Preis hätte vollkommen gereicht.



Screenshots




Druckbare Version
News"Wound - Beware the Beast " - Dragon bringt ungekürzte Fassung im Mediabook
IMDb.com OFDb.de



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