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USA 2011
Originaltitel:Red State
Länge:88:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Kevin Smith
Buch:Kevin Smith
Kamera:David Klein
SFX:Charles Belardinelli
Darsteller:Melissa Leo, John Goodman, Michael Angarano, Kevin Pollak, Kyle Gallner, Marc Blucas, Stephen Root, Kevin Alejandro, Anna Gunn, Jennifer Schwalbach Smith, Nicholas Braun, Kerry Bishé
Vertrieb:Planet Media / Ascot Elite
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:06.12.2011 (Kauf)



Inhalt
Die Aussicht auf heißen Sex lockt drei Teenager mitten aufs Land. Von wegen. In Cooper's Dell erwartet sie die Hölle: Hinterhältig werden sie betäubt. Als sie wieder erwachen, befinden sie sich in den Händen eines erzreaktionären Bibelkults, der an ihnen mit unfassbarer Brutalität ein Exempel statuieren will.
Doch damit nicht genug: Während ihrer Folter wird das Lager der Five Points Trinity Church von der Polizei umstellt. Weil Kultführer Abin Cooper nicht daran denkt aufzugeben, entfesseln die Beamten um den kompromisslosen Officer Joseph Keenan die Hölle. Und die drei Jungs sind immer noch mittendrin ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Smith setzt bei "Red State" auf Red One-Digitalkameras, wodurch das Bild frei von Rauschen ist und sehr glatt und steril wirkt. Dafür ist es insgesamt sehr scharf und überzeugt noch in Totalen mit knackigen Konturen. In Nahaufnahmen neigt das Bild zwar zu leichten Bewegungsunschärfe, insgesamt kann man aber sehr zufrieden sein. Der Kontrast arbeitet gut ausbalanciert und wartet zudem mit einem satten Schwarzwert auf, wobei wenige Szenen etwas überstrahlen, was aber stilbedingt sein könnte. Die Farbgebung wurde sehr kühl und etwas ausgewaschen gewählt. Zudem tendiert das Bild stark ins Grünliche, was für eine etwas eigenartige Optik sorgt. Abgesehen davon ist das Bild sehr plastisch, frei von Defekten und Schmutz und mit einer hintergründig arbeitenden Kompression versehen.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die beiden DTS-HD Master Audio 5.1-Tonspuren unterscheiden sich nicht sonderlich voneinander. Während es kaum Umgebungsgeräusche gibt, werden die Schusswechsel sehr brachial und druckvoll wiedergegeben, wodurch eine teilweise hervorragende Räumlichkeit entsteht. Hinzu kommt ein voluminöser Score, der sich breit über das gesamte Klangspektrum verteilt. Die Dialogwiedergabe ist in beiden Sprachfassungen sehr gut und lediglich die deutsche Synchronisation klingt ein wenig steril und kann insgesamt nicht mit dem Originalton mithalten. Dafür ist die Kanaltrennung in der Front ausgezeichnet und der Subwoofer darf für ordentlich Druck sorgen. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 +++++-

Extras
MediumBD-50
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • The Son Of No One (1:34 Min., 1080p)
    • Cold Prey 3 (2:14 Min., 1080p)
    • Don't Be Afraid Of The Dark (2:25 Min., 1080p)
  • Deutscher Trailer (2:27 Min., 1080p)
  • Originaltrailer (2:27 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • The Son Of No One (1:34 Min., 1080p)
    • Cold Prey 3 (2:14 Min., 1080p)
    • Don't Be Afraid Of The Dark (2:25 Min., 1080p)
    • I Come With The Rain (1:38 Min., 1080p)
    • Meet the Rizzos (2:12 Min., 1080p)
    • Passion Play (1:33 Min., 1080p)
    • Rabbit Hole (2:20 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Bis auf eine Trailershow in HD gibt es kein Bonusmaterial. Schade, dabei war die US-Disc voller sehenswerten Extras.
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Fazit
Lange Zeit galten die USA als Land des Fortschritts und neuer Trends in vielen Lebensbereichen, doch darf man dabei nicht von den großen Metropolen auf die ländlichen Gebiete wie den mittleren Westen schließen. Denn in diesen Breiten leben viele Menschen abgelegen ländlich und unter sich - ein fruchtbarer Boden für religiöse Fanatiker, wie Autor und Regisseur Kevin Smith mit seinem ungewöhnlichen Werk auf den Punkt zu bringen versucht.
Die drei Teens um Travis fallen auf ein sexuelles Online-Angebot rein und landen kurz darauf in den Fängen der christlichen Fundamentalisten unter der Leitung von Abin Cooper (Michael Parks), die es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht haben, das Land von Homosexuellen zu befreien. Als der Sheriff zufällig Wind von der Sache bekommt und daraufhin das FBI kontaktiert, droht die Situation zu eskalieren ...

Smith führt den Zuschauer bewusst auf eine falsche Fährte, denn der Einstieg erinnert frappierend an den typischen Slasher, zu dessen Mitte die vermeintlich unschuldigen Teens von degenerierten Rednecks gejagt werden. Jene drei Jugendlichen sind hier lediglich das Bindeglied, um überhaupt ins Revier der ansonsten von der Außenwelt abgeschirmten Sekte zu gelangen, welche fortan im Mittelpunkt steht. Dabei schwingt latent ein wenig Zynismus mit, wenn Cooper (eine viel zu lang gehaltene) Ansprache vor seinen Jüngern hält, die ihm regelmäßig mit verbalen Einwürfe und Gesten zustimmen, wobei einige Momente eher wie eine Persiflage auf Amerikas Religionsfanatiker anmuten. Später, als das FBI auf den Plan tritt, kristallisiert sich überhaupt erst das eigentliche Genre des Action-Thrillers heraus und es wird ordentlich geballert und mit Klischees der jeweiligen Figuren gespielt, denn besonders während der Action kommt es zu einiger Situationskomik.
Konsequent ist die Erzählung immer dann, wenn es um das Brechen von Genrekonventionen geht und dem was der Zuschauer vom Verlaufsmuster her erwartet. Infolgedessen wird auf den typischen Sympathieträger verzichtet, so dass man im Grunde zwischen den Fronten steht, denn jede Figur scheint nur an das eigene Wohl zu denken, was konsequent zu Fehlentscheidungen führt und wiederum eine Kette ungeahnter Reaktionen auslöst. Leider gelingt es Parks nicht so recht, seinen provokativen, politisch zweifelhaften Stoff wirkungsvoll umzusetzen und mit einer finalen Botschaft zu versehen, denn die Homosexuellen bleiben eher ein Vakuum und ohne eigene Stellungnahme, während die Terrorbekämpfung der letzten Jahre am Ende noch einmal so richtig ihr Fett wegbekommt, was in der Form der Inszenierung jedoch ein wenig zu weit hergeholt und übers Knie gebrochen wirkt.

Interessant sind Kevin Smiths Ansätze im Gesamtbild allemal, denn er spielt gekonnt mit der Erwartungshaltung des Zuschauers und spendiert seinen Hauptakteuren Michael Parks und John Goodman (als FBI-Mann) genügend Raum, um die jeweilige Figur mit einigen überzogenen Attributen auszustatten, die nebenher zum Schmunzeln anregen. Etwas konstruiert wirkt der Verlauf besonders gegen Ende, als einige unerwartete Aspekte zusammenkommen, jene sorgen allerdings auch dafür, den Spannungsbogen, trotz einiger etwas zu lang geratener Monologe, fast konstant aufrecht zu erhalten.
Phasenweise wirkt "Red State" zwar etwas unausgegoren und ziellos, doch die zweite Hälfte weiß demgegenüber ein ums andere Mal positiv zu überraschen. Gut produzierte Blu-ray mit Wendecover, aber leider gänzlich ohne interessantes Bonusmaterial.



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