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FR, CAN 2010
Originaltitel:Territories
Alternativtitel:Territories - Willkommen in den Vereinigten Staaten von Amerika
aka. Checkpoint
aka. Territoires
Länge:95:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Olivier Abbou
Buch:Thibault Lang Willar, Olivier Abbou
Kamera:Karim Hussain
Musik:Clément Tery
SFX:Jacques Godbout
Darsteller:Roc LaFortune, Sean Devine, Nicole Leroux, Cristina Rosato, Michael Mando, Alex Weiner, Stephen Shellen, Tim Rozon, Lena Kleine, Caroline Redekopp
Vertrieb:Universum Film
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:07.10.2011 (Kauf)



Inhalt
Fünf Teenager kehren nach einer Hochzeit aus Kanada mit dem Auto in die Vereinigten Staaten zurück. Inmitten eines riesigen Waldgebietes werden sie plötzlich auf der Straße von einer US-Grenzpatrouille angehalten. Die zwei Polizisten wirken skeptisch und suchen solange bis sie im Gepäck eines der Jungen ein Päckchen Marihuana finden. Sofort ziehen sie ihre Waffen und zwingen die Jugendlichen, sich in einer Reihe aufzustellen und Fragen wie bei einem Terroristen-Verhör zu beantworten. Als Tom einen Asthma-Anfall bekommt und die Polizisten nicht erlauben, seine Medizin aus dem Auto zu holen, eskaliert die Situation komplett. Erst jetzt wird den fünf Freunden klar, dass sie in eine Situation geraten sind, aus der sie vielleicht nicht mehr lebend herauskommen.

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der Schärfegrad ist mittelmäßig und das Bild der Blu-ray kaum detailliert. Regisseur Olivier Abbou setzt stark auf eine realistische, leicht dokumentarischen Umsetzung, die zwar noch deutlich als Film zu erkennen ist, jedoch sehr roh und schmutzig wirkt. Darunter leidet der Detailbereich deutlich und der stark angepasste Kontrast lässt vorallem in dunklen Szenen einiges an Details missen. Die Farbdarstellung wirkt sehr monoton, bleibt aber weitgehend natürlich. Der Rauschfaktor fällt extrem hoch aus und während der gesamten Laufzeit ist deutliches Rauschen auszumachen. Die Kompression kommt dadurch aus dem Tritt und vor allem bei Nahaufnahmen und auf homogenen Flächen zeigen sich deutliche Artefakte bzw. digitales Rauschen.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 "Territories" setzt besonders auf Dialoge und steuert demzufolge vor allem den Frontbereich an, während die Rears für dezent eingestreute, räumliche Effekte genutzt werden. Dies gelingt äußerst gut, wodurch die Atmosphäre des Films untermauert wird. Da es kaum Actionszenen gibt, bekommt der Subwoofer lediglich während des düsteren Scores etwas zu tun, der sich aber nur wenig von der Front löst. Die Balance zwischen Umgebungsgeräuschen und Dialogen klingt sehr gut und sowohl der deutsche als auch der englische HD-Ton arbeiten feine Details sauber heraus. Der Originalton klingt minimal homogener im Bezug auf die Dialoge und offenbart zudem noch etwas mehr Details in den Nebengeräuschen. Deutsche Untertitel gibt es nicht.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Blitz (2:03 Min., 1080p)
    • Ironclad (1:43 Min., 1080p)
  • Originaltrailer (1:14 Min., 720p)
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live
  • Trailershow:
    • Colombiana (2:10 Min., 1080p)
    • Blitz (2:03 Min., 1080p)
    • Ironclad (1:43 Min., 1080p)
    • Husk (2:28 Min., 1080p)
    • Shark Night 3D (1:54 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Im Bonussektor befindet sich lediglich ein Trailer, eine Programmübersicht und ein BD-Live-Bereich ohne filmspezifischen Inhalt. Es gibt allerdings zwei Covervarianten, die sich stark voneinander unterscheiden. Während die Kaufhaus-Version das "bessere" Cover beinhaltet, spricht die Gestaltung der DVD- und Blu-ray-Version für den Verleih weniger an. Ein FSK-Wechselcover ist bei beiden Versionen vorhanden.
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Fazit
Wann zeigt sich der wahre Terror? Dann, wenn er auf realistische Weise in den Alltag von bisher unbescholtenen Menschen einbricht, und diese in eine für sie aussichtslose Lage katapultiert. Das Filmdebüt von Regisseur und Autor Olivier Abbou zeigt deutlich, wie diese Mechanismen auf eine Gruppe Unbeteiligte wirken können. Eine Gruppe junger Menschen, unter ihnen der junge Jalil, befinden sich auf dem Rückweg von einer Hochzeit. Als sie sich im Grenzgebiet zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten befinden, werden sie von zwei Grenzposten zu einer Routinekontrolle angehalten. Die Situation eskaliert, als sich die zwei Grenzposten auf entwürdigende Art der Gruppe gegenüber verhalten, diese provozieren, und schikanieren. Als man zudem noch ein Päckchen Marihuana findet, kommt es zum Handgemenge, bei dem einer der jugendlichen kaltblütig erschossen wird. Dies ist nun Anlass, die verbleibende Gruppe festzusetzen, sie in einheitlichen Overalls zu kleiden und in Einzelkäfige zu sperren, die hierfür schon vorbereitet im Wald standen. Schnell wird deutlich, dass die vermeintlichen Grenzposten keinem offiziellen Auftrag folgen, sondern eigenmächtig handeln. Die Jugendlichen werden als potentielle Terroristen gesehen, und dementsprechend wird ihnen mit den in Krisenzeiten erlernten Foltermethoden begegnet.

"Territories" ist ein faszinierender und überaus erschreckender Filmbeitrag, da er trotz der deutlichen Folterthematik auf allzu blutige Exzesse verzichtet, sondern stattdessen eine gelungene Figurenzeichnung betreibt, und den Schrecken dadurch wesentlich härter und intensiver auf den Zuschauer wirken lässt. Bilder von Guantanamo Bay erscheinen vor dem geistigen Auge des Zuschauer, wenn man die Jugendlichen in orangenen Overalls und Säcken über den Köpfen in ihren Käfigen sieht. Auch die Foltermethoden sind an die bekannt- und berüchtigt gewordenen Methoden angelehnt (Lärmbeschallung, Nahrungsentzug, Entmenschlichung, etc.). Dies wirkt umso bedrückender, da man als Zuschauer weiß, dass solche Methoden auch in der Realität angewandt werden.

"Territories" ist ein exzellenter und beeindruckend düsterer Terrorfilm jenseits der gängigen Klischees, der bis auf den Nebenplot um den Privatdetektiv eine überaus stimmige und realistische Geschichte kontinuierlich nach vorne treibt. Grandiose Regie und überzeugende Darsteller geben dem Film eine zusätzliche positive Note, so dass ich "Territories" jedem ans Herz legen kann, der sich für dieses Genre interessiert! Ein großartiges und überraschend überzeugendes Debüt!



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