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USA 2009
Originaltitel:Deadtime Stories
Alternativtitel:Deadtime Stories
aka. George A. Romero Presents Deadtime Stories
aka. George A. Romero Presents Deadtime Stories Volume 1
Länge:76:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Michael Fischa, Jeff Monahan, Matt Walsh
Buch:Jeff Monahan
Kamera:Luke Andrade
Musik:Kerri Fabian, Matthew Tait
SFX:Chucky Hendershot
Darsteller:George A. Romero, Sam Redford, Barret Hackney, Amy Lynn Best, Ian Harding, Patrick Jordan, Adrienne Wehr, Jessica Kennedy, John Shepard, John Romualdi, Larry John Meyers, Amanda Frost
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:01.12.2011 (Kauf)



Inhalt
Verriegeln Sie Türen und Fenster und schalten Sie das Licht an. Sonst werden Sie nach diesem Film keinen Augenblick Ruhe haben. Drei nervenzerreißende und spannungsgeladenen Horrorgeschichten, die es in sich haben:

"Valley of the Shadow": Eine Frau (Amy Lynn Best) sucht im schier undurchdringlichen Dschungel Südamerikas nach ihrem vermissten Ehemann. Doch plötzlich wird sie zur Gejagten einer übermenschlichen Bestie.

"Wet": Ein einsamer Mann (Sam Redford) findet am Strand eine wertvolle, mit Edelsteinen besetzte Schatulle vergraben im Sand. Er öffnet sie, doch der Inhalt entspricht nicht seinen Erwartungen. Das, was sich in der Schatulle verbirgt, möchte, dass der Mann ihm Gesellschaft leistet ...

"Housecall": Inmitten einer stürmischen, ungemütlichen Nacht bekommt Dr. Marsten (Bingo O'Malley) einen Anruf. Eine Frau (Adrienne Wehr) macht sich Sorgen über seltsame Symptome bei ihrem Sohn. Der Arzt macht sich auf den Weg, doch was ihn erwartet, steht in keinem medizinischen Lehrbuch ...

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Dem deutschen HD-Transfer fehlt es nicht nur an Plastizität, sondern er zeigt sich auch nur bedingt detailliert. Es gibt zwar immer wieder angenehme Szenen, welche besonders in Nahaufnahmen auffallen, doch insgesamt will das Bild nie so recht übrzeugen und zeigt sehr häufig unschönes Treppenmuster an Kanten. Farben und Kontrast erzielen zwar gute Werte, und bis auf die letzte Episode, die stilltechnisch stark verfremdet wurde, gibt es auch kaum sichtbares Rauschen. Die Kompression könnte etwas ruhiger im Hintergrund arbeiten, was vor allem auf homogenen Flächen auffällt und bei einem HD-Transfer eigentlich nicht sein dürfte. Somit präsentiert sich das Bild nur minimal besser als die DVD-Version.




(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (dt., engl.), Dolby Digital 2.0 (dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Neben einer ordentlichen deutschen Stereofassung liegen die deutsche Synchronfassung sowie der englischsprachige Originalton in DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Beide bieten eine gut verständliche Sprachwiedergabe. Die Abmischung der Dialoge wurde etwas zu leise gewählt wurde, so dass diese zwischen der Musik und den Nebengeräuschen etwas untergehen. Die Musik bietet eine ordentliche Dynamik und gute Abmischung der Effekte, zumindest im produktionstechnischen Rahmen. Allerdings wurden beide Sprachfassungen sehr frontlastig abgemischt, und weder die Effektkanäle noch der Bass kommen wirklich zum Einsatz. Somit bleibt ein etwas weiträumig klingender Stereoeffekt, dessen HD-Abmischung nichts anderes als Mittel zum Zweck ist. Deutsche Untertitel sind optional.
 +++/--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Trailer #1 (1:57 Min., 1080p)
  • Trailer #2 (1:47 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Als Bonus gibt es nur zwei Trailer. Ein FSK-Wendeocover ist vorhanden.
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Fazit
Warum gibt sich jemand wie George A. Romero für solch einen Murks wie diese Kurzfilmanthologie, bei der er jede Geschichte kurz an- und abmoderiert und sein Name zu Werbezwecken "missbraucht" wird, her? Wusste Romero was er da unterstützt? Falls ja, dann tut es mir echt leid, denn "Deadtime Stories" ist kaum zu ertragen. Die drei einzelnen Kurzgeschichten mit einer Laufzeit von je 25 Minuten sind langweilig und noch dazu stümperhaft inszeniert. Das fängt bei der Episode "Valley of the Shadow" an. Das Drehbuch verspricht alles, nur keine Spannung oder Atmosphäre. Gähnende Langeweile und permanentes Durch-den-Dschungel-Rennen machen noch lange keinen guten Film. Der Dschungel sieht eher nach einem stinknormalen Wald aus, und der gefährliche "Eingeborene" wird von einem weißen Darsteller verkörpert, der sich vorher einfach ein wenig im Dreck gewälzt hat. Das fällt nicht einmal mehr unter die Kategorie "Trash", sondern unter "peinlichster Filmversuch des Jahres".

Da ist die Folge "Welt" inhaltlich schon etwas besser und zeigt den Regisseur und Drehbuchautor Jeff Monahan in einer Hauptrolle. Doch wo die Geschichte mehr Potenzial verspricht, versaut es wieder die Inszenierung. Nahezu die gesamte Laufzeit über bekommt man Gequatsche zwischen den beiden Protagonisten zu hören. Als endlich mal was passiert, ist die Episode schon wieder zu Ende. Es ist erstaunlich, wie man es schaffen kann, in 25 Minuten einfach NICHTS passieren zu lassen.

"Housecall" läutet den Abschluss ein und ist die letzte große Hoffnung, an "Deadtime Stories" noch irgendetwas Positives finden zu können. Liest man den Namen Tom Savini, sollte man guter Dinge sein, schließlich sprechen wir von Sex Machine (Interner Link"From Dusk Till Dawn") persönlich, der nicht nur als legendärer Special-Effects-Künstler gilt, sondern mit seinem Interner Link"Night of the Living Dead"-Remake 1989 einen herausragenden Horrorfilm schuf. Und in der Tat: Seine Episode ist atmosphärischer und spannender als die beiden vorherigen Episoden zusammen. Allerdings bleibt Savini ohne Credits und scheint die Episode zusammen mit Matt Walsh inszeniert zu haben. Die Idee, das Ganze im Stil eines Stummfilms der 1930er Jahre zu machen, ist interessant, die Umsetzung aber vorhersehbar und möchte auch gar nicht mehr ins Konzept des Films (gab es jemals eins?) passen. Der Doktor wird entgegen der fehlerhaften Coverangabe NICHT von Romero gespielt, sondern von Bingo O'Malley ("Super 8").

Auch die letzte Episode kann "Deadtime Stories" nicht retten. Man sollte die Finger von diesem Mist lassen, außer man will sich so richtig ärgern. Dass Romero und Savini junge Filmemacher unterstützen wollen, ist löblich, aber man muss seinen Namen nicht für jeden Schund hergeben. Technisch ist die Disc auch nicht zu empfehlen und wird sich somit in die typischen Ramsch-Discs auf den Wühltischen der großen Kaufhäuser einreihen. Einfach liegen lassen.



Screenshots




Druckbare Version
NewsRomero produziert "Deadtime Stories"
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