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GB 2010
Originaltitel:Dead Cert
Länge:89:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Steven Lawson
Buch:Ben Shillito
Kamera:James Friend
Musik:Tim Atack
SFX:Scott McIntyre, Neill Gorton, Karen Spencer
Darsteller:Jason Flemyng, Dave Legeno, Danny Dyer, Dexter Fletcher, Billy Murray, Craig Fairbrass, Andrew Tiernan, Steven Berkoff, Janet Montgomery, Lucinda Rhodes-Flaherty, Perry Benson, Ian Virgo
Vertrieb:I-On New Media / Splendid
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:28.10.2011 (Kauf)



Inhalt
Freddie "Dead Cert" Frankham ist ein harter Kerl, der sich von nichts und niemandem einschüchtern lässt. Mit der Eröffnung des Striplokals Inferno plant er, innerhalb der Londoner-Unterwelt die Karriereleiter emporzusteigen. Er ahnt nicht, dass sein Striplokal auf dem Boden einer ehemaligen schwarzen Kirche erbaut ist, die im 17. Jahrhundert von einem gefürchteten Vampir-Fürsten gegründet wurde. Am Eröffnungsabend des Inferno kehrt das Böse zurück, um seinen Grund und Boden zurückzufordern. Doch Freddie denkt gar nicht daran, seinen Club kampflos aufzugeben.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der Schärfegrad dieser Independent-Produktion ist grundsätzlich auf hohem Niveau und überzeugt mit einer teilweise sehr guten Detailwiedergabe, was sich nicht nur auf Nahaufnahmen bezieht. Allerdings kann die Schärfe von Szene zu Szene kippen und ist stark abhängig von der Ausleuchtung der jeweiligen Sequenz. Somit fällt die Bildschärfe in einer Sekunde schlagartig ab und zeigt sich im nächsten Moment wieder im grünen Bereich. Die Konturen werden sauber dargestellt, es fehlt dem Bild doch etwas an Plastizität und Tiefe. Der Kontrast balanciert dunkle und helle Bildbereiche gut gegeneinander aus und lässt in den vielen Nachtclubsequenzen kaum Details absaufen. Allerdings ist der Schwarzwert nur durchschnittlich und tendiert leicht ins Bläuliche. Die Farbdarstellung unterliegt typischer stilistischer Verfremdungen, wirkt insgesamt aber sehr natürlich. Bildrauschen ist kaum wahrnehmbar und bis auf gelegentlich auftretende Bandingartefakte arbeitet die Kompression sehr unauffällig.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

 ++++/-

Ton
FormateDTS-HD High Resolution 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Beide Tonspuren wurden in DTS-HD Hi-Resolution 5.1 abgemischt und überzeugen in erster Linie durch ihre sehr kräftige und dynamische Musikwiedergabe, die sich allerdings schnell als überwiegend frontlastig herausstellt. Die Rears werde zwar permament mit Nebengeräuschen beschallt, dies aber auch nur sehr dezent und kaum wahrnehmbar, wodurch es beiden Tonspuren an Räumlichkeit fehlt. Die deutsche Synchronfassung klingt zudem sehr steril, überzeugt aber mit einer sehr guten Verständlichkeit. Der englische Originalton klingt etwas natürlicher, aber auch hier ist die Front zu dominant und die Stimmen lösen sich nur sehr selten von dort. In den Schock- und Actioneinlagen vermisst man zudem den Druck des Subwoofers. Lediglich die Musikwiedergabe gewinnt an Volumen, wobei es immer wieder sehr stark hallt und man das Gefühl bekommt, dass die Front in die Rears gelegt wurde. Dieses Problem hat die englische Tonspur nicht. Untertitel sind nicht vorhanden.
 +++/--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Autopsy II (2:01 Min., 576p)
    • Sweet Karma (1:35 Min., 576)
  • Making of (29:54 Min., 576p)
  • Englischer Trailer (2:33 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Evil Words (2:00 Min., 576p)
    • Red, White & Blue (2:47 Min., 576p)
    • Heart Is Deceitful Above All Things (2:24 Min., 576p)
    • Ruanda (1:28 Min., 576p)
    • Ecstasy (1:09 Min., 576p)
    • Memories of Murder (2:00 Min., 576p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Neben jeder Menge Trailer weiterer Filme aus dem Hause I-On New Media liegt der Disc der englischsprachige Trailer und ein knapp 30minütiges Making of bei. Letzteres gibt zwar immer wieder kleine Einblicke in die Dreharbeiten, tendiert aber sehr stark in eine werbelastige Richtung und zeigt nur wenige, wirklich sehenswerte Dinge. Das Pop-Up-Menü fällt wie immer gleich und etwas langweilig aus, erfüllt aber seinen Zweck. Ärgerlich ist es aber, dass man die Trailershow nach dem Disc-Start nicht wegdrücken darf.
 +-----

Fazit
Einige moderne Vampirfilme beinhalten noch immer die klassische Rollenverteilung seit Bram Stoker: Es gibt einen Dracula, einen Van Helsing, einen Harker und seine Mina. In diesem Fall verhält es sich ähnlich, nur dass noch etwas mehr von Interner Link"From Dusk Till Dawn" abgekupferte wurde.
Freddy (Craig Fairbrass) eröffnet soeben seinen Nachtclub in London, als sein Kumpel Eddie (Dexter Fletcher) Drogengeschäfte mit dem zwielichtigen Rumänen Dante (Billy Murray) anzettelt. Beide ahnen nicht, dass sie sich auf einen Vampir und seinen Clan eingelassen haben, die London in Beschlag nehmen wollen ...

Der Einstieg gestaltet sich trotz eines illegalen Boxkampfes ein wenig ungünstig, denn binnen weniger Szenen wird man mit zig Figuren konfrontiert, die zunächst kaum einzuordnen sind. Als sich der Nebel lichtet, kristallisieren sich Freddy und seine fast schwangere Frau als Heldenpaar heraus, während schon bald ein aufgeregter Typ namens Mason auftaucht, der vor dem unsagbare Bösen warnen will, aber zunächst abblitzt. Als sich eine Gruppe um Freddy im Club nach den Bösewichtern umsieht, entpuppen die sich als Vampire und fallen über die Anwesenden her. Spätestens jetzt erinnert die Szenerie stark an Rodriguez' Vampirklassiker.
Allerdings mangelt es trotz ordentlicher Action an Drive, denn die übermäßigen Rotfilter im Club ersticken jede Goreszene im Keim und auch die Fights, welche zwar einige harte Schläge beinhalten, lassen inszenatorische Raffinesse vermissen. Immerhin gibt es kaum Leerlauf und die Erzählung verläuft in straffen Bahnen, wobei einige Figuren zuviel im Gemenge mitmischen und die wesentlichen Protagonisten etwas schwach charakterisiert sind.

Trotz bekannter Mimen wie Danny Dyer, Craig Fairbrass oder Dexter Fletcher sind nur mittelmäßige Darstellungen auszumachen, obgleich niemand völlig daneben agiert (einige Vampire sind teilweise etwas drüber mit ihren bemüht bösen Blicken). Auch der Score bleibt hinter seinen Möglichkeiten, das Geschehen adäquat anzutreiben. Lediglich zum Finale kommt etwas Schwung in die Bude. So fliegt einem eine Leiche vor die Windschutzscheibe, ein Kämpfer muss gegen einen rumänischen Muskelprotz antreten, eine Kellnerin macht ein unmoralisches Angebot und im Keller des Clubs erzählt der Vampirjäger ein paar historische Fakten über die Gegner, was dazu führt, dass einer beim Aufeinandertreffen mit den Vampiren anstatt eines Kreuzes ein Privatfoto zur Abschreckung bereithält, während Weihwasser beim Schlussakt auch eine Rolle spielt.
Obgleich einiger kurzweiliger Passagen und unterhaltsamer Einlagen vermag der Streifen dennoch nicht vollends zu überzeugen, da die Story ohne jegliche Kniffe auszukommen versucht und darüber hinaus zu schlicht gestrickt ist. Ferner mangelt es an mitreißenden Konfrontationen und Abwechslung in Sachen Schauplatz und Ausstattung, wobei selbst das Make-up etwas zu simpel eingesetzt ist.

Vampirfreunde werden hier nur leidlich bedient, Actionfreunde bekommen immerhin einige Fights geboten, doch alles in allem liefert der Streifen zu wenig Anlass für eine Sichtung. Technisch solide und ungeschnittene deutschsprachige Veröffentlichung von "Dead Cert", die mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert wird.



Screenshots




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