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USA 1995
Originaltitel:Judge Dredd
Länge:96:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Danny Cannon
Buch:Michael De Luca, William Wisher Jr., Steven E. de Souza,
Kamera:Adrian Biddle
Musik:Alan Silvestri
SFX:Joss Williams
Darsteller:Sylvester Stallone, Armand Assante, Diane Lane, Rob Schneider, Jürgen Prochnow, Max von Sydow,, Joanna Miles, Joan Chen, Balthazar Getty, Maurice Roëves, Ian Dury, Christopher Adamson
Vertrieb:Universum Film
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:26.11.2010 (Kauf)



Inhalt
Man schreibt das dritte Jahrtausend. Nukleare Kriege und ökologische Katastrophen haben die Erde verwüstet. Staaten existieren nicht mehr. Übriggeblieben von der menschlichen Zivilisation sind drei Weltstädte: Megacity I, II und III. Zerstörung, Korruption sind an der Tagesordnung. Und dennoch ist diese Vorhölle besser, als die "Verfluchte Zone", die verwüstete Welt außerhalb der Megacities. Dorthin verbannt zu werden, ist schlimmer als der Tod. Aus dem Chaos hat sich ein neues, radikales Rechtssystem erhoben, das System der Judges. Sie sind Polizisten, Richter und Vollstrecker zugleich. Judge Dredd ist eine lebende Legende in Megacity I. Er ist die Verkörperung der neuen Justiz.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Für die vorliegende Blu-ray ließ Tobis einen neuen HD-Transfer des Films anfertigen, welcher die weltweit erste HD-Version des Films darstellt. Das Ergebnis bietet ein gehobenes Maß an Schärfe und eine gute Detailschärfe, die vor allem in Nahaufnahmen überzeugt. Der Kontrast arbeitet ausgewogen und gewährt eine gute Balance zwischen hellen und dunklen Flächen. Auch der Schwarzwert erreicht stets gute Werte. Die Farbgebung bleibt zudem sehr natürlich und satt. Das Filmkorn ist intakt und man hat auf den Einsatz von Rauschfiltern verzichtet. Dafür wurde das Bild leicht nachgeschärft und zeigt dezente Doppelkonturen. Die Kompression könnte etwas ruhiger arbeiten, ansonsten ein guter Transfer.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Der Tonabmischung überzeugt mit einer sehr guten Räumlichkeit und einer sauberen Sprachwiedergabe. Es gibt viele direktionale Effekte und der Sound spielt sehr schön mit den einzelnen Kanälen. Lediglich im Dynamikbereich könnte die Abmischung etwas besser ausfallen. Auch der Subwoofer wirkt noch zu brav, was zur Folge hat, dass der Ton in den Actionszenen oftmals zu flach und dumpf klingt. Die englische Version klingt weiträumiger und präziser als die deutsche Fassung. Der Bass wird druckvoller wiedergegeben, womit Actionsequenzen drückender ausfallen. Auch hier überzeugt die Dialogwiedergabe. Optional gibt es deutsche und englische Untertitel.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live
  • Deutsches Making of (24:02 Min., 576p)
  • Englischer Making of (20:01 Min., 576p)
  • Promo-Featurette (5:20 Min., 576p)
  • Teaser (0:58 Min., 576p)
  • Trailer zum Film (2:06 Min., 576p)
  • US TV-Spots (3:08 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Push (1:34 Min., 1080p)
    • Gamer (2:00 Min., 1080p)
    • Street Fighter - Legend of Chun-Li (1:08 Min., 1080p)
    • Black Dynamite (2:08 Min., 1080p)
    • The Book of Eli (1:41 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial liegt bis auf die Trailershow komplett in Standard Definition vor und beinhaltet neben Trailer, Teaser und TV-Spots noch ein 5minütiges Promo-Featurette, sowie ein englisches und ein deutsches Making of mit insgesamt 44 Minuten Laufzeit. Beide sind im Grunde identisch, außer dass bei der deutschen Version mit Voice-Over-Stimmen noch ein paar Filmszenen reingeschnitten wurden, während die englischsprachige Version ohne Untertitel auskommt. Der Inhalt ist sehr werbelastig ausgefallen. Im BD-Live-Bereich gibt es keine filmspezifischen Extras.
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Fazit
Willkommen bei einer filmischen Katastrophe aus dem Reich der Mega-Budgets, die sich von der ersten Minute an abgezeichnet hat. Man nehme einen Action-Superstar auf dem langsam absteigenden Ast (sprich Stallone) und schiebe ihn in die Realverfilmung eines sogenannten Kultcomics, das außer in den USA nur den wenigsten Eingeweihten bekannt ist. Aber es spielt in der Zukunft, es ist SF, es hat Action, es muss ein Hit werden. Denkste!

Schon die einleitende und erklärende Schriftrolle lässt Böses ahnen und schon geht's ab in die Mega-City. Als hätten die Macher schon geahnt, dass Stallones eindimensionale Kraftmackerfigur nicht filmdeckend werden würde, suchte man nach einer Identifikationsfigur, damit auch die üblichen Muttis und Pappis den Plot verstehen. Den fand man aber leider in Rob Schneider, einem C-Klasse-Komiker, der hier allen Anwesenden (auf der Leinwand und im Kino) tierisch auf den Wecker gehen darf, weil er an der bahnbrechenden Action ständig was rumzunörgeln hat oder nach Hilfe schreit. Das sollte wohl witzig sein, ist aber schon wegen der berechnenden Art Scheiße. Dann natürlich brauchen wir Konfliktpotential. Da bedienen wir uns, sehr futuristisch, im Arsenal uralter Polizeifilme, diskreditieren unseren Helden auf infame Weise, sägen gleich seinen Chef mit ab und präsentieren in einem unsäglich grimassierenden Armand Assante, der eh eine leere Hose ist und keine Chance hat, auch noch Stallones Retortenzwilling. Ausgelutscht, äh ausgedacht, hat sich diese Plotte good old Jürgen Prochnow, der bei der Beförderung immer übergangen wurde. Ach, wie innovativ.

Max von Sydow, der Geschasste, marschiert also wie weilend Gandalf "in the desert" und Stallone ins Gefangenencamp, wird aber demnächst abgeschossen, womit wir Schneider für den Rest vom Film am Arsch haben. Nach ein paar wahnsinnig neuen Mad-Max-Schoten in der Wildernis geht's heim ins Reich, um Jürgen und Konsorten (aka. Klone) mal richtig die Hosen auszuziehen. Natürlich ist da die wackere Kollegin, die das Komplott von innen durchschaut, natürlich wird die Jagd auf den Wiederkehrer eröffnet, natürlich schlagen die Bösen zurück, was dem völlig überforderten Regie-Novizen Danny Cannon Platz für ein paar lächerlich getrickste Flug-Kampf-Szenen gibt, ehe es zum Schlusskampf in der eingebauten Freiheitsstatue kommt, wo Onkel Sly den Klonen (die wie eine Mischung aus Billigmumie und Albinogorilla aussehen) dann den Rest gibt.
Dass dieser bis zum Gehtnichtmehr ausgelutscht und überall geklaute Schund dann an der Kasse bärig floppte, hindert einige Niveaulose immer noch nicht daran, diverse One-Liner aus diesem Film für weiterhin originell zu halten. Wenn wir es von der ideologischen Seite anpacken, wird's vielleicht sogar noch faschistoid diskutierbar, allerdings reicht die patriotische Endzeitgrütze, die hier aus allen Löchern quillt schon aus, um im Gehirn endgültig den Stecker zu ziehen. Für Anspruchslose und alle, die glauben, ein großes Budget mache immer einen respektablen Film.

Technisch solide Blu-ray-Umsetzung, aber dennoch eine sichtbare Steigerung zur DVD-Edition. Die Disc wird mit einem Wendecover ohne störendes FSK-Logo ausgeliefert.



Screenshots




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Judge Dredd
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