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USA 2007
Originaltitel:Shooter
Länge:125:41 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Antoine Fuqua
Buch:Jonathan Lemkin
Kamera:Peter Menzies Jr.
Musik:Mark Mancina
SFX:Kerry Phillips
Darsteller:Danny Glover, Dean McKenzie, Jonathan Walker, Kate Mara, Lane Garrison, Mark Wahlberg, Michael Pena, Ned Beatty, Rhona Mitra, Tammy Gillis
Vertrieb:Paramount
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:06.10.2008 (Verleih) / 06.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Der ehemalige Marine-Scout-Scharfschütze Bob Lee Swagger (Mark Wahlberg) wird dazu gezwungen, einen Anschlag auf den Präsidenten zu vereiteln, doch das Unfassbare passiert: Er wird reingelegt und selbst des Anschlagsversuchs beschuldigt. Fest entschlossen, seine Unschuld zu beweisen, flieht der Scharfschütze vor allen Strafverfolgungsbehörden des Landes und vor einer geheimen Organisation, die seinen Tod will.

Bild
Format2,40:1
Norm1080p / MPEG-2
 Bot die DVD bereits ein nahezu perfektes Bild, darf die Blu-ray noch einmal eins drauf setzen und wartet mit einer teilweise hervorragenden Schärfe auf. Nahaufnahmen zeigen feine Details, so z.B. beim Scharfschützengewehr, bei dem wir sogar die Unregelmäßigkeiten der Lackierung erkennen können. Hinzu kommt eine tolle Tiefenschärfe und knackige Konturen. Lediglich in einigen Panoramaaufnahmen fällt der Schärfegrad etwas ab und unterliegt den eingesetzten Stilmitteln, wodurch der Transfer nicht mehr ganz so plastisch wirkt. Dafür erscheint die Farbgebung stets sehr satt und kräftig, wirkt aber nicht wirklich natürlich und unterliegt diversen Filtereinsätzen. Der Kontrast wurde absichtlich erhöht, wodurch helle Flächen zu steil wirken - eine störende Überstrahlung ist dabei aber nicht auszumachen. Dafür müssen wir aber mit einem leichten Detailverlust in dunklen Szenen rechnen. Insgesamt trotzdem ein traumhaftes High Definition-Bild, was einen förmlich anspringt. Für die Höchstnote reicht es mangels durchweg plastischer Darstellung zwar noch nicht, aber ansonsten ist das Bild trotz veralteter MPEG-2 Codierung makellos und eine Freude für das Auge.
Im Vergleich: Die HD DVD wurde in 1080p / AVC MPEG-4 codiert, was im direkten Vergleich zur MPEG 2 codierten Blu-ray aber keine sichtbaren Unterschiede ausmachte.
 +++++/

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch
UntertitelEnglisch, Dänisch, Deutsch, Finnisch, Holländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch, Italienisch, Türkisch, Ungarisch, Griechisch, Purtogiesisch
 Paramount spendiert allen Tonspuren eine Dolby Digital 5.1-Abmischung, welche mit einem enormen Druck und einer wunderbaren Weiträumigkeit aufwarten können. Der Dynamikumfang ist enorm und wenn die Action einsetzt, wackeln förmlich die Wände. Der Soundmix ist voller direktionaler Effekte und überzeugenden Umgebungsgeräuschen. Hinzu kommt ein kräftiger Soundtrack, welcher auf sämtlichen Kanäle verteilt wird und für eine stimmige Räumlichkeit sorgt. Die Stimmwiedergabe ist ebenfalls hervorragend und passt sich besser als bei der DVD ins das Geschehen ein. Insgesamt also ein wirklich toller 5.1-Mix mit satten Effekten, klar ortbaren Umgebungsgeräuschen und einem wuchtigen Bass. Für die Höchstnote hätte der Soundmix vielleicht noch eine Spur feiner ausfallen müssen. Im Vergleich zu damaligen HD DVD fällt jedoch auf, dass Paramount uns den damaligen HD-Ton komplett vorenthält. So gab es damals eine Dolby Digital Plus 5.1-Abmischung mit 1.2mbps. und jetzt reicht es gerade mal für 640kbps. Für eine next-gen Version ist dies zwar ärgerlich und hört sich nach Kundenabzocke und vor allem verarsche an, doch im Praxistest sieht dies nur halb so schlimm aus. So erscheint der Dolby Digital Plus-Mix eine kleine Spur dynamischer und etwas druckvoller.
 +++++-

Extras
MediumBD-50
Extras
  • Audiokommentar von Regisseur Antoine Fuqua
  • Die Besten überleben: Das Making-of von Shooter (21:5 Min., 1080i)
  • Independence Halle (7:20 Min., 1080i)
  • Entfernte Szenen (1080i):
    • Nick Memphis Vorstellung beim FBI (2:37 Min.)
    • Timmons in der Gasse (1:12 Min.)
    • Sarah und Swagger diskutieren die Verschwörung (1:26 Min.)
    • Erweiterte Einkaufsszene (2:47 Min.)
    • Swagger und Memphis am Fluss (0:48 Min.)
    • Swagger und Memphis auf dem Weg zum Farmhaus (1:15 Min.)
    • Swagger und Memphis im Motelzimmer (1:42 Min.)
  • Kinotrailer (2:26 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase
 Paramount stattet die Blu-ray identisch zur DVD und HD DVD mit einem deutsch untertitelten Audiokommentar aus, welcher von Regisseur Antoine Fuqua leider im Alleingang eingesprochen wurde. Dabei gibt er zwar eine Menge an Hintergrundinformationen zum Besten, insgesamt erscheint der Komentar aber sehr trocken und im fehlt ein Gesprächspartner, weshalb es leider viel zu viele Pause gibt. Das 28minütige Making of ist überraschenderweise sehr informativ ausgefallen und beschäftigt sich unter anderem mit Mark Wahlbergs Scharfschützentraining, zeigt uns dabei eine Menge Set- und Trainingsaufnahmen, lässt Produzenten, Regissseur, Darsteller, sowie Trainer zu Wort kommen und gibt uns auch so einen schönen Einblick in die Produktion. Aber wie immer hätte dies ruhig noch länger ausfallen können. Desweiteren gibt es noch ein kleines, aber interessantes Featurette über die Independence Hall in Philadelphia, sowie 11 Minuten an entfernten Szenen. Last but not least dürfen wir uns über den Originaltrailer freuen, zumal hier wirklich alle Extras in HD vorliegen und deutsch untertitelt wurden.
 +++---

Fazit
Antoine Fuqua war mal die große Action- und Thrillerhoffnung mit einem sehr eigenen, aber auch sehr eingängigen Stil - das war zur Zeit von "Training Day". Der bekam Nominierungen, einen Oscar und alles sah rosig aus. Aber auch ein Regisseur kann nur selten langfristig über sein Material hinaus wachsen - und mit Gurken wie Interner Link"Tränen der Sonne" und Interner Link"King Arthur" war kaum ein Staat zu machen. Gut zu wissen, dass mit "Shooter" Fuqua zur alten soliden Form zurück gekehrt ist - solide Thrillerspannung und hausgemachte Action Marke alte Schule.
Der Plot ist zwar wieder einmal nicht das originellste Filmsujet, aber die Parallelen zur Ermordung John F.Kennedys boten nicht selten Stoff für unterhaltsame Filme. Dafür hat Fuqua aber mit Mark Wahlberg den idealen Schauspieler gefunden, der hier eine Art legitimen Spross Clint Eastwoods gibt, wenn er mit ernst-stoischem Gesicht und Scharfschützen-Army-Vergangenheit gegen eine Verschwörung anrennt, die ihn à la "Lee Harvey Oswald" erst als Profiler verpflichtet hatte, um ihn dann als Sündenbock zu verheizen. Wahlberg hat gerade das ideale Alter, erfahren und gleichzeitig mit dem nötigen Hauch Jugendlichkeit versehen, um alle Altersgruppen anzusprechen; sympathisch und ernst zugleich - ein Typ, mit dem man mitfiebert. Das Skript an sich ist ein bisschen schwatzhaft, die Exposition nimmt eine ganze Weile in Anspruch (der Film ist fast zwei Stunden lang) und wenn es dann endlich zum Attentat kommt, stürzt sich der Film in Interner Link"Auf der Flucht"-Motive und eine recht herbe Selbstarztung, gepaart mit ein paar netten Actionhighlights, die auch mal auf extreme Gewalt verzichten können. Fuqua verzichtet auf jede Art leichter Muse oder unpassenden Humor, der sich beim Zuschauer anbiedern soll, sondern geht "straight" nach dem Prinzip der 70er Jahre. Entweder ergibt sich mal ein Schmunzeln aus dem Plot oder auch nicht - provoziert wird es jedenfalls nicht. Erst im letzten Drittel wird dann so richtig zu den Waffen gegriffen, als die beiden Partner (Wahlbergs Flucht wird gleichzeitig parallel durch die Ermittlungsarbeit eines FBI-Neuling konterkariert, der für die Zuschauer in die Materie eindringen kann, die hinter der Verschwörung steckt) sich endlich gefunden haben. Dennoch genügt dem Film eigentlich ein großes Action-Set-Piece, der Angriff auf ein gesichertes Versteck eines Verschwörers, wo auch mal Explosives mitgeliefert wird, ansonsten wird auf kurze, knappe Action- oder Gewaltausbrüche gesetzt, aber nie selbstzweckhaft. Das Ende wirkt ein bisschen misskonzeptioniert, auf ein Ende (im Schnee) folgt noch eins (im Justizministerium), um dann darauf noch ein bisschen Charles Bronson zu mimen. Das wirkt zwar für die Zuschauer zufrieden stellend, ist aber ein wenig konstruiert und dramaturgisch uneben. Doch die gute Kameraarbeit, das abwechslungsreiche Skript und die sauberen Darstellerleistungen lassen einen darüber hinweg sehen. Definitiv ein sauberer Thriller, den man sich später immer mal wieder ansehen wird, wenn er denn läuft, eben weil er so straight ist.

Anstelle einen 1:1 Transfer der HD DVD zu machen ist die Blu-ray qualitativ etwas schlechter als die HD DVD. Dies liegt wohl daran, dass Paramount einfach nur die alte Blu-ray Auflage wieder aus dem Keller ausgegraben hat und nicht einen komplett neuen Transfer, basierend auf die HD DVD Fassung, machte. Ärgerlich für alle die jenigen, die kein HD DVD-Player besitzen, doch man kann sich diese Blu-ray getrost zulegen, denn die Unterschiede der Codierung (MPEG4 zu MPEG 2) sind im Bild gar nicht wahrzunehmen und das fehlen einer HD-Tonspur schlägt sich ebenfalls nur dezent auf die Klangqualität nieder. Ansonsten in allen belangen identisch zum roten Pendant. Wer die HD DVD bereits besitzt behält natürlich diese, alle anderen sollten sich den Film und die Blu-ray nicht entgehen lassen.



Screenshots




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Shooter
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