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USA 1972
Originaltitel:Joe Kidd
Alternativtitel:Sinola
Länge:87:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Sturges
Buch:Elmore Leonard
Kamera:Bruce Surtees
Musik:Lalo Schifrin
Darsteller:Clint Eastwood, Robert Duvall, John Saxon, Don Stroud, Stella Garcia, James Wainwright, Paul Koslo, Gregory Walcott, Dick Van Patten, Lynne Marta, John Carter, Pepe Hern
Vertrieb:Universal
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:08.05.2013 (Kauf)



Inhalt
New Mexiko, Ende des 19. Jahrhunderts: Louis Charma führt eine Gruppe von mexikanisch-amerikanischen Bauern im Kampf um ihr Land an, nachdem der Beweis ihres Besitzes bei einem Brand in dem zuständigen Gerichtsgebäude zerstört worden ist. Der reiche Frank Harlan, der ebenfalls Ansprüche an das umkämpfte Land stellt, will das Rechtsystem umgehen, indem er eine Gruppe von Killern engagiert, die Charma beseitigen sollen. Revolverheld Kidd, der Harlans Angebot zunächst ausgeschlagen hat, ändert seine Meinung, als er herausfindet, dass Charmas Pferde gestohlen sind. Doch als er sieht, wie Harlan mehrere Mexikaner erschießt, muss Kidd die Motive seines Arbeitgebers überdenken.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / VC-1
 Das farbenfrohe und kontrastreiche Bild überzeugt von der ersten Minute an mit einer guten Durchzeichnung und einer ansprechenden Schärfe. Die Konturen werden gut dargestellt, allerdings wirkt das Bild etwas zu stark nachgeschärft, weil Kanten immer wieder leicht überstrahlen. In Bewegungen gibt es zudem hin und wieder dezente Treppeneffekte in Totalen. Auch wenn das Bild sehr plastisch und scharf wirkt, bietet es keine konstant hohe Detailschärfe. Die wenigen weichen Einstellungen sind u.a. der Produktion geschuldet bzw. sind weitgehend dem permanent sichtbarem Filmkorn zu verdanken.
Die feine Kornstruktur scheint aber intakt zu sein und lässt keine Anzeichen von digitaler Nachbearbeitung aufkommen, zumindest nicht im negativen Sinne. Auf homogenen Flächen fällt die Kompression niemals negativ auf und es gibt kein digitales Rauschen oder Blockbildung zu bemängeln. Helle und dunklen Bildbereiche werden gut ausbalanciert und der satte Schwarzwert arbeitet durchweg überzeugend. Defekte und Verschmutzungen sind ebenfalls kaum wahrzunehmen, weshalb man von einem guten HD-Transfer sprechen kann.




(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Universal

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 2.0 Mono (nur engl.), DTS 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Castellano
UntertitelDeutsch, Englisch, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch
 Der deutsche DTS-Monotrack klingt jederzeit gut verständlich und aufgeräumt. Hintergrundrauschen lässt sich kaum wahrnehmen und Defekte oder Tonfehler sind ebenfalls nicht auszumachen. Nebengeräusche und Musik werden zudem kräftig und natürlich wiedergegeben. Die Stimmen klingen altersbedingt nicht immer ganz frisch und neigen im Hochtonbereich zu etwas Übersteuern. Der englische DTS-HD Master Audio 2.0 Stereo-Mix offenbart etwas mehr Details und klingt etwas offener und frischer. Nebengeräusche und Musik werden ebenfalls sehr natürlich wiedergegeben und die Dialoge sind stets sehr gut zu verstehen. Rauschen ist hier ebenfalls nicht wahrzunehmen und Defekte oder Tonfehler gibt es auch nicht. Der Hochtonbereich arbeitet deutlich besser als in der deutschen Version und bereitet kaum Probleme. Optional gibt es diverse Untertitel und weitere Sprachfassungen.
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Extras
MediumBD-25
Extras-
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Bonusmaterial gibt es nicht.
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Fazit
John Sturges und Clint Eastwood, beide mit ausreichender Erfahrung im Westerngenre - da sollte man doch wenigstens einen knackigen "Mann ohne Namen ballert sich zum Recht"-Film erwarten, doch "Sinola" enttäuscht in jeder Hinsicht. Nicht nur, weil Eastwood total unmotiviert erscheint, sondern vor allem aufgrund der lahmarschigen Geschichte, die furchtbar gewöhnlich ist und zudem unspannend erzählt wird. Da gefallen die ersten 25 Minuten noch ganz gut, wenn Eastwood als Joe Kidd in der Westernstadt Sinola im Knast sitzt, einem Aufseher einen Kochtopf auf die Omme haut und anschließend dem Richter vorgeführt wird (weil er einen Hirsch im Reservat erlegt hat).
Dann stürmen bewaffnete Mexikaner unter der Führung von Luis Chama (John Saxon) das Gerichtsgebäude, um Landansprüche geltend zu machen. Kidd flieht mit dem Richter und kurz darauf erscheint Frank Harlan (Robert Duvall) mit seinem Gefolge, der Schuld an der Misere der Mexikaner ist. Kurzum: Harlan überzeugt Kidd, gemeinsam mit seinen krummen Typen, Jagd auf den mexikanischen Märtyrer zu machen. Und von da an geht es rapide bergab. Hat man zunächst noch den Eindruck, einen leicht zynischen Eastwood mit Coolness und Charme (er krallt sich gleich das Betthäschen von Harlan) zu erleben, wechselt dieses Bild mit der Verfolgung des Mexikaners. Ein paar Männer reiten durch die Einöde, knallen einen Mexikaner ab, nehmen eine Mexikanerin mit und landen in einem Dorf, an dessen Rand sie Chama vermuten. Alles in einem gemächlichen Erzähltempo mit wenigen Dialogen, einzelnen Schusswechseln und nur zwei körperlichen Auseinandersetzungen, die Clint mit einem Gefährten Harlans führt.

Wie zu erwarten, wechselt Kidd die Seite und will nun die Bösen, samt Oberhaupt Harlan ausschalten, was ebenfalls nicht sonderlich spannend ausfällt. Da gehört eine Szene, in der Kidd von einem Turm aus ein Seil mit Tonkrug an einem Wachmann zerdeppern lässt, schon zu den besseren Momenten. Und auch wenn er während der letzten Minuten mit einer Dampflok den Saloon entert und den Bösewicht als moralischer Sieger vom Richterstuhl aus kalt macht - Clint hat mir schon mal besser gefallen. Es fehlt an Dynamik, an spannenden Auseinandersetzungen und auch Humor, der zumindest in den ersten Minuten noch zaghaft eingestreut wurde.

So ist "Sinola" nichts weiter als ein typischer Westen, der sich so auch in den 50ern hätte abspielen können: Bieder, überraschungsarm und leidlich unterhaltsam. Eine schwache Inszenierung des Mannes, der kleine Klassiker wie "Der alte Mann und das Meer" hervorbrachte, aber Sturges war hier wohl nicht so ganz bei der Sache, ebenso wie Eastwood, der zwar nicht enttäuscht, aber vorher und nachher in jedem anderen Western besser spielte. Kann man sich antun, aber mit jedem anderen Westernfilm Eastwoods ist man besser bedient.

Die deutsche Blu-ray wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert und bietet eine ansprechende Bild- und Tonqualität. Leider fehlt es der Disc an Bonusmaterial und das spärliche Menü mit den Universal Film typischen Symbolen ist und bleibt unschön.



Screenshots




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