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UK, USA 2011
Originaltitel:Blitz
Alternativtitel:Blitz - Cop Killer vs. Killer Cop
Länge:97:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Elliott Lester
Buch:Nick Rideout
Kamera:Rob Hardy
Musik:Ilan Eshkeri
SFX:Tom Collier
Darsteller:Jason Statham, Luke Evans, David Morrissey, Aidan Gillen, Paddy Considine, Richard Riddell, Chris Wilson, Nicky Henson, Elly Fairman, Nabil Elouahabi, Zawe Ashton, Alex Lanipekun
Vertrieb:Universum Film
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:05.10.2011 (Verleih) / 04.11.2011 (Kauf)



Inhalt
Tom Brant ist ein knallharter Cop mit ungewöhnlichen Methoden. Er ist ein harter Brocken, der zuviel trinkt und gerne austeilt. Sein Umgangston mit Vorgesetzten ist rüde und um Vorschriften schert er sich einen Dreck. Doch er ist der beste Ermittler der Stadt und so wird er auf einen Serienkiller angesetzt, der auf brutale Art und Weise Londoner Polizisten ermordet. Ausgerechnet bei diesem schwierigen Fall muss Brant mit dem überkorrekten Kollegen Porter Nash zusammenarbeiten, was beiden zunächst überhaupt nicht schmeckt. Bald stoßen sie auf eine heiße Spur, doch der psychopatische Killer ist ihnen immer einen Mord voraus ...

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der MPEG-4 kodierte HD-Transfer zeigt sich angenehm scharf, was besonders in Nahaufnahmen zu einer sehr guten Detaildarstellung führt. In Totalen gibt es allerdings immer wieder etwas weich wirkende Einstellungen, was an den eingesetzten Farbfiltern liegen dürfte, die in "Blitz" deutlich zur Geltung kommen. Mal bleibt die Farbgebung sehr natürlich, dann wirkt das Bild deutlich matt und sehr erdig. Je nach Location wandelt die Farbpalette zwischen kalten und warmen Tönungen. Der Kontrast ist dabei gut gewählt, könnte teilweise aber mit einer etwas besseren Durchzeichnung aufwarten. Zudem neigen einige helle Flächen zu leichten Überstrahlungen. Filmkorn ist in dunklen Sequenzen deutlicher wahrzunehmen, was aber vor allem auf homogenen Flächen zu sehen ist. Die Kompression arbeitet hingegen tadellos und Bildfehler sind auch keine ersichtlich. Insgesamt ein gelungener, aber nicht überragender HD-Transfer, der den stillistischen Verfremdungen unterliegt.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

 ++++/-

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide Tonspuren liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und klingen sehr frontlastig. Dafür wird dem Zuschauer aber eine hervorragende Dialogwiedergabe spendiert, bei der Stimmen klar und sehr gut ausbalanciert aus den Center kommen. Der Score darf zudem mit viel Druck über die Kanäle hallen und unterstreicht die Atmosphäre des Films. Nebengeräusche werden sehr präzise und detailliert wiedergegeben. Insgesamt könnte der Mix aber räumlicher sein, weil sich vor allem im Effektbereich wenig tut und es kaum richtige Effekte gibt. Dennoch ein guter Mix mit einer sauberen Hochtonwiedergabe und einem gelungenen Basseinsatz. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 +++/--

Extras
MediumBD-50
Extras
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live Featurette
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Der Mandant (1:32 Min., 1080p)
    • Shark Night 3D (1:54 Min., 1080p)
  • B-Roll (12:21 Min., 1080p)
  • Interviews mit Cast und Crew:
    • Jason Statham - "Tom Brant" (2:02 Min., 1080p)
    • Paddy Considine - "Porter Nash" (3:41 Min., 1080p)
    • Aidan Gillen - "Blitz" (2:31 Min., 1080p)
    • Zawe Ashton - "WPC Elizabeth Falls (9:17 Min., 1080p)
    • Elliott Lester - Regisseur (8:56 Min., 1080p)
    • Steve Chasman - Producer (3:44 Min., 1080p)
    • Zygi Kamasa - Producer (6:13 Min., 1080p)
  • Originaltrailer (2:03 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Colombiana (2:10 Min., 1080p)
    • The Ledge (2:01 Min., 1080p)
    • Company Men (2:28 Min., 1080p)
    • Der Mandant (1:32 Min., 1080p)
    • Shark Night 3D (1:54 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial fällt leider sehr unspektakulär aus, u.a. wegen der werbelastigen sieben Interviews. Interessanter sind die 12 Minuten an unkommentierten B-Roll-Material, die einen netten Einblick in die Dreharbeiten zu "Blitz" liefern und wie die Interviews komplett in HD vorliegen. Den Abschluss bilden bereits der Originaltrailer und eine Trailershow mit weiteren Ausschnitten aus Universum Film-Titeln in HD. Im BD-Live-Bereich gab es nichts besonderes zu entdecken. Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.
 ++----

Fazit
Besonders die etwas älteren Zuschauer schätzen diese abgehalfterten Cops, die sich morgens eine Tasse Whiskey einschenken, um überhaupt auf die Beine zu kommen. Einer wie Interner Link"Dirty Harry" hat bereits anno 1971 vorgemacht, wie man mit bösen Buben umgehen kann, nun folgt ihm Jason Statham in gewohnt stoischer Art. Statham mimt den rüpelhaften Londoner Cop Tom Brant, den sein Boss lieber nicht länger im negativen Rampenlicht der Presse sehen möchte. Doch dann treibt ein Cop-Killer sein Unwesen und Brant begibt sich mit seinem neuen Kollegen Nash (Paddy Considine) auf die Jagd ...

Leider folgen dem stimmungsvollen Einstieg, als Brant ein paar Autoknacker mit dem Hockey-Schläger plättet, einige Zeit keine weiteren Actionszenen, da die Geschichte stark auf die Figuren ausgerichtet ist, was besonders auf Statham zutrifft, der als Proll und Zyniker durch die düsteren Schauplätze wandert. Sein Kompagnon Nash, ein homosexueller Anzug-Träger, bietet jedoch einen gefälligen Kontrast und die beiden ergänzen sich im Grunde recht gut. Weil die Identität des Polizistenmörders von Beginn an ausgemacht ist, fällt ein Rätselraten natürlich flach und auch das Motiv scheint recht weit an den Haaren herbeigezogen zu sein. Allerdings müht sich Aidan Gillen als titelgebender Blitz mit Erfolg um ein paar fiese Einsätze und einige durchgeknallte Verhaltensweisen, die dem Typen jederzeit abzunehmen sind. Allerdings impliziert das übliche Katz- und Maus-Spiel keinerlei Überraschungen oder ungeahnte Wendungen, denn dass beide Ermittler der Tendenz von Selbstjustiz nicht abgeneigt sind, deutet sich bereits früh an. Bis dahin sorgt das finstere Interieur für eine angemessen nihilistische Stimmung in den schmierigen Kaschemmen Londons, den dreckigen Gassen, den wenig einladenden Parkhäusern und den versifften Behausungen. So kommt es noch zu einer kleinen Verfolgungsjagd durch Straßen und Hinterhöfe, ein Penner versucht Kohle bei der Lokalzeitung zu ergaunern und eine Undercover-Polizistin hat Probleme mit Drogen, was für die eigentliche Geschichte jedoch irrelevant ist und im Prinzip auch keine Pointe beinhaltet.

Gegen Showdown wird die Sache jedoch etwas zu abrupt abgehandelt, denn die Szenerie auf dem Dach eines Parkhauses schließt einige Unwahrscheinlichkeiten und Logiklücken mit ein. Andere Storylines werden nicht konsequent zu Ende geführt und straucheln im offenem Ausgang. Da war das Drehbuch an einigen Stellen etwas inkonsequent, während der Versuch, den Figuren ein wenig Ambivalenz einzuhauchen, zumindest auf oberflächlicher Ebene gelungen ist, was sich primär in den Gesprächen der beiden Ermittler abzeichnet.
Insgesamt hätte Statham gerne etwas mehr Körpereinsatz ins Spiel bringen können, obgleich seine Figur alles beinhaltet, was den Bad Cop seit den Siebzigern auszeichnet. Er und seine tauglichen Mitspieler sind es auch schließlich, die den eher innovationslosen Plot zusammenhalten, der im Verlauf keine Twists oder sonstige Überraschungen parat hält. Er fließt passabel vor sich hin, bringt ein paar kleine Härten zum Vorschein, haucht einigen Nebenfiguren Zwischenmenschliches ein und ist am Ende jenen zu empfehlen, die seit Interner Link"Dirty Harry" alles mitnehmen, was dubiose Gesetzeshüter sympathisch erscheinen lässt.



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