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USA 2009
Originaltitel:Rig, The
Alternativtitel:Platform, The
Länge:94:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Peter Atencio
Buch:Scott Martin, Marilee A. Benson, Lori Chavez, C.W. Fallin
Kamera:Douglas E. Davis
Musik:Bruce Fowler
SFX:Davis Fandino
Darsteller:William Forsythe, Art LaFleur, Serah D'Laine, Marcus T. Paulk, Stacey Hinnen, Carmen Perez, Dan Benson, Scott Martin, Jacob Bruce, Robert Zachar, Dennis LaValle, Eric Bivens-Bush
Vertrieb:M.I.G
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:01.12.2011 (Kauf)



Inhalt
Eine Ölplattform mitten im Ozean. Während des schlimmsten Tropensturms seit langem steigt eine mörderische Kreatur aus den Tiefen des Meeres an die Oberfläche, denn die Bohrungen sind in ihr Revier eingedrungen. Doch für die Menschen an Bord der Plattform gibt es kein Entkommen und keine Aussicht auf Hilfe vom Festland. Sie müssen sich dem unbekannten Wesen stellen. Es geht nur noch um das nackte Überleben, denn die Bestie will ihre Angreifer vernichten. Der Besatzung bleibt nur die Flucht nach vorne: das Monster töten, um selbst zu überleben.

Bild
Format1,78:1
Norm1080i / MPEG-4 AVC
 Zum Anfang sei erwähnt, dass die Cover-Angabe von 2,35:1 falsch ist. "The Rig" liegt im Bildformat von 1,78:1 und in 1080i vor. Bildtechnisch wird dem Zuschauer auch nur unterer Durchschnitt geboten. Die Schärfe haut den Betrachter nicht vom Hocker, denn meist erreicht der Detailgrad nur durchschnittliche Werte. Hinzu kommen deutliche Bewegungsunschärfen und ein immenses Bildrauschen. Desweiteren arbeitet die Kompression nicht sonderlich sauber und zeigt immer wieder Unruhen in Form von Blockbildung. Der Kontrast wurde zudem ein wenig steil gewählt. Dadurch entstehen Überstrahlungen in hellen Bildbereichen und in den vielen dunklen Sequenzen saufen eine Menge Details ab. Die Farbgebung fällt äußerst kraftlos und blass aus und von Plastizität oder Tiefe kann bei diesem Transfer nicht die Rede sein.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (dt.), Dolby Digital 2.0 Stereo (dt., engl.))
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Auch beim Ton stimmen die Cover-Angaben mal wieder nicht. Der englische Mix liegt nicht etwas in Stereo, sondern in echtem DTS-HD Master Audio 5.1 vor und ist deutsch untertitelbar. Auch der durchschnittlichen deutsche Synchronisation wurde ein HD-Ton spendiert. Weiterhin existiert eine Stereo-Spur, welche gleich das Stichwort gibt: Während die englische Version sehr lebhaft und räumlich klingt, wurde der deutsche Mix vermutlich aus der Stereo-Spur hochgemixt. Dies hat zur Folge, dass die Rears stumm bleiben, die Dialoge zu laut klingen und zu keinem Zeitpunkt Räumlichkeit entsteht. Zudem fehlt hin und wieder Musik an den Stellen, wo die englische Tonspur Musik einspielt. Desweiteren werden im englischsprachigen Original Nebengeräusche sehr natürlich und frisch wiedergegeben, während die deutsche Tonspur steril und nach Studio klingt. Wer also auf einen deutschen Ton verzichten kann, greift zum Originalton.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Original-Trailer (2:44 Min., 1080i)
  • Making of (22:43 Min., 1080i)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Der Audiokommentar der US-Disc wurde leider nicht lizenziert. Dafür gibt es einen Trailer in HD und ein 23minütiges "Behind-the-Scenes"-Featurette mit unkommentierten Aufnahmen vom Set. Deutsche Untertitel gibt es dafür aber nicht.
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Fazit
Zwischen Interner Link"Leviathan" und Interner Link"Octalus - Tod aus der Tiefe" ist dieser Bohrinsel-Horror angesiedelt, der hinsichtlich seiner klaustrophobischen Settings auch einige Anleihen aus der Interner Link"Alien"-Reihe eingebunden hat. Formal macht er nicht allzu viel verkehrt, doch mittels seiner oberflächlichen Art wirkt er wie eine lieblose Aneinanderreihung genretechnischer Versatzstücke.

Das klischeebeladene Figurenkonstrukt entbehrt jeglicher Originalität, denn der Chef (William Forsythe) ist ein strenger Boss, dessen Tochter Carey heimlich etwas mit dem Arbeiter Kyle am Laufen hat. Dazu kommt der obligatorische Angsthase in Form eines sprücheklopfenden Dunkelhäutigen, die fluchende Puertoricanerin und der impulsive Muskelprotz, dessen kleiner Bruder unter dem guten Ruf seines Vorbildes leidet. Alle weiteren werden erst gar nicht namentlich erwähnt, da sie die ersten Opfer der Kreatur darstellen.
Jene wird zwar kaum gezeigt und erscheint auch nie komplett im Bild, doch sie erinnert an eine nachpolierte Variante vom Kiemenmann aus "Schrecken vom Amazonas" mit langen Krallen und spitzen Zähnen. Leider erhält das Vieh rein gar keinen Background, noch wird es von den Flüchtenden hinterfragt, so dass man schlicht hinnehmen muss, dass es lange Zeit außerhalb des Wassers existieren kann, Faustschläge (!) verteilt und sein grünliches Blut leicht entzündlich ist. Offenbar hat es einige Tausend Jahre im Meeresboden gelegen und sich vom Schlick des selbigen ernährt, um anschließend seine unbändige Wut über diesen ungünstigen Umstand an der Crew auszulassen. Da sich das Geschehen ausschließlich auf der Bohrinsel abspielt, bieten die Räumlichkeiten auf Dauer wenig Abwechslung und so müssen zwischendurch zwei unter der Dusche miteinander flutschen, während der Koch in der Kombüse Späße macht. Zwar schreitet das blutrünstige Vieh früh zur Tat, doch die Angriffe laufen zu überhastet ab, auch wenn ein paar Durchbohrungen für die Splatterfans zu erhaschen sind. Hier eine Kralle im Brustkorb, dort ein aus dem Bild gezogener Körper, zuweilen eine Attacke im Halbdunkel und am Ende immerhin ein offener Bauch und ein verdrehtes Genick.
Dabei brilliert das dünne Skript mit einigen hanebüchenen Umständen, denn mit dem Vieh in der Nähe sollte man sich besser ruhig verhalten und wenn ein Tatort voller Blut ist, bringt es wenig, einmal mit dem Finger dadurch zu gehen, um sich Gewissheit zu verschaffen. Ferner lässt man mit dem Monster im Nacken keine Türen offen und wer nicht weiß, mit welchen Chemikalien auf einer Bohrinsel hantiert wird, hat auf einer solchen auch nichts zu suchen.
All diese Umstände könnten allenfalls infolge jahrelangen Aufenthalts auf der Insel mit Konsequenz der leichten Verblödung toleriert werden. Insgesamt kann man den Darstellern keinen allzu großen Vorwurf machen, da aus den undankbaren, oberflächlichen Charakteren nicht mehr herauszuholen ist. Insofern schlagen sich die meisten passabel, einige wenige, wie William Forsythe als Chef oder Scott Martin als potentieller Held Kyle sogar ein wenig besser. Auch der Score ist ordentlich auf das Geschehen abgestimmt und bemüht sich auffallend um abwechslungsreiche Töne und eine gezielte Soundabmischung.

Dennoch kann "The Rig" im Gesamtbild kaum überzeugen. Zu lustlos und ohne Pep wird die Handlung heruntergekurbelt und zu eindimensional erfolgt die Reihum-Dezimierung der Leute auf der Ölplattform, welche im Übrigen nur selten eine effektiv klaustrophobische Stimmung verbreitet. Oberflächlich, ideenlos und nur selten mit etwas Suspense versehen. Die deutsche Blu-ray scheint lieblos produziert, wird aber mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.



Screenshots




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