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USA 1996
Originaltitel:Serial Mom
Alternativtitel:Serial Mom - Warum lässt Mama das Morden nicht?
aka. Serial Mom - Warum läßt Mama das Morden nicht?
Länge:93:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Waters
Buch:John Waters
Kamera:Robert M. Stevens
Musik:Basil Poledouris
SFX:Robert Vazquez
Darsteller:Kathleen Turner, Sam Waterston, Ricki Lake, Matthew Lillard, Mary Jo Catlett, Justin Whalin, Patricia Dunnock, Mink Stole, Patricia Hearst, Suzanne Somers, Scott Morgan, Walt MacPherson
Vertrieb:Universal
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:08.05.2013 (Kauf)



Inhalt
Beverly Sutphin hat in ihrem Leben eine wunderbare Harmonie gefunden. Sie schafft es, dass alles wie eine geölte Maschine läuft: Sie ist glücklich mit ihrem Mann, hat immer ein offenes Ohr für ihre Teenager-Kinder und hat für jeden Mitmenschen die richtige Antwort parat. Doch wehe, irgend jemand versucht, den trauten Familienfrieden zu stören. Der kleinste Anlass stürtzt sie sofort in eine mörderische Wut. Egal ob Lehrer oder Nachbarin: Mama greift zu Schere, Schürhaken und Fleischermesser ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der HD-Transfer trumpft mit seiner natürlichen Farbgebung und dem ausgewogenen Kontrastumfang auf, welcher helle und dunkle Bildbereiche gut ausbalanciert. Der Schwarzwert hinterlässt einen guten Eindruck und sorgt für eine angenehme, wenn auch nicht konstant gute Durchzeichnung. Die Schärfe ist gut, kränkelt aber etwas im Detail. Dies ist dem konstanten Bildrauschen zu schulden, welches etwas digital wirkt und die Vermutung aufkommen lässt, dass Universal hier mit Rauschfiltern gearbeitet hat. Während das Bild in Totalen immer wieder etwas weich wirkt, können Nahaufnahme mit einigen Details aufwarten, wobei die Detailzeichnung niemals mit aktuellen Produktionen mithalten kann.
Leider kommt das Bild nicht gänzlich ohne Nachschärfung aus: Auch wenn die Konturen weitgehend sauber arbeiten, zeichnen sich gerade in Totalen immer wieder unschöne Doppelkonturen ab. Verschmutzungen und Defekte finden sich kaum auf diesem Transfer wieder und der Bildstand ist durchweg ruhig. Die Kompression arbeitet zudem meist sehr sauber und hintergründig. Insgesamt ein überdurchschnittlich guter HD-Transfer, der sich deutlich von üblichem SD-Material abhebt, jedoch "Wow"-Momente missen lässt.




(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Universal

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (nur engl.), DTS 2.0 Stereo (dt., port., russ., span.)
SpracheDeutsch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch , Russisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch, Portugiesisch, Thailändisch, Koreanisch, Norwegisch, Ungarisch, Chinesisch, Tschechisch, Holländisch
 Die deutsche DTS-Stereo-Spur klingt durchweg kräftig und natürlich. Dialoge sind gut zu verstehen und übersteuern weder im Hochtonbereich, noch klingen sie dumpf oder kratzig. Die Front wirkt sehr breit und kräftig und bietet ein paar kleinere Rechts-Links-Effekte. Der englische DTS-HD Master Audio 5.1-Mix klingt etwas homogener und im Dialogbereich passen sich die Nebengeräusche besser dem restlichen Mix an. Die Stimmen könnten dennoch etwas klarer klingen. Trotz dem es ein paar gute Rechts-Links-Ortungen gibt, könnte die Abmischung offener klingen. Direktionale Effekte sind nicht zu erwarten. Die Räumlichkeit wird nur durch den Score erzeugt, selbst kleinere Nebengeräusche werden nicht über die Rears wiedergegeben. Letztlich bleibt auch der Originalton deutlich zu frontlastig, bietet einen begrenzten Dynamikumfang und ein schwaches Bassfundament. Untertitel sind optional.
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Extras
MediumBD-25
Extras-
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Es gibt leider keine Extras auf der Disc, dafür aber ein FSK-Wendecover.
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Fazit
"Serial Mom" zählt zumindest in Deutschland zu den vergessenen Perlen, denn es ist unverständlich, wie dieser satirische Spaß aus den Federn von John Waters nahezu 20 Jahre nach der deutschen Erstveröffentlichung auf VHS direkt auf Blu-ray erscheint und die DVD einfach übersprang.

"Serial Mom" mag vielleicht nicht Waters bester Film sein, doch seine bitterböse Satire auf die spießige Vorstadtidylle des "American Dream" zündet auch heute noch und hat nichts an Bissigkeit verloren. Waters zelebriert die Doppelmoral und die zwei Gesichter einer Wohlstandsgesellschaft mit einem zynischen Unterton und zeigt eine Seite der amerikanischen Gesellschaft, die nach außen hin eine selbstzufriedene und christliche Art an den Tag legt, hinter verschlossenen Türen aber ihre hässliche Fratze zeigt.
Dem steht eine Kathleen Turner in Höchstform voran. Als liebevolle Hausfrau und Mutter lebt sie den "heile Welt"-Status und ist die Fröhlichkeit in Person, mit leicht übertriebenen Ordnungsfimmel. Ihre Familie ist ihr heilig und der Sohnemann spielt ihr am liebsten die besten Szenen seiner Horrorfilmsammlung in Zeitlupe vor. Da ist es kaum verwunderlich, wenn Mutter in einen Blutrausch verfällt. Schließlich sind Filme wie Interner Link"Blood Feast" und Interner Link"Texas Chainsaw Massacre" für labile Mütter mit Tendenz zum Burnout nicht das Richtige. Wer dann versucht die Familienidylle zu stören, der bekommt es mit Mutti zu tun. Da kann es schon einmal passieren, dass der Lehrer, der den Sohn als geistesgestörten Horrorfilm-Freak bezeichnet, überfahren wird und wer die Tochter beim Date versetzt wird eben bestraft. Für Beverly Suthpin gibt es viele Gründe, die Leute aufzuspießen, zu verbrennen, zu überfahren und mit Telefonstreichen zu terrorisieren. Aber warum trennen die alle auch nicht ihren Müll, hören nicht auf zahnärztliche Verordnungen und spulen die ausgeliehenen Videokassetten nicht zurück? Da wird doch jede Mutter fuchsteufelswild.

Waters inszeniert eine spaßige schwarze Komödie voller bitterböser Szenen, reichlich Toten und würzt das Ganze mit gut gewählten Filmzitaten und einer wunderbaren spielenden Kathleen Turner als Mom, die das Töten einfach nicht sein lassen kann ...
Nach fast 20 Jahren ist dies die erste deutsche Veröffentlichung auf einem digitalem Medium. Auf Bonusmaterial muss man leider verzichten, der Ton liegt nur in Stereo vor und der HD-Transfer ist zwar als solcher zu erkennen, aber weit hinter dem zurück, was eine Blu-ray ausmacht.



Screenshots




Druckbare Version
NewsJohn Waters "Serial Mom" im Mai erstmals auf Blu-ray
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