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SE 2010
Originaltitel:Psalm 21
Länge:98:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Fredrik Hiller
Buch:Fredrik Hiller
Kamera:Andres Rignell
Musik:Christer Christensson
SFX:Ulf Lundgren, Björn Lundgren, Martin Törnestedt
Darsteller:Jonas Malmsjö, Niklas Falk, Björn Bengtsson, Görel Crona, Per Ragnar, Josefin Ljungman, Gunvor Pontén, Julia Dufvenius, Lena B. Eriksson, Anita Blom, Fredrik Hiller, Malin Arvidsson
Vertrieb:WGF / Schröder Media
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:17.11.2011 (Kauf)



Inhalt
Henrik Horneus ist ein Priester in Stockholm, der in seiner Gemeinde sehr angesehen ist. Doch seit kurzem plagen ihn Albträume seiner toten Mutter. Nach einer Predigt erfährt er, dass sein Vater gestorben ist. Da die Umstände mysteriös sind, begibt sich Henrik auf eine Reise ins nördliche Schweden, wo er herauszufinden versucht, was seinem Vater zugestoßen ist. Was er entdeckt, führt zurück in seine Kindheit. Was er vorfindet, gibt ihm Aufschluss, warum ihm seine Mutter in seinen Träumen und nun auch im Wachzustand erscheint. Mit jedem Schritt nach vorne kommt Henrik einem Geheimnis auf die Spur, das er nicht ertragen kann. Nachts plagen ihn seine eigenen Dämonen, tagsüber sucht er nach dem Mörder seines Vaters. Und all das führt Henrik auf einen Pfad in die Dunkelheit, wo ihn die Wahrheit erwartet und das Böse!

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 "Psalm 21" wurde mit Red One-Kameras gedreht und kann seine Low Budget-Herkunft nicht verbergen. Dennoch präsentiert sich das HD-Bild angenehm scharf und sehr detailliert, was vor allem in Nahaufnahmen sehr gut zur Geltung kommt. Allerdings lässt der Detailgrad in den Totalen etwas nach, wirkt jedoch niemals unscharf und hebt sich massiv von der weichen DVD-Version ab. Leichte Doppelkonturen lassen allerdings auf Nachschärfung schließen und das dezente Bildrauschen zeigt sich äußerst wechselhaft in seiner Intensität und ist gerade in dunklen Szenen sehr deutlich wahrzunehmen. Der Kontrast wurde wie auch die Farbgebung stark nachbearbeitet und sehr steil gewählt, wodurch helle Bildbereiche überstrahlen und einigen dunklen Szenen fehlt es etwas an Tiefe und einem satten Schwarzwert, wodurch Durchzeichnung und Plastizität nicht immer auf hohem Niveau arbeiten. Die Farbgebung wurde sehr monoton gewählt und wirkt sehr blass und ausgewaschen, was aber perfekt zur Filmoptik passt. Die Kompression arbeitet dafür tadellos im Hintergrund. Insgesamt ein gutes bis sehr gute HD-Bild in Anbetracht der Produktion.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS 5.1 (dt.), Dolby Digital 5.1 (dt., engl.,), Dolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die beiden deutschen Sprachfassungen sind bei Schröder Media-Titeln nahezu obligatorisch: Sie liegen in Dolby Digital 2.0 Stereo und im DTS-HD Master Audio 5.1-Upmix vor. Zumindest kann man beim Mehrkanal-Mix von einem Upmix ausgehen, denn surroundtechnisch tut sich hier nur wenig, weil die Effektkanäle kaum bzw. nur dezent genutzt werden. Hinzu kommt eine sehr steril und billig klingende Synchronisation. Die deutsche Fassung klingt zwar voluminös und versucht anhand der musikalischen Untermalung für etwas Dynamik und Druck zu sorgen, doch mit dem schwedischen DTS-HD Master Audio 5.1-Mix kann sich die deutsche Fassung nicht messen. Die Originalfassung klingt nicht nur dynamischer, sondern erheblich differenzierter und präziser als sein deutsches Pendant. Die Balance zwischen Dialogen und Nebengeräuschen ist deutlich besser. Außerdem wird eine bessere Räumlichkeit mit kleinen, gut platzierten Effekte geboten, bei der die deutsche Synchronfassung einfach passen muss. Deutsche Untertitel lassen sich hinzuschalten.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Original-Trailer (1:26 Min., 1080i)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial beschränkt sich auf den schwedischen Originaltrailer.
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Fazit
Gelegentlich frischt man bei Anlässen wie diesem Filmtitel seine Erinnerungen des Konfirmandenunterrichts auf, denn man könnte fälschlicherweise denken, dass es beim titelgebenden Psalm um "Der Herr ist mein Hirte ..." handelt, was eben nicht der Fall ist. Allzu bibelfest muss man für diesen Streifen jedoch nicht sein, obgleich die Aushängeschilder der Kirche eine nicht unerhebliche Rolle dabei spielen.

Ein solches ist Priester Henrik, der soeben vom eher plötzlichen Tod seines Vaters erfährt, der ebenfalls Pfarrer war. Kurz entschlossen fährt er mitten in der Nacht los, um Näheres über die Umstände zu erfahren, als Henriks Auto schlapp macht. Kurz darauf landet er bei Familie Lidman, welche ein Geheimnis zu verbergen scheint, was im direkten Zusammenhang mit dem Tod von Henriks Vater steht…

Die Erzählung schafft es binnen kurzer Zeit, Hauptfigur Henrik als sympathischen Zeitgenossen zu etablieren, denn seine Predigt gestaltet er locker mit viel Sinn für Humor, während Kind und Frau getrennt von ihm leben und Henrik mit einer neuen Frau zusammenlebt - ein moderner Familienmensch also. Dass bei dem jungen Geistlichen nicht alles intakt ist, kristallisiert sich jedoch rasch heraus, denn einige Flashbacks als auch manche Alpträume signalisieren, dass mindestens ein Ereignis in Henriks Kindheit tiefe Spuren hinterlassen haben muss. Zwar fühlt sich ein Großteil der Inszenierung wie ein Selbstfindungsdrama an, doch ab und an werden kleine Horroreffekte eingebaut, die stark an asiatische Vorbilder erinnern. Primär handelt es sich um dämonische Gesichter, deren FX etwas zu deutlich digitalen Ursprungs sind. Hier mal eine Fratze, dort mal zwei aneinander knarrende Bäume, ein Schatten im Flur oder ein Licht in der Scheune der Lidmans, aber kaum eine Szene, die sonderlich originell daherkommt. Im Gegenteil, auf Dauer ermüden die einseitigen Effekte, die Story kommt nur mühsam voran, lediglich der Score weiß mit seiner orchestralen Besetzung und den gut abgestimmten Nuancen zu gefallen.
Die reichlich nebulös aufgezogene Geschichte will im Grunde mehrere Gebiete abdecken, denn es geht um harsche Kritik an Religion und Kirche, insbesondere einzelne Vertreter, um zwei familiäre Tragödien und zudem soll auch noch ein mysteriöser Tod möglichst spannend aufgedeckt werden, was in Ansätzen und mithilfe einiger Flashbacks halbwegs gelingt. Die ruhige Erzählweise und die merkwürdig agierenden Figuren tragen nicht unbedingt zum erhöhten Unterhaltungswert bei, allenfalls die leicht winterliche Atmosphäre des einsam gelegenen Dorfes vermag ab und an zu punkten.
Auch wenn die hierzulande unbekannten Mimen voller Inbrunst und mit intensivem Spiel überzeugen können, gelingt dies dem Streifen im Gesamtbild nicht. Zu verworren wird die im Grunde einfache Geschichte erzählt und zu steif und konstruiert wirken die wenigen Gruseleffekte. Der radikale Schlussakt bringt zwar kurzzeitig noch ein paar aufgewühlte Emotionen ins Spiel, er untermauert aber gleichermaßen, wie unausgegoren die Erzählung konzipiert ist, denn zum übrigen Teil der Chose fügt sich dieser finale Part nicht ansatzweise ein.

Bildtechnisch überzeugende Blu-ray mit FSK-Wendecover. Das Fehlen von Extras ist jedoch sehr schade. Beim Ton sollte das Label mehr Wert auf Räumlichkeit legen und auf eine unnötige Stereo-Tonspur verzichten.



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