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UK 2010
Originaltitel:Dead, The
Länge:104:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Howard J. Ford, Jonathan Ford
Buch:Howard J. Ford, Jonathan Ford
Kamera:Jonathan Ford
Musik:Imran Ahmad
SFX:Dan Rickard
Darsteller:Rob Freeman, David Dontoh, Elizabeth Akingbade, Benjamin C. Akpa, Stephen Asare Amaning, Anthony Arinze, Kwesi Asmah, Edward Bruce, Genardo Campbell, Mark Chapman, Ben Crowe, Frank Owusu Darko, Anne Davaud, Chamberlain Dembele
Vertrieb:Savoy Film / Intergroove
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:07.10.2011 (Kauf)



Inhalt
Lt. Brian Murphy ist Amerikaner und als Söldner in Afrika gestrandet. Er hat einen Flugzeugabsturz überlebt, nur um sich inmitten eines Landes wiederzufinden, das von Zombies überrannt wird. Oberstes Ziel des Amerikaners ist, das Land so schnell wie möglich zu verlassen. Doch das kann ihm nur mit Hilfe des desertierten Soldaten Daniel Dembele gelingen. Aber damit dieser ihm hilft, muss Murphy dem Afrikaner bei der Suche nach seinem verschwundenen Sohn beistehen - während das Sterben inmitten der Zombie-Horden immer mehr um sich greift ...

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 "The Dead" wurde im Originalformat von 1,78:1 und in FullHD auf die Disc gepresst, zeigt aber eine extrem wechselhafte Bildqualität. Während Tagesszenen noch recht gut aussehen, fallen Nachtaufnahmen in qualitativ deutlich ab. Da wäre das extreme Bildrauschen, der milchige Schleier und das Verschlucken von Details zu beanstanden. Zwar arbeitet der Kontrast ganz solide, jedoch nicht solide genug, um in dunklen Szenen nicht ins Schleudern zu kommen. Bildrauschen fällt zwar auch in Tagesszenen auf, dort nimmt es aber nicht solch starke Ausmaße an, und auch die Schärfe ist deutlich besser, wobei der Detailgrad nur selten auf HD-Niveau liegt. Meist wirkt das Bild sehr weich und unterliegt den stilbedingten Verfremdungen. Die Farben sind kräftig, und es dominiert ein erdiger und warmer Farbton. Die Kompression fällt unruhig aus, und zeigt immer wieder sichtbare Blockbildung und Artefakte.




(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


 +++---

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (dt., engl.), Dolby Digital 2.0 Stereo (dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide Tonspuren liegen in einer klaren und gut verständlichen DTS-HD Master Audio 5.1-Abmischung vor, bleiben aber meist sehr frontastig. Das liegt in erster Linie daran, dass "The Dead" ein dialoglastiger Film ist. Musik und Nebengeräusche kommen nur selten aus den hinteren Lautsprechern und fallen zudem sehr leise aus. Räumlichkeit entsteht dadurch nicht, weshalb die deutsche Stereospur völlig ausreicht. Diese bietet einen klaren Klang mit gut verständlichen Dialogen. Optional gibt es deutsche Untertitel. Die wenigen Dialogszenen im afrikanischen Dialekt wurden mit fest eingebrannten englischen Untertiteln versehen.
 +++/--

Extras
MediumBD-25 / DVD-5
Extras
Film-Disc (Blu-ray)
  • Originaltrailer (2:14 Min., 1080p)
Bonus-Disc (DVD)
  • Making of (59:15 Min.)
  • Bildergalerie (2:10 Min.)
  • Interviews:
    • Howard J. Ford (3:13 Min.)
    • John Ford (1:43 Min.)
    • Prince (10:44 Min.)
    • Rob Freeman (3:11 Min.)
  • Bonusfilme:
    • Die Revolte der Zombies (59:31 Min.)
    • Zombie - Das Tor zur Hölle (2:58 Min.)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover und Schuber
 Die limitierte Edition wird in einem Schuber ausgeliefert und mit einem FSK-Wendecover versehen. Auf der Hauptfilm-Disc befindet sich nur ein englischer Trailer. Die Bonus-Disc ist eine einfache DVD und identisch zur ebenfalls limitierten DVD-Special-Edition. Diese enthält ein 60minütiges Making of mit Ausschnitten aus dem Videotagebuch des Regisseurs Howard J. Ford sowie Kommentare der Darsteller und gewährt Einblicke in die Dreharbeiten. Zudem gibt es eine Bildergalerie und vier Interviews mit den Regisseuren und den beiden Hauptdarstellern.
Weiterhin befindet sich auf der DVD der 3minütige, unvollendete Amateurfilm "Zombie - Das Tor zu Hölle" sowie der 60minütige S/W-Zombiefilm "Revolt of the Zombies" aus dem Jahre 1936, der im englischen Original mit deutschen Untertiteln vorliegt. Die restlichen Extras wurden ebenfalls mit deutschen Untertiteln versehen.
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Fazit
Da der Zombiefundus bereits alle erdenklichen Varianten von "... The Living Dead" auf den Markt geschmissen hat, haben es sich die Gebrüder Ford aus Großbritannien etwas einfacher gemacht und ihren Streifen schlicht "The Dead" getauft. Dass Genregrößen wie Romero bis Fulci bei vielen Szenen Pate standen, wird bereits mit den ersten Einstellungen deutlich.

Irgendwo in Afrika stürzt ein Rettungsflugzeug ab, und nur der Ingenieur Brian Murphy (Rob Freeman) überlebt. Umgeben von Zombies hilft ihm bald der einheimische Daniel (Prince David Oseia), der seinen Sohn vermisst. Gemeinsam bestreiten sie ihren Weg durch menschenleere Landschaften, der von einigen Attacken der Untoten begleitet wird ...

Es ist eine recht ungewöhnliche Umgebung für einen Zombiefilm, denn gedreht wurde in Ghana und Burkina Faso. Ebenso ungewöhnlich sind die zahlreichen (folgerichtig dunkelhäutigen) Zombies, die mitten unter der Wüstensonne nach potentiellen Opfern Ausschau halten. Sie bewegen sich klassisch langsam, wirken mit ihren leeren Augen oftmals spooky und sind allerdings recht leicht auszuschalten, zuweilen sogar schlicht zu ignorieren, wenn die Distanz stimmt. Mit dem herumstreunenden Ingenieur gibt es handlungstechnisch allerdings einige Probleme, da sich die Abläufe nach einer Weile schlicht wiederholen und ein wirkliches Ziel kaum auszumachen ist. In Begleitung von Daniel kommt es zwar noch zu einigen Hintergrundinformationen und den Äußerungen von Sehnsüchten und Wünschen, doch der Background der Zombies bleibt außen vor. Auch wenn sich Freeman wahrlich müht, seiner Rolle Glaubhaftigkeit einzuhauchen, fehlt seiner Figur etwas Markantes, vielleicht auch ein wenig Augenzwinkern in Form von Zynismus, denn über weite Teile läuft die Handlung ohne Worte ab und zieht sich phasenweise arg in die Länge.
Höhepunkte bilden demgegenüber die regelmäßig eingestreuten Konfrontationen, bei denen es zu einer ordentlichen Menge handgemachter Splattereffekte kommt. Da werden Gesichter weggeschossen, ein Kopf mit dem Auto überrollt, es gibt zahlreiche Bisswunden und blutige Einschüsse und einige Untote mit unschönen Knochenbrüchen. Die Qualität der Effekte ist auf solidem Niveau angesiedelt und erinnert in seiner derben Darstellung an Fulcis Glanzzeiten.

Demgegenüber gibt die Geschichte mit ihrem überwiegend ruhigem Erzählfluss zu wenig her und bietet zu wenige Höhepunkte, auch wenn die exotische Kulisse einige Durchhänger zu kaschieren vermag. Die Reduzierung auf maximal zwei Hauptfiguren erweist sich als fatal, denn dadurch mangelt es an Dynamik und einem deutlich definierten Ziel, zumal Murphy einige Zeit tatsächlich recht ziellos durch die Gegend marschiert. Die klassisch gestalteten Zombies und die teilweise wuchtigen Gewalteffekte gehen zwar deutlich aufs Pluskonto, doch aufgrund des eindimensionalen Ablaufs kann der Streifen nicht über die volle Laufzeit unterhalten.

Solide HD-Präsentation, die in keinem technischen Bereich so wirklich punkten will. Dafür ist der Film unzensiert und im Bonus-Sektor gibt es ein paar nette Extras zu bestaunen. Für kleines Geld sicherlich einen Blick wert.



Screenshots




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