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USA 2010
Originaltitel:Dead Matter, The
Alternativtitel:Rage 2
Länge:93:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Edward Douglas
Buch:Tony Demci, Edward Douglas
Kamera:Alex Esber
Musik:Edward Douglas, Midnight Syndicate
SFX:Bryan Jones, Brian Demski
Darsteller:Tom Savini, Jason Carter, Andrew Divoff, Brian Van Camp, Tom Nagel, Sean Serino, Alan Tuskes, Louie Kurtzman, David Greathouse, Philip R. Garrett, Richard Dyszel, Jim O'Rear, C.B. Spencer, Christopher Robichaud, Donna Williams, Meredith Moore, Kenyatta Foster, Chuck Schodowski, Christina Capadona, Myron St. John, Kristina Kopf, Patricia Valestin, Meow Suicide, Jen Sharlow, Bryan Borgman, Jessica Cameron, Dennis Carter Jr., Stephanie Ford, Mike Hach
Vertrieb:M.I.G.
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:13.10.2011 (Kauf)



Inhalt
Jill (C. B. Spencer) kommt über den Tod ihres Bruders nicht hinweg. Sie glaubt an das Übersinnliche und will durch mysteriöse Riten Kontakt zu ihm aufnehmen. Bei einem Spaziergang findet sie das besagte Relikt und nimmt es an sich, ohne zu wissen, was sie in Händen hält. Plötzlich geschehen seltsame Dinge, und das Artefakt beginnt zu leuchten: Sie ist die Auserwählte, auf die das Böse gewartet hat. Das Relikt erwacht zu neuem Leben, es erhält seine Kraft zurück und öffnet das Tor zu Hölle ...

Bild
Format1,77:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der auf 16mm gedrehte Low-Budget-Streifen wurde im Originalformat von 1,77:1 und in 1080p auf Blu-ray gepresst. Vom Bild darf man nicht viel erwarten, denn bereits die Schärfe ist nur mittelmäßig. Meist bleiben Schärfe und Detaildarstellung auf relativ schwachem Niveau. Lediglich der Kontrast erzielt gute Ergebnise. Auch die Farben erstrahlen kräftig und natürlich. Das ist aber auch das einzig Gute am ansonsten eher mäßigen HD-Transfer. Das extreme Bildrauschen nimmt penetrante Ausmaße an und erreicht vor allem in dunklen Bildbereichen üble Ausmaße. Die Kompression arbeitet ebenfalls unzureichend und zeigt immer wieder Unruhen und starke Blockbildung. Im Blu-ray-Zeitalter sollte so etwas eigentlich der Vergangenheit angehören.




 +++/--

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Stereo-Spur fällt solide aus und bleibt stets gut zu verstehen, wäre vielleicht sogar die bessere Wahl im direkten Vergleich mit der frontlastigen und wenig differenziert klingenden deutschen DTS-HD Master Audio 5.1-Spur. Die Spur ist unschwer als Upmix zu erkennen und klingt weder räumlich noch natürlich. Sämtliche Soundelemente wurde zu leise abgemischt und die Surroundeffekte werden meist aus allen Kanälen zeitgleich wiedergegeben. Das klingt weder erträglich, noch natürlich. Die englische Sprachfassung bietet einen etwas besseren Raumklang und bietet zudem hin und wieder ein paar effektivere und päzisere Effekte. Dialoge werden sauber und verständlich wieder gegen und der Dynamikumfang ist ebenfalls besser ausgefallen. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 +++/--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Audiokommentar von Ed Douglas, Robert Kurtzman und Gary Jones
  • Making of: "Maximum Dead Matter" (87:29 Min., 480p)
  • Gagreel (3:05 Min., 480p)
  • Fun with Mark the Zombie (4:12 Min., 480p)
  • Originaltrailer (1:56 Min., 480p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Leider wurde der interessante und spaßige Audiokommentar von Ed Douglas, Robert Kurtzman und Gary Jones nicht deutsch untertitelt. Alle drei sprechen sehr ausführlich über die Dreharbeiten und gehen dabei auf diverse Aspekte der Produktion ein. Desweiteren gibt es noch Pannen vom Dreh, sowie 4 Minuten an Klamauk mit Mark, dem Zombie aus "The Dead Matter". Zum Schluss befindet sich noch ein Trailer, sowie ein 87minütiges Making of auf der Disc. Letzteres ist eine vorbildliche Dokumentation, die leider auch ohne Untertitel auskommen muss, dafür aber alle wichtigen Aspekte der Produktion abdeckt und meist mit drei bis vier Fenstern gleichzeitig den Zuschauer einen umfangreichen Einblick in die Entstehung des B-Movies gewährt. Davon sollten sich sogenannte Blockbuster eine Scheibe abschneiden. Das komplette Bonusmaterial liegt in Standard Definition vor. Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.
 ++++/-

Fazit
Wenn ideenlosen Horrorautoren gar nichts mehr einfällt, werfen sie alle möglichen Subgenres in einen Topf und rühren solange, bis die Suppe vor Dummheit überläuft. Anders lässt sich dieser diffuse Mix aus Vampiren, Zombies, Okkultismus und vagen Comedy-Versuchen zumindest kaum erklären.
Im Kern geht es um ein antikes Amulett in Skarabäus-Form, welches Macht über Untote verleiht. Durch Zufall findet dieses Gretchen mit ihren drei Freunden im Wald und setzt es bald ein, um ihren toten Bruder wieder nahe zu sein. Zeitgleich bekriegen sich zwei Vampirfürsten, während ein Vampirjäger ebenfalls auf den Plan gerufen wird ...

Die Fernbedienung für einen Zombie bietet zumindest noch minimalen Anlass zum Schmunzeln, als Gretchen den Zombie Mark, der irgendwann in ihrer Wohnung auftaucht, immer mehr vermenschlicht und später sogar auf dem Karussell unterwegs ist und ihm ein Eis in die Hand drückt. Ansonsten hält sich der Humor arg im Hintergrund, nachdem der Einstieg, der angeblich in Passau spielen soll, reichlich wirr und ohne Hintergrundmotive daherkommt und sogleich deutlich macht, es mit einer amateurhaften Produktion zu tun zu haben. Das manifestiert sich vor allem an der sprunghaften Erzählweise und den flachen Figuren, den schwachen Mimen und den schlichten Effekten. Auch wenn die Inszenierung eher auf altmodisch getrimmt wurde und ein paar wenige handgemachte Splattereffekte auszumachen sind, baut man zu keiner Figur eine Bindung auf und anderweitig treten die Bösewichte nicht fies genug in Erscheinung. Im Gegenteil, die alberne weiße Perücke, welche man Andrew Divoff (Interner Link"Wishmaster") verpasste, gehört wohl zu den schauerlichsten Vampirfrisuren der Filmgeschichte und auch Tom Savini (Interner Link"From Dusk Till Dawn" macht als Drogenboss/Vampir keinen sonderlich überzeugenden Eindruck.

Kaum besser verhält es sich mit den jungen Leuten um Gretchen, welche irgendwann mehr Zeit mit dem Zombie verbringt, als mit den Lebenden. Dass davon einige im Labor für Diätpillen arbeiten, ist eigentlich nur für einen harmlosen Plot Twist vonnöten, denn ansonsten bieten sie facettenloses Beiwerk in Form von Stichwortgebern. Gleiches gilt für die Randerscheinungen der Vampire und Zombies, die ohnehin nur phasenweise ins Spiel kommen und nur selten für Konfrontationen sorgen. Ganz nett sind noch so kleine Einschübe wie sich bewegende Lebensmittel im Kühlschrank oder eine Vision eines grotesken Schulunterrichts. Doch demgegenüber herrscht an allen Ecken und Enden Dilettantismus und unkoordiniertes Vorgehen, was die deutsche Schwachmaten-Synchro im Übrigen in allen Belangen unterstreicht, zumal die Stimmen oft wesentlich leiser sind, als die austauschbare Hintergrundmusik.

"Rage 2" (einen Vorgänger gibt es nicht) bietet weder einen Vampir- noch einen Zombiefilm, bleibt für eine Komödie über weite Teile zu ernst und findet vor allem drehbuchtechnisch keinen roten Faden, um den Zuschauer bei Laune zu halten. Regisseur Edward Douglas, Begründer des ambitionierten Musik-Acts "Midnight Syndicate", sollte sich in Zukunft wieder verstärkt der Musik widmen, denn Filme dieser Art bringen Freunden unterhaltsamer Horrorfilme rein gar nichts.



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