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JP 1998
Originaltitel:Ringu
Alternativtitel:Ring
aka. Ring, The
aka. Ring: El círculo, The
Länge:95:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Hideo Nakata
Buch:Hiroshi Takahashi
Kamera:Jun'ichirô Hayashi
Musik:Kenji Kawai
SFX:Hajime Matsumoto
Darsteller:Nanako Matsushima, Miki Nakatani, Hiroyuki Sanada, Yûko Takeuchi, Hitomi Satô, Yôichi Numata, Yutaka Matsushige, Katsumi Muramatsu, Rikiya Otaka, Masako, Daisuke Ban, Kiyoshi Risho
Vertrieb:Sony / Anolis
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:22.11.2012 (Kauf)



Inhalt
Die Reporterin Reiko Asakawa untersucht gerade den Mythos eines Videobandes, das für den Tod von jedem verantwortlich sein soll, der es anschaut, als ihre Nichte Tomoko unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt. Bei ihren Nachforschungen entdeckt sie, dass ebenfalls 3 Freunde ihrer Nichte am selben Tag und zur exakt selben Zeit starben. Asakawa kann die Spuren der 4 Freunde bis zu einem Ferienhaus in Izu zurückverfolgen, wo die Gruppe übernachtet hat... und wo alle das verfluchte Videoband gesehen haben.
Als sie sich das Band im Ferienhaus anschaut, klingelt das Telefon und eine unheimliche Stimme teilt ihr mit, dass sie nur noch 7 Tage zu leben hat. Mit der Hilfe ihres Ex-Mannes Ryuji Takayama untersucht sie die Aufnahmen auf dem Band, in der Hoffnung den Fluch rechtzeitig bannen zu können. Doch als sie den Bildern und den Geheimnissen dahinter auf die Spur kommen, müssen sie feststellen, dass die Lösung des Fluches schlimmer als der Tod selbst ist ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Anolis veröffentlicht den ersten Teil der "Ring"-Saga im korrektem Kinoformat von 1,85:1 (die Coverangabe von 1,79:1 ist falsch) und liefert ein solides HD-Bild ab, welches für einen Low-Budget-Film einen angenehmen Eindruck hinterlässt.
Die Schärfe fällt deutlich besser als die DVD aus, hinterlässt aber einen etwas weichen Eindruck. Besonders helle Szenen wirken scharf und die Nachschärfung fällt nur dezent ins Gewicht. Dunklen Sequenzen fehlt es an der nötigen Feinzeichnung, was sie etwas matschig erscheinen lässt. Das liegt u.a. am mittelmäßigen Schwarzwert, der mit einer Art weißem Schleier für eine sehr eingeschränkte Durchzeichnung und einer lediglich mittelmäßigen Plastizität sorgt. Die Farbgebung fällt weitgehend natürlich aus, wurde aber stilbedingt etwas flach und kühl gewählt. Defekte und Verschmutzungen sind auf der Vorlage kaum zu finden und lediglich die starke Körnung trübt den Gesamteindruck etwas. Das liegt unter anderem daran, dass immer wieder digitales Rauschen zu sehen ist und die Kompression nicht gänzlich fehlerfrei arbeitet.




(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Anolis

 +++/--

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (dt.), DTS-HD Master Audio 6.1 ES (jp.)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Der japanische DTS-HD Master Audio 6.1-Mix wurde deutlich lauter abgemischt als das deutsche Pendant und klingt um einiges räumlicher. Die deutsche Tonspur pappt viel zu stark in den Frontkanälen und kann meist nur beim Musikeinsatz etwas Räumlichkeit aufbauen. Insgesamt mangelt es aber beiden Tonspuren an richtige Surroundeffekten. Lediglich der Score und die Nebengeräusche reißen hier etwas raus. Der Dynamikumfang ist nicht sonderlich hoch und auch der Subwoofer bekommt in beiden Sprachfassungen nur selten etwas zu tun. Dialoge sind gut zu verstehen und wurden sauber ausbalanciert, wobei die deutsche Synchronisation etwas zu steril klingt, während die Balance zwischen Sprache und Nebengeräusche im japanischen Original besser harmoniert. Deutsche Untertitel sind optional.
 +++/--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Audiokommentar von Javier Lopez
  • Interview mit Regisseur Hideo Nakata (24:02 Min. ,1080p)
  • Internationale Trailer:
    • Deutscher Trailer (2:06 Min., 1080p)
    • Japanischer Trailer (2:06 Min., 1080p)
    • Französischer Trailer (0:46 Min., 1080p)
    • Britischer Trailer (0:52 Min., 1080p)
    • Export-Trailer (1:26 Min.,1080p)
  • Bildergalerie (1:07 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial wurde komplett deutsch untertitelt. Neben fünf internationalen Trailern, einer Bildergalerie und einem 24minütigen Interview mit Regisseur Hideo Nakata, liegt der Disc ein schöner Audiokommentar von Javier Lopez bei. Der Herausgeber des "Ringu"-Fan-Magazins spricht über die Symbolik des Film, erläutert die Handlung und vergleicht das Interner LinkUS- und das Interner LinkKorea-Remake mit dem ersten Teil der Reihe. Zudem geht er auch auf Patzer in der Übersetzung ein. Das Interview mit dem Regisseur ist aber nicht weniger interessant, denn Nakata spricht sehr offen über die Produktion.
 ++/---

Fazit
Nach dem Interner LinkRemake das Original - sicherlich nicht die gelungendste Reihenfolge, um die Qualität einer Reihe abzuschätzen, aber letztendlich geht es so auch. Während ich sonst den asiatischen Filmmarkt aus westlichen Qualitäts- und Geschmacksgesichtspunkten immer mit Vorsicht gegenüberstehe, kann "Ringu" doch überzeugen. Vor allem, wenn man sich die Kenntnis des US-Remake mal aus dem Kopf schlägt, was gar nicht so einfach ist, denn in puncto Style haben ausnahmsweise die Amis mal die Nase vorn. "Ringu" kann in seinen besten Szenen tatsächlich gruseln oder Angst machen, vor allem weil die teilweise dissonante Tonspur einem Schauer über den Rücken jagt. Der Film verzichtet auf Erklärungen, obwohl er die Spurensuche durchaus zum Thema macht, sondern präsentiert lieber düster Bilder einer karg-unemotionalen und steifen Gesellschaft.
Zwar ist die Hauptperson eine Frau, doch ergeht sich der Film dann doch in der Präsentation klassisch asiatischen Rollenverhaltens, nachdem die Frau schüchtern im Hintergrund steht, während der (ernst-mürrische) Mann es ist, von dem alle Aktionen ausgehen. Das kann man jetzt als Gesellschaftskritik verstehen (vor allem, wenn man bedenkt, wer überlebt und wer nicht), muss man aber nicht.

Leider versäumt es der Film, außer bizarren Andeutungen (der Kobold-Spruch, die Gestalt mit dem Tuch vor dem Gesicht) irgendetwas Handfestes mitzuliefern, sondern beschränkt sich darauf, den Zuschauer zu verstören, zu verunsichern und so zu ängstigen. Auch die Fortschritte der beiden Protagonisten basieren zumeist auf Flashbacks und anderen plötzlichen Eingebungen, die nicht weiter erklärt werden, sondern der supernatürlichen Natur der Sache untergeordnet sind. Was an Infos dann doch mitgeliefert wird, erscheint wie widerwillig hingeworfen und bringt den Zuschauer relativ wenig weiter. Der Vorwurf, das Original sei jedoch düsterer als das Remake kann nicht entsprochen werden. Die entscheidenden Szenen geschehen ebenso bei Tag und sind im Kontext (die graue, verhangene, regnerische Allgegenwart der Hoffnungslosigkeit) sowohl in Original wie auch im Remake vorhanden. In "Ringu" scheint sogar noch öfter die Sonne, das allerdings auch nur in Bezug auf das Wetter, denn einen weniger fröhlichen Film, der keine Tragödie ist, kann man sich kaum vorstellen.

Zieht man doch einen Vergleich mit dem Interner LinkRemake (man kommt ja nicht drumrum), so bedient dieses mehr den Wunsch nach bruchloser Atmosphäre, liefert durch ein wesentlich umfänglicheres Video mehr Rätselspiel, kann aber bei Kenntnis des Originals der Überfrachtung angeklagt werden, da die Nebenhandlung rund um den medial begabten Sohn hier einer normalen Mutter-Kind-Beziehung weicht.
Was an "Ringu" verbesserungsfähig wäre, ist sein langsamer und schwerfälliger Aufbau und seine uneinheitliche dramatische Konstruktion, wo auf terrorähnliche Ausfälle immer wieder extremer Leerlauf folgt. Auch die Darsteller erweisen sich nicht gerade als Meister der Mimik, wobei nie geklärt wird, wie so ein Mäuschen von Frau Journalistin geworden ist und warum ihr Begleiter stets so schlechtgelaunt ist (und sie wie Dreck behandeln darf). Das völlige Fehlen einer Motivation (die Erklärung, der Zorn Sadakos würde die ganze Welt zerstören wollen, wirkt recht aufgesetzt und bar jeder Motivation) ist zwar kein dringender Vorwurf, dient jedoch beim Interner LinkRemake der Zugänglichkeit.

"Ringu" ist, betrachtet man den vielen hohlen Quatsch, der im Genre aus Asien herüberschwappt, ein qualitativ hochwertiges Stück Grauen auf Film, jedoch nicht unanfechtbar, wie die Mundpropaganda den Unwissenden weißmachen will. Dennoch kann nicht bestritten werden, daß die Amis die Stärken komplett übernommen haben und dann lediglich Ergänzung zufügten, wo ausnahmsweise mal berechtigt welche sein dürfen.

Die deutsche Blu-ray von Anolis bietet eine solide Bild- und Tonqualität, interessante Extras und wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.



Screenshots




Druckbare Version
Ring - Das Original
Ring 2
Ring Ø
Ring: Spiral
Ring Virus, The
Ring 2
Ring: Spiral
Ring Ø
Ring
Ring - Das Original
Ring Universum (High-Bit Edition)
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