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USA 2007
Originaltitel:Ghosts of Goldfield
Alternativtitel:Paranormal Ghosts
Länge:83:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe (Hauptfilm ab 16 Jahre)
Regie:Ed Winfield
Buch:Dominic Biondi, Brian McMahon
Kamera:Roland 'Ozzie' Smith, Adrian M. Pruett
Musik:Steve Yeaman
SFX:Michael Taglianetti
Darsteller:Kellan Lutz, Mandy Amano, Richie Chance, Marnette Patterson, Roddy Piper, Ashly Rae, Scott Whyte, Chuck Zito, John Bloom, Teri Corcoran
Vertrieb:Intergroove / Savoy Film
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:02.09.2011 (Kauf)



Inhalt
Sie wollen das geisterhafte Treiben von Elisabeth Walker dokumentieren! Darum begeben sich Julie und ihre vier Kollegen mit allerhand Equipment in das Hotel der Geisterstadt Goldfield. Dort, so heißt es, wurde das Zimmermädchen Elisabeth im Zimmer 109 gefoltert und ermordet. Ihr Geist soll seitdem keine Ruhe finden. Ob dem so ist, das will die Gruppe nun herausfinden, doch Julie hätte nicht damit gerechnet, dass eine Halskette, die sie von ihrer Großmutter bekam, irgendwie mit dieser Tragödie in Kontakt steht. Und nun wird Julie von verheerenden Visionen geplagt ...

Bild
Format1,77:1
Norm1080i / MPEG-2
 Der 1080i-Transfer erzielt kaum solide Werte. Besonders auffällig ist das starke Bildrauschen, welches unschöne Formen annimmt und die Kompression zusammenbrechen lässt. Wie sooft eines der größten Mankos bei Titeln des Labels, fallen unschöne Artefaktebildungen auf. Die Schärfe erzielt nur durchschnittliche Werte, und richtige Details werden nie herausgearbeitet. Die Konturen wirken sehr weich und schwammig, und selbst für einen Low-Budget-Film ist das Ergebnis unter dem Durchschnitt. Die Farben sind dafür meist natürlich, jedoch nur mäßig satt. Je nachdem wie das Szenario ausgeleuchtet wurde, kann es sein, dass der Kontrast für stilmittelbedingte Verfälschungen sorgt. Der Schwarzwert tendiert dabei immer wieder ins Gräuliche, wodurch weder Tiefe noch Plastizität entsteht.
 ++/---

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (dt., engl.), Dolby Digital 2.0 Stereo (dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Während die Tonspuren in DTS-HD Master Audio 5.1 vorliegen, wurde die deutsche zudem in Dolby Digital 2.0 Stereo auf die Blu-ray aufgespielt. Dialoge sind in beiden Versionen zwar gut zu verstehen, jedoch klingt der englischsprachige Originalton deutlich dynamischer und lebendiger. Beim deutschen Pendant wirkt der Klang relativ flach und die deutschen Dialoge werden zu sehr in den Vordergrund gedrückt. Die Frontlastigkeit ist in der deutschen Fassung enorm, weshalb kaum Räumlichkeit entsteht und die hinteren Lautsprecher wenig in das Geschehen mit einbezogen werden. Die Stereospur wäre ausreichend, da weder der Dynamikumfang noch die Räumlichkeit überzeugen.
 +++---

Extras
MediumBD-25
Extras-
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Es gibt kein Bonusmaterial, und das Menü ist mal wieder nur ein Standbild.
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Fazit
Ein gewisses Maß an Eigenständigkeit setzt man natürlich voraus, wenn zum gefühlten 500. Mal ein altes Hotel verflucht ist und ein leidender und gleichermaßen rachsüchtiger Geist dort drin sein Unwesen treibt. Doch dieses Regiedebüt ist an Einfallslosigkeit kaum zu unterbieten. Es wirkt wie ein zusammen gewürfeltes Sammelsurium aus hinlänglich bekannten Versatzstücken längst vergangener Zeit. Zwar dauert der Verlauf mit kaputtem Auto, Kurzbesuch auf dem Friedhof und Unterhaltung mit dem skurrilen Barkeeper nicht allzu lange, doch Figurenzeichnungen kommen dabei nicht zustande. Julie ist die Sensible mit kleinen Visionen, dazu gibt es einen Netten, eine Bitch, einen Poser und einen Kameramann, wobei es sich bei den Bildern ausnahmsweise nicht um die einer Handkamera handelt.

Immerhin ist der Schauplatz des alten Hotels einigermaßen treffend in Szene gesetzt, die magere Ausleuchtung und ein paar Kameraperspektiven können sich gar sehen lassen, aber den Rest kann man getrost als Schlafmittel beimischen. Mal hier ein Gang in den Keller, dann ein Betreten des ominösen Zimmers 109, wieder ein huschender Schatten oder eine Frauengestalt in der Ferne und in regelmäßigen Abständen eine flüsternde Frauenstimme, die nach ihrem Baby verlangt. Peinlich nur, dass jenes Flüstern bereits anfängt, bevor die fünf überhaupt im Hotel sind.

Nachfolgend geschieht schlicht zu wenig, um erhöhte Aufmerksamkeit zu erhaschen. Zwei ziehen sich an die Bar zurück und werden kurz darauf intim, in eine fährt offensichtlich der Geist der Ruhelosen, ein Medaillon weist auf den Zusammenhang mit der Vergangenheit hin und dazwischen erläutern Flashbacks puzzleartig, was sich vor Jahrzehnten im Hotel abgespielt hat. Diese Szenen, in Sepia und Weichzeichner gehalten, erklären zwar die Beziehungen zwischen vier Personen zu jener Zeit, doch spannend geraten diese genauso wenig wie darauf folgender Spuk, der minimale Gewaltszenen einbindet. Dabei spritzt das Blut, als hätte man soeben ein Bierfass angeschlagen, doch die dazugehörigen Wunden sind kaum der Rede wert. Nach einer Stunde geht es zwar ein wenig temporeicher zu, da Kollegen gesucht werden und der Geist fordernder zu Werke geht, doch selbst der Showdown gerät zahm, komplett vorhersehbar und ohne Finesse. Der Stoff bleibt bis zum Schluss uninspiriert und beliebig.

Zum schwachen Niveau gesellen sich auch die Darsteller, von denen allenfalls Marnette Patterson als Julie in Ansätzen überzeugen kann, während die Übrigen wohl nicht so schnell in besser bezahlten Produktionen anzutreffen sein werden. Selbst der Score schafft kaum Abwechslung, sondern mäandert lahm und einfallslos im Hintergrund. Hintergrund ist auch ein Stichwort, denn dort schadet der Streifen am wenigsten. Ansonsten bietet dieser Spukhaus-/Rachegeist-Film nichts weiter als satt gesehen Motive und Ideen, müde und ideenlos ausgearbeitet und gerade noch so passabel in Szene gesetzt. Wäre vor rund sechzig Jahren vielleicht ein Knaller gewesen, doch alles was danach in irgendeinem Gruselfilm aufgegriffen wurde, kaut dieser Beitrag ohne eigene Handschrift müde durch. Selbst eingefleischte Genrefans können ihn getrost auslassen.

Unterdurchschnittliche Blu-ray-Umsetzung. "Ghosts of Goldfield" erschien bereits auf DVD unter dem Titel "Paranormal Ghosts". Wer weiß, wie viele weitere Titelveränderungen der Film bereits hinter sich hat?!
Leider müssen wir bei diesem Titel derzeit auf HD-Screenshots verzichten, da unsere Laufwerke sich weigerten die Blu-ray abzuspielen.



Screenshots




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Paranormal Ghosts
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