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D, USA 2001
Originaltitel:Jeepers Creepers
Alternativtitel:JEEpERs CrEEpers
aka. Jeepers Creepers - Es ist angerichtet
Länge:90:39 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Victor Salva
Buch:Victor Salva
Kamera:Don E. FauntLeRoy
Musik:Bennett Salvay, Harry Warren, Steven Severin
SFX:Max Ink Cafe, E=mc², Makeup and Monsters
Darsteller:Gina Philips, Justin Long, Jonathan Breck, Patricia Belcher, Eileen Brennan, Brandon Smith, Peggy Sheffield, Jeffrey William Evans, Patrick Cherry, Jon Beshara, Avis-Marie Barnes, Steve Raulerson, Tom Tarantini, Chris Shepardson
Vertrieb:Cine Plus / VCL
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:27.05.2008 (Kauf)



Inhalt
Die Geschwister und Collegestudenten Trish (Gina Philips) und Darry (Justin Long) befinden sich gerade auf dem Weg in die Ferien, als sie auf der einsamen Landstraße plötzlich von einem großen Truck bedrängt werden und nur mit Mühe einen Unfall verhindern können. Kurze Zeit später sehen sie den Truck nahe einer verlassenen Dorfkirche wieder und beobachten von weitem, wie der Fahrer blutdurchtränkte weiße Säcke in eine Erdröhre wirft. Erneut überstehen sie nur knapp eine Verfolgungsjagd mit dem mysteriösen Truck, doch die Neugier der beiden ist zu groß: Sie müssen wissen, was bei der alten Kirche vorging und fahren zurück. Ein fataler Fehler ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / AVC MPEG-4
 Im direkten Vergleich zu ersten Blu-ray aus dem Hause Cine Plus / VCL ist der Transfer von "Jeepers Creepers" Gold wert, obgleich auch hier einiges im Argen liegt und wir es höchstwahrscheinlich nur mit einem hochskalierten DVD-Master zu tun haben. Wir können das Bild einmal als besseres DVD-Bild bezeichnen, was an der Auflösung liegt, doch HighDef-Feeling mag hier nicht aufkommen. Dabei sind vor allem Nahaufnahmen angenehm scharf und auch der Kontrast erreicht gute Werte, wobei der Schwarzwert leider sehr wechselhaft ausgefallen ist. Oftmals wird das Bild so, als wäre der Kontrast absichtlich angehoben worden, um keine nötigen Details zu verschlucken. Die Farbgebung erscheint meist trist und zurückhaltend, nur wenige Sequenzen zeigen sich natürlich, aber niemals wirklich kräftig. Aufgrund von Nachschärfung wirkt das allgemein eher weiche und lediglich in Nahaufnahmen detaillierte Bild zwar etwas plastisch, zeigt aber auch deutliche Doppelkonturen. Hinzu kommt eine starke Körnung und immer wieder auftauchender Schmutz. Desweiteren sind Kompressionsartekfakte zu sehen, was bei einer Blu-ray eigentlich nicht mehr sein sollte. Auch wenn die Mängel nicht von der Hand zu weisen sind, so ist es überraschend, was man hier aus einem "normalen" DVD-Master herausgeholt hat.
Vielleicht gibt es ja irgendwann einmal eine ordentliche Restauration und man lässt vom Negativ ein HD-Master erstellen, dann könnte "Jeepers Creepers" sicherlich verdammt gut aussehen. So bleibt der Transfer aber nur durchschnittlich.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (nur engl.), DTS HD 6.1 Audio (nur dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Abmischung liegt im DTS-HD 6.1-Mix vor und bietet uns zumindest klanglich eine deutlich bessere Qualität gegenüber der DVD. Sicherlich keine wirklich spektakuläre Abmischung, aber zumindest sobald der Creeper in Erscheinung tritt, dürfen wir uns über eine äußerst aggressive Abmischung freuen und sämtliche Kanäle werden mit viel Druck und einer guten Räumlichkeit wiedergegeben. Die Rears werden sehr druckvoll für den Score und die sauber abgemischten Umgebungsgeräusche genutzt. Wenn nötig gibt es satte direktionale Effekte und die Dialoge sind stets klar und deutlich zu verstehen. Das Ganze klingt dann aber nicht so detailliert, wie man es vom neuen Tonformate erwarten würde. Ein intensiverer Blick zeigt uns auch, dass von knapp 6 MBit/s an möglicher Bitrate gerade einmal 1,5 MBit/s genutzt werden, was nicht gerade eine Glanzleistung darstellt, aber auch kein Beinbruch ist. Insgesamt gut und sauber abgemischt, in den ruhigeren Dialogenpassagen aber zu trist und deutlich Potenzial nach oben aufzeigend.
Aber man möchte nicht meckern, schließlich liegt der englische Mix nur in Dolby Digital 5.1 vor und klingt in den Dialogen deutlich zurückhaltender und dumpfer. Effekte klingen gut, aber weder Höhen noch Dynamik können mit dem deutschen Mix mithalten. Die Abmischung des Scores erstreckt sich aber auch sehr räumlich auf alle Kanäle und Effekte sind ebenfalls gut platziert, klingen aber bei weitem nicht so überzeugend wie beim deutschen Pendant. Die auf dem Cover angegebene deutsche 5.1-Tonspur fehlt, dafür lassen sich optional deutsche Untertitel hinzuschalten.
 ++++--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Audiokommentar von Victor Salva
  • Deleted And Extended Scenes:
    • Director's Cameo (0:25 Min., 480p)
    • Original Opening (2:59 Min., 480p)
    • Drive To The Diner (1:27 Min., 480p)
    • Worried About Mom (1:08 Min., 480p)
    • Where There's Hell, There's A Way (1:06 Min., 480p)
    • Strip-O-Gram Cop (1:03 Min., 480p)
    • More Creeper, More Tongue (1:31 Min., 480p)
    • It's In The Building (0:44 Min., 480p)
    • The Creeper Attacs (3:20 Min., 480p)
    • Original Ending (1:24 Min., 480p)
    • Calling Home (1:58 Min., 480p)
  • Behind The Scenes:
    • The Making Of Jeepers Creepers (60:14 Min., 480p)
    • B-Roll (7:55 Min., 576p)
  • Fotogalerie (7:54 Min., 480p)
  • Interviews:
    • Gina Philips (3:10 Min., 576p)
    • Justin Long (3:20 Min., 576p)
    • Jonathan Breck (3:54 Min., 576p)
    • Brain Penikas (4:04 Min., 576p)
  • Trailer:
    • US-Kinotrailer (1:57 Min., 576p)
    • Teaser Trailer (1:47 Min., 576p)
    • TV Spots (1:08 Min., 576p)
VerpackungSeastoneCase
 Beim Bonusmaterial geht man den richtigen Weg und veröffentlicht im Gegensatz zur e-m-s schon von der DVD bekanntes Bonusmaterial. So gibt es neben einem leider nicht untertitelten, aber dafür sehr informativen Audiokommentar mit Victor Salva auch das bereits auf der deutschen DVD erhältliche 60-minütige Making-Of "Behind the Peepers", welches sehr umfangreich ausgefallen ist und die komplette Entstehung des Films dokumentiert. Angefangen mit Casting-Aufnahmen über die Vorproduktion, bis hin zu den Effektarbeiten und der Nachvertonung, wird der gesamte Entstehungsprozess erläutert und man lässt natürlich Macher und Darsteller zu Wort kommen. Desweiteren spendiert man uns 7 Minuten an unkommentierten B-Roll-Material, welches einen schönen Blick hinter die Kulissen garantiert. Weiter geht es mit etwas langweiligen und deutsch synchronisierten Interviews mit den Darstellern und dem Special Effects-Spezialisten Brain Penikas, bevor wir uns elf gelöschte und erweiterte Szenen inkl. einem alternativen Anfang und Ende anschauen dürfen. Zum Schluss gibt es noch Trailer, Teaser und TV-Spots, sowie eine zum Video montierte Fotogalerie. Somit veröffentlicht Cine Plus nahezu das gesamte Bonusmaterial der DVD-Special Edition. Lediglich die Filmografien fehlen. Das Blu-ray-Menü ist im Übrigen gut gelungen.
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Fazit
Die Slasher-Welle überrollte eine Zeit lang sowohl das Teenie-Film-Genre als auch das Horror-Genre. Nachdem Wes Craven mit Interner Link"Scream" und Jim Gillespie mit Interner Link"Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" bereits zwei äußerst erfolgreiche Schlitzer auf den Markt brachten, war an Horror-Streifen anderer Art kaum zu denken. Wie wohlig wurde dem Genre-Fan da, als mit "Jeepers Creepers" endlich mal ein Genre-Streifen ganz anderer Art auf ihn zukam. Und Victor Salva hat es auch wirklich geschafft, einem das Fürchten zu lehren.
Dabei teilt sich "Jeepers Creepers" eigentlich fast in zwei unterschiedliche Filme auf. Erst einmal dreht sich die Geschichte um zwei typisch amerikanische Teenie-Geschwister, die plötzlich etwas Merkwürdiges am Straßenrand beobachten und danach von einem wahnsinnigen, mysteriösen und höllisch düster wirkenden Mann verfolgt werden. In diesen ersten knapp 50 Minuten zeigt der Streifen dabei auch gleich seine größten Stärken. Die Geschichte wird geschickt aufgerollt und bietet sogar leichte Züge à la Interner Link"Akte X"! Es ist gar schaurig spannend, wenn die Beiden versuchen herauszufinden, was der Fremde da in das Rohr geschmissen hat und wer er überhaupt ist. Auch wenn dabei natürlich einige Logiklücken nicht zu übersehen sind und sich beide Charaktere auch nicht gerade als die Klügsten erweisen, so bleibt das ganze Treiben doch sehr spannend und vor allem atmosphärisch.
Denn vor allem die Atmosphäre ist es, von der der Streifen lebt. Durch den geschickten Einsatz des phänomenalen Scores, der gruseligen Soundeffekte und der typischen Stil-Mittel wie Dunkelheit etc., verschafft Salva eine knisternde Spannung, wie man sie sich als Fan des Genres nur wünschen kann. Vor allem die Szene mit der Katzen verrückten alten Dame verbreitet eine gar schauerliche Stimmung.
Nach ca. 50 Minuten dreht sich das ganze Spektakel dann allerdings in eine andere Richtung und aus dem schaurigen Mystery-Streifen wird plötzlich ein Monster-Spektakel. Das Gesicht des Fremden wird enthüllt und nun beginnt die Jagd des Monsters auf die Teenies. Da nun ziemlich früh schon die Luft aus der Frage "Wer ist der Fremde?" heraus ist, ist man erst einmal ein wenig enttäuscht. Doch man kann sich schnell wieder fangen und fiebert wieder mit den Charakteren mit. Zwar kann das Treiben dann wirklich nicht mehr so ganz die Spannung und die Atmosphäre verbreiten, wie man sie in den ersten Filmminuten zu spüren gekriegt hat, doch langweilig wird es trotzdem nicht. Das liegt wiederum an der düsteren Inszenierung, die nach wie vor überzeugt. Dazu kommen noch einige herrlich fiese Gore-Effekte und eine gelungene, schön scheußlich geratene Monstermaske. Was die Darsteller angeht darf man, wie so oft, natürlich nicht allzu viel erwarten, doch für einen Streifen dieser Art langt es vollkommen.
Spannender Teenie-Horrorstreifen, der sich mal wohlig vom typischen Teenie-Gemetzel abhebt und vor allem durch seine herrlich gruselige Atmosphäre überzeugen kann. Auch wenn dem Film zum Ende hin etwas die Puste ausgeht, so bleibt es doch ein löbliches Stück Teenie-Streifen, das Victor Salva uns hier vor Augen führt!

Die deutsche Blu-ray bietet in allen Belangen eine deutliche Steigerung zur grottigen Interner Link"John Carpenters Vampires"-Veröffentlichung aus dem selben Hause, doch auch hier ist in puncto Bildqualität noch so einiges verbesserungswürdig. Dafür geht der Ton in Ordnung und das Bonusmaterial ist wirklich sehenswert. Beim durchwachsenen Bild ist es aber fraglich, ob man nicht noch seine DVD behalten sollte, bis eine bessere Neuauflage erscheint. Die ist in ein paar Jahren so sicher wie das Amen in der Kirche.



Screenshots




Druckbare Version
Jeepers Creepers (2DVD)
Jeepers Creepers 2 (2DVD)
Jeepers Creepers 2DVD (Platinum Edition)
Jeepers Creepers 1&2 (4DVD Deluxe Edition)
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