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IT, ESP, D 1965
Originaltitel:Per qualche dollaro in più
Alternativtitel:...et pour quelques dollars de plus
aka. For a Few Dollars More
aka. Muerte tenía un precio, La
aka. Por unos cuantos dólares más
aka. Por unos pocos dólares más
Länge:132:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sergio Leone
Buch:Sergio Leone, Luciano Vincenzoni
Kamera:Massimo Dallamo
Musik:Ennio Morricone
Darsteller:Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Gian Maria Volonté, Mara Krupp, Luigi Pistilli, Klaus Kinski, Joseph Egger, Panos Papadopolus, Benito Stefanelli, Roberto Camardiel, Aldo Sambrell, Luis Rodríguez, Tomás Blanco, Lorenzo Robledo, Sergio Mendizábal, Dante Maggio, Diana Rabito
Vertrieb:Tobis / Universum Film
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:22.01.2013 (Kauf)



Inhalt
Während der Zug über holprige Schienen in Richtung New Mexico rollt, betrachtet Colonel Mortimer Bibel lesend und mit komplizierten Kosten-Nutzen-Rechnungen in Sachen Kopfgeld im Sinn gelangweilt die karge Landschaft. Mortimer ist besonders scharf auf den gefürchteten Banditen El Indio, auf den ein besonders hohes Kopfgeld von 10.000$ ausgesetzt ist und mit dem er noch eine ganz persönliche Rechnung zu begleichen hat. Er ahnt jedoch nicht, dass ein harter Konkurrent, ein mysteriöser Fremder namens Monco, ebenfalls für harte Dollar unterwegs ist. Obwohl sich beide nicht grün sind, beschließen sie die gemeinsame Jagd auf Indios Mordgesellen und teilen vorsorglich die Abschusskandidaten auf. Trickreich schleichen sie sich in die Bande ein, die einen Überfall auf die Bank von El Paso planen ...

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Damit "Für ein paar Dollar mehr" endlich in seiner unzensierten Fassung präsentiert werden konnte, musste man für die Restauration auf unterschiedliche Quellen zurückgreifen, wodurch die Bildqualität etwas wechselhaft ausfällt. Man merkt dem Film sein Alter an, doch trotz der schwankenden Schärfe und Detaildarstellung ist das Material durchweg als HD-Material zu erkennen. In Nahaufnahmen erweist sich das Bild als sehr detailliert und plastisch, wirkt in Totalen aber stellenweise etwas weich. Unscharf wird es aber nie und der Kontrast arbeitet überwiegend ausgewogen und überzeugt mit einem satten Schwarzwert, während die Farben sehr kräftig und erdig ausfallen. In einigen Momenten wirkt das Bild aber etwas zu hart kontrastiert und das penetrante Filmkorn geht etwas zu Lasten der Detaildarstellung. Zumindest scheint nicht nachträglich gefiltert worden zu sein, zumindest nicht im störenden Ausmaß. Der HD-Transfer weist aber immer wieder kleinere Unruhen auf, sowie einige Verschmutzungen in Form von Laufstreifen und Defekten. Die Kompression arbeitet sehr sauber im Hintergrund. Universum Film griff überwiegend auf das US-MGM-Master zurück und sticht mit dieser Veröffentlichung die stark gefilterte und blässere italienische Blu-ray aus.




(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Tobis / Universum Film

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 2.0 Mono
SpracheDeutsch (alte Kinofassung), Deutsch (Wiederaufführungssynchronisation), Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Angenehmer Monoton, der auf DTS-HD aufgeblasen wurde und eine ordentliche Restauration erfuhr. Nebengeräusche und Dialoge sind sehr sauber und klar zu verstehen und die Musik erfreut sich einer überraschend kräftigen Abmischung. Leichte Hochtonprobleme sind altersbedingt kaum wegzudenken, trüben den Hörgenuss aber nicht. Im Hintergrund ist deutlich Rauschen wahrzunehmen und ein paar Defekte und Knackser gehören ebenfalls zum Ton. Neben der alten deutschen Kinosynchronisation enthält die Disc die kultige Rainer Brandt-Synchronisation, die einen teilweise andere musikalische Untermalung aufweist und wesentlich lauter klingt. Dialoge sind auch hier sehr gut zu verstehen, klingen aber ebenfalls hin und wieder etwas kratzig. Auch hier ist hörbares Rauschen im Hintergrund wahrzunehmen. Die englische Tonspur liegt ebenfalls in Mono vor und klingt etwas leiser, aber auch natürlicher als beide deutschen Tonspuren. Zudem gibt es noch eine DTS-HD Master Audio 5.1-Version, die lediglich im Musikbereich etwas breiter wirkt, sich ansonsten aber weitestgehend im Frontbereich abspielt. Deutsche und englische Untertitel sind optional.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Audiokommentar von Sir Christopher Frayling
  • Dokumentationen und Interviews:
    • Ein neuer Standard (19:10 Min., 576i)
    • Für ein paar Wochen mehr (6:35 Min., 576i)
    • Tre Voci (Drei Stimmen) (10:18 Min., 576i)
    • Drehortvergleiche in Spanien (11:31 Min., 576i)
    • Die US-Verleihfassung (4:49 Min., 576i)
    • Restauration Italian Style (4:22 Min., 576i)
  • Werbematerialien:
    • Deutscher Kinotrailer (Constantin) (3:07 Min., 1080i)
    • Deutscher Wiederaufführungstrailer (Tobis) (3:23 Min., 1080i)
    • US-Kinotrailer (3:36 Min., 576i)
    • "Double Bill" Trailer (1:55 Min., 576i)
    • Radio-Werbespots (12 Spots, jeweils 1:00 Min., 1080i)
  • Deutscher Filmvorspann (3:10 Min., 1080i)
  • Trailershow:
    • Für eine Handvoll Dollar (3:28 Min., 1080i)
    • Mein Name ist Nobody (3:48 Min., 1080i)
    • Nobody ist der Größte (4:29 Min., 1080i)
    • Renegade (2:08 Min., 1080i)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Universum Film konnte das komplette Bonusmaterial der DVD von Paramount übernehmen und fügte noch den alten deutschen Vorspann mit ein. Der Audiokommentar von Leone-Biograph Sir Christopher Frayling wurde zwar nicht deutsch untertitelt, stellt aber wieder eine fundierte Filmanalyse dar, bei der Frayling auf verschiedene Aspekte der Produktion und deren Hintergründen eingeht. Unter Dokumentationen und Interviews befinden sich sechs kleine Features. Den Anfang macht "Ein neuer Standard", in welchem Frayling in knapp 19 Minuten nochmal den Film in Kurzform besprechen und analysieren darf. Wer den Audiokommentar bereits gehört hat, wird kaum etwas Neues erfahren. "Für ein paar Wochen mehr" ist ein weiterer Ausschnitt aus selben Interview mit Clint Eastwood, welches bereits für Interner Link"Für eine Handvoll Dollar" genutzt wurde. Eastwood spricht in den sechs Minuten sehr positiv über die Zusammenarbeit mit Lee van Cleef und Leone, sowie über die Produktion im Allgemeinen. In "Tre Voci" sprechen erneut Leones Freunde Produzent Alberto Grimaldi, Drehbuchautor Sergio Donati und Synchro-Experte Mickey Knox in knapp 10 Minuten über ihren Freund und bereichern das Bonusmaterial mit vielen Anekdoten.
In "Restauration Italian Style" erzählt MGM-Filmarchivar und -Restaurator John Kirk über seine Arbeit an der Restauration von "Für eine paar Dollar mehr". Es gibt außerdem wieder einen 11minütigen "Drehortevergleich in Spanien", bei dem die Drehorte von damals mit heute verglichen werden. Unter "Die US-Verleihfassung" befinden sich zwei kleine gekürzte Szenen, sowie weitere Vergleiche zur alten US-Fassung.
Zum Schluss beinhaltet die Disc diverse Trailer und Radiospots, sowie eine Trailershow weiterer Universum Film-Titel. Das Bonusmaterial wurde deutsch und englisch untertitelt.
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Fazit
Nachdem Sergio Leone 1964 mit Interner Link"Für eine Handvoll Dollar" das Genre des Italo-Westerns begründete, musste natürlich ein Nachfolger her. Die Story losgelöst vom Vorgänger, wurde "Für ein paar Dollar mehr" erneut ein Kassenerfolg, und das zurecht.
Trotz neuer Geschichte blieben die Hauptverantwortlichen in einem Boot: Clint Eastwood als wortkarger, legendärer Einzelkämpfer in der Hauptrolle, Leone auf dem Regiestuhl und Morricone als Meister der Filmmusik. Mehr Pep in die Story bringt hier Lee Van Cleef als undurchsichtiger Mitstreiter Eastwoods, was mit Gian Maria Volonté zusammen eine Dreieckskonstellation ergibt, die im Nachfolger "Zwei glorreiche Halunken" übernommen wurde und dort noch viel ausgereifter daherkommt.

Genrefans kommen nicht nur wegen der prominenten Besetzung (Klaus Kinski ist übrigens auch dabei und bleibt einem mit nur ca. zwei Sätzen dauerhaft im Gedächtnis) auf ihre Kosten. Reichlich Stoff für das Auge ist ebenfalls geboten, karge, hitzedurchflutete Landstriche sorgen für die Atmosphäre, immer unterstützt von den Klängen Morricones, der wieder einmal für Gänsehautmomente sorgt und somit unverzichtbar ist.
Die Anzahl der Leichen, die den Weg der Hauptdarsteller pflastern, ist beachtlich. Zwar sind wenige explizite Momente dabei, trotzdem stecken die Schießereien voller Zynismus, was für die nötige Härte sorgt. Leicht verstörend sind zudem die Rückblenden, die Leone später in Interner Link"Spiel mir das Lied vom Tod" zur Perfektion brachte und die er bereits hier dazu nutzt, um seine Figurenkonstellation endgültig klar zu machen. Wie alles zusammenhängt erfährt man wie so oft erst zum Schluss, der mit dem obligatorischen Duell endet, das in diesem Fall Geschichte schrieb. Die Schnitttechnik ist beispiellos spannungsfördernd, wenn auch nicht ganz so zur Perfektion gebracht wie in Leones späteren Genre-Referenzen.

Bezeichnend, wenn Eastwood in der letzten Szene mit einem Karren voller Leichen wegreitet, nachdem er vorher mit einem unverkennbar-trockenem Spruch auch noch den letzten Bösewicht ins Gras beißen hat lassen. Man kann "Für ein paar Dollar mehr" in allen Bereichen die Note "sehr gut" verleihen, trotzdem fehlt zum glorreichen Trilogie-Finale das kleine Quentchen. Für Fans sicherlich ein Pflichttermin, weil Leone damit erneut ein Stück Italo-Westerngeschichte schrieb und seinen Mythos weiter festigte.

Trotz ein paar Mängel veröffentlicht Universum Film den zweiten Teil der "Dollar"-Trilogie, der erstmals ungekürzt erscheint, in einer guten Qualität. Die Disc wird mit einem FSK-Wendeocover ausgeliefert.



Screenshots




Druckbare Version
For a few Dollars more
Fistful of Dollars, A
Für eine Handvoll Dollar
Für ein paar Dollar mehr
Für ein paar Dollar mehr
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