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USA 2010
Originaltitel:Alice in Wonderland
Alternativtitel:Alice
aka. Alice in Wonderland: An IMAX 3D Experience
Länge:108:34 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Tim Burton
Buch:Linda Woolverton
Kamera:Dariusz Wolski
Musik:Danny Elfman
SFX:Michael Lantieri
Darsteller:Johnny Depp, Mia Wasikowska, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway, Crispin Glover, Matt Lucas, Marton Csokas, Tim Pigott-Smith, John Surman, Peter Mattinson, Lindsay Duncan, Geraldine James
Vertrieb:Walt Disney
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:22.07.2010 (Kauf)



Inhalt
Nach vielen Jahren kehrt die inzwischen 19-jährige Alice (Mia Wasikowska) zurück ins Wunderland, einen faszinierenden Ort jenseits aller Vorstellungskraft. Dort trifft sie auf viele außergewöhnliche Charaktere wie den verrückten Hutmacher (Johnny Depp), die weiße und rote Königin (Anne Hathaway und Helena Bonham Carter), sowie das weiße Kaninchen. Auf ihrer unglaublichen Reise durch diese zauberhafte Welt findet Alice heraus, wer sie wirklich ist.

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Die Bildpräsentation ist als sehr gut zu bezeichnen, wobei die vielen Weichzeichner den Detailgrad etwas mindern. Dies ist aber ein Stilmittel aufgrund der Flut von CGI-Effekten im Film. Insgesamt zeigt sich das Bild aber sehr scharf und wartet mit einer hohen Detailszeichnung auf. Auch der Kontrast arbeitet hervorragend und bietet eine sehr gute Sättigung, sowie einen nahezu perfekten Schwarzwert. Der Transfer erreicht durchweg eine hohe Plastizität und Tiefenwirkung. Die Farbgebung fällt sehr satt und kräftig aus, bleibt aber stets auf natürlichem Niveau. Defekte und Schmutz gibt es nicht und die Kompression arbeitet tadellos im Hintergrund. Lediglich leichtes Filmkorn ist in wenigen Sequenzen dezent wahrzunehmen.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD High Resolution 5.1 (dt.), DTS-HD Master Audio 5.1 (engl.), DTS 5.1 (franz.), Dolby Digital 5.1 (türk.)
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch, Türkisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Französisch, Türkisch
 Beim Ton gibt es nichts zu bemängeln. Während die englische Tonspur in DTS-HD-Master Audio 5.1 vorliegt, kommt die deutsche zwar nur im in komprimiertem High Resolution Audio 5.1 daher, wirklich schlechter klingt diese allerdings nicht. Der Film strotzt nur so voller gut ortbarer, sowie kraftvoller Effektsequenzen. Weiträumigkeit ist hier an der Tagesordnung und der Dynamikumfang fällt ebenfalls sehr hoch aus. Die deutsche Tonspur nurtzt die Frontkanäle für hervorragende Links-Rechts-Wechsel und der Score von Danny Elfman erstreckt sich sehr weiträumig und kraftvoller über sämtliche Boxen. Insgesamt ein hervorragender deutscher Ton, der in puncto Räumlichkeit die Höchstwertung verdient hat und auch im Bereich der Dialogwiedergabe keine Mängel aufzuweisen hat.
Der Unterschied zum englischen Mix ist dabei auch nur minimal. Dieser nutzt die Kanaltrennung etwas präziser und die Balance zwischen Geräusche, Effekte und Dialoge ist etwas harmonischer als bei der deutschen Synchronfassung. Optional gibt es diverse Untertitel.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Family Scrapbook (1:00 Min., 1080p)
    • Die Schöne und das Biest (1:40 Min., 1080p)
    • TinkerBell and the Great Fairy Rescue (1:31 Min., 1080p)
    • Rapunzel - Neu verföhnt (0:30 Min., 1080p)
  • Der verrückte Hutmacher (6:02 Min., 1080p)
  • Alles über Alice (6:18 Min., 1080p)
  • Spezialeffekte im Wunderland (6:53 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live
  • Digital Copy (Extra Disc)
VerpackungSeastoneCase
 Das Bonusmaterial ist untypisch mager für eine Disney-Produktion und zudem sehr belanglos und austauschbar. Den Anfang macht ein sechs Minuten langes Featurette mit dem Titel "Der verrückte Hutmacher", in dem Johnny Depp seine Rolle erklärt. Auch Tim Burton kommt hier kurz zu Wort und beide sprechen u.a. über die Konzeptzeichnungen des Hutmachers. Zudem bekommt man kurze Einblicke in die Dreharbeiten. Im 7minütigen "Alles über Alice" sprechen u.a. Regisseur Tim Burton und die Darstellerin Mia Wasikowska über die Neuinterpretation der "Alice"-Figur. Den "Spezialeffekten im Wunderland" werden weitere sieben Minuten gewidmet, welche die Effektaufnahmen erläutern und verschiedene Stadien der Effekte miteinander verglichen. Das Bonusmaterial liegt komplett in HD vor und wurde deutsch untertitelt. Zudem liegt der Disc noch eine digitale Kopie des Filmes für den PC bei.
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Fazit
Wer auf die verschrobenen Figuren von Tim Burton steht, konnte sich eigentlich nur auf die Verfilmung von "Alice im Wunderland" bzw. "Alice hinter den Spiegeln" freuen. Doch für seine Verhältnisse gerät das bunte Treiben überraschend unspektakulär - seiner Interpretation und Neudichtung fehlt die Leichtigkeit, trotz toll animierter Feinheiten. So ist denn die Geschichte auch primär als Fantasy-Epos angelegt, in dem die Heldin Alice als Außenstehende im Wunderland eher wider Willen zwischen Gut und Böse vermitteln und über ihren Schatten springen muss. Wohlgemerkt: Als Neunzehnjährige, die sich während eines Gartenfestes in pikfeiner Gesellschaft unwohl fühlt und einen Heiratsantrag vom Ekel-Lord entgegennimmt. Als sie das Kaninchen mit der Weste entdeckt, folgt sie ihm, landet im Kaninchenloch und findet sich schließlich in einer Welt wieder, die sich wie ein Traum anfühlt. Doch an ein vorzeitiges Erwachen ist im Zuge vieler Aufgaben nicht zu denken ...

Wenn man auch nur wenige der bislang über dreißig Verfilmungen von Lewis Carrolls Stoff gesichtet hat, fällt sogleich die Reife, Ernsthaftigkeit und Stringenz der Erzählung ins Auge. Erwartet man ein kleines Mädchen und vor allem paradoxe Situationen mit absurden Kreaturen inklusive Humpty Dumpty, muss man sich in diesem Fall auf eine eher schlicht gehaltene Geschichte einstellen, welche zwar eine Reihe der Literaturfiguren einbindet, ihnen jedoch nur selten Raum für Gags oder Dialogpointen einräumt. Bringt die Raupe Absolem noch eine gewisse Tiefe ins Spiel und lässt der Hofstaat der roten Königin einige Situationskomik entstehen, mangelt es den wesentlichen Figuren an Originalität und Vielseitigkeit.
Es ist primär die Story über eine mutige und für die Zeit progressiv denkende Frau, über weibliche Selbstverwirklichung und eine Heldin mit Herz, welche es immerhin schafft, binnen kurzer Zeit alle notwendigen Sympathiepunkte einzufahren.

Stärker als die eigentliche Geschichte wiegt ohnehin die Verpackung und die ist, bis auf wenige Punkte durchaus eindrucksvoll und vor allem detailverliebt ausgefallen. Allein die Mimik der Frösche, die wie die Fischlakaien am Hofe der bösen Königin dienen oder diverse Schweine oder Affen als Möbel herhalten müssen, ist ein echter Augenschmaus. Dazu kommt die Grinsekatze, die sich jederzeit entmaterialisieren kann oder auch Johnny Depp, der als Hutmacher mit roten Haaren und (zumeist) riesigen grünen Kontaktlinsen eine starke Show zwischen überdrehtem Hampelmann und enthusiastischer Tunte hinlegt. Auch landschaftlich kommt Burtons typische Note zum Tragen, besonders bei den düster angelegten Kulissen, wenn tote Bäume nicht von ungefähr sein typisches Gothic-Flair verbreiten.
So kann denn Tim Burtons Neuinterpretation recht solide unterhalten, aber nicht wirklich begeistern, was in erster Linie an der schlichten Struktur der Geschichte liegt und zum anderen daran, dass dem Treiben, trotz einiger niedlicher Einfälle, das deutliche Kalkül ein wenig anhaftet. Zweifelsohne toll gespielt, sorgfältig ausgestattet und musikalisch passabel unterlegt, fehlt dem Ganzen das Herzblut und die Inbrunst, die einigen anderen Streifen des Regisseurs wesentlich mehr Emotionen abverlangten. Im Kern trivial, am Rande charmant und in Ansätzen verträumt, aber leider nie so verschroben, wie man das von Burton eigentlich erwartet hätte.

Technisch einwandfreie Blu-ray-Präsentation, die auch nach zwei Jahren in puncto Bild und Ton aktuellen Produktionen in Nichts nach steht. Das Bonusmterial ist allerdings für einen "Blockbuster" lächerlich ausgefallen. Zudem gibt es kein Wendecover ohne FSK-Logo.



Screenshots




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Alice im Wunderland
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