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USA 2011
Originaltitel:Alyce
Länge:93:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Jay Lee
Buch:Jay Lee
Kamera:Jay Lee
Musik:Billy White Acre
SFX:Patrick Magee, Josh Russell
Darsteller:Jade Dornfeld, Tamara Feldman, James Duval, Eddie Rouse, Larry Cedar, Yorgo Constantine, Megan Gallagher, Rena Owen, Tracey Walter, Bret Roberts, Max Williams, Whitney Anderson, Siri Baruc, Jake Thornton, Gus Krieger, Victor Avitia, Catero Colbert, Brian McGuire, Adam Novak, Shannon Malone, Jim Roof, Allison Goodman, Pamela Cedar, Ashlee Romero, Renee Sweet, Gavin Horner, Jackie Evangelista
Vertrieb:Sunfilm
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:09.08.2012 (Verleih) / 06.09.2012 (Kauf)



Inhalt
Nach einer Partynacht im Drogenrausch stößt Alyce (Jade Dornfeld) unabsichtlich ihre beste Freundin Carrol (Tamara Feldman) vom Hausdach. Zwar überlebt Carrol mit schwersten Verletzungen aber kann nicht mehr sprechen. Fortan wird Alyce von schrecklichen Schuldgefühlen und bizarren Visionen heimgesucht. Sie flüchtet sich in eine Welt aus Sex, Drogen und Gewalt und verliert jeglichen Boden unter ihren Füßen: Gefangen in einem düsteren Wahn, beginnt Alyce zu töten und von Mal zu Mal scheint es ihr mehr Spaß zu machen. Sie hinterlässt ein grausame blutige Spur.

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der Blu-ray-Transfer von "Alyce - Außer Kontrolle" liegt im originalen Bildformat 1,78:1 vor. Obwohl es sich um eine aktuelle Produktion handelt, ist die Qualität eine durchwachsene Angelegenheit. Oftmals schwankt das Bild zwischen HD-Auflösung und mäßigem SD-Material. Betroffen sind vor allem Szenen bei Nacht bzw. sehr dunkle Bereiche: Nachtaufnahmen wirken verrauscht, wenig detailliert und werden zudem von hässlichen Laufstreifen begleitet, was Erinnerungen an die gute, alte Videokassetten wach werden lässt. Anders sieht es bei hellen Szenen aus, die kaum Probleme verursachen. Die Schärfe ist etwas wechselhaft, weil das Bild oftmals etwas weich, wenn auch nicht unscharf wird. Der Kontrast bleibt stabil, wodurch es selbst in besagten Nachtszenen immerhin zu keinem weiteren Verschlucken von Detailbereichen kommt. Der Schwarzwert hätte hingegen satter ausfallen dürfen, weil dunkle Bereiche eher gräulich als schwarz aussehen, was zu Lasten der Plastizität geht. So kann auch die Farbgebung lediglich in hellen bzw. gut ausgeleuchteten Szenen überzeugen. Ärgerlich sind zudem die Unruhen innerhalb der Kompression. Fehler oder Defekte sind keine zu vermelden, womit "Alyce" immerhin noch passable Werte erreicht.



Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.
 +++/--

Ton
FormateDolby TrueHD 7.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die akustische Umsetzung des Films überzeugt im Rahmen der filmischen Möglichkeiten mit einem stimmigen Dolby TrueHD 7.1 Mix. Handlungsbedingt schlägt "Alyce" eher ruhigere Töne an und gibt sich etwas zurückhaltend bzw. frontlastig. Wenn es nötig ist, wird jedoch auch eine gelungene Surroundkulisse geschaffen, wie beispielsweise der Discobesuch von Alyce, die der Subwoofer mit tollem Basseinsatz unterstützt, oder der blutige Schlussakt des Films. Direktionale Effekte sind vorhanden, doch das Hauptaugenmerk liegt auf einer sauberen Balance zwischen Sprachausgabe und dem begleitenden Soundtrack. Der ebenfalls vorhandene O-Ton in selber Abmischung klingt etwas natürlicher, ist aber weitgehend identisch zum deutschen Pendant.
 ++++--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Originaltrailer (2:08 Min., 1080p)
  • Deutscher Trailer (2:09 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Kinder des Zorns (1:11 Min., 1080p)
    • Sister's Hood (1:38 Min., 1080p)
    • Hellraiser (1:49 Min., 1080p)
    • Freiwild (2:11 Min., 1080p)
    • Pusher (1:48 Min., 1080p)
    • Axed (2:00 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Der Bonusbereich ist nicht der Rede wert: Neben zwei Trailer zum Film, die sich nur in der Sprache unterscheiden, gibt es lediglich eine Trailershow auf der Blu-ray.
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Fazit
Was Schuldgefühle im Zusammenhang mit Drogenkonsum auslösen können, haben Filmfreunde bereits einige Male erfahren müssen, denn selten gerät so eine Mischung aus Drama und Thriller wirklich spannend. Autor und Regisseur Jay Lee (Interner Link"Zombie Strippers") wusste offenbar auch nicht so genau, wie sein Konzept aussehen sollte, weshalb seine krude Genremixtur reichlich unausgegoren daherkommt.

Allein die ersten zwanzig Minuten bilden wahrlich kein Fest für Horrorfreunde, denn mit reichlicher Distanz wohnen wir dem Gespann bei, welches sich latent einer derben Wortwahl bedient und beim Umgang ihres sozialen Umfeldes nicht gerade sympathisch erscheint. Obgleich bekannt ist, was auf dem Dach passieren wird, kommt für einen Moment ein Hauch Spannung auf, welcher mit dem Erwachen von Alyce am nächsten Morgen bereits wieder verflogen ist, da von dem Unfall selbst nicht viel zu sehen ist.
Es folgen ein paar Visionen, die am ehesten an die Interner Link"Ring"-Reihe erinnern, viel Zeit wird beim Drogendealer Rex verbracht, der noch ein paar Philosophien über menschliche Abgründe zum Besten gibt, doch manchmal klingelt auch nur unbeachtet das Handy oder Alyce schminkt sich exzessiv im Drogenwahn, tanzt oder masturbiert zu den Bildern eines Nachrichtensenders. Alles nicht sonderlich gehaltvoll, während der rote Faden außerhalb des geistigen Verfalls der Hauptfigur kaum auszumachen ist, zumal die kühle Atmosphäre und die Distanz zur Titelgeberin zu keiner Zeit überbrückt wird.
Die Chose gerät recht dialoglastig, bewegungsarm und man neigt als Freund spannender Unterhaltung automatisch dazu, sich nebenher mit anderen Dingen zu beschäftigen, wenn es nicht in der letzten Viertelstunde zum Break käme, wo die Erzählung in ein kleines Splatterfest umschwenkt, als Alyce jemanden zerlegt, was an dieser Stelle wörtlich zu nehmen ist, denn die expliziten Gewaltdarstellungen sind erstaunlicherweise durch die FSK gegangen.

Dennoch lohnt sich der Streifen am Ende nur bedingt, obgleich der zynische und schwarzhumorige Showdown den Langweiler noch ein wenig aufwerten kann. Zu ziellos und inhaltslos dümpelt das Ganze über weite Strecken vor sich hin und obwohl Jade Dornfeld in der Hauptrolle durchweg überzeugend performt, kann auch sie nicht kaschieren, es über weite Teile mit einem planlosen Kuddelmuddel zu tun zu haben, bei dem die Macher offenbar derbe neben der Spur waren ...



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