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USA 2011
Originaltitel:Hand 2 Hand
Länge:88:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Jino Kang
Buch:Jino Kang
Kamera:Kurt Nangle
Musik:Jason Solowsky
Darsteller:Jino Kang, Bill Duff, Gina Baretta, Michael Bauld, John Carney, Mickey Casab, James Hiser, Tim Lajcik, Lorinzo McCoy, Danton Mew, Robert D. Parham, Aidan Park
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:10.11.2011 (Kauf)



Inhalt
Vor vielen Jahren begingen Ken (Jino Kang) und Tokyo Joe (Bill Duff) eine Straftat, als bei einem Überfall ein Paar getötet wurde. Joe wanderte für fünfzehn Jahre in den Knast und kommt auf Bewährung frei. Nun schwört er blutige Rache an dem vermeintlichen Verräter, was nicht nur Ken und seine Frau, sondern auch die Schützlinge in seinem Jugendzentrum betrifft ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080i / MPEG-4 AVC
 Mal wieder ein eher unwürdiger HD-Transfer mit einer wechselhaften Schärfe und mäßigen Details, wodurch das Bild oftmals sehr weich und schwammig aussieht. Aufgrund des überhöhten Kontrastes werden helle Flächen weitgehend sehr steil wiedergegeben und neigen zu intensiven Überstrahlungen. In dunklen Szenen werden Details verschluckt, während die Farbdarstellung stilbedingt blass und ausgewaschen wirkt. Das Bildrauschen erweist sich zudem als sehr wechselhaft und nimmt in schlecht ausgeleuchteten Sequenzen enorme Ausmaße an. Zudem arbeitet die Kompression unsauber, was man auf homogenen Flächen deutlich zu sehen bekommt.




(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (dt.), Dolby Digital 2.0 Stereo (dt., engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche HD-Mehrkanal-Ton darf getrost vergessen werden, denn er erweist sich als unnötiger und miserabler Upmix, der an Unnatürlichkeit kaum zu überbieten ist. Nebengeräusche, Soundeffekte etc. werden permanent auf alle Kanäle verteilt, was gar keinen Sinn ergibt. Da die Abmischung ohnehin sehr frontlastig klingt, kann man einfach auf die deutsch- und englischsprachige Stereospur ausweichen. Beide weisen eine gute Sprachverständlichkeit auf und bieten eine solide Stereo-Wiedergabe, wobei der englische Mix etwas leiser, dafür aber natürlicher klingt. Musik und Nebengeräusche werden sehr sauber und natürlich wiedergegeben. Deutsche Untertitel sind optional.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Originaltrailer (1:41 Min., 1080i)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Mehr als ein Trailer zum Hauptfilm ist nicht vorhanden.
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Fazit
Jino Kang ist nicht der erste Martial-Arts-Spezialist, der sich als Autor und Regisseur versucht. Doch man merkt seinem Debüt an, dass der Mann nicht gerade der geborene Geschichtenerzähler ist. Dementsprechend bildet die Story ein eher sinnfreies Konstrukt, zusammengeklaut aus Streifen wie "Karate Kid" und Interner Link"Karate Tiger 3", welches sich zahlreicher Klischees des Genres hingibt.

Kang hat das Treiben recht gut auf seine Person zugeschnitten, und als ein nicht mehr ganz so junger Fighter macht er seine Sache recht ordentlich. Allerdings sind seine darstellerischen Fähigkeiten arg überschaubar, was man in den wenigen ruhigen Szenen deutlich zu spüren bekommt. Seiner Geschichte mangelt es hingegen an einer ausgefeilten Dramaturgie, denn so manche Einschübe sind für die Story ohne Belang, wie der Einstieg, als Ken mit einem Jungen die Angestellten einer Autowerkstatt aufwirbelt. Auch die Sache mit dem Jugendzentrum erscheint eher unglaubwürdig, obgleich sie untermauern soll, dass Ken mittlerweile ein guter Mensch geworden ist und versucht, mit der Vergangenheit abzuschließen.

Aufgrund der Unerfahrenheit Kangs setzt das Drehbuch zuweilen merkwürdige Prioritäten, etwa, als der frisch entlassene Joe mit seinem Adjutanten zu einer Wahrsagerin geht oder die unnötigen Flashbacks, die lediglich wiederholen, was ohnehin bekannt ist. Im Vordergrund stehen natürlich die verschiedenen Kämpfe, die zwischen Judo, Taekwondo, Ringen, Hapkido und Karate eine bunte Vielfalt verschiedener Stile einbinden. Die Choreographie ist passabel, allerdings auch nicht gerade atemberaubend, denn die Kamera fängt zwar einige gelungene Zeitlupen ein, doch anderweitig verliert man bei den später stattfindenden Käfigkämpfen zuweilen ein wenig den Überblick. Allzu hart fallen die Konfrontationen im Gesamtbild nicht aus, nur andeutungsweise werden einige Gelenke gebrochen und es gibt kleinere Blessuren, während außerhalb der Fights ein Kopfschuss zu verzeichnen ist.

So hat Ken Probleme mit der Finanzierung des Jugendzentrums, die Schützlinge werden von Joe zu einem illegalen Turnier aufgefordert, als Druckmittel wird selbstverständlich noch seine Frau entführt und am Ende treffen die Kontrahenten im Ring aufeinander, was ein wenig zu überstürzt über die Bühne geht. Zwischendurch leistet sich die Synchro noch einige unfreiwillige Kalauer, wie: "Oh Gott, geht es dir gut? Du bist ja ganz aufgeschlitzt!", wobei einige Stimmen ohnehin nicht ganz bei der Sache sind.

Das augenscheinlich geringe Budget ist am Ende nicht der Grund, warum "Prison Fighter" (ein völlig unzutreffender Titel des deutschen Vertriebs) so ziemlich teilnahmslos an einem vorüberzieht. Schwache Figuren, mangelnde Spannung, fantasielose Schauplätze und ein unausgegorenes Drehbuch können kaum verhehlen, dass der Streifen ausschließlich dazu dient, ein wenig Kampfsport in den Vordergrund zu rücken. Die Fights sind insgesamt okay in Szene gesetzt, doch das wenig originelle Drumherum kann demgegenüber kaum Interesse wecken. Die deutsche Blu-ray bietet weder ein gutes Bild, noch einen wirklich guten Ton. Mit Bonusmaterial braucht man erst gar nicht anfangen. Lediglich das FSK-Wendecover wäre hier noch zu erwähnen.



Screenshots




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