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JP 2000
Originaltitel:Ringu 0: Bâsudei
Alternativtitel:Ring 0
aka. Ring Ø: Birthday
Länge:98:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Norio Tsuruta
Buch:Hiroshi Takahashi
Kamera:Takahide Shibanushi
Musik:Shin'ichirou Ogata
SFX:Tomio Haraguchi
Darsteller:Yukie Nakama, Seiichi Tanabe, Kumiko Asô, Yoshiko Tanaka, Ryûji Mizukami, Takeshi Wakamatsu, Kaoru Okunuki, Daisuke Ban, Tsukasa Kimura, Junko Takahata, Masako, Yasuji Kimura
Vertrieb:Anolis / Sony Pictures
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:22.11.2012 (Kauf)



Inhalt
30 Jahre vor den Ereignissen von Interner Link"Ring" ...

Sadako ist die Tochter von Shizuko Yamamura, einer parapsychologisch begabten Frau, die vor fast 10 Jahren bei einer Vorführung ihrer Fähigkeiten von den anwesenden Journalisten als eine Betrügerin bezeichnet wurde. Seit diesem Vorfall fand einer nach dem anderen Journalist auf mysteriöse Weise den Tod. Miyaji Akiko, ebenfalls Reporterin und ehemalige Verlobte des zuerst verstorbenen Journalisten, ist auf der Suche nach Sadako - um zu klären, wie es zu den Todesfällen kam und schlussendlich Sadako für ihre Taten zu töten. Der Teenager, den sie vorfindet, ist aber mitnichten der eiskalte Killer, sondern ein fragiles Mädchen, das heimgesucht wird von den Schrecken, den sie und ihre Mutter durchgemacht haben. Diese Ereignisse stehen dem Mädchen im Gesicht geschrieben, sie strahlt eine unheimliche Aura aus. Daher sind ihre Schulkameraden auch nicht gerade begeistert, als sie der Theatergruppe beitritt. Und tatsächlich kommt es von da an wieder zu unheimlichen Todesfällen. Die Opfer haben vor ihrem Tod Visionen von einem alten Brunnen und eines unheimlichen Hauses. Eindrücke, wie man sie in 30 Jahren auch auf dem Videoband finden wird ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 "Ring Ø" leidet wieder stärker unter Kompressions- und Encodingproblemen, wie man in Bewegungen und in dunklen Sequenzen sehen kann. In diesen zeigt sich digitales Rauschen und Artefaktebildung auf homogenen Flächen. Das Schärfeverhalten ist grundsolide, zeigt aber nur eine durchschnittliche Detailzeichnung. Der Rauschfaktor ist weniger intensiv, bleibt aber konstant sichtbar. Zudem wurde das Bild etwas nachgeschärft. Die Farbgebung ist sauber, tendiert leicht ins Gelbstichige. Der Kontrast arbeitet solide, wirkt aber etwas zu flach und der Schwarzwert lässt zu wünschen übrig. Somit wirkt das Bild wieder nur bedingt plastisch und auch wenn es sich deutlich von der DVD abhebt, ist das HD-Gefühl eher mäßig. Defekte und Verschmutzungen sind kaum auszumachen. Insgesamt ein solider Transfer dieser japanischen Produktion.




(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Anolis

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Ein großen Unterschied zu den vorherigen Teilen gibt es auch hier nicht. Der japanische DTS-HD Master-Mix klingt weiträumiger und lauter, während die deutsche Tonspur weitgehend frontlastig und steril in ihrer Sprachdarstellung klingt. Der Dynamikumfang ist stark eingeschränkt und auf richtige Surroundeffekte muss man in beiden Sprachversionen verzichten. Im Frontbereich gibt es immer wieder eine nette Rechts-Links-Ortung, die Rears werden dabei aber weitgehend nur für Geräusche und Musik genutzt.
Der Subwoofer bekommt in beiden Fassungen relativ wenig zu tun, der japanische Mix klingt im Zusammenspiel zwischen Dialogen und Nebengeräuschen aber deutlich harmonischer. Deutsche Untertitel lassen sich separat hinzuschalten.
 +++/--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Audiokommentar von Javier Lopez
  • Behind The Scenes (19:55 Min., 1080p)
  • Entfernte Szenen (7:54 Min., 1080p)
  • Zuordnung von Szenen und Sets (2:07 Min., 1080p)
  • Trailer:
    • Deutscher Trailer (0:37 Min., 1080p)
    • Japanischer Trailer (0:37 Min., 1080p)
    • Export-Trailer (1:23 Min., 1080p)
    • Deutscher Teaser (0:22 Min., 1080p)
    • Japaischer Teaser (0:18 Min., 1080p)
    • 2. japanischer Teaser (0:16 Min., 1080p)
    • Bildergalerie (1:57 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial wurde wieder komplett deutsch untertitelt und liegt in High Definition vor. Den Anfang macht der Audiokommentar des Fan-Seiten-Betreibers Javier Lopez, der den Zuhörer mit reichlich Hintergrundinformationen zu den Filmen, der Produktion und der Saga versorgt. Das 20minütige Behind the Scenes zeigt unkommentierte Aufnahmen vom Set. Neben einer Bildergalerie, sechs Trailer und acht Minuten an entfernten Szenen gibt es noch eine Zuordnung von Szene und Set. Diese zeigt, in welchen verschiedenen Locations die Szene mit der Schulaufführung entstand.
 +++/--

Fazit
Nach dem vielgerühmten Grusel- und Interner LinkKassenerfolg und seiner Interner LinkFortsetzung (sowie einer weiteren Fortsetzung, die komplett unter die Räder kam: Interner Link"The Spiral") nun also: The Prequel!
Betitelt ist diese Vorgeschichte rund um die unheimliche Figur des Mädchens Sadako mit "Ring Ø - Birthday" und gottseidank wird keine Teenagergeschichte daraus. Stattdessen orientiert sich der Plot, der eng mit den ersten beiden "Ring"-Filmen verbunden ist, vielmehr an Stephen Kings "Carrie", denn da sind einige Ähnlichkeiten auszumachen.
Die Story blendet 30 Jahre zurück und beleuchtet die Figur Sadako näher und zwar von ihrem Versuch, mittels einer Mitarbeit bei einer Theatergruppe in die Gesellschaft der Menschen hineinzuwachsen. Deswegen hat der Film auch seine Daseinsberechtigung, denn alles was man von dem Film vor Beginn weiß, ist sein Ende: nämlich dass das Mädchen in dem besagten Brunnen landen wird, von wo der Fluch seinen Ausgang nehmen wird.

Wer sich jetzt jedoch Antworten auf alle seine Fragen aus den Vorgängern erwartet, der steht auch weiterhin im Regen. Es hagelt mystische Andeutungen und Prophezeiungen, das Meer spielt eine unheimliche Rolle und wer der wahre Vater des Mädchens ist, wird auch hier wieder nicht geklärt. Einblick erhält man aber in die tragische Figur des Mädchens und seiner geteilten Seele (die einzige wirkliche Erkenntnis aus "Ring 0"), die in der Lage ist, Geister zu sehen und von unheimlichen Wesen verfolgt und/oder beschützt wird, die nicht von dieser Welt sind.
Missgunst, Neid oder Agressivität gegenüber dem medikamentös behandelten Mädchen führen unweigerlich zum Tod mittels der schon bekannten geheimnisvollen Figur mit den vor dem Gesicht hängenden Haaren, die bisher immer mit Sadako gleichgesetzt wurde, die hier aber eher eine autarke zweite Hälfte ihrer Existenz darstellt. Die weiteren Zutaten sind deshalb wieder vorhanden: eine morbide Akustik, die nackten Füße des Geistermädchens, grotesk starrende Tote, der Fluch, visualisiert durch Fotoaufnahmen.
Durch den Tod einer Schauspielerin an die Hauptrolle geraten, gerät der Regisseur in den Strudel des Todes, der schon Sadakos Mutter kannte. Ein ihr zugetaner Toningenieur und seine angstvolle Kollegin bilden die menschelnden Gegenpole, ihr behandelnder Arzt gerät in den Strudel, der von einer Journalistin mitangerührt wird, die klären will, warum alle Beteiligten an der Entlarvung von Sadakos Mutter und Adoptivvater inzwischen verstorben sind. Dabei kippen Sympathiefiguren baldigst vornüber, wenn es die Dringlichkeit erfordert, Unkenntnis und Missverständnisse bringen die Katastrophe ins Rollen.

Von einigen atmosphärischen Gruselszenen zu Beginn (der Film atmet jedoch wieder diese endlose japanische Gelassenheit, die man fast mit Monotonie übersetzen könnte), driftet der Film schließlich zu einem dramatischen Höhepunkt bei der Theaterpremiere, der an Kings Klassiker erinnert. Daraufhin folgt dann die für den Zuschauer äußerst anschauliche "Werdung" des Sadakowesens in der Wildnis mit dem Brunnen, bei der radikal Schluss gemacht wird mit der Theorie, dass ja irgendjemand einen Film überleben muss, nur weil er gute Absichten hat.

Stimmiger Grusel mischt sich so mit reichlich unwirklichem Horror, bisweilen in Terror überkippend und die finalen Szenen rund um Brunnen und Haus haben es wirklich in sich, wenn man sich darauf einlässt. Erstmals sieht man hier auch Beteiligte am Fluch sterben, wenn auch nicht geklärt wird, wie das geschieht. "Ring Ø" ist stimmig, kribblig und gnadenlos und deswegen folgerichtig zum Interner Linkersten Teil passend (und größtenteils auch zum Interner Linkzweiten Teil). Bis dahin eine Filmserie ohne Aussetzer ...

Die Blu-ray bietet eine mehr als solide Bild- und Tonqualität, interessantes Zusatzmaterial und wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert. Für Fans der "Ring"-Reihe eine Pflichtanschaffung.



Screenshots




Druckbare Version
Ring Ø
Ring - Das Original
Ring 2
Ring: Spiral
Ring Virus, The
Ring - Das Original
Ring 2
Ring: Spiral
Ring 0
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