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USA 2012
Originaltitel:Devil Inside, The
Länge:83:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:William Brent Bell
Buch:Matthew Peterman, William Brent Bell
Kamera:Gonzalo Amat
Musik:Brett Detar, Ben Romans
SFX:Adrian Popescu
Darsteller:Fernanda Andrade, Simon Quarterman, Evan Helmuth, Ionut Grama, Suzan Crowley, Bonnie Morgan, Brian Johnson, Jeff Victoroff, Pamela Davis, John Prosky, Claudiu Istodor, Toma Danila
Vertrieb:Paramount
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:05.07.2012 (Kauf)



Inhalt
Isabella ist von der Frage besessen, warum ihre eigene Mutter vor 20 Jahren drei Menschen brutal ermordet hat. Ist sie wirklich psychisch krank - oder von Dämonen besessen, wie sie selbst behauptet? Nachdem sie erfährt, dass der Mord während eines Exorzismus geschehen sein soll, will sie nun die ganze Wahrheit darüber erfahren und dokumentiert ihre Ergebnisse mit der Kamera. Ihre Recherchen führen sie nach Italien, dem Epizentrum des praktizierten Exorzismus. Dort wird sie in eine Reihe illegaler Exorzismen verwickelt.

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Wie bereits Paranormal Activity" wird in "The Devil Inside" viel Wert auf einen dokumentarischen Stil gelegt, was sich auf die Bildqualität der Produktion auswirkt. Meist wirkt das Bild sehr sauber und ist frei von Rauschen; lediglich während Archivaufnahmen ist es etwas unsauberer und zeigt gewollte Stilmittel wie starkes Rauschen, Störungen etc. Die Schärfe selbst ist als gut zu bezeichnen, wobei die Detaildarstellung sehr stark variiert, was nicht zuletzt an der teilweise hektischen Kameraführung und dem wechselnden Fokus des "Kamerateams" liegt. Konturen werden gut gezeichnet und Kontrast und Farbgebung sind sehr natürlich und gut ausbalanciert. Die Kompression arbeitet meist ruhig im Hintergrund und weitere Störungen treten bis auf leichte Bewegungsunschärfen in schnellen Kameraschwenks nicht auf. Für einen "Pseudo-Dokumentarfilm" eine durchaus ordentliche Bildqualität.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (nur engl.), Dolby Digital 5.1 (dt., esp., franz., ital.)
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Spanisch
 Dialoge werden sehr sauber und klar aus dem Center gegeben. Die Balance stimmt in beiden Sprachfassungen und Nebengeräusche erklingen überraschend detailliert, obwohl nur die englische Sprachfassungen in DTS-HD-Master Audio 5.1 vorliegt und etwas feiner dargestellt wird. Räumlichkeit entsteht nur nur bedingt, denn viel spielt sich bei "The Devil Inside" im Frontbereich ab. Auf Musik muss der Zuschauer komplett verzichten und lediglich in den Exorzismus-Sequenzen erhöht sich die Dynamikumfang der Abmischung, weil dann die Effektkanäle für Schockmomente mit einem ordentlichen Tiefenbass genutzt werden. Nicht sehr spektakulär, aber es erfüllt seinen Zweck. Allerdings gelingt es dem englischen Original nicht durchweg, den dokumentarischen Stil des Film beizubehalten, denn er klingt der oftmals zu stark nach Studio - en Problem, welches die deutsche Tonspur von Natur aus hat.
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Extras
MediumBD-50
Extras-
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Ärgerlich, dass es keinerlei Bonusmaterial gibt. Dafür spendiert Paramount der Veröffentlichung ein Wendecover ohne FSK-Logo.
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Fazit
"The Devil Inside" baut seine Story auf zwei Vorbildern auf - es nimmt sich die vielen Filme über Teufelsaustreibung seit dem Interner Link"Omen" als Grundlage, die ja schon allein ob ihrer Vielfalt nachgewiesen haben, dass vom Teufel besetzte Menschen Realität sein müssen. Und bekanntlich war die Hexe in Interner Link"Blair Witch Project" auch echt, weshalb die hübsche Isabella (Fernanda Andrade) den Dokumentarfilmer Michael Schäfer (Ionut Grama) gleich mitnimmt, als sie ihre Mutter (Suzan Crowley) im Gefängnis in Italien 20 Jahre nach deren Inhaftierung erstmals besucht, damit dieser möglichst alle Details aufnimmt.
Die junge Frau macht einen empfindsamen Eindruck und scheint angemessen nervös bei ihrer Begegnung mit der Mutter, die wegen dreifachen Mordes in eine Spezialklinik für geistesgestörte Mörder gesperrt wurde, was sie aber nicht davon abhält, sich immer von einer Kamera beobachten zu lassen. Daran lässt sich der grundlegende Schwachpunkt des Films feststellen, denn während bisher immer ein gewisser Eigensinn des Kameramannes Voraussetzung war, bekommt hier die Kameraarbeit einen pseudo-wissenschaftlichen Anstrich. Doch auch wenn Isabella schon mit dem Gedanken nach Rom geflogen war, ihre Mutter könnte vom Teufel besessen sein - ein Eindruck, der sich dann bei ihrem ersten Besuch im Gefängnis erhärtet - wirkt es wenig überzeugend, dass sie den sensibelsten Moment der ersten Wiederbegegnung zwischen Mutter und Tochter nach so vielen Jahren, gleich in Bild und Ton festhalten lassen will.

"The Devil Inside" versucht quasi mit Gewalt die Themen subjektive Handkamera und Teufelsaustreibung zu kombinieren, und übersieht dabei völlig, welche Voraussetzungen notwendig sind, damit daraus auch ein spannender Film wird: die Identifikation des Zuschauers mit der Person, aus deren Sicht die Handlung gefilmt wird. Durch das beschränkte Sichtfeld der Kamera kann der Eindruck entstehen, dass außerhalb des Kamerablicks Gefahren lauern, aber das ist hier nie der Fall - im Gegenteil wird häufig auf eine Art Raumkamera umgeschaltet, die den gesamten Bereich darstellen kann.
In "The Devil Inside" fragt man sich als Betrachter stattdessen, warum man sich überhaupt den Personen nähern sollte, die angeblich vom Teufel besessen sind - man wird zwar Zeuge von viel Geschrei, wilden Verkrümmungen und übermenschlichen Kraftakten, aber immer aus einer sicheren Perspektive heraus, ohne das Gefühl zu bekommen, selbst bedroht zu werden. Ganz abgesehen davon, dass der dokumentarische Charakter darunter leidet, wenn Isabella mit den beiden Patern David (Evan Helmuth) und Ben (Simon Quaterman), Spezialisten für Teufelsaustreibung, in ein Kellerloch hinabsteigt, um einer total verkrümmten, festgegurteten jungen Frau zu helfen, die sauber unter den Achseln rasiert ist. Zu real sollte die Darstellung dann doch nicht sein.

Letztlich handelt es sich dabei um ein unwichtiges Detail, aber es ist symptomatisch für einen Film, der über keinen Spannungsaufbau verfügt. Stattdessen lässt er den Betrachter an ewigen Diskussionen der Protagonisten über die Rechtfertigung der Teufelsaustreibung teilhaben, begleitet von den schweren Gewissensgebissen des Paters David, der immer wieder in Zwiespalt zu seinem Priesteramt gerät. Nur wenige Momente unterbrechen diese streng wissenschaftlichen Ergüsse, in denen Jemand wie gewohnt mit rollenden Augen auf Besessen machen darf. Auch wenn es dabei kleinere Schockmomente gibt, verspielt der Film zunehmend jeden Kredit, und kann am Ende nur noch unfreiwilliges Gelächter erzeugen. Bild- und tontechnisch solide Blu-ray, jedoch trübt das Fehlen von Bonusmaterial doch etwas den Kaufanreiz. Diesmal scheint es aber weltweit kein Zusatzmaterial für den Film zu geben.



Screenshots




Druckbare Version
News"The Devil Inside" ab dem 5.7.2012 auf DVD & Blu-ray
IMDb.com OFDb.de



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