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JP 1998
Originaltitel:Rasen
Alternativtitel:Spiral, The
Länge:97:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jouji Iida
Buch:Jouji Iida
Kamera:Makoto Watanabe
Musik:La Finca
SFX:Hajime Matsumoto
Darsteller:Kouichi Satou, Miki Nakatani, Shingo Tsurumi, Shigemitsu Ogi, Hiroyuki Sanada, Hinako Saeki, Yutaka Matsushige, Daisuke Ban, Naoaki Manabe, Kôji Suzuki
Vertrieb:Anolis / Sony Pictures
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:22.11.2012 (Kauf)



Inhalt
Pathologe Andou Mitsuo ist geschockt: Die Leiche auf seinem Seziertisch ist Takayama Ryuji, eine Kommilitonin aus Studienzeiten. Die Rätsel mehren sich: Er findet einen verdächtig aussehenden Tumor in Ryujis Nacken und einen verschlüsselten Virencode. Als Andou und sein Partner Miyashita nach Hinweisen zu Takayamas Tod suchen, stoßen sie auf vier weitere mysteriöse Tode: Vier Teenager starben und ihre Körper weisen alle denselben ungewöhnlichen Virus auf. Die Epidemie scheint die offensichtliche Todesursache zu sein, aber ein Reporter namens Yoshino findet weitere Hinweise auf ein Mädchen mit dem Namen Yamamura Sadako und ein Videoband, das seine Betrachter tötet ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Große Unterschiede zur HD-Präsentation von Interner Link"Ring 2" bietet "Spiral" nicht. Er liefert abermals ein deutlich besseren Transfer als noch beim Interner Linkersten Teil der Reihe an und zeigt somit kaum noch Artefakte oder Blockbildung auf homogenen Flächen. Der Schwarzwert erlebt eine Steigerung, wirkt aber immer noch zu hell – ein Problem, welches man aus vielen japanischen Filmen kennt und das bei Bedarf manuell am TV nachjustiert werden könnte. Der Kontrast arbeitet sehr ausgewogen, könnte aber etwas mehr Durchzeichnung erzeugen und die Farben wirken sehr realistisch und natürlich. Die Schärfe erreicht leider wieder nur durchschnittliche Werte und der Detailbereich kann nicht permanent ein HD-Gefühl erzeugen.
Die Steigerung zur DVD ist zwar deutlich sichtbar, doch es fehlt dem Bild etwas an Plastizität und Feinzeichnung. Die Konturen arbeiten stets sehr sauber und es scheint wohl nur dezent nachgeschärft worden zu sein. Defekte und Verschmutzungen sind keine auszumachen und das permanente Rauschen im Hintergrund wirkt diesmal weniger digital als vielmehr analog und zeigt somit eine feinerer und natürlichere Kornstruktur.




(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Anolis

 ++++--

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (dt.), DTS-HD Master Audio 7.1 (jp.)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Tontechnisch gibt es keine nennenswerten Unterschieden zu den beiden vorherigen Teilen. Auch hier wurden beide Tonspuren wieder in HD-Master abgemischt, wobei der japanische Track sechs Kanäle zur Verfügung hat. In beiden Sprachfassungen sind richtige Surroundeffekte Mangelware, denn der Einsatz der Rears wird auf Geräusche und Musik beschränkt. Während der Originalton sich harmonischer ins Gesamtbild einfügt, klingt die deutsche Synchronisation äußerst steril. Zudem ist die Dynamik eingeschränkt im deutschen Pendant und die Abmischung bleibt weitgehend frontlastig, während das japanische Original lauter und etwas räumlicher klingt. Der Subwoofer könnte in beiden Fassungen prägnanter ausfallen und bekommt leider viel zu wenig Gelegenheit aus sich heraus zu kommen. Es gibt dezente Rechts-Links-Effekte im Frontbereich und der Hochtonbereich arbeitet ebenfalls in beiden Sprachfassungen sehr homogen. Deutsche Untertitel sind vorhanden.
 +++/--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Deutscher Trailer (1:10 Min., 1080p)
  • Japanischer Trailer (1:10 Min., 1080p)
  • Japanischer Teaser (0:28 Min., 1080p)
  • Bildergalerie (0:40 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Als Bonus gibt es lediglich drei Trailer und eine Bildergalerie.
 +/----

Fazit
"Ring: Spiral", oder auch "Rasen" im Original, entstand fast gleichzeitig zum Original Interner Link"Ringu" und war auch als direktes Sequel konzipiert gewesen. Die Handlung beginnt direkt im Anschluß an die Ereignisse aus dem Interner LinkOriginalfilm, allerdings steht hier eine aus dem Interner Linkersten Teil noch unbekannte Person im Mittelpunkt. Dann kommen aber Ryuji Takayama und Mai Takano hinzu, die man bereits aus dem Interner Linkersten Film kennt und die den Brückenschlag dazu bilden. Mit dem ersten Interner Link"Ringu" hat der von Jôji Iida inszenierte Nachfolger aber leider fast nichts mehr gemeinsam. Auch Hideo Nakata, der Regisseur des Interner Linkersten Films, war mit diesem Werk nicht zufrieden und drehte kurze Zeit später sein eigenes Sequel Interner Link"Ringu 2".

Das Hauptproblem von "Ring: Spiral" ist die Fokussierung auf eine wissenschaftliche Erklärung des Phänomens, worunter auch Interner Link"Ringu 2" leidet, aber nicht ganz so stark. Die übernatürliche Komponente ist zwar noch vorhanden, wurde aber auf ein Mindestmaß zurückgefahren. Auch erzeugen die wenigen Gruselszenen so gut wie keine Gänsehaut, was aber an der allgemein ziemlich kalten und nur wenig mitreißenden Atmosphäre des Films liegt. Sadako ist hier keine markerschütternde Erscheinung mehr, tritt nur einmal in gewohnter Form auf und wird irgendwann zu einem wissenschaftlichen Objekt. Ein weiterer Punkt ist auch die zu Hideo Nakatas Filmen komplett andere Inszenierungsweise, die "Ring: Spiral" so deutlich von den anderen Filmen absetzt. Jôji Iida bevorzugte eine sehr ruhige und trockene Art, seine Geschichte filmisch darzustellen. Leuchtende Farben wird man nur selten finden und die Kamerabewegungen sind meistens auch sehr ruhig. Auch bleibt die Kamera mal für längere Zeit an einer Position stehen um das Geschehen einzufangen, so dass eine gewisse Dynamik sich nur sehr selten bemerkbar macht.

Der Film ist ohnehin sehr langsam. Zudem kann das Produktionsdesign stellenweise wirklich als minimalisitisch bezeichnet werden, auch wenn es z.B. bei der Obduktion von Ryujis Leiche etwas mehr Aufwand betrieben wurde.
Zudem muss man sich auch etwas mit den eigenwilligen Charakteren anfreunden. Egal ob nun Mitsou Ando, Mai Takano oder Mitsous Kollegen, sie wirken in ihrer Darstellung manchmal schon fast lethargisch. Zwar bekommen die meisten im Verlaufe der Handlung mehr Facetten verabreicht, aber eine wirkliche Änderung bei Mai z.B. findet erst mit einem drastischen Ereigniss im letzten Drittel statt. Außerdem erfährt man außer über Mitsou Ando kaum etwas über die anderen Charaktere. Mitsou ist dafür aber auch eine Person, die einige dunkle Seiten in der Seele besitzt. Vor einiger Zeit verlor er seinen Sohn und seine Frau und hat seitdem mit seinem belasteten Gewissen zu kämpfen, ist dabei aber auch zu schwach, um seinem Leben selbst ein Ende zusetzen.

Das alles soll nicht bedeuten, dass "Ring: Spiral" nicht doch die eine oder andere gute Szene bieten könnte. Gerade ein bestimmter Moment während der Obduktion von Ryujis Leiche bietet einen schönen Gänsehauteffekt. Auch nimmt man Koichi Sato und Shingo Tsurumi in ihrer Darstellung als Arbeitskollegen Mitsou und Miyashita die langjährige Zusammenarbeit durchaus ab. Aber insgesamt kann der Film leider kaum überzeugen und ordnet sich somit am Ende der Qualitätsskala aller "Ringu" Filme ein. "Ring: Spiral" ist da eher für "Ringu"-Komplettisten geeignet.
Gezeigt wurde "Ring: Spiral" in Japan zunächst in Doppelaufführungen mit dem Original Interner Link"Ringu". Die Produzenten der Filme hatten schon sehr früh die Idee, gleich das Sequel mitzuproduzieren, damit die Zuschauer die Geschichte sofort weiterverfolgen können. Daher konnte auch Hideo Nakata hier keine Regie führen, da die Filme teilweise parallel entstanden.

Die Blu-ray bietet gewohnt eine solide Qualität, wobei das HD-Bild auf dem selben Level wie Interner Link"Ring 2" ist. Das Bonusmaterial fällt spärlich aus und die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.



Screenshots




Druckbare Version
Ring: Spiral
Ring - Das Original
Ring 2
Ring Ø
Ring Virus, The
Ring - Das Original
Ring 2
Ring Ø
Ring: Spiral
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