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D, JP, USA 2008
Originaltitel:One Missed Call
Alternativtitel:Don't Pick Up the Cell Phone!
Länge:86:52 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Eric Valette
Buch:Andrew Klavan
Kamera:Glen MacPherson
Musik:Reinhold Heil, Johnny Klimek
SFX:David Fletcher
Darsteller:Edward Burns, Shannyn Sossamon, Azura Skye, Ana Claudia Talancón, Ray Wise, Rhoda Griffis, Margaret Cho, Jessica Brown, Johnny Lewis, Katie Kneeland, Kevin Navayne, Tara Ansley
Vertrieb:Warner
Regionalcode:A, B, C
Blu-ray-Start:25.07.2008 (Verleih) / 25.07.2008 (Kauf)



Inhalt
"Wie hört es sich an, wenn du stirbst?" Mehrere Studenten erhalten Anrufe, die ihren Tod ankündigen - entsetzliche Aufnahmen, der letzten Sekunden ihres Lebens eingeläutet von dem gespenstisch-harmlosen Klingelton einer Spieluhr. Beth muss innerhalb weniger Tage das grausame Sterben zweier Freunde miterleben. Sie weiß, dass beide diese Anrufe erhalten hatten. Doch die Polizei hält Beth Vermutungen für Wahnvorstellungen - mit Ausnahme von Detective Jacke Andrews. Seine Schwester ist bei einem merkwürdigen Unfall ums Leben gekommen, der auffällige Parallelen aufweist. Fieberhaft versuchen Jack und Beth, das Geheimnis der unheimlichen Anrufe zu enträtseln. Doch als sie der Wahrheit auf die Spur kommen, beginnt auch Beth Handy die grässliche Melodie zu spielen ...

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / VC-1
 "Tödlicher Anruf" wurde stilistisch stark verfremdet und einem sehr düsteren, kühlen und trostlosen Look ausgesetzt. In dieser Hinsicht ist der Transfer ausgezeichnet, denn Farben wurden stark reduziert, wirken meist sehr blass und tendieren etwas ins Grünliche. Der Kontrast zeigt einen sehr schwachen Schwarzwert mit einer mäßigen Durchzeichnung. Hier fehlt es deutlich an Tiefenwirkung und Plastizität. Zudem erscheint das Bild überwiegend sehr weich, kaum detailliert und stellenweise unscharf. Filmkorn hält sich angenehm zurück und auch die Kompression arbeitet unauffällig. Etwas besser schaut der Transfer allerdings in Nahaufnahmen aus. Diese können meist gefallen und erscheinen dann auch sehr scharf und durchweg detailliert. Aufgrund der extremen Bildverfremdung kein wirklich gutes Bild, jedoch ein fehlerfreier Transfer.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby TrueHD 5.1 (engl.)
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch
UntertitelDeutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Chinesisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Koreanisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Italienisch für Hörgeschädigte, Brasilianisches Portugiesisch
 Der Soundmix ist auf jedenfall besser als das Bild, doch nutzt das Potenzial dieses Genrefilms nicht im Geringsten aus. Die Abmischung erscheint meist sehr frontlastig und monoton. Dialoge kleben an der Front und die wenigen Surroundeffekte wirken kraftlos und langweilig. Hier wird uns nur das Nötigste an Schockeffekten spendiert und keiner der routinierten, mit wenig Bass versetzten Soundeffekte wirft den Zuhörer von der Couch. Auf der Dynamikumfang ist nicht sonderlich hoch. Wenigsten überzeugen die Dialoge, welche stets gut verständlich bleiben. Der englische TrueHD-Mix bietet eine deutlich höhere Dynamik und eine etwas bessere Weiträumigkeit. Doch auch hier bleibt der Mix hinter den Erwartungen, die wir an einem Horrorfilm stellen, deutlich zurück.
 +++/--

Extras
MediumBD-25
Extras-
VerpackungSeastoneCase
 Kein Bonus, nicht einmal ein Trailer zum Film. Sehr ärgerlich, dabei ist es egal, ob Flop oder nicht Flop, von einer aktuellen Produktion sollte man zumindest etwas Bonusmaterial erwarten dürfen.
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Fazit
J-Horror-Remakes aus den USA schauen ist inzwischen so interessant geworden wie Miterleben wie Farbe trocknet. Jeder Fetzen Drehbuch wird inzwischen amerikanisiert, verstanden wird er aber nicht mehr, hauptsache wir haben ein unheimliches Sujet zum Ausschlachten. So kommt denn auch "One Missed Call", das Remake eines relativ gefassten Films von Takashi Miike, wie der 73. Versuch daher, eine Erfolgsformel Marke Totes Pferd durch den Grand Canyon zu reiten.
Wie bereits in der Vorlage geht es um mysteriöse Anrufe auf dem Handy, die meistens in Abwesenheit ankommen und den eigenen Todesschrei beinhalten, der meistens 1-2 Tage in der Zukunft liegt, wie das Rufdatum beweist. Hollera, sowas hatten wir seit Interner Link"Ring" und Co. ja schon lange nicht mehr oder liegt hier etwa eine bewusste Kreuzung mit Interner Link"Final Destination" vor? So gestaltet sich nämlich die erste Hälfte dieses gerade mal 80minütigen Cash-Ins, in dem eine Handvoll Leute nacheinander den Löffel abgeben, nachdem sie unheimlich Halluzinationen hatten - und selbst das Miterleben hält sie nicht davon ab, mal zu versuchen, sich irgendwo freundlich und brav in die Ecke zu stellen. Gerade als einen das herzhafte Gähnen überfällt, weil Shannyn Sossamon schon deutlich ein paar Jährchen zu alt für eine halbunreife Studentin erscheint, dreht sich der Film ins Alberne, präsentiert Ray Wise als Moderator einer Exorzismussendung und führt den König der Blassnasen, nämlich Edward Burns ein, der hier als Bulle vom Dienst Geld für seine nächste Regiearbeit sammelt. Spätestens als die holde Hauptfigur ihren Anruf verpasst und statt zwei nur einen Tag Zeit hat, kommt dann das große Interner Link"Ring"-Zeitablaufen an, um der Herkunft des Fluches auf die Schliche zu kommen. Das ist dann auch echt knorke, bringt wieder mal Kinder als das Böse ins Spiel und bemüht sich um ein, zwei Twists, wer denn nun wirklich der böse Auslöser ist, erklärt aber nicht die Halluzinationen, die überhaupt nichts mit dem Fall zu tun haben; erklärt nicht die Leiche im Lüftungsschacht, die hinter Shannyn herkrabbelt und schon gar nicht den absolut wirren Höhepunkt, der das Ganze scheinbar für einen Augenblick löst (ohne Erklärungen), um dann fünf Sekunden später den Käse von vorn losgehen zu lassen.
Aber da ist dann sowieso schon alles egal, dürftige Leistungen allerorten, ein Plot voller Löcher und schlechte Effekte (vor allem bei Tod per Nahverkehrszug) haben schon alle Zähne gezogen. Aber ernsthaft verliert der Film schon in der ersten Sequenz - da zieht der böse Geist ein armes Mägdelein boshafterweise in den Gartenteich, um dann nach ein paar Sekunden ... die Katze folgen zu lassen. Stellt sich mir die so bekloppte wie redundante Frage: Hatte die Katze auch einen Anruf und wie hört das Vieh seine Mailbox ab?



Screenshots




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News"Tödlicher Anruf" – das "One Missed Call"-Remake startet demnächst
Ein "Tödlicher Anruf" erwartet uns im Juli
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