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USA 1995
Originaltitel:Jumanji
Länge:104:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Joe Johnston
Buch:Jonathan Hensleigh, Greg Taylor, Jim Strain
Kamera:Thomas E. Ackerman
Musik:James Horner
SFX:Industrial Light & Magic
Darsteller:Robin Williams, Jonathan Hyde, Kirsten Dunst, Bradley Pierce, Bonnie Hunt, Bebe Neuwirth, David Alan Grier, Patricia Clarkson, Adam Hann-Byrd, Laura Bell Bundy, James Handy, Gillian Barber
Vertrieb:Sony Pictures
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:21.07.2011 (Kauf)



Inhalt
Jumanji ist das geheimnisvolle, uralte Spiel, aus dem der unberechenbare Geist des Dschungels ausbricht, um die Welt zu beherrschen. Alle, die dieses Spiel je gespielt haben, kennen nur zu gut seine Gefahren. So auch Alan Parrish, der bereits als kleiner Junge in die gefährliche Welt von Jumanji entführt wurde. Jetzt, 26 Jahre später, werfen Sarah, Judy und Peter die Würfel - und können Alan befreien. Doch das ist erst der Anfang. Ob sie wollen oder nicht, Jumanji geht weiter: Die vier müssen sich gegen wilde Horden von Löwen, Affen, Elefanten, Nashörnern, fleischfressenden Schlingpflanzen, Riesenspinnen, Monsunregen und Erdbeben wehren. Nur so können sie die Kräfte von Jumanji bezwingen. Bis zum nächsten Spiel.

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der vorliegende HD-Transfer im Originalformat von 1,85:1 hinterlässt einen guten Eindruck, beruht aber auf einem etwas älteren Master. Das ist schade, weil "Jumanji" durchaus einen neuen Transfer verdient hätte. Die gute Schärfe überzeugt in Nahaufnahmen mit einer ordentlichen Detailzeichnung. Im Gegensatz dazu wirken vor allem Totale etwas zu weich. Hinzu kommt eine leichte Nachschärfung, die für Doppelkonturen sorgt. Insgesamt wirkt das Bild etwas flach und wenig plastisch. Die Farbgebung fällt dabei etwas monoton und kaum kräftig aus. Auch der Kontrast könnte deutlich besser ausfallen, zeigt eine durchschnittliche Durchzeichnung und einen soliden Schwarzwert. Desweiteren fällt verstärkt analoges Rauschen auf, welches mitunter sehr intensive Ausmaße annimmt. Hinzu kommt etwas Schmutz und immer wieder auftretende Defekte. Die Kompression arbeitet unauffällig im Hintergrund.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (nur engl.), Dolby Digital 5.1
SpracheEnglisch, Deutsch, Italienisch, Polnisch, Spanisch, Tschechisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Griechisch, Hindi (Indisch), Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Slowakisch, Spanisch, Türkisch, Tschechisch
 Während der englische Originalton in DTS-HD Master Audio 5.1 abgemischt wurde, liegt die deutsche Synchronfassung lediglich in Dolby Digital 5.1 vor und stellt keinen Vergleich zum englischsprachigen Pendant dar, welcher mit einem satten Tiefenbass und einer sehr guten Dynamik aufwarten kann. Zudem bietet der Originalton ein hohes Maß an Räumlichkeit und gut platzierte Surround-Effekte, die man von einem knapp 16 Jahre alten Film in dieser Intensität nicht erwarten würde. Bei der deutschen Fassung sieht das wiederum anders aus. Zwar werden die selben Effekte genutzt, doch hier fehlt es an Dynamik, Volumen und Druck. Die Abmischung klingt unspektakulär und flach. Die Effekte sind nur bedingt effektiv und lediglich die Dialogwiedergabe überzeugt, weil sie nicht steril oder dumpf klingt. Dies gilt auch für die Originalfassung, die mit gut ausbalancierten Stimmen aufwarten kann. Es lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten.
 +++/--

Extras
MediumBD-50
Extras
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live
  • Hi-Def exklusiv: Dschungelabenteuer: Virtuelles Brettspiel
  • Audiokommentar des Spezialeffekte-Teams
  • Dokumentarfilm & Featurettes:
    • Das "Making of" von Jumanji: Im Reich der Fantasie (20:04 Min., 480p)
    • Löwen, Affen und Schoten... Oh Mann! (14:34 Min., 480p)
    • Production Design: Zerstörung des Hauses (3:05 Min., 480p)
  • Storyboard-Vergleiche:
    • Fledermäuse (1:32 Min., 480p)
    • Nashorn in Panik (1:13 Min., 480p)
    • Erdbeben (0:55 Min., 480p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Der Audiokommentar mit dem Spezialeffekt-Team weiß nur bedingt zu gefallen. Das liegt u.a. daran, dass alles zu sehr Technik orientiert ist und die Sprecher ihre Infos getrennt eingesprochen haben. Wer jeden CGI-Effekt haargenau erklärt haben will möchte, wird seinen Spaß dran haben und mit deutschen Untertiteln belohnt. Interessant sind auf jedenfall die drei Storyboard-Vergleiche, welche in knapp vier Minuten Splitscreens zwischen Film und Storyboard zeigen. In 3 Minuten zeigt uns der Produktionsdesigner unter "Production Design - Zerstörung des Hauses" die verschiedenen Zustände des Hauses und dessen Zerstörung.
Das virtuelle Brettspiel "Dschungelabenteuer liegt in HD vor, entspricht dem Spiel aus dem Film und stellt ein nettes Gimmick dar. Interessanter ist aber das 20minütige Making of, welches einen netten Einblick hinter die Kulissen gewährt, dabei aber nicht gänzlich frei vom üblichen PR-Geschwätz ist. "Löwen, Affen und Schoten – oh Mann" befasst sich rund 15 Minuten lang mit den CGI-Effekten und den Modellen der Tiere und Pflanzen, was interessanter als das Making of ist. Bis auf das Spiel liegen alles Extras in Standard Definition vor. Es gibt keine Trailer, dafür aber deutsche Untertitel.
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Fazit
Der Name Disney steht für Familienunterhaltung und "Jumanji" ist eins der absoluten Vorzeigeprodukte, spielte weltweit über 250 Millionen Dollar und ein und wird heute noch zu allen möglichen Gelegenheiten hoch und runter gespielt. Sei es für die Kleinen am Samstagabend oder für die jüngeren Schüler in einer Freistunde. Joe Johnston (Interner Link"Jurassic Park 3") gelang es ein kurzweiliges, abwechslungsreiches Abenteuer zu inszenieren, an dem sich Jung und Alt auch nach fast einem Jahrzehnt nicht satt sehen kann.
Der Titelgeber ist ein Spiel, das nun schon etliche Äonen überstanden hat und immer wieder Kindern in die Hände fällt. Was sie nicht wissen: Das Spiel birgt so seine Geheimnisse, ist realistischer und interaktiver, als man sich in seinen kühnsten Träumen ausmalen kann und bestraft die Spieler auf eine unkonventionelle Weise. Das muss auch Alan Parrish 1969 feststellen, als er mit seiner Jugendliebe das in einer Baugrube entdeckte Spiel beginnt und damit eine kleine Katastrophe auslöst. Er selbst landet im Spiel, genauer ausgedrückt im Dschungel und kann erst wieder befreit werden, wenn der Nächste würfelt. Doch Wendy denkt gar nicht daran und so dauert es 25 Jahre, bis Judy (Kirsten Dunst) und Peter (Bradley Pierce), die inzwischen im Haus der gestorbenen Parrishs wohnen, das Spiel auf dem Dachboden entdecken und fortsetzen. Von nun an tauchen in unserer Welt nicht nur riesige Moskitos, Affen und Löwen, sondern auch Killerpflanzen und ein Großwildjäger auf.

Auch wenn die Logik in Anbetracht der Verhaltensweise der Protagonisten hier und da mal auf der Strecke bleibt, ist "Jumanji" ein Heidenspaß - auch für das erwachsene Publikum. Vor Überraschungen ist man nicht gefeit, ständig ist man vor den Gefahren aus dem Dschungel auf der Flucht. Joe Johnston war seinerzeit für die Effekte der Interner Link"Star Wars"–Trilogie mitverantwortlich und verursacht hier einen Budenzauber, der inzwischen etwas angestaubt, aber keinesfalls billig aussieht und auch heute noch überzeugen kann. Seien es Elefantenherden, wild gewordene, hyperaktive Affen oder riesige Spinnen - das Repertoire des Spiels scheint keine Grenzen zu kennen und die Überraschungen steigern sich beständig.
Für die Disney-typische Botschaft ist hierbei Robin Williams, in gewohnt guter Form, verantwortlich, indem er sich von ängstlichen, unzufriedenen Sohn zum Retter in der Not entwickelt. Seine Darbietung ist gewohnt sympathisch und der Humor stets auf das junge Publikum angepasst. Als Identifikationsfiguren taugen aber wohl eher die beiden Waisen Judy (Kirsten Dunst) und Peter (Bradley Pierce), die ihn erst zum Weiterspielen überreden müssen. Während sich die reale Welt langsam, aber sicher unter den Einflüssen des Spiels selbst in einen chaotischen Dschungel verwandelt, muss das Quartett nicht nur vor den Gefahren des Spiels flüchten, sondern auch stets auf selbiges aufpassen. Denn ein Verlust hätte katastrophale Auswirkungen. Erst das Ende des Spiels kann die Veränderungen wieder rückgängig machen. So läuft "Jumanji" dann zwar nach demselben Schema typischer Familienunterhaltungen ab, liefert ein kitschiges Happy-End, hat aber verdammt gut unterhalten und das ist hier die Hauptsache.

"Jumanji" ist ein Paradebeispiel für spaßige Familienunterhaltung von Disney. Das Thema ist vergleichsweise innovativ gewählt, die Effekte sind gut und die Schauspieler überzeugen trotz einiger weniger Klischees. Da Johnston die Geschichte mit viel Tempo und Witz inszenierte, bleibt die Spannung aufrecht und das Unterhaltungsniveau beständig. Jung und Alt dürfen hier bedenkenlos zugreifen. Die deutsche Blu-ray bietet eine technisch solide Umsetzung und erscheint mit einem FSK-Wendecover.



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